Autor Thema: GM/Temporal/Fronallappenepilepsie,Persönlichkeitsstörung, keine 100%tige Heilung  (Gelesen 645 mal)

Dajana

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Moin alle zusammen,

also ich möchte mich kurz beschwerden ;D und nachfragen, ob es jemandem von euch ähnlich geht...

Also ich habe insgesamt 4 Epiepsiediagnisen:
Temporallappenepilepsie links mit einfach fokalen Anfällen
Temporallappenepilepsie links mit komplex-fokalen Anfällen
Grand-Mal-Epilepsie
V.a. Frontallapenepilepsie links
Und dazu noch (organische?) Persönlichkeitsstörung mit Phobien und nichtepileptischen Anfällen....

Ich nehme zur Zeit 3 Mittel gegen Epilepsie: Lamotrigin, Gabapentin und Rivotril.
Habe trotzdem Deja-vues... Hatte 11 im Januar.

War gestern bei einem Arzt für Epilepsie und er meinte, ich werde nie beschwerdefrei. Das haben sie auch in einer Epilepsieklinik gesagt. Und der Arzt wollte die Tabletten nicht ändern, weil seiner Meinung nach, das stabil ist, weil ich keine GMs habe. Die EEGmessung zeigt irgendwas (geringe rechts temporal/ links frontal betonte Abänderungen, kein Nachweis eindeutiger epilespie-typischer Potentiale. Das finde ich trotzdem doof, weil ich die Deja-vues unangenehm sind und ich Kopfschmerzen danach habe und ich weiß nicht, wann ich eins kriege. Und die verunsichern mich voll.
Für die Persönlichkeitsstörung und die nichtepileptischen Anfälle bin ich in Psychotherapie. Da stehen die Chansen sehr gut, meinte die Therapeutin Eine Vermutung war aber, dass die psychischen Probleme verschwinden, wenn ich keine Anfälle mehr habe... Und das verunsichert mich voll... Wenn das durch die Gespräche doch nicht weggeht...

Und im Bericht steht: "Wegen der hochkomplexen Beschwerdekonstellation können im Rahmen der Möglichkeiten unserer Praxis keine zusätzlichen spezifischen Hilfsangebote gemacht werden. Das Ziel muss zunächst eine weiter anhaltende Stabilisierung ( wie offenbar aktuell erreicht) sein, damit die Ausbildung weiter fortgesetzt und abgeschlossen werden kann."
Was Ähnliches haben mir in der Klinik auch erzählt... einen Job finden und das Studium fertig machen...

Was meint ihr? Ist das schlecht oder gut? Geht es jemandem von euch auch ähnlich?
Meine Meinung ist halt gespalten bzw. weiß nicht was ich von halten soll...

VG :)
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Joy

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Hi Dajana,

dass Epilepsie nicht 100% heilbar ist,  ist ein alter Hut. Tabletten und der VNS unterdrücken auch nur und die OP schafft auch nicht immer alles weg.

Eine abgeschlossene Ausbildung bzw. Studium kommt immer gut.  Hier gibt es auch viele, die noch mit Epilepsie arbeiten können.  Halt nicht grad als Kraftfahrer... Ohne Abschluss hat man es richtig schwer,  da kriegt man dann nur noch die miesen Sachen, wie den Dreck vom Boden aufsammeln.

Auch wenn es hart ist, nimm es nicht so schwer,  hier sitzen viele im selben Boot!  :tröst:

lg Joy


Meditester

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Hallo Dajana!
Es sind bestimmt Einige hier
bei denen sich nicht nur eine Anfallsart zeigt.
Ich habe auch schon Alle durch.

Mir ist es dabei egal (nur meine Meinung) wie sich der Epi-Typ nun nennt.
Zu gerne wäre ich völlig anfallsfrei.
Und lieber hätte ich anstelle der Jetzigen Deja-vu´s.
So einfach ohne jegliches Vorzeichen knalle ich hin.
(Daher habe ich nun einen kompliziert gebrochenen Arm.)

Meditester
     >:-(
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Auch an eiskalten Tagen trage Wärme im Herzen

Dajana

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Danke für die netten Antworten :)

Es ist irgendwie schwierig sowas zu akzeptieren. Es geht aber im Leben nicht anders. Mit meinem Abschluss kann ich auf jeden Fall problemlos meinen Beruf ausüben. Da bestehen quasi keine Gefahren oder sowas. Ich darf mich nicht nur auf die Krankenheit fixieren, sondern auf die anderen Sachen in meinem Leben... :laugh:

VG  :)
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