Autor Thema: Generika / Generikum  (Gelesen 52611 mal)

Hermann

  • Gast
Re: Generika / Generikum
« Antwort #15 am: 16. April 2008, 23:11:26 »
Hallo Chame,
Du solltest nicht Angst haben vor neuen schlechten Überraschungen durch Kehl-Kork, sieh es als eine Chance, die Gesundheit Deines Sohnes zu verbessern. Die Feinheiten sowie die Komplexität der Epilepsien machen es erforderlich, dass  Epileptologen einige Semester Pharmakologie belegen müssen. Somit wird man auch für Deinen Sohn die richtige "Mischung" zusammenstellen können. Du kannst Deinem Sohn nichts besseres antun, als ihn vom Valproat abzubringen. Dieses Mittel macht schön ruhig, ohne dass man dahinterkommt, wo man landet. Willst Du Deinem Sohn das zumuten. Ich habe schlechteste Erfahrung mit diesem Mittel machen müssen und möchte nicht sagen, wohin es mich beinahe getrieben hätte.
Ich wünsche einen guten Klinikverlauf mit jede Menge Erfolg.
Mit lieben Grüßen
Hermann

Chame

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #16 am: 16. April 2008, 23:18:58 »
Hallo Hermann,

mein Sohn bekommt Ospolot, Valproat, darf er nicht bekommen, da es die Gerinnung auch ohne Marcumar schon beeinflusst... und darum wurde das nie gegeben... Die Wechselwirkungen hat er unter Ospolot und da ist der Wirkstoff Sultiam... Ich würde alle Wege für meinen Sohn gehen, damit es ihm gut geht und das tue ich ja auch schon seit er geboren wurde.... Nur je länger es dauert um so schwieriger und steiniger wird dieser Weg... und meine Ansgt das mich irgendwann die Kraft verlässt. Danke fürs Mut machen  :laugh:

Liebe Grüße
Chame
Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich
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(Blaise Pascal)

Scarlett

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #17 am: 25. Juli 2008, 10:56:00 »
Mich hat das jetzt auch erwischt mit den Generikas  >:(
Wollte gestern in der Apotheke neues Carbamazepin bestellen, nehme seit 2 Jahren das von Neuraxpharm und bin anfallsfrei seitdem. Ich war durch das Hausarzt-Modell von der Barmer von der 10-Euro-Regelung freigestellt und mußte auch für das Carbamazepin nix bezahlen weil dabei wohl die Zuzahlung entfällt. Da sagt mir die Dame in der Apotheke ja sie sind ja bei der Barmer, die haben einen Vertrag mit Hexal, also müßte ich ihnen eigentlich jetzt Hexal geben. Oder sie gehn zu ihrem Arzt und fragen ihn wegen Aut Idem ankreuzen. Ich also wieder zurück zu meinem Doc gestiefelt (waren nur ein paar Meter) und nachgefragt. Daraufhin bekam ich die Antwort nee, wir machen das nicht, wir kreuzen das nur an wenn sie das Hexal nicht vertragen, damit sie wieder neuraxpharm bekommen. Ganz toll! Da ich außer erhöhten Leberwerten mit denen ich aber noch einigermaßen klarkomme (naja nächste Woche ist die nächste Blutkontrolle, wer weiß was micht dann wieder erwartet  :'( ) keine anderen Nebenwirkungen habe hab ich mich ganz klar dazu entschieden den Hersteller nicht zu wechseln und mir Neuraxpharm selbst zu bezahlen ( Packung N2 für ca. 3 1/2 Monate kostet ca. 25 Euro, ist also noch im Rahmen).
Trotzdem finde ich das absolut bescheuert von den Kasen, mußte jetzt enfach mal gesagt werden!  :weirdo:
« Letzte Änderung: 25. Juli 2008, 11:05:30 von Scarlett »
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Mirjam

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #18 am: 25. Juli 2008, 11:29:56 »
Hallo Scarlett!

Druck Dir doch das aus:

http://www.epikurier.de/Generika-in-der-Epil.658.0.html

und verweise den Herrn Doktor besonders auf die Absätze 5 und 6...

Nebenbei bemerkt wurde diese Seite dort u.a. von der Barmer unterstützt....

LG und viel Erfolg
Mirjam
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Zora

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #19 am: 25. Juli 2008, 16:35:36 »
Hallo Scarlett,

sag mal es ist doch wichtig das du gerade bei den Antiepileptikas bei deinem alten bleibst. Warum ziert sich dein Arzt so vor dem Aut Idem Kreuzchen?

