Autor Thema: Generika / Generikum  (Gelesen 52423 mal)

Dendrit

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Generika / Generikum
« am: 05. März 2008, 17:40:44 »
Damit das Thema nicht verloren geht ...


von Dendrit

Ich kopier den Info-Teil mal rein:
______________________________________________________________________

Nach der (kostenaufwendigen) Entwicklung eines Medikamentes besteht erst mal ein Patent, meist so 5-15 Jahre. Nach Ablauf des Patentes können andere Firmen Medikamente mit dem selben Wirkstoff herstellen. Sog. Nachahmerprodukte bzw. Generika.

Selbst wenn bei der Angabe der Inhaltsstoffe die selben genannt werden, kann die Menge abweichen und entspricht nicht mehr dem Originalprodukt. Die Bioverfügbarkeit kann dadurch z.B. zwischen ca. 85 bis 120 % sein. D.h. bei selber Dosierung kann beim Wechsel eine Über- oder Unterdosierung auftreten - von evtl. weiteren Problemen abgesehen. Deshalb wird empfohlen, wer ein Originalprodukt einnimmt, es weiterhin zu nehmen. Wem erst eine Therapie mit einem neuen Wirkstoff bevorsteht, ist es natürlich empfehlenswert, mit einem der günstigeren Präparate zu beginnen. Wegen den Unterschieden zwischen den Generikaprodukten von Firma zu Firma ist es jedoch ratsam, immer bei dem selben Produkt zu bleiben.

Zur Verabreichung von Generika bei Epilepsie hat die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie jedoch eine Stellungnahme veröffentlicht, die wichtig für Patienten und Ärzte ist: Generika in der Epilepsietherapie - Was ist zu beachten? (PDF)

I.d.R. gibt es Schwierigkeiten in der Häufigkeit und Intensität der Anfälle, wenn man vom Originalpräparat zu einem Generikum wechselt. Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass bestimmte Unverträglichkeiten durch so einen Wechsel behoben werden können.
______________________________________________________________________

.typische Generika-Firmen sind (in Deutschland):

  • 1 A Pharma
  • AbZ-Pharma
  • Aliud
  • BASICS
  • betapharm
  • biomo pharma GmbH
  • esparma
  • Heumann
  • Merck dura
  • neuraxpharm
  • ratiopharm
  • Sandoz Pharmaceuticals
  • STADApharm
  • TAD Pharma GmbH
  • TEVA Generics GmbH
  • Temmler Pharma
  • Winthrop Arzneimittel
  • Wörwag

.Firmen, die sowohl Original-Produkte als auch von anderen Wirkstoffen Generika herstellen:

  • Desitin Arzneimittel
  • HEXAL AG
  • Novartis
  • Parke-Davis GmbH
  • Pfizer Pharma GmbH
___
Für Vollständigkeit nicht garantiert.
« Letzte Änderung: 16. April 2008, 17:31:33 von Dendrit »

Hinze71

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #1 am: 07. April 2008, 05:20:39 »
Hallo,
weiß jemand bescheid, ob das zulässig ist: ich soll von einem generikum auf ein anderes umgestellt werden, nehme bisher valproinsäure von winthrop und soll jetzt ratiopharm bekommen, ist das nicht sogar riskant? ich hab den artikel über generika in der epilepsietherapie hier gelesen

loebor

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #2 am: 08. April 2008, 04:34:08 »
Hallo Hinze 71,

wieso will er dich umstellen?

Hier meine Antwort in einem anderen Forum

Wenn du aber neu eingestellt wirst und bisher noch nicht anfallfrei warst, kann dein Neurologe dich mit einem preiswerteren Generikum einstellen.
Er ist sogar dazu verpflichtet durch die immer schärferen Auflagen durch die "Gesundheitsreform"

Der Unterschied zu Winthrop und Ratiopharm beträgt nur 0,00 Euro

200 ST 500mg 47,55 - Winthrop
200 ST 500mg 47,55 - Ratiopharm

beides Chrono retard

Da mit der neuen Gesundheitsreform nun auch Krankenkassen mit (Generika)Pharmafirmen Rabattverträge ausgehandelt haben, soll nun die Apotheke je nach Krankenkasse ein anderes Arzneimittel an den Patienten abgeben.
Hierzu hat die Apotheke ein Softwareprogramm und schaut nun :
Valproat --- welche Krankenkasse --- dann dieses oder jenes Generikum

Auf dem Rezept muß nun z.B. "Valpoat Chrono retard - Winthtop" stehen und unbedingt "AUT IDEM" angekreuzt sein !!

