Autor Thema: GBA: Festbetragsgruppenbildung Levetiracetam  (Gelesen 10767 mal)

Dendrit

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Re: GBA: Festbetragsgruppenbildung Levetiracetam
« Antwort #15 am: 07. April 2014, 15:09:05 »
Hallo,

wollt noch schnell zur Erklärung dazufügen: ich hab den Newsletter von GBA. Da mir das alles zuviel ist, was sich bei anderen Krankheitsbildern abläuft, schau ich nur, ob es sich um ein Antiepileptikum oder Antidepressivum handelt. Wenn ja, schreib ich es hier rein.

Letztens hab ich mich mit dem Apo über was unterhalten, wer was gut findet, da hab ich gesagt, dass das jedenfalls nicht von der GBA ist, denn bei denen reg ich mich bloß auf und hab den Newsletter nur, um nicht vor dem Kopf gestoßen zu sein, wenn mir der Doc auf einmal sagt, geht nicht mehr. :D  *augenroll*

Als Beispiel das Antidepressivum "Reboxetin". Es sollte vor ein paar Jahren zwar noch geben, aber nicht mehr voll erstattet werden. Kann ich mir nicht leisten, also Gedanken gemacht, was evtl. eine Option wäre. Hab mir die Wirkstoffe der verschiedenen Antidepressiva inkl. den NW und WW angesehen und so den Kreis schon mal verringert. So konnte ich gleich aussortieren, welche ich wg. Epi oder wg. Antiepileptika nicht nehmen kann/darf. Und so konnte ich in einer ruhigen Phase langsam auf ein neues Medi umstellen, ohne in dem Zwang zu sein, es ab einem bestimmten Datum nicht mehr zu bekommen. Und womöglich rudern, ob ich das ja schaffe. Auch die "Hamstereinkäufe" blieben unauffälliger, denn kurz vor dem Datum "hamstern" die meisten.

"Natürlich" war ich da einen Schritt voraus, denn in dem Newsletter für die Apotheker stand das noch nicht, ebenso in der Ärzte-Zeitung nicht. Und das, was die KK bekommen, stand das auch nicht - also die Wichtigsten, die eigentlich die ersten Ansprechpartner sind, wussten dann auch noch nicht, dass und ab wann der Beschluss inkraft trat. Sie wurden soz. viel zu spät davon unterrichtet.

Und so denk ich, wenn hier jmd. das auch eher weiß, dass man sich auf Vieles schon mal einstellen kann. Das ist der Grund, weshalb ich die Links reinstelle. :)

LG, Dendrit

heinzpeter

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Re: GBA: Festbetragsgruppenbildung Levetiracetam
« Antwort #16 am: 09. Mai 2015, 19:16:06 »
Ich habe in dem Zusammenhang was anderes erlebt: Von Anfang an bekomme ich Levetiracetam von neuraxpharm. Plötzlich heißt es, es sei nicht mehr lieferbar. Und nun? Natürlich gibt's das Medi auch vom anderen Hersteller. Geht das so einfach? Gesundheitsreform und Kostendämpfung? Ich habe so meine Zweifel. Es geht doch wohl eher um den Profit der Pharma-Industrie - mit Hilfe unserer Volksvertreter.

CrazyGrisu

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Re: GBA: Festbetragsgruppenbildung Levetiracetam
« Antwort #17 am: 04. Juni 2016, 12:23:36 »
Ich bin zu Gunsten meines Arztes  auf Levetiracetam von UCB.
Selbiges Medikament als Keppra (Handelsname) auch von UCB habe ich in Rücksprache mit dem verschreibenden Hausarzt auf aut-idem, weil es als Levetiracetam billiger ist.

*irretiert guck*
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg Keppra + 125 Lamictal
Mittags: 125mg Lamictal
Abends: 750mg Keppra

Gewicht: 70,0 kg seit 10.12.2015

morini

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Re: GBA: Festbetragsgruppenbildung Levetiracetam
« Antwort #18 am: 09. August 2017, 23:06:00 »
Verzeihung, 
ich glaube nur, hier gibt es keinen extra Thread, daher stelle ich hier die Zwischenfrage:
Gibt es auch eine Aushandlung für Lamotrigin?
Lamotrigin ist zwar ein neueres Medikament, aber schon gängiger, daher sollte es doch eigentlich eine Festbetragsgruppe geben, die aushandelbar ist.
Ich verstehe eben nicht,warum das Lamo Desitin so teuer  ist, wenn man doch als Epileptiker es wirklich nicht leicht hat geeignete Produkte zu finden. Gerade hochwertige Arzneimittel sollten doch zur Verfügung gestellt werden. Ich kann mir das momentan nicht leisten.

Soweit ich das verstanden habe, muss man vllt sogar mit Erhöhungen 2022 rechnen. Stimmt das denn?