Wie Mirjam schon schrieb drucke dir die Seite aus und lege es deinem Arzt hin. Ich weiß ja nicht was für die Krankenkassen teurer kommt, ein Patient der dann stationär muß da die Anfälle zunehmen, oder die doch nicht so hohen Kosten von dem Orginalmedi, und dafür Anfallsfreiheit, oder nicht so viele Anfälle!  ::)

Ich habe meinem Arzt/Ärztin ein Schreiben von der Epiklinik von der Gemeinschaft der Epileptolgen mit dem Verweis auf das Aut Idem hingelegt zum durch lesen. Da gab es gar keine Debatte deswegen, muß sie zwar da sie ein wenig schusselig ist darauf aufmerksam machen, aber das klappt sehr gut. :)

Ganz liebe Grüße

Zora ;)

Hermann

  • Gast
Re: Generika / Generikum
« Antwort #20 am: 25. Juli 2008, 18:00:08 »
Hallo zusammen,

auch zum Thema Generika möchte ich kurz etwas sagen. Da ich es mir verbeten habe, weiterhin "forschend" tätig zu sein, steht bei mir mittlerweile in fast jedem Arztbericht, dass ausschließlich Original-Medikamente zu nehmen bzw. zu verordnen sind.

Unter einem meiner letzten Schlußberichte stand etwas aus meiner Sicht Interessantes:

"Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) soll bei bestehender Einstellung mit Anfalls- und Nebenwirkungsfreiheit ein potentiell riskanter Präparatewechsel unterbleiben. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist ein Präparatewechsel prinzipiell möglich. Wir empfehlen jedoch, in der Umstellungsphase besonders genau die Anfalls- und Nebenwirkungssituation zu beobachten und gegebenenfalls Serumspiegelkontrollen vorzunehmen und eine mögliche psychische Verunsicherung des Patienten bzw. der Patientin zu beachten."

Für mich bedeutet vorstehende Empfehlung, dass auch der Patient wieder mit in die Entscheidung, welches das richtige Mittel ist, einbezogen worden ist. Denn welche NW ein Mittel hat, weiß ausschließlich der, der es nimmt.

Viele Grüße
Hermann


Zora

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #21 am: 25. Juli 2008, 18:08:00 »
Hallo Hermann,

also wenn ich mir die Passage deines Arztes durch lese, da bleiben ja sämtliche Optionen für die daheim behandelndten Ärzte offen. So lese ich es zumindest heraus, und wie du schon selber festgestellt hast, kannst du als Patient jederzeit was die Medikamente betreffen in die Entscheidung ob oder nicht mit einbezogen werden.

Nicht wirklich eine tolle Hilfe für einen Patienten finde ich mal. Es liest sich für mich so wischi waschi. So nach dem Motto ja es kann ein Orginal verschrieben werde, aber ausschließlich muß dies nicht sein!  ::)

Hoffe ich habe das jetzt nicht falsch gelesen, oder gar Assoziert?

Ganz liebe Grüße

Zora

Hermann

  • Gast
Re: Generika / Generikum
« Antwort #22 am: 25. Juli 2008, 19:10:32 »
Hallo Zora,

in einem Punkt gebe ich dir recht: es ist keine deutliche Aussage, ein Arzt kann weiter nach Gutdünken verschreiben.

Aber sie sagt, leider nicht ganz deutlich, dass für den Fall, dass der Patient anfallsfrei oder gut eingestellt ist, kein Präparatewechsel (das heißt: auch keinen Wechsel auf ein Generikum)  erfolgen darf.

In der Empfehlung wird nicht von "Wirkstoff" sondern von einem "Präparat" gesprochen, das ist ein himmelweiter Unterschied, weil es sagt, ausschliesslich das Originalpräparat, das zu Beginn Verordnete.

Nur bei dem Patienten nicht zumutbaren Nebenwirkungen oder wenn Anfallsfrei nicht zu erzielen gewesen ist, kann mit anderen Mitteln weiter "probiert" werden.

Dennoch sehe ich es anders und zwar aus folgendem Grunde. Die Zeiten, in denen Ärzte verordnet und Patienten geschluckt haben, sind vorbei. Das Wort "Medikation" (vom Arzt verordnet) steht zwar noch im Lexikon, findet aber praktisch keine Anwendung mehr, weil der Patient ein Mitbestimmungsrecht darüber hat, welches Mittel er nimmt und welches nicht.

Wenn der Patient mit dem Mittel A gut zurecht kommt, steht es dem Arzt nicht zu, ihm das Mittel B zu verschreiben, auch kein Generikum. Wo kommen wir dann da hin, wenn auch schon die Ärzte machen was sie wollen.

Wie kann man den "Launen" einiger Ärzte aus dem Weg gehen? Ganz einfach. Grundsätzlich nach Klinikaufenthalten einen Arztbericht, neben dem Vorläufigen auch den Schlussbericht, geben lassen. Wenn dann der Neurologe nicht bereit ist, das Gewünschte zu verordnen, einfach zum Hausarzt mit dem Schlussbericht der Klinik gehen. Dort wird dann das Gewünschte verschrieben.