Ist "AUT IDEM" nicht angekreuzt sind die Apotheken gesetztlich verpfichtet ein preiswertes Arzneimittel Generikum abzugeben, bzw. das mit dem deine Krankenkasse einen Rabattvertag hat.
Wechselst du die Krankenkasse kannst du evtl. wieder ein anderes Generikum erhalten, dies ist keine therapeutische Sicherheit.

Es heißt zwar Generika sind identisch mit den Originalarzneimittel dies muß aber nicht stimmen.
 
 
Es geht hier um den Begriff Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit
 
Sogar bei Generika muß eine Bioäquivalenzstudie die therapeutische Austauschbarkeit garantieren.

Ein generisches Medikament ist dann bioäquivalent, wenn in klinischen Vergleichsstudien nachgewiesen wurde, daß es mit dem Originalpräparat therapeutisch austauschbar ist. Dieses Verfahren garantiert, daß nicht nur der gleiche Wirkstoff verwendet wird, sondern daß generische Medikamente auch tatsächlich die gleiche Wirkung zeigen.

Bei einem Generikum kann aber die Richtlinie angewendet werden, daß die Wirkstoffmenge sowie die maximal erzielbare Konzentration im Blut bei Generika zwischen 80 % und 125 % des Originalpräparates liegen muß.

Wobei hier zu erwähnen ist, daß die Konzentration von plus/minus 20 Prozent für Antiepileptika zu groß gewählt ist . Für einen Epilepsiepatienten kann dies u. U. riskant sein. Man muß sich immer vor Augen halten, daß die Bioverfügbarkeit bei jedem Menschen anders ist. (lt. Dr. Wolf, Bethel, aus Ärzteblatt)

Was ist eigentlich Bioäquivalenz? (Bei Generika)

Hier ein Link zu dem Thema  - wichtig ist der zweite allgemeine  Absatz


Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit
 
Wenn du noch Fragen hast, mail mich an

Du solltest deinen Arzt auf die nicht vorhandene Einsparung hinweisen und die eventuell nicht gesicherte Therapie hinweisen.

Haben z.B. Die Generika
Winthrop eine Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit von ca. 120%  und
Ratiopharm eine Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit von 90%

könnten dir fast ein Drittel des Wirkstoffs Valproat/Valproinsäure fehlen.
Dann gute Nacht -- und dein Arzt muß mehr (also teurer verschreiben - was er ja nicht soll) - Dies ist nur ein theoretische Ernstfall, aber du wärest das Opfer.

Frage also deinen Arzt warum er deine Medikamatation wechseln will !

Liebe Grüße

Ragnar

Hermann

  • Gast
Re: Generika / Generikum
« Antwort #3 am: 15. April 2008, 20:27:28 »
Hallo,
ich habe vor einigen Jahren eine bittere Erfahrung machen müssen, als mir ein Neurologe Trileptal verschrieben hat. Da ich noch jede Menge Timox herumliegen hatte, habe ich gedacht, dann nimmst doch mal die. Denn beide Medikamente haben den Wirkstoff "Oxcarbazepin", müssen aber anders gewirkt haben. Mir ging es selten schlecht. Ich habe diesen "Alleingang" bitter bereut.

Erst Monate später habe ich mich ausführlicher mit dieser Thematik befasst und bin zu folgendem Ergebnis gekommen. Ein Original-Medikament hat im Vergleich zum dazugehörenden Generikum trotz gleichen Wirkstoffs nur selten die gleiche Wirkung. Warum? Weil es Unterschiedlichkeiten beim Überzug der Filmtabletten gibt, weil es Abweichungen bei den zur Herstellung benötigten Hilfsstoffe gibt, zu guter Letzt können auch Unterschiede bei den sogenannten Nebenstoffen die Wirkung verändern. Somit kommt es immer wieder vor, dass im Wissen der Ärzte und Apotheker dem Konsumenten etwas unerwartet Negatives passiert.

