Autor Thema: kein Mitgefühl von familie  (Gelesen 1860 mal)

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
kein Mitgefühl von familie
« am: 05. Juni 2017, 23:03:44 »
hallo

kennt das jemand dass schlagartig die komplette  Familie von der Epilepsie nichts mehr wissen möchte bzw.sich beschäftigen will?😣plötzlich nach 27 jahren,ich jetzt einen freund seid 11 jahren habe,und nicht mehr zuhause lebe.alle sich jetzt nurnoch für ihr eigenes Leben interessiern, einfach praktisch Egoisten sind. ich auch noch durch die epilepsie psychische Probleme hätte!

LG katharina


Joy

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 4.572
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #1 am: 06. Juni 2017, 08:37:19 »
Hallo Katharina,

das kenne ich gut. Damit bist du ganz sicher nicht allein :tröst: Was nur leider nichts hilft. Wir leben einfach in einer Ego-Gesellschafft, das wird sich vermutlich so schnell nicht ändern.

Ich denk mir z.B. auch immer wieder, dass ich mit der Epilepsie in der Familie mächtig viel kaputt gemacht habe und es daher kein Wunder ist, dass niemand mehr was davon wissen will.

Und psychische Probleme (Angst vorm nächsten Anfall, wie die Leute mit umgehen etc.) bei der Epilepsie sind vermutlich unvermeidbar.

So ist es halt leider, man hat viel Gesprächsbedarf, was die epi angeht, um seinen Emotionsbalast loszuwerden, aber weder interessiert es wen, noch kann es wer nachvollziehen :-(

Es gibt nur noch Selbstbetroffene/Stellen wie das tolle Forum hier, mit denen man reden kann.

Einen guten Rat habe ich leider nicht, außer niemals aufgeben. Aufstehen, Krone richten, weitergehen!

lg Joy




Amazönchen

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 11.769
    • Total-Normal
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #2 am: 06. Juni 2017, 18:30:07 »
Hallo Katharina

Kannst Du den Satz bitte komplett schreiben?

😣plötzlich nach 27 jahren,ich jetzt einen freund seid 11 jahren habe,und nicht mehr zuhause lebe. .....

27 Jahren nach was? Nach der Diagnose Deiner Epilepsie?
Und der nächste Satz, da habe ich auch noch einen Knopf...  Hast Du seit 11 Jahren einen Freund?
Wie alt bist Du?
Wie alt sind Deine Geschwister?

Weisst Du, die Geschwister (vllt. Deine nicht), wollen auch ihr Leben leben. Das hat nichts mit Egoismus zu tun. Und weil eine Person in der Familie krank ist, heisst das für die Geschwister nicht, dass sie deshalb ihr Leben an den Nagel hängen müssen. - Was erwartest Du ganz konkret von Deinen Geschwistern.
Hast Du Dir auch schon mal Gedanken gemacht, ob Deine Geschwister evtl. kürzer treten mussten?, sofern Du die Epilepsie im Kindesalter bekommen hast? - Meine Schwester musste es. Meine Eltern versuchten, es nicht zu machen.


....Emotionsbalast loszuwerden, aber weder interessiert es wen, noch kann es wer nachvollziehen
Oder sie sind mit der Thematik überfordert.
Und wir möchten doch verstanden werden. Wenn das dann nicht der Fall ist, sind wir auch frustriert.
Und aus diesem Blickwinkel kann ich die Haltung der Gesellschaft verstehen. Ich interessiere mich auch nicht speziell für die Krampfadern meines Arbeitskollegen. (Er hat sie schon über 15 Jahre und er ist erst 40). Die andere Person in der Gruppe hat sehr grosse psych. Probleme, aber ich weiss nicht  ansatzhalber, in welchem Bereich. Auf eine wirklich sehr diskrete Bemerkung kam eine direkte Antwort, dass er nicht darüber reden will.

Aber gerade deshalb gibt es so Foren  ;)
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich der Belustigung der Foren-Teilnehmer

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #3 am: 07. Juni 2017, 20:19:32 »
hallo

ich habe jetzt 27 Jahre Epilepsie.Seid 11 Jahren einen freund,und lebe seid 10 Jahren mit ihm zusammen.ich habe mich vor 3 jahren umgemeldet und da ging der ganze Zirkus mit meiner Familie los. Ich habe mich durch ihn sehr verändert,sag nicht wie ich es früher gemacht habe zu allem ja und amen.Mein Freund hat mit gesagt du musst auch mal auf den tisch hauen,und sagen so nicht mehr! ich wollte mir wegen den sturzanfällen 2 Jahre lang das leben nehmen.Aber mein Freund hat mich da raus geholt.

lg katharina

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #4 am: 07. Juni 2017, 20:32:37 »


ich bin 38 Jahre alt.Ich erwarte einfach nur Mitgefühl bzw.anteilnahme an meinem Leben.Es fragt keiner mehr wie geht es Dir nach einem sturz oder einfach mal so fragen. meine Mutter,und Bruder haben mir schon gesagt sie wollen sich nicht damit beschäftigen.ich hätte nach 2 Treppenstürzen,1 mal ins Glas der balkontür stürzen sterben können! Das hat aber keinen interesssiert.ich habe nur vorwürfe bekommen.sie wollen das ich so lebe und bin wie sie es wollen. Dann wäre alles okay!

yossarian

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 419
  • Autor Karl C. Mayer: Neurologie, Psychiatrie
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #5 am: 07. Juni 2017, 22:23:59 »
Hallo Katharina,

mit fast 40 ist man erwachsen und sollte auf eigenen Beinen stehen können. Jetzt kommt bald die Zeit, in der Deine Eltern dich brauchen. Du wirst sie pflegen und dich um sie bemühen. Sie müssen doch Angst bekommen, wenn es mit dir alleine noch nicht klappt.

