Autor Thema: Grad der Behinderung  (Gelesen 108314 mal)

Andi

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #15 am: 27. November 2008, 18:18:29 »
Hallo spookie,

bei GDB 40 ist eine Gleichstellung vorhanden. Bin mit meinen 40 auch  seit einigen

Jahren dem Schwerbehindertengesetz angelichen. ;)

Habe heute aber eine Nachricht vom Niedersächsischen Landesamt bekommen, das ich jetzt GDB von 50 habe.
GDB 40 für meine Epi und 20 für meine rheumatische Erkrankung.

Also den Ausweis bekommen ich :)

Die Frage ist jetzt nur , ob ich Widerspruch einlege, weil ich für meine Epi mehr bekommen müsste, werde da nochmal meinen Neurologen befragen.

An deiner Stelle würd ich es machen, es hat nur Vorteile, gerade in beruflicher Hinsicht.

lg Andi ;)

Mirjam

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #16 am: 27. November 2008, 19:30:43 »
Hallo Andi!

Du schreibst, du hast insg. 50.
Dann schreibst du, du hast für die Epi 40 - willst aber mehr. Das passt irgendwie nicht, wie meinst du das? 
Wenn du insg. 50 hast, hast du offensichtlich für die Epi 50 und nicht nur 40?!?

Wieviel müsstest/möchtest du für die Epi kriegen?

Es wird ja nicht zusammen gezählt, sondern das Höchste zählt. Ich habe gestern auch meinen Bescheid bekommen: für Epi und Depri 50, für Rheuma 20 und für weitere Erkrankungen 10. Also 50.

LG Mirjam

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Cornelia-etc.

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #17 am: 28. November 2008, 13:18:05 »
Hallo zusammen,

äh, so ganz trifft es auch das noch nicht.  ;)

SGB IX, § 69, Abs. 3, Satz 1:
"Liegen mehrere Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, so wird der Grad der Behinderung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt"
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9/__69.html

Es kommt also darauf an, ob im individuellen Einzelfall die einzelnen Behinderungen in ihrer Gesamtheit das Ausmaß der Beeinträchtigung, das die "Haupt-Behinderung" bereits bedeutet, noch wesentlich verschärfen oder nicht. Dabei geht man davon aus, dass Beeinträchtigungen, die auf ähnlichem Gebiet liegen, die Gesamtauswirkung weniger stark beeinflussen als solche, die auf sehr unterschiedlichem Gebiet liegen. Und Einzelwerte von 10-20% werden natürlich weniger stark gewichtet als Einzelwerte ab 40% aufwärts.

Wenn man also zum Beispiel einen Unterschenkel amputiert hat und zudem Probleme mit dem Hüftgelenk vorliegen, so wird das als weniger beeinträchtigend angesehen als wenn jemand den Unterschenkel amputiert hat und zusätzlich stark sehbehindert ist.

Liebe Grüße
Cornelia
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Ich bin identisch mit Cornelia-Admin.

Andi

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #18 am: 28. November 2008, 18:48:25 »
Hallo Mirjam ;)

ja ich habe Einzel GDB 40

für mein Rheumi   GDB  20      nach Adam Versorgungsamt Paragraph sowieso

sind das 50   
gelle?

Den Rest hat ja Cornelia erklärt.

Das was mir nicht gefällt ist, das ich eine Einzel GDB für meine Epi mehr

bekommen müsste. Nach meinen Anfällen sind es um die 60-80 HAT MEIN NEUROLOGE GESAGT............

Hoffe ich habe das jetzt gut erklärt?

lg Andi ;)
                                       

Kamasutra

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #19 am: 30. November 2008, 17:40:53 »
Sehe ich das richtig, dass ich mit meinen 10-15 komplex-fokalen Anfällen einen GdB von 90-100 hätte???

Und was wären den potentielle Nachteile von so einem Ausweis? Wenn man ihn einem Arbeitgeber unter die Nase halten muss, eventuell, ok. Sonst noch was?
Gruß, Kamasutra

Mirjam

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #20 am: 30. November 2008, 19:18:57 »
Hallo Kamasutra!

Also wenn du die 10-15 komplexen pro Tag hast, hättest du schon Chancen. Dafür gibt es ja die Aufteilung die Dendrit hier am Anfang rein gestellt hat.

Nachteile?
Das sieht jeder anders, hab ich festgestellt. Ich persönlich sehe für mich keine. Wenn ich so nen Ausweis habe, muss ich ihn ja nicht einsetzen, wenn ich Bedenken habe.

U.a. ist es z.B.so, dass man dann Kündigungsschutz und 1 Woche Zusatzurlaub hat. Es mag nun Arbeitgeber geben, die einen deshalb nicht einstellen, weil sie einen dann nicht so leicht wieder "los werden" können. Das wäre jetzt - meiner Meinung nach - ein Bespiel, wo ich ihn dann evtl. nicht einsetzen würde. Denn ich bin ja nicht dazu verpflichtet. Andererseits weiß der AG dann auch gleich Bescheid.