Zu dieser Problematik kommt es hauptsächlich aus zwei Gründen. a) Um möglichen Nebenwirkungen des Original-Medikaments aus dem Weg zu gehen, versucht man es auch mit einem Generikum, b) Durch die vom Gesetzgeber vorgeschriebene "aut-idem Regelung". "aut idem" kommt aus dem Lateinischen und heißt "oder das Gleiche". Wenn der Arzt das Original-Medikament verschreibt und dabei vergisst, oben links auf dem Rezept das Kreuzchen bei "aut idem" zu machen, ist der Apotheker gehalten, ein anderes, kostengünstigeres wirkstoffgleiches Medikament herauszugeben und schon haben wir die Katastrophe.

Ich habe das für mich so geregelt, dass ich dem Neurologen-Team in einem Epilepsie-Zentrum von meinen Schwierigkeiten mit den Generika erzählt habe. Diese Feststellung ist in dem Arztbericht dokumentiert worden. Es steht sogar drin, dass ich nur Original-Medikamente nehmen darf. Somit sind weitere Diskussionen bei der verschreibenden Ärzteschaft nicht mehr nötig.

Ich wünsche allen eine gute Zeit, Gesundheit und viele unbeschwerte Momente.

Viele herzliche Grüße
Hermann

loebor

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #4 am: 16. April 2008, 14:50:01 »

Zu dieser Problematik kommt es hauptsächlich aus zwei Gründen.

a) Um möglichen Nebenwirkungen des Original-Medikaments aus dem Weg zu gehen, versucht man es auch mit einem Generikum.

b) Durch die vom Gesetzgeber vorgeschriebene "aut-idem Regelung". "aut idem" kommt aus dem Lateinischen und heißt "oder das Gleiche". Wenn der Arzt das Original-Medikament verschreibt und dabei vergisst, oben links auf dem Rezept das Kreuzchen bei "aut idem" zu machen, ist der Apotheker gehalten, ein anderes, kostengünstigeres wirkstoffgleiches Medikament herauszugeben und schon haben wir die Katastrophe.


Hallo

hallo Hermann
hallo Anton

was Hermann zu Generika schreibt stimmt nicht ganz.

Generika und deren Problematik
Es geht hier um die Begriffe

Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit

EU-Richtlinie werden angewendet, dass die Wirkstoffmenge sowie die maximal erzielbare Konzentration im Blut bei Genereika zwischen 80 %und 125 % des Originalpräparates liegen darf.

Es geht um wirtschaftlich verschreiben (Arzt)

Regreßforderungen der Krankenkasse gegenüber Ärzten

Rabattverträge der Krankenkassen mit Generika-Pharmafirmen

Substitution bzw. KEINE SUBSTITUTION

und in diesem Zusammenhang um AUT IDEM

Seit 1.4.2008 um Retaxierung (Regreß) seitens der Krankenkassen gegenüber der Apotheke.
Nichtvergütung des Generikum wenn es nicht das rabattierte Generikum der Krankenkasse des Patienten war, obwohl im unteren Preisdrittel (Lauertaxe).

Diese Retaxierung gibt es zwar schon seit 7/2007, aber seit dem Rahmenvertrag über die Arzneimittelverordnung nach § 129 Absatz 2 SGB V vom 17. Januar 2008 wurden auch nun alle Epilepsie-Wirstoffe vom Bundesausschuß zum grundsätzlichen Generika-Austausch seit 01.04.2008 freigegeben.
(Natürlich nur für die Wirkstoffe bei denen es keinen Patentschutz mehr gibt - siehe Beitrag von Dendrit

Somit gilt, wer schon auf ein Generikum gut eingestellt ist, muß nun von der Apotheke auf ein rabattiertes Generikum umgestellt werden.
Nicht mehr der Arzt entscheidet, sondern die Apotheke (von dem Gesundheitsministerium zum Hilfssheriff ernannt) entscheidet welches Generikum man nun erhält.
Auf dem Rezept kann des Original-Arzneimittel oder ein Generikum auf das gut eingestellt ist stehen, es wird ausgetauscht.