Ich nehme seit gut 2 Jahren nur noch das ein, womit ich einverstanden bin. Ich kämpfe mit allen Mitteln so lange, bis ich habe was ich möchte.

Viele Grüße
Hermann

Zora

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #23 am: 25. Juli 2008, 20:50:32 »
Hallo Hermann,

war mir da nicht ganz sicher, besser gesagt bin heute überhaupt nicht klar so rein Konzentrationsmässiger Natur, da ich ein neues Epimedi einnehme.

Ich lasse mir auch nichts was die Medis anbelangt von meinem Hausarzt oder anderem Vorschreiben. Es ist rein allein meine Gesundheit die da auf dem Spiel steht. Allein wenn ich da an die Antiepilleptikas denke, das geht gar nicht anders bei mir aufgrund der doch sehr vielen Anfälle, das ich beim Orginal bleibe.

Leider ich betone leider verschreiben trotz allem noch Ärzte Medis den Patienten die sie überhaupt nicht wollen. Da ist es weit gefehlt mit der Entscheidungsfreiheit mit dem Arzt. Gut ich kenne das nicht, da ich mich wie du gegen die Ärzte oder mit ihnen auf die Medis einige, doch es gibt leider noch Ärzte die das wohl nicht so sehen, wenn ich hier Berichte lese.

Traurig aber leider wahr...

Ich sammle alle Arztberichte aufgrund dessen und weil ich diese bei akuten stationären plötzlichen Aufenthalten schon gebraucht habe. Sowas ist niemals verkehrt, auch wenn dies viele Ärzte nicht so gerne sehen, doch das ist Patientenrecht.

Ganz liebe Grüße

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Scarlett

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #24 am: 26. Juli 2008, 12:33:00 »
Also bei mir ist es so, dass ich in einer Gemeinschaftspraxis bin und ich mein Rezept mal von diesem und mal von jenem Arzt bekomme. Das neue Rezept fürs Carba hat z.B. auch mal wieder nicht mein Hausarzt ausgestellt, sondern sein Kollege. Und die Sprechstundenhilfe sagte mir der macht das Kreuz bei Aut Idem nicht, vor allem schonmal nicht weil er ja nicht mein Hausarzt ist und meine Krankengeschichte nicht kennt.  :weirdo:

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #25 am: 26. Juli 2008, 15:12:10 »
Hallo Scarlett,

das ist kein Argument was die Vertretung in der Gemeinschaftspraxis des Arztes anbelangt. Fadenscheinig nenn ich das, da jede Krankengeschichte erstens mal im Computer ist, und zweitens gibt es noch zusätzlich eine Akte für jeden Patienten.  >:(

Ich würde darauf pochen gerade was deine Krankheit/Krankheiten anbelangt das du in der Gemeinschaftspraxis nur bei einem Arzt bist, gut wenn dieser in Urlaub sein sollte muß man zwangsläufig zu der Vertretung hin, aber so können dann nicht so viele Probleme entstehen.

Manche Ärzte machen es sich echt, sehr, sehr einfach!  :-X

Ich würde es so machen wie Mirjam es dir als Link schon so toll hinein geschrieben hat, diese Seite ausdrucken und es dem Arzt, oder der Arzthelferin für den Arzt geben. Poche darauf du hast das Recht als Patientin lass dich da nicht verschaukeln.

Ganz liebe Grüße

Zora ;)


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Re: Generika / Generikum
« Antwort #26 am: 26. Juli 2008, 15:32:10 »
Das werd ich auf jeden Fall so machen.

Ich könnte mich sowieso die ganze Zeit aufregen. Was mich momentan am meisten nervt, warum gelten wir als Epileptiker eigentlich nicht als chronisch krank? Ich meine die Krankheit ist definitiv chronisch, es ist nachgewiesen dass Epilepsie eigentlich nicht heilbar, sondern lediglich "unterdrückbar" ist, und wenn jemand irgendwann mal keine Medis mehr nimmt und hat keine Anfälle mehr, dann hat er eben Glück, aber es sagt einem keiner ob man jemals wieder einen Anfall bekommt, also ist man auch nicht geheilt, und meines Erachtens ist die Krankheit sehr wohl chronisch, aber das sieht ja in unserem tollen Gesundheitssystem auch niemand ein!  >:(
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Re: Generika / Generikum
« Antwort #27 am: 26. Juli 2008, 20:15:11 »
Hi Scarlett,

soweit ich das gerade im Gedächtnis habe, sind wir als Epileptiker chronisch krank. Auser wenn man natürlich keine Anfälle mehr hat, da sind sie schnell dabei einen als "Gesund" zu betiteln.

Es hat mich gerade neugierig gemacht und ich habe mal in Internet nach ner Auskunft gesucht, in punkto chronisch krank.

