Autor Thema: Rivotril  (Gelesen 544 mal)

Bounty-

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Rivotril
« am: 12. Februar 2018, 13:55:25 »
Ich habe vor 6 Tagen Rivotril komplett abgesetzt (nach Dauereinnahme über viele Jahre und gescheiterten Absetzversuchen).
Wie lange nach Null besteht wohl die Gefahr eines Anfalls, bzw wie lange nach der letzten Einnahme hat man noch Schutz durch das Rivotril ?
Ich finde dazu unterschiedliche Meinungen im Netz, teilweise heißt es, Rivotril lagert sich auch in Fett und Knochen ab  ???

Parallel zum Rivotril absetzen wurde Pregabalin aufdosiert, aber da bin ich erst bei 150 mg.

Amazönchen

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Re: Rivotril
« Antwort #1 am: 14. Februar 2018, 19:10:54 »
Hallo Bounty

Nenene, Rivotril lagert sich weder im Fett noch im Knochen ab. Sonst wäre ich nur aus Rivotril   :-)))

1) Ich bin ein absoluter Laie
2) Jeder Mensch ist anders, v.a. was Reaktion auf Medis betrifft.
3) Ich kann nur von mir erzählen.
4) Lass Dir keine Angst machen.

Ich hatte 28 Jahre Rivotril. Am Schluss bei 10 mg. Innerhalb von 6 Monaten wurde es auf 0 mg reduziert. Ich hatte jedoch bereits nach 2 Monaten die neuen Medikamente fast mit voller Dosierung drin. (Lamictal und Keppra). Ich hatte alle 2 Wochen nen Anfall. Abwechslungsweise einen einfach-fokalen, mal nen komplex-fokalen. Aber es lief alles super.

Das war 2008

Langsam schlichen sich die Anfälle wieder ein, aber niemals so, wie früher. Wegen nervlich bedingten Schmerzen kam Lyrica dazu. (Pregabalin). Das half genial. Ich kriegt immer mehr Anfälle und dosierte Lyrica bis 600 mg hoch, nichts wurde besser. Lyrica ist heute wieder bei 300 mg / Tag.
Aber ein Versuch war es wert, um zu schauen, ob die Anfälle sich reduzieren. - Es ist möglich, dass bei Dir bei 150 mg Pregabalin sehr gut wirkt. Ich gehe davon aus, dass Dein Arzt weiss, weshalb er ein eher wenig gebräuchliches Antiepileptika einsetzt. Pregabalin wird hauptsächlich in der Schmerztherapie eingesetzt. Dort hat das Medikament Fuss gefasst. Es ist auch wegen den NW scheinbar nicht so beliebt. Ich habe jedoch keine NW.

Ich habe nun weitere Medis ausprobiert und bin nun "fündig" geworden. Hoffe, das hält nun länger an.

Ganz persönlich finde ich die Dosis von 150 mg tief. Aber ich kenne Deinen Körper nicht. Ich weiss nicht, wie stark Du mit dem Rivotril ausosiert warst. Ich war es nämlich komplett. Bei mir war praktisch kein "Schutz" mehr vorhanden. Es wird sicher auch einen Grund geben, weshalb Du Pregabalin kriegst. Deshalb ist meine Aussage eigentlich absolut doof.

Weisst Du, ich war zuerst auch ein wenig verunsichert. Aber dann hielt ich mir ein paar Fakten vor die Augen und es klappt. Und das wünsche ich Dir auch, dass es klappt.
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich der Belustigung der Foren-Teilnehmer

aggi61

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Re: Rivotril
« Antwort #2 am: 15. Februar 2018, 07:23:31 »
Zum Lyrica:

Ich habe wegen eines Bandscheibenvorfalles und der Nervenschmerzen, die ich deshalb hatte, Lyrica genommen ... 2x75 / Tag.

Ich wollte das Lyrica wieder weg haben - auch wegen der Gewichtszunahme (von mir als Auslöser vermutet!) - als die Schmerzen nicht mehr da waren.
Meine Neurologin war sehr dagegen, da das EEG nie so richtig OK war und sie meinte, das Lyrica würde doch zusätzlich etwas Schutz bieten.

Das EEG blieb jedoch gleich und ich setzte mich durch und verhandelte mit ihr, die Topiramat zu erhöhen - wenn sie schon meinte, dass das EEG gewisse Anfallspotentiale zeigen würde.

Seitdem ist das EEG besser. Also hat - zumindest bei mir - das Lyrica keine Auswirkung auf die Epi ... aber es hat gut auf die Nervenschmerzen gewirkt.
Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???