Der Arzt kann - sollte und muß - mit dem Ankreuzen von AUT IDEM verhindern, daß die Apotheke austauscht.

AUT IDEM auf dem Rezept ist nun seit dem 1.4.2008 extrem wichtig !!


Wenn ihr Genaueres wissen wollt um dieses Problem zu verstehen, schaut bitte hier nach : Problematik bei Generika
Da findest man auch Stellungnahmen zu Generika von

"DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR EPILEPTOLOGIE e.V. (DGfE)"


liebe Grüße
Ragnar
« Letzte Änderung: 16. April 2008, 15:20:30 von loebor »

Nämberch79

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #5 am: 16. April 2008, 16:43:37 »
Hallo Hermann,

ich habe vor einigen Jahren eine bittere Erfahrung machen müssen, als mir ein Neurologe Trileptal verschrieben hat. Da ich noch jede Menge Timox herumliegen hatte, habe ich gedacht, dann nimmst doch mal die. Denn beide Medikamente haben den Wirkstoff "Oxcarbazepin", müssen aber anders gewirkt haben. Mir ging es selten schlecht. Ich habe diesen "Alleingang" bitter bereut.

Da kann ich auch mitreden !
Das kann auch mit re-importen passieren...

Ich habe da Trileptal genommen und Timox als Austauschmittel kriegen sollen, weil´s ja in Spanien so heist und der re-import ist.
Die sind nicht Orange, sondern Rosa, haben Hautreizungen verursacht, Kopfschmerzen, extremes Doppelt-sehen.....
Und ähnlich ist es mit Lamictal aus Deutschland, und aus England gegangen.
Mit oder ohne Johannisbeeraroma, in Weiß manchmal in Braun, aber laut Arzt ja immer das "Original",
mit dem gleichen Wirkstoff  ::)

Mein Apotheker erzählt mir dann, "Das brauchst Du mir nicht sagen, ich hab´s gelernt"
Wenn man empfindlich ist, merkt man einen Unterschied mit welcher Dichte die Tablette gepresst wurde.
Ganz zu schweigen von der Verwendung von unterschiedlichen Bindemitteln, und Filmüberzug !

ciao, marco
Wenn Optimismus nix mehr bringt, dann hilft Sarkasmus manchmal weiter !

Dendrit

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #6 am: 16. April 2008, 17:39:35 »
Hallo Marco,

Zitat
Lamictal aus Deutschland, und aus England gegangen.
Mit oder ohne Johannisbeeraroma, in Weiß manchmal in Braun, aber laut Arzt ja immer das "Original",
mit dem gleichen Wirkstoff

Die ersten Lamictal-Tabl. gab es als feste, braune Tabl. Zu meinem Bedauern wurden sie anders hergestellt: löslich und mit Aroma. Nachdem ich jahrelang die löslichen nahm, bekam ich einen Re-import aus Griechenland (Sonnenbräune? 8) ). Da schrieb ich GlaxoSmithKline an, was jetzt auf einmal los wäre. Deren Antwort war, dass es in einigen Ländern noch die "alten" auf Lager wären und die so lange versandt werden, bis es keine mehr gibt. Denn sie wollen von jedem Standort aus nur noch die Löslichen herstellen. - Toll, wenn ich das so lese, ist der "weltweite" Bestand entweder ziemlich groß oder hatten kein Geld, sich passende Maschinen zu leisten.  :weirdo: Sorry, sowas regt mich einfach auf.  >:(

LG, Dendrit

ragazzi77

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #7 am: 16. April 2008, 18:16:44 »
Hallo Dendrit,


Die ersten Lamictal-Tabl. gab es als feste, braune Tabl. Zu meinem Bedauern wurden sie anders hergestellt: löslich und mit Aroma.


