Autor Thema: Asperger Autismus und Epilepsie  (Gelesen 208 mal)

Juviqu

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Asperger Autismus und Epilepsie
« am: 10. Oktober 2017, 13:06:08 »
Hallo,
bin neu hier und wollte mich erkundigen ob es hier Asperger Autisten mit einer Epilepsie-Diagnose gibt?
Wenn ja, wie äußern sich eure "Anfälle"?
Mein Sohn ist 14 und Asperger Autist. Seit ca. 2 Wochen stelle ich bei ihm so etwas wie Absencen fest, bin aber noch nicht weiter, den Termin in der KJP haben wir erst morgen
und da weiß ich nicht, ob dort direkt etwas untersucht wird.

Ich würde ich freuen, wenn sich jemand meldet und mit mir seine Erfahrungen teilen würde.

Vielen Dank und viele Grüße,
Julia

yossarian

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  • Autor Karl C. Mayer: Neurologie, Psychiatrie
Re: Asperger Autismus und Epilepsie
« Antwort #1 am: 10. Oktober 2017, 13:50:39 »
Hallo Juvique,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Ob hier jemand an Epilepsie und Autismus erkrankt ist, weiß ich nicht. Ich kann nur zur Epilepsie etwas schreiben, mit Autismus kenne ich mich nicht aus.

Du erfährst hier keine ärztliche Beratung. Es sind überwiegend Epilepsiekranke und ihre Angehörigen in diesem 'Forum anzutreffen. Deiner Schilderung nach könnten es Absencen sein. Heinrich Hoffmann hat diese kleinen Anfälle in der Bildergeschichte  „Hans im Glück“ dargestellt.

Seid ihr schon in einem Epilepsie-Zentrum gewesen? Die Ärzte dort verfügen über ein gewaltiges Wissen auf dem Gebiet der Neuropädiatrie, Epileptologie und Entwicklungsdiagnostik. Der Weg dorthin lohnt immer. Dieser Link  http://www.autismus-etcetera.de  kann vielleicht aufs Erste weiterhelfen. Ich wünsche für Mittwoch ein klärendes Gespräch beim Arzt.

Viele Grüße
yossarian


PS.: Weitere Info kannst Du erhalten über unsere Suchfunktion oben rechts. Dabei bitte erst auf ÜBERSICHT gehen und dann das Wort eingeben.
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2017, 13:54:20 von yossarian »

Maggi74

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Re: Asperger Autismus und Epilepsie
« Antwort #2 am: 23. November 2017, 08:28:58 »
Ja, hier gibt es eine Asperger-Autistin mit epileptischen Anfällen. Nämlich mich. Letztendlich Anfälle, die noch nicht "eingekreist" wurden. Mein Sohn ist auch ein Asperger, hat aber andere Nebenerkrankungen und noch keine Epilepsie.

Auch ich habe die Anfälle erst im Teenager-Alter bekommen. Ich denke, weil man hier sehr überfordert wird. Plötzlich entstehen unbekannte Gefühle, von denen man mal gehört hat, aber nicht sofort damit umgehen kann. Für einen Normalo ist das schon schwer. Für einen Autisten erst recht.

Möglicherweise hat er deshalb die Absencen. Das Gehirn schützt sich vor zu vielen Eindrücken. Frag nach, aber lass ihm Zeit, Dir von seinen Verwirrungen zu erzählen. Sonst macht er noch mehr zu. Diesmal dann aber psychisch und bewusst.

Ärzte und Krankenhäuser sind so eine Sache... Wenn er sich wohl dabei fühlt, mach weiter und stell ihn vor. Wenn nicht, dann suche für ihn eine Diagnostikstelle, die ihm angenehmer ist. Du glaubst gar nicht, wie viel euch diese Kleinigkeit bringen wird.

Und ja: Ärzte sind von Natur aus neugierig. Was sie auch sein müssen. Natürlich wird er direkt untersucht, wenn ihr einen Termin habt.