Du lebst in einer Zeit, in der ein jeder sehen muss, selbst zurecht zu kommen. Wenn Mitgefühl gezeigt wird, lässt sich manches besser ertragen, da gebe ich dir recht. Aber es den Angehörigen zur Pflicht aufzuerlegen, ist  doch ein wenig übertrieben.

Wir hören ja nur Deine Seite. Was Deine Eltern sagen, ist uns nicht bekannt. Ich vermute mal ganz stark, dass ihnen Dein Freund nicht passt. Vielleicht wollen sie dich vor Fehlern bewahren. Es könnte doch sein, dass Du dich nicht zum Positiven verändert hast. Sprich am besten mit Deinen Freunden über ihn. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Fehler nicht nur bei Deinen Angehörigen liegt. Du solltest Dein Verhalten ihnen gegenüber noch einmal prüfen. Ich wünsche baldige Lösung und einen guten Weg.

Liebe Grüße
yossarian

Zeli

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 65
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #6 am: 07. Juni 2017, 23:44:10 »
Hallo,
ich habe einfach mal alle deine Einträge gelesen. Und im Prinzip klingen alle gleich um dass mal so zu sagen.
Für mich klingt es so als ob du jedes mal bei allen gesprächen gleich die Epi mit ins spiel bringt. Und wenn du sie schon so lange hast fragt man eh nicht mehr wie es einem geht. Das weiß man meistens und es nervt nur, davon abgesehen das andere Leute (auch Familie) was besseres zu tun haben als alle Woche zu fragen wie den der letzte Sturz war...
Du bist 38, also wirklich erwachsen. Und deine Eltern wollen sicherlich auch über andere Themen mit dir reden. Und selbst wenn du von ihrer Ernährungsweise nichts mehr hältst, kannst du doch auch mal fragen wie es ihnen geht und was für Erfokge sie damit haben, sie wwrden sicherlich mit Freude berichten...
Und vielleicht tut deiner Mutter ihre Hüfte ja nicht nur ein bisschen weh? Es ist nicht deine, also warum urteilst du? Wieso solltest nur du rumheulen wegen deiner "achso-schlimmen-epi" (ja. Epi ist schlimm. Aber irgendwann nervt es)
Und 38 mal anrufen? Nicht so toll. Da ist denk ich niemand begeistert.
Also debk doch nicht nur an dich, sondern auch an deine Familie.
Du möchtest immer nur (Mitgefühl, Liebe...) haben, aber was gibst du denn zurück?
Ich hoffe das regt zum nachdenken an
Zeli

Maus

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 115
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #7 am: 08. Juni 2017, 21:44:39 »
Ja das kenne ich mit Freundinnen. Haben keine Rücksicht mehr genommen. Das Ende von der Geschichte: ich habe seit Jahren keinen Kontakt mehr.

TimeBandits

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 363
  • Lebe dein Leben und zwar jetzt!
    • TimeBanditsWorld
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #8 am: 09. Juni 2017, 14:37:13 »
Hier bist du nicht allein und wir hören dir zu und trösten dich auch mal gerne :tröst:.

Epilepsie ist einfach nicht einfach, auch nicht für die Familie und Freunde. Natürlich ist sie für die Betroffenen am Schwersten, sie müssen sich ja damit rumplagen!

Ich kenne das auch, das vielen Leuten in der eigenen Familie das Thema Epilepsie schnell leid wird, denn sie verstehen einfach nicht was die Krankheit mit manchen Epileptikern macht.
Jeder geht damit anders um und wenn deine Familie nichts mehr davon hören will, dann finde ich das sehr traurig und klar das dich das verletzt.

Was kannst du tun?! Ich würde das mal offen und ehrlich mit ihnen bereden und wenn sie gar nicht darauf eingehen, würde ich mich zurück ziehen auch wenn es weh tut. Man kann niemanden zwingen einen zu lieben, zu unterstützen oder zu trösten.

Das ist immer leichter gesagt als getan, ich weiß das.

Ich wünsche dir das du einen Weg finden wirst damit ihr euch wieder alle besser versteht in der Familie !:)

GLG TB
The World is changing...