das ist mir jetzt auch etwas komisch vorgekommen :-\. In einem anderen Tread wurde schon von diesem Beerenaroma gesprochen, woran ich mich aber in keiner Weise erinnern konnte ::)? Ich habe vor Jahren schon einmal über ein paar Jahre "Lamictal von GlaxoSmith" genommen, aber das waren auch die festen braunen Pillchen.
Jetzt werde ich gerade wieder eingestellt, diesmal mit Lamotriax von Temmler  ???, da sind die Pillchen weiß und haben dieses Beerenaroma :(. Steht auch irgendwas von Suspension...., aber habe das nicht so genau durchgelesen weil ich sie wie damals einfach mit einem Schluck Wasser nehme. Das sind aber erst mal Pillchen vom Arzt..."unverkäufliche Muster"..., bin aber mal gespannt was es dann später in der Apotheke gibt? Aber wenn die ja Original jetzt auch so sind, dachte es läge nur am Generikum? Lamotriax ist doch ein Generikum, oder?

Dendrit

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #8 am: 16. April 2008, 18:24:55 »
Hallo Ragazzi,

Suspension bedeutet lediglich, dass man es aufschlemmen kann. (Aber es hört sich wichtig an. - Mann bin ich heut sarkastisch.  ::) )

Zitat
Aber wenn die ja Original jetzt auch so sind, dachte es läge nur am Generikum?

Da ist GlaxoSmithKline auch Vorreiter. Ich glaub so seit 2000 oder 2001 wurden die löslichen mit dem "schwarzen Johannisbeeraroma" eingeführt.

Zitat
Lamotriax ist doch ein Generikum, oder?

Ja. Nachdem nun jetzt nachgemacht werden darf, genauso mit oder ohne Geschmack. Beere oder Orange - was immer das Herz äh Hersteller begehrt.

LG, Dendrit

ragazzi77

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #9 am: 16. April 2008, 19:56:43 »
Hallo Dendrit,


(...Mann bin ich heut sarkastisch.  ::) )


Da bist Du nicht alleine  ;), neige zur Zeit auch verstärkt dazu  ;D!


Da ist GlaxoSmithKline auch Vorreiter. Ich glaub so seit 2000 oder 2001 wurden die löslichen mit dem "schwarzen Johannisbeeraroma" eingeführt.


Das kann hinkommen, hatte im September 2001 die letzten genommen  :P, die waren aber noch Sonnengebräunt  ;).

Danke für die Info!




Mirjam

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #10 am: 16. April 2008, 21:35:50 »
Schade, dass es diesen Thread erst jetzt gibt. Hätte auch sooooo gerne Lamotrigin mit Geschmack..  :'(
Hab mich offensichtlich für das falsche Generikum entschieden...

 :escape:
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Hermann

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #11 am: 16. April 2008, 21:40:30 »
Hallo Mirjam,
Medikamente mit Himbergeschmack will meine Krankenkasse nicht bezahlen. Ich habe das jetzt für mich so gelöst, dass ich das Süße vom Kiosk hole, die Pillen aus der Apotheke. Zuerst nehme ich die Pillen, dann die Bonbons. Ist doch eine Möglichkeit, oder?
Liebe Grüße
Hermann

Chame

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #12 am: 16. April 2008, 22:03:32 »
Hallo,

ich habe auch immer wieder das Problem bei meinem Sohn, wenn es um seine Herzmedikamente geht, wenn der Arzt vergisst das AUT IDEM anzukreuzen, kann ich jedesmal das Rezept wegwerfen, weil es aufgrund der von uns gemachten Erfahrungen nicht möglich ist, andere Medikamente zu nehmen.... Ich habe von all dem keine Ahnung, weiß nur, dass sich Wechselwirkungen einstellen, sobald das Medikament nicht das Orginalpräparat ist... Die Herzmedikamente vor allem das Marcumar haben eine seht starke Wirkung und man hat mir in der Klinik das mal so erklärt... Das Marcumar muss ich bei meinem Sohn als Zentrum der Medikation sehen, da sein Leben davon abhängig ist und alle anderen Medikamente müssen darauf abgestimmt werden, sodass es keine Probelme gibt... Um so entsetzter war ich, dass das Ospolot so extreme Wechselwirkungen hervorgerufen hat und man mir das nicht mal vorher mitgeteilt hat... Man hat mich damit völlig im Regen stehen lassen... Das ist nun auch der Grund, warum wir so schnell wie möglich einen Termin in Kehl Kork im Epilepsiezentrum bekommen. Auch wenn bei manchen Wirkstoffen das selbe drauf steht, darf er keine anderen Medis bekommen, jetzt vergessen die so oft dieses Kruz zu machen und in der Apotheke stehe ich immer dumm da. Mitterweile rufen die von der Apotheke dann meinen Arzt an, lassen sich ein anderes Rezept zufaxen mit dem AUT IDEM Kreuz und rechnen ab, wenn mein Arzt dann das Orginalrezept nachgeschickt hat...

