Autor Thema: schrittweiser Tablettenabbau  (Gelesen 3493 mal)

Kuehne

  • Gast
schrittweiser Tablettenabbau
« am: 05. Dezember 2001, 21:49:10 »
Wer hat Erfahrungen zum folgenden Thema??????
Mein Sohn bekam im Alter von knapp 9 Jahren Epilepsie.
Er bekam innerhalb von ca.6 Wochen 4 Anfälle, immer
in der Nacht. Er nahm dann fast 3 Jahre Maliasin 25 mg.
(1x1x2) Seitdem ist alles okay. Nun soll aller 14 Tage
eine Tablette reduziert werden, bis wir ganz auf 0 sind.
Die EEG's waren in Ordnung.
Jetzt habe ich doch ein wenig Angst.
Der Junge geht in die 6. Klasse des Gymnsiums. W e r
kann mir diesbezüglich über Erfahrungen berichten??
Würde mich riesig freuen!!!!!!!!!!!!!!

jörn

  • Gast
Medikamentenabbau
« Antwort #1 am: 09. Dezember 2001, 00:07:36 »
Meist wird etwas langsamer vorgegangen. vgl.  http://www.anfallskind.de/79_.htm.
Gruß Jörn

Kessi

  • Gast
Absetzen des Medikamentes
« Antwort #2 am: 21. Januar 2002, 11:21:59 »
Hallo!

Ich selber bekam mit 7 Jahren Epilepsie. Jetzt bin ich
fast 20 Jahre alt und ich muss immernoch die selbe Dosis
von den Tabletten "Convulex" nehmen.
Ich selber vergesse zugegeben ab und an mal eine Tablette
sogar ab und an ziemlich oft *schäm* Naja, jedenfalls fühle
ich mich dann gleich viel wohler, da eine Nebenwirkung
müdigkeit ist.

Aber zurück zum Thema. Wie lange sind sie denn schon bei
diesem Arzt? Meiner würde auf jedenfall langsamer vorgehen,
da man ja nie wissen kann wie der Körper darauf reagiert.

Ich habe das da oben geschrieben, da ich dadurch leider
wieder Anfälle bekommen habe. Meist im schlafenden zustand oder
wenn ich irgendwie unter Druck stand. Es wäre evtl. ratsam
einen weiteren Arzt hinzuzuziehen...

Gruß,

Kessi

Mutter von Rainer

  • Gast
Tablettenreduzierung und Allgemein
« Antwort #3 am: 20. Februar 2002, 10:10:00 »
Mutter von Rainer (20 Jahre mittlerweile). Ich könnte schon ein Buch schreiben.
Auf keinen Fall zu schnell mit der Reduzierung. Wir reduzieren auch momentan.
Das geht schon über 2 Monate. Aber von Aufhören ist gar nicht die Rede. Obwohl er
momentan anfallsfrei ist (Dank Tabletten-Timonil). Bitte: Jeder Fall ist eigentlich anders, gehört individuell
angehört und entsprechend behandelt. Dazu guten Neurologen, evtl. auch evtl.wechseln, Selbsthilfegruppe, gute
Gespräche, Vertrauen,selbst informieren, immer wieder Hoffnung, das braucht man.
Es ist eine verflixte Geschichte, vor allem wenn es ausbricht in jungen Jahren. Es hängt Schule,Ausbildung,Beruf,
ja das ganze Leben davon ab.
Auch das Leben von mir (von uns) hat sich geändert, jedoch auch auch positiver. Ich (wir)
sehe die Welt - sprich die Gesundheit -  anders. Nicht mehr so allgemein und selbstverständlich.
Die Gesundheit ist so etwas kostbares, so  sehr zu schätzen, einfach das allerwichtigste.  
Immer daran glauben, hofen. Die Zeit arbeitet für uns ! ! !
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn das allerbeste von ganzem Herzen.
Vielleicht hört man wieder etwas. Jederzeit für Sie da.

