Autor Thema: Körperliche oder Psychische Probleme  (Gelesen 269 mal)

Famala

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Körperliche oder Psychische Probleme
« am: 06. Februar 2018, 17:12:37 »
Hallo, muss mich hier mal ausheulen :´-(.
Meine Diagnose lautet Grand Mal tonisch klonisch Anfälle, aufgetreten letztes Jahr im April und im Dezember in der Reha. Im EEG ist aber alles unauffällig. Fazu habe ich noch Myoklonien aus der Brust heraus in die Oberarme und wenn es ganz stark ist auch in den Beinen, der Grund dafür ist unbekannt. Ich habe eine Art Unruhe in der Brust. Je stärker die Unruhe um so stärker die Myoklonien, dagegen nehme ich Orfiril Long. Das ganze wird nicht einfacher durch die ein und durchschlafstörungen, da wurde leider noch keine gescheite Behandlung gefunden. Neben Medis probiere ich verschiedene Entspannungsübungen etc. Ich bin vor der Reha Arbeiten gegangen, obwohl es mir schon da nicht gut ging, nach der Reha ging aber nix mehr, länger als ne Stunde kann ich mich auf nix konzentrieren... Ich Frage mich ob und wann das wieder besser wird und ob man in dem Alter schon so kaputt sein kann. Wenn ich auf beide Kids aufpasse sehe ich mich schon selber als Gefahr, da ich das Gefühl habe Aussetzer zu haben. Ich habe nächste Woche einen Termin beim Psychologen, mal gucken wie das so läuft.
Gruß Markus

Muschelschubser

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Re: Körperliche oder Psychische Probleme
« Antwort #1 am: 06. Februar 2018, 22:52:30 »
Hallo Markus, zum Ausheulen sind wir hier doch auch da ... Ich wünsche Dir, dass Du bei dem Psychologen in guten Händen bist und er Dir helfen kann. Alles Gute!
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

Connilein

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Re: Körperliche oder Psychische Probleme
« Antwort #2 am: 07. Februar 2018, 19:25:07 »
Genau, dazu sind wir hier Teil der Community. Du wirst bestimmt deinen Weg finden - und auch, wenn der Weg dir schwer fällt, wird man dir höchstwahrscheinlich helfen können. Ich wusste nach meinem Grand Mal in 2011  auch nicht - wie gehe ich mit meinen Kindern und dem Anfall um (Ursache ist nie gefunden worden, mehrere auslösende Faktoren waren wahrscheinlich). Sie waren damals 8 und 10 Jahre alt. Mein Mann und ich haben den Kindern erklärt, was zu tun ist, wenn etwas passiert. Ich hatte zwar das Glück, dass nichts mehr passiert ist, aber die Kinder hätten damit umgehen können. Mittlerweile ist es bei mir ja fast 7 Jahre her, aber ein bisschen merkwürdig finde ich mich manchmal schon. Ich hatte damals grosse Angst, abgestempelt zu werden. Aber wem ich heute erzähle, dass ich Epilepsie habe, der glaubt es manchmal nicht. Die Schwierigkeiten bei der Konzentration habe ich auch. Ich glaube, damit muss man leben. Aber auch hier hat die Zeit meine Wunden geheilt. Ich weiss mittlerweile glaube ich besser, was ich mir zutrauen kann - und man nichts muss. Wie alt bist du? Ich bin jetzt 38 Jahre alt.
Ich glaube, wenn du dich auf deinen Psychologen einlassen kannst, vielleicht kannst du dich ja auch etwas entspannen - wird er dir wahrscheinlich helfen können. Ich bin damals ein halbes Jahr nach meinem Anfall mit meinen Kindern in eine Mutter-Kind-Reha in den Südschwarzwald gefahren. Hat mir sehr geholfen, vor allem die gute intensive Betreuung. Abschalten bringt echt manchmal Wunder!
Ich wünsche Dir alles Gute, und danke für deine Antwort!  Cornelia

Famala

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Re: Körperliche oder Psychische Probleme
« Antwort #3 am: 07. Februar 2018, 23:58:02 »
Ich danke euch erstmal für die Anworten.
Ich bin 36 Jahre alt. In 2010 fing die Unruhe und die Schlafstörungen an, mir wurde damals gesagt das es RLS wäre. Habe dann knapp fünf Jahre lange Levobens  Teva eingenommenen. Hatte in der Zeit nur selten Beschwerden. Im Mai 2015 ist es dann wieder schlimmer geworden plus die Myoklonien. Damals war es ein Medikamenten Marathon bis es wieder recht normal ablief. Bin dann in 04.16 wieder Arbeiten gegangen, allerdings im Büro statt wie vorher in der Werkstatt als Schlosser. Ende 04.17 hatte ich dann halt den Anfall. Seit dem ist die Unruhe usw auch wieder da.
Meine Jungs sind 2 und 5 Jahre alt. Bei dem älteren mache ich mir weniger Sorgen, nur bei dem kleinen schon sehr. Den kann man keine Minuten aus dem Auge lassen...
Ich werde jetzt noch einen Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen, eventuell kann ich dann noch eine arbeitsmedizinische Reha machen. Zusätzlich habe ich noch einen Termin in einer Tagesklinik.
Gruß Markus