Ich ärgere mich immer wieder aber es sind ja dann seine Portokosten. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung von den Zusammensetzungen seiner Medikamente, ich weiß wohl wie und wo im Körper sie wirken. Aber man muss in der Klinik so aufpassen, da kommt plötzlich ein Assistenzarzt,, schreibt was anderes auf... und mir entgleist die Blutgerinnung oder er bekommt Nesselsucht etc... (alles schon passiert) und ich steh dann da und weiß nicht wos herkommt... Kann sowas dann auch an diesen Generikas liegen?

Ich möchte sagen, ich hasse das Ospolot, wegen dieser schlimmen Gerinnungsentgleisungen und NW aber ich habe jetzt auch panische Angst, wenn er in der Klinik auf Keppra umgestellt wird... Jedes Medi wirkt anders, Valprolat wurde von vorneherein wegen der Wechselwirkungen ausgeschlossen (da es die Gerinnung verändern würde) Ich verstehe das nicht und muss aber die Folgen ausbaden, zumal ich die Blutkontrollen zuhause selber machen muss...

Vielleicht gibt es ja jemanden der mir da was raten kann, die Neurologin hatte mich ja damals beim Eindosieren nicht auf möchgliche Wechselwirkungen aufmerksam gemacht, was meinen Sohn fast in die Klinik gebracht hätte..

LG Chame
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
gehört.
(Blaise Pascal)

Hermann

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #13 am: 16. April 2008, 22:19:02 »
Hallo Chame,
die Bescheinigung bzw den Arztbericht, in dem steht, dass ich nur Original-Medikamente vertrage, habe ich in einem Epilepsie-Zentrum erhalten. Ich habe das seinerzeit an erlebten Beispielen erklärt, dass es mir nach der Einnahme von Generika oft sehr schlecht geht, dass Anfälle auftreten etc. Das haben die Ärzte in Bethel verstanden und mir bescheinigt.
Ich wünsche Deinem Sohn gute Besserung und dir die Kraft, weiterhin für ihn zu Hause und uns hier im Forum tätig zu sein.
Viele herzliche Grüße
Hermann

Chame

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #14 am: 16. April 2008, 22:32:40 »
Vielen Dank Hermann,

das hat uns bisher noch keiner bescheinigt leider, obwohl es bei ihm nicht anders geht.. Aber ich habe mich ja nun entschieden dieses Heckmeck nicht mehr mitzumachen... In zwei bis drei Wochen wird mein Sohn in Kehl Kork stationär aufgenommen, weil ich darauf jetzt bestanden habe.

Allerdings habe ich panische Angst vor den anderen Epilepsiemedikamenten, weil ich ja auch nicht weiß, wie sich diese mit seinen anderen Medikamenten vertragen... Aber so wie es zur Zeit ist, ist es nicht mehr tragbar, ich bin seit einiger Zeit durch die Medikantion und deren Wirkung extrem verunsichert.. Und ich erkenne dieses Kind vom Wesen her nicht mehr wieder... Meine Befürchtung ist einfach, dass alles noch viel schlimmer wird.

Ich werde aber versuchen einen Laptop mit in die Klinik zu nehmen, dass ich mir hier Rat holen kann.. Ich werde für meine Sohn immer weiter kämpfen, und bin dankbar für dieses Forum.

Vielen Dank für die guten Wünsche

Liebe Grüße
Chame
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
gehört.
(Blaise Pascal)