Autor Thema: Probleme in der Schule  (Gelesen 1602 mal)

oneday

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Probleme in der Schule
« am: 04. Mai 2014, 02:59:40 »
 Schwester fühlt sich ungerecht behandelt, weil sie weniger Aufmerksamkeit bekommt als ich und mein Dad hält sich natürlich aus allem raus^^
Ich war noch nie der sozialste Mensch, aber diese Krankheit hat mein ganzes Leben zerstöt, in dieser Hinsicht.
Wollte mal wissen, ob ihr Tipps habt oder wie ihr (oder eure Kinder) das so mit der Schule hinbekommen und ob jemand ähnliche Probleme hat? (Auch wegen der selbstverletzung währen den nächtlichen anfällen)
Ist doch ein wenig länger geworden, als gedacht, aber ich hoffe jemand hat es bis hier hin geschafft ;)
Danke für die antworten
The green eyes
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CrazyGrisu

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Re: Probleme in der Schule
« Antwort #1 am: 25. Juni 2018, 11:53:20 »
Moin oneday  8)

In einem Arztbrief vom Dezember 1984 fand ich den Vermerk:   

... weil er noch häufig in eine Kasperrolle verfällt,  um Aufmerksamkeit zu erlangen, was anfangs auch gelang, inzwischen jedoch von den anderen verurteilt wird, weil sich diese Dinge immer wiederholten.

Zu dem die Mitschüler (Grundschule) es damals toll fanden meinen Schwachpunkt körperliche Schwäche früh zu erkennen und mich auf dem Schulhof bis zum "umfallen" zu triezten.

Mit jedem dieser Anfälle durften meine Eltern mich k.o. im Krankenhaus abholen.

Einen Krampfenden abholen zu lassen war damals die gängiste Aufsichtspflicht los werdende Methode.

An anderer Stelle (November 1984) in dem Arztbrief steht:

Der Junge besuchte die hiesige Klinikschule. Seine erbrachten Leistungen  liegen im Lernbehindertenbereich.

"Lernbehindertenbereich" klingt auch sonderbar.

Abschliessend erwog die Klinik die Empfehlung zur Unterbringung in einem Internat um die soziale Struktur im Umgang mit der Epilepsie zu festigen und Rückfälligkeiten zu minimieren.

1989 bis 1994 war ich dann im Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk (TSBW) https://www.tsbw.de/ in Husum.

Mit Internatsunterbringung. An den Wochenenden durfte man nach Hause.

Es gab ein Motto "Tetsche, das Grab Deiner Jugend"

Die Zeit im Tetsche (TSBW) war die schönste Zeit meines Lebens.  :dance:

Die nächsten 17 Jahre war ich bis zum 06.08.2006 16:00 Uhr Anfallsfrei.

 :insel:

Schoene Gruesse

Michael



Heutzutage ist das Leben mit und gegenüber Menschen mit Epilepsie hart, ungerecht, fies.

Die "Gesunden" haben extreme Berührungsängste, die meisten zeigen erst Interesse an der Krankheit wenn sie oder eine nahe stehende Person betroffen ist!!
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg UCB Levetiracetam + 125mg GSK Lamictal
Mittags: 125mg GSK Lamictal
Abends: 750mg UCB Levetiracetam

Gewicht: 78,0 kg seit 01.05.2018 18:00 Uhr