Habe dir eine Seite von IZE (Informationszentrum für Epilepsie), lass dich dadurch aber bitte nicht verwirren.

http://www.izepilepsie.de/cweb/design/home.icom?id=277&selid=841&type=VAL_MEMO

Da die Chroniker Regelung laufend irgendwie verändert wird, kann dies schon längst nicht mehr aktuell sein.

Ganz liebe Grüße

Zora ;)

Mirjam

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #28 am: 26. Juli 2008, 21:17:39 »
Hallo!

Ich hatte mit dem Begriff "chronisch" krank auch immer ein Problem. Dann bin ich belehrt worden, dass ich das falsch verstehe/verstanden habe.

Meine Meinung war, dass man dann "chronisch" krank ist, wenn man eine Krankheit hat, die man behält, also eben chronisch ist. Wenn also der Arzt einmal festgestellt hat, dass ich chronisch kank bin, kann sich das nicht mehr ändern. Das stimmt aber nicht. Was mich nämlich verwirrt hat war, dass auf dem Bogen, den der Arzt für den Antrag auf Herabsetzung von 2 auf 1% Zuzahlung ausfüllen muss, u.a. die Frage steht "Aussicht auf Heilung" und er muss das entsprechend ankreuzen. Das hat mich verwirrt, weil ich der Meinung war, wenn ich einmal eine Krankheit "chronisch" habe, kann sie eben nicht mehr geheilt werden.

Dem ist aber nicht so. Man kann eine Krankheit (z.B. Epi) haben, die genau genommen nicht heilbar ist, jedoch eben im Laufe einiger Jahre durch Medis, oder irgendeiner anderen Behandlung so gebessert wird, dass sie scheinbar geheilt ist. Dann gilt man nicht mehr als chronisch krank. Würden dann wieder Symptome dieser Krankheit auftreten, wäre man wieder chronisch krank. Fragt mich nicht warum das so ist, aber wer kann heute schon noch erklären, warum was wie ist.  :weirdo: 

Eine Rolle spielt auch, wie oft man wegen der entsprechenden Behandlung zum Arzt muss/geht. Die Kasse(n) erwarten von einem chron. Kranken, dass er mind. 1x/Quartal wegen dieser Krankheit zu einem Spezialisten geht. Wenn jemand nämlich z.B. nur alle 1/2 Jahr oder noch weniger deshalb zum Arzt geht, wird von der Kasse bezweifelt, dass eine chron. Krankheit vorliegt. Deshalb muss ich z.B. 1x/Quartal zu meiner Rheumatologin, obwohl es mir reichen würde, ein Rezept zu holen. Daher weiß ich das.

Das ist wohl auch der Grund, warum der Arzt das immer alle 2-3 Jahre erneut bestätigen muss. Das war nämlich bei mir der Anlass, warum ich auf diese Frage kam. Denn ich war halt der Meinung, da ich ja bereits wegen verschiedener Krankheiten chronisch krank bin, braucht mein Arzt das nicht mehr ausfüllen, denn das wäre ein für alle mal.  :escape:

Hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend geschrieben...  :luftguck:

LG Mirjam

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Scarlett

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Re: Generika / Generikum
« Antwort #29 am: 27. Juli 2008, 13:11:10 »
Es ist ja gerade dieser Hickhack der mich so aufregt...

ich bin z.B. anfallsfrei seit 2 Jahren und bin echt für jeden Tag ohne Anfall dankbar, und das auch schon seit 2 Jahren. Die Krankheit lehrt einen echt wieder Spaß an jedem Tag zu haben. Ich hatte ja GMs und das ist so ziemlich das letzte was man sich wünscht.

Meine Anfallsfreiheit wird allerdings, das muss man ja nun auch so sagen, durch Medikamente aufrecht erhalten. Also bin ich ja quasi eigentilch immer noch krank, weil ich ja Medikamente nehmen muss um anfallsfrei zu sein. Ich gehe allerdings auch nicht mehr zum Neuro, weil der eh nix anderes mit mir veranstaltet hat als EEG zu machen, was 1 1/2 Jahren immer komplett in Ordnung war (die Ursache für meine Epi ist ungeklärt, ich für mich selber hab psychischer Natur ich hab mich selber für psychischer Natur entschieden). Ich hatte ja auch insgesamt nur 4 Anfälle in den letzten 4 Jahren - 1 in 2004 und 3 in 2006. Aber trotzdem bezeichne ich mich selber als chronisch krank denn was passiert wenn ich morgen die Medis absetzen würde sagt mir auch niemand. Es kann doch eigentlich nicht daran festgemacht werden ob man chronisch krank ist wie oft man zum Arzt geht oder?  :weirdo:

Das war jetzt glaub ich auch ein bißchen kompliziert  ;D
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