eMchen

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 3
Re:schrittweiser Tablettenabbau
« Antwort #4 am: 09. September 2003, 10:15:05 »
Hallo, mein Freund ist 36, bei ihm begannen die epileptischen Anfälle mit 13 Jahren. Aus seinen Erzählungen heraus kann ich nur zu folgendem raten: versuchen Sie einen Termin in einem Epilepsiezentrum wie Bethel zu bekommen um festzustellen welche Art von Epilepsie vorliegt. Leider sind dort immer sehr lange Wartezeiten. Aus Erfahrung kann ich allerdings sagen dass eine Medikamentenabbau sehr langsam vonstatten gehen sollte, damit das Anfallsrisiko verringert wird.
:) Kopf hoch
emchen

victoria

  • Gast
Re:schrittweiser Tablettenabbau
« Antwort #5 am: 11. Mai 2004, 08:22:59 »
guten tag, es ist ja erfreulich daß der junge die tabletten reduzieren soll. allerdings würde ich aus eigener erfahrung sagen, daß man den zeitrum sehr viel stärker strecken soll. nehmen sie
zwei tabletten auf ein holzbrett und teilen sie sich diese tabletten mental in  je10  teile ein.
mit dem küchenmesser ritzen  sie dann ein  bischen von beiden weg. 1 tablette wird  dann genommen, die zweite heben sie als muster auf. mein vorschlag:  bleiben sie mindestens 2 wochen  bei jedem teil. das gehirn muß überlistet werden und sich ganz langsam , aber ganz langsam an die abnehmende dosis gewöhnen. vor über 25 jahren (ich habe u.a. auch maliasin bekommen) habe ich so über ein halbes jahr lang meine tabletten reduziert und bin so anfallfrei geworden.
davor hate ich auch oft die tabletten ganz weggelassen und bekam dann promt einige tage später wüste anfälle. ich wünsche ihnen viel glück  für ihr kind! wenn sie weitere auskünfte haben möchten, ich werede gern antworten. sie erreichen mich unter vicvonmont@vicvonmont.de bitte keine anhängsel schicken, da ich
mir unbekanne mailadressen mit den  berühmten "büroklammern"
sofort lösche. viele grüsse, victoria

KatleenK

  • Gast
Re:schrittweiser Tablettenabbau
« Antwort #6 am: 20. Juli 2004, 08:24:20 »
Hallo Viktoria,
da hast Du aber glück gehabt mit der Mediakmentenreduzierung. Bei meinem sohn würden die Medikamente mit 8 Jahren ausgeschlichen. Er nahm damals Liskantin-Saft und war unter medikamente ca. 5 jahre anfallsfrei. Nch ausschleichen des Liskanton-Saftes blieb er 8 1/2 jahre anfallsfrei und die EEG`s waren auch in ordnung. Mit 16 1/2 bekam er aus heiterem Himmel einen Anfall. Jetzt ist er wieder auf Medikamente eingestellt (Ergenyl 5OO und Carbamazepin 200) und ist jetzt seit Febr. 2003 anfallsfrei. Die Einstellung der Medikamente hat ca. 2 Monate gedauert. In dieser Zeit hatte er noch 4 Anfälle.

werny

  • Gast
ich lass mich nicht umstellen,
« Antwort #7 am: 20. Dezember 2004, 18:18:22 »
habe das Problem das ich seit mehr als 30. Jahren keine Anfälle mehr bekomme, und nun soll ich umstellen, ich mach da nicht mit,

meine Krankenkasse bezahlt mir die Medikament aus Österreich

er sich auch nicht umstellen lassen will schreibt seinen Bericht am besten auch auf
http://www.newstown.de/n_forum/viewboard.php?boardid=2&PHPSESSID=de24ed98e40db7868bb5a91cef357cd8

oder http://www.newstown.de/n_forum das Forum ist langsam

es gibt da auch weitere Infos


toyfelchen

  • ... hat sich hier gut eingelebt.
  • **
  • Beiträge: 82
  • epilepi aber happy
Re:schrittweiser Tablettenabbau
« Antwort #8 am: 28. Dezember 2004, 12:02:19 »
Hallo werny!

Warum sollst du denn umgestellt werden?
Vielleicht sind die neuen Medikamente aber besser verträglich.
Ich werde in zwei Monaten auch umgestellt. Hatte Anfangs auch sehr große Angst. Sprech mit deinem Arzt über deiner Ängste und lass dir erklären warum er das machen will und wie er dabei vor gehen will.

lg toyfelchen

P.S:30 Jahre ist ne Menge Holz. Glückwunsch!!!