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #9 am: 13. Juni 2017, 17:18:44 »
Hallo

wer meine Eltern verstehen kann die nur an sich,ihren Hund, ihr Leben und meinen Bruder denken bin ich sprachlos.ich bin krank aber gehör trotzdem zur Familie.
Selbst meine Tante und Cousin wollen von mir und meinem leben auch nix mehr wissen.es geht bei Telefonaten nur um Krankheiten, Geld und Stress den sie haben.solche Menschen sind für mich EGOISTEN die mit der Realität nicht klar kommen!  :´-(

katharina

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #10 am: 13. Juni 2017, 17:22:34 »
ps: wie es meine Mutter behauptet und der Rest der Familie bin ich nicht psychisch krank und  muss zum Psychologen!!

katharina

katharina36

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 57
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #11 am: 13. Juni 2017, 17:24:48 »
Das ist quatsch!!
Hallo,
ich habe einfach mal alle deine Einträge gelesen. Und im Prinzip klingen alle gleich um dass mal so zu sagen.
Für mich klingt es so als ob du jedes mal bei allen gesprächen gleich die Epi mit ins spiel bringt. Und wenn du sie schon so lange hast fragt man eh nicht mehr wie es einem geht. Das weiß man meistens und es nervt nur, davon abgesehen das andere Leute (auch Familie) was besseres zu tun haben als alle Woche zu fragen wie den der letzte Sturz war...
Du bist 38, also wirklich erwachsen. Und deine Eltern wollen sicherlich auch über andere Themen mit dir reden. Und selbst wenn du von ihrer Ernährungsweise nichts mehr hältst, kannst du doch auch mal fragen wie es ihnen geht und was für Erfokge sie damit haben, sie wwrden sicherlich mit Freude berichten...
Und vielleicht tut deiner Mutter ihre Hüfte ja nicht nur ein bisschen weh? Es ist nicht deine, also warum urteilst du? Wieso solltest nur du rumheulen wegen deiner "achso-schlimmen-epi" (ja. Epi ist schlimm. Aber irgendwann nervt es)
Und 38 mal anrufen? Nicht so toll. Da ist denk ich niemand begeistert.
Also debk doch nicht nur an dich, sondern auch an deine Familie.
Du möchtest immer nur (Mitgefühl, Liebe...) haben, aber was gibst du denn zurück?
Ich hoffe das regt zum nachdenken an
Zeli
[/quote]

Joy

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 4.572
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #12 am: 13. Juni 2017, 18:17:37 »
Hi Katharina,

wir kennen deine Familie nicht, was sie denken und fühlen, wir wissen nichts von der anderen Partei. Sich selbst verschönert und verharmlost man sich ja immer gerne um "schuldlos" raus zu sein.

Oft interpretiert man irgendwas falsch und fühlt sich zu Unrecht schlecht. Obwohl es auch einige Situationen gibt, wo der Interpretationsraum winzig ist...

Meine Familie fragt schon, wie es mir geht, aber nie nach den Anfällen. Sie wissen, dass ich sie habe, aber durch das nachfragen gehen sie nicht weg. Es ändert nichts. Was bringt es also? So denken sie vielleicht. Und ich- ich geb es zu, bin an Anfallstagen von meinem inneren Gejammer selber total abgenervt, was soll ich andere damit nerven? Da steckt man im Zwiespalt. Aber wie schon geschrieben wurde, auch andere haben ihre Probleme!

lg Joy


yossarian

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 419
  • Autor Karl C. Mayer: Neurologie, Psychiatrie
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #13 am: 13. Juni 2017, 19:01:10 »
Katharina, Zitat vom  7. Juni 2017:

„Mein Freund hat mit gesagt du musst auch mal auf den tisch hauen,und sagen so nicht mehr!“

Liebe Katharina,

mit dem Vorsatz des Bösen kannst Du doch kein Mitgefühl von Deinen Eltern erwarten. Wie stellt Dein Freund sich das vor? Du kannst doch nicht mit Drohgebärden einen jahrelangen Streit beenden.

Manchmal ist es nicht verkehrt, sich beim Gegenüber zu entschuldigen, selbst wenn man sich für den unschuldigen Part hält. Es ist eine der höflichen Möglichkeiten, wieder ins Gespräch zu kommen. Es geht doch nicht um Recht oder Unrecht, sondern um den Familienfrieden, der zur Zeit gestört ist. Besprich diese Möglichkeit bitte mit Deinem Freund und teile uns das Ergebnis mit!

Gute Grüße
yossarian

Zeli

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 65
Re: kein Mitgefühl von familie
« Antwort #14 am: 13. Juni 2017, 20:40:39 »
Hallo,
ich finde es nicht sehr sympatisch wenn ich mich bemühe dir eine andere Denkweise zu vermitteln und auch einen Ratschlag, an dem ich auch lange überlegt habe und du einfach schreibst das sei unsinn und ich habe Unrecht ohne drauf ein zu gehen und dich selbst zu reflektieren.
Du kannst nicht erwarten das man dich ernst nimmt wenn du nur die beiträge als richtig darstellst die deine Meinung darstellen.
Wie gesagt wurde. Wir/ich kennen dich nicht und können nur ahnen und mutmaßen. Aber du kannst ruhig dann auch auf Beiträge die dir nicht "gefallen" richtig eingehen.
Sonst schreibt niemand mehr auf deine Story.
Zeli