Autor Thema: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?  (Gelesen 3028 mal)

relativ

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #15 am: 21. Dezember 2016, 11:23:27 »
Grüß dich Panda ich hab gestern rumgekuckt wegen neuen Neuroleptika und mache das Heute auch nochmal, aber intressant ist es wie wirken sich seine Psychosen aus? Bei mir z.B war es eher Aggressivität bei einem bekannten von meinem Bruder der Arbeitskollege war es eher verwirrtheit.
Realität ist das was man draus macht.

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panda

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #16 am: 21. Dezember 2016, 21:46:26 »
Her relativ,
die Psychosen nach den Anfällen sind sehr heftig. Er ist dann in " einer anderen Welt".
Er hört dann teilweise Stimmen, fühlt Dinge, die nicht da sind usw.

germany7

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #17 am: 03. Januar 2017, 18:16:13 »
Hallo. Das ist eine sehr schöne Frage und betrifft fast alle die davon betroffen sind.  Das die Medikamente haben Nebenwirkungen haben wissen wir alle. Aber das sich der Körper an die Medikamente gewöhnt wissen viele nicht.  Ich merke dies immer wieder indem ich frisch ein.- bzw. umgestellt werde in andere Medikamente. Diese wirken nur eine bestimmte Zeit und das Spiel geht wieder von vorn los.  Ich hatte auch schon eine OP und jetzt überlege ich mir ob ich dieses Risoko noch einmal eingehe.    Jedenfalls meine Ärztin sagte mir: Die Medis wirken wie Alkohol im Hirn !  Das Hir gewöhnt sich daran und bemerkt garnicht mehr  :escape:

Meditester

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #18 am: 12. Januar 2017, 01:19:00 »
Hallo !
Ich denke das ist sehr verschieden.
Erst brauchte ich nur ein Medi. Dann waren zwei nötig.
Und dann wollte das Zweite nicht mehr wirken.
Ich habe keine  OP oder VNS,
aber die Wirkung der Medi ist wohl wie'n Lottospiel.
Ich habe fast einen Sechser nach ewiger Enttäuschung.

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Jassy01

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #19 am: 10. September 2017, 01:21:41 »
Hallo Panda,

ich weiß wie du dich fühlst.

Bei mir war es jetzt auch schon öfter so.


neues Medikament -- Die Anfälle werden besser -- Die Anfälle verschwinden komplett -- und nach etwa drei Monaten fängt das ganze Spiel von vorne an! :(


Immer öfter spiele ich mit dem Gedanken, ob ich nicht doch eine OP wagen soll.
Leider liegt das Problem bei mir an einer Stelle, an dem die Ärzte eher von einer Operation abraten, weil auch vieles schiefgehen kann. :(



ich weiß auch nicht mehr was ich machen soll und verliere langsam den glauben eine Lösung zu finden. :(

deshalb kann ich dich in dieser Lage auch so gut verstehen! :(


LG

fruehling2

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #20 am: 12. Oktober 2017, 18:15:12 »
Ich habe 12 Jahre Monotherapie mit Keppra gehabt und hatte alle vier Wochen immer an einem Tag mehrere Auren, das war nicht immer toll. Und jetzt habe ich mit dem Arzt besprochen, dass wir die alten Medikamente von früher evtl. ausprobieren, die mir damals sehr geholfen haben. Das ist Phenytoin (Zentropil) und Phenobarbital. Leider war ich mit diesen beiden nun nicht mehr anfallsfrei. Als der Arzt noch 1000 Keppra dazu gab, war es gut. Und das bald 5 Monate lang.

Morti

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #21 am: 13. Oktober 2017, 22:30:02 »
Klar, eine gewisse Gewöhnung an dem einen oder anderen Wirkstoff findet statt. Leider... Momentan habe ich das 'Glück' noch einer Monotherapie folgen zu können. Allerdings würde 'man' bei mir gern aufdosieren und dann wäre es mit der Monotherapie vorbei. Hier bin ich bremsend ... und nehme den einen oder anderen Crash inkauf. Wie das??? Ich hatte im Vorfeld schlechte Erfahrungen, welche zu Selbstversuchen (incl. Risiken) führten und mir zeigten was geht und was nicht. Das mag jeder auslegen, wie er es will. Letztendlich kann ich aber für mich sagen: "Ja, ich habe Angst, die Kontrolle verlieren zu können.".

Mela94

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Re: Gewöhnt sich das Gehirn an die Medikamente?
« Antwort #22 am: 25. November 2017, 00:19:45 »
aufstehen, krone richten und weiter gehen... dieser spruch macht mir echt gute laune..
danke dafür
ich hab seit der diagnose extrem angst, kann seit 1 jahr nicht vernünftig leben, war selber fast die ganze schwangerschaft im KH, habe jeden 2. monat grand mal anfälle und zwischen durch ständige myoklonien, diese nervigen zuckungen..
trotz ständige medikamentenwechsel und gutem blutspiegel.. echt schlimm aber mann darf die hoffnung nicht verlieren

ich wünsch euch alles alles gute  :)