Ich selber sehe nur Vorteile. Wobei ich ja mit meinen 50 noch nicht so viele habe. Aber immerhin wie gesagt, Kündigungsschutz (ist bei mir im Moment aber kein Thema), Zusatzurlaub, Steuerersparnis. Das andere betrifft mich im Moment nicht. Da wäre noch:

Freistellung von Mehrarbeit; Vorgezogene Altersrente/Pensionierung; Schutz bei Wohnungskündigung; Vortritt beim Besucherverkehr in Behörden; noch ein paar Sachen, z.B. in Verbindung mit Pflegebedürftigkeit oder bei Bedarf einer Haushaltshilfe

Bei 90 ist im Vergleich zu 50 der Steuerfreibetrag höher.

Probier's doch einfach! Hab ich auch gemacht und ging viel schneller als ich dachte.

LG Mirjam

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Andi

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #21 am: 01. Dezember 2008, 18:16:58 »
Hallo ihr Lieben,
 ;)
ja für mich ist es auch ein Vorteil , gerade in meinem Beruf, bin ich dann noch geschützter. Nachteile sehe ich da nicht.

lg Andi :)



Hermann

  • Gast
Re: Grad der Behinderung
« Antwort #22 am: 03. Dezember 2008, 21:06:01 »
Hallo zusammen,

Eure Postings haben mich veranlaßt, bei mir nachzusehen. Dabei habe ich festgestellt, dass doch zusammengezählt wird. Ich habe aus den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls (Einzel-GdB: 60), wegen des cerebralen Anfallsleidens (Einzel-GdB: 50), wegen neurotischer Depression (Einzel-GdB: 20), wegen Fehlhaltung und Veränderungen der Wirbelsäule mit Lendenwirbelsäulensyndrom (Einzel-GdB: 20).

Das Versorgungsamt hat einen grün-/orangefarbenen Schwerbehindertenausweis mit einem GdB von 100 und dem Merkzeichen "G" mit einer Gültigkeit von 15 Jahren ausgestellt. Diese Entscheidung stützt sich auf die gutachterliche Stellungnahme des vorsorgungsärztlichen Dienstes, auf die Gutachten von 5 Kliniken, auf ein Rentengutachten und auf die Bescheinigungen von fünf Fachärzten.

Viele Grüße
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2008, 21:08:14 von Hermann »

Mirjam

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #23 am: 03. Dezember 2008, 21:42:56 »
Hallo Hermann!

Sorry, dass ich damit nicht klar komme. Nach meinem math. Verständnis sind 60 + 50 schon 110 ...  ;)

Im Ernst: Ich muss auf die Erklärung von Cornelia verweisen. Genau das steht nämlich auch bei mir in dem Beleitschreiben drin.

...Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt

Die Epi und die Depri stehen "in welchselseitiger Beziehung zueinander". Ist bei mir auch so.

LG Mirjam
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Hermann

  • Gast
Re: Grad der Behinderung
« Antwort #24 am: 04. Dezember 2008, 10:01:23 »
Hallo Mirjam,

mein Ausweis ist aus dem Jahr 2000. In dem Bescheid steht, dass das Schwerbehindertenrecht nur den Gesamtzustand der Behinderungen kennt, welcher sich im (Gesamt-) GdB ausdrückt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung mathematischer Bewertungsmaßstäbe unzulässig ist. Somit ist weder zu addieren, zu subtrahieren, auch sind Prozentual- oder Bruchteilsmethoden unzulässige Möglichkeiten zur Bildung des (Gesamt-) GdB. In meinem Fall sind die Einzel-GdB lediglich als Bewertungsmaßstab für den (Gesamt-) GdB zur Anwendung gekommen.

Du hast recht, Mirjam, in der Summe hätte ich einen GdB von 150. So "schrottig" bin ich jetzt aber auch nicht. Mehr als 100 geht nicht, wenn dann noch mehr ist, kann es über ein oder mehrere Merkzeichen zum Ausdruck gebracht werden, wie z. B. in meinem Fall. Aufgrund der fast völlig zerstörten unteren Extremitäten ist noch das Merkzeichen "G" eingesetzt worden.

Ich grüße dich und wünsche
alles Gute
Hermann

Kamasutra

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #25 am: 05. Dezember 2008, 06:02:43 »
@Mirjam: Ich habe nicht 10-15 Anfälle pro Tag sondern im Monat, das hatte ich vergessen, dazuzuschreiben. Nur so wie das formuliert ist, auf was Dendrit verwiesen hat, klingt es so, als wäre ich damit schon voll dabei. Und das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, denn meine Anfälle mögen ja durchaus auch anstrengend sein, aber es gibt sicherlich Schlimmeres.

Diese ganzen arbeitstechnischen Vorteile sind für mich nicht weiter relevant, weil ich als Selbständige arbeite. Aber gut, andererseits weiß man natürlich nie, wie man sich mal umorientiert/umorientieren muss. Wenn ich kostenslos Bus fahren dürfte, das wäre klasse. 8)
Gruß, Kamasutra

Mirjam

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #26 am: 05. Dezember 2008, 20:39:43 »
Hallo Kamasutra!

Aber würde dir die Steuerersparnis nicht auch als Selbständige was bringen???

LG Mirjam
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Kamasutra

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #27 am: 19. Dezember 2008, 07:00:40 »
Hm... Daran hatte ich natürlich noch nicht gedacht. Muss ich mal mit meiner Steuerberaterin plaudern.
Gruß, Kamasutra

Jürgen H.

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #28 am: 25. Februar 2009, 14:43:23 »
http://www.sbhilfe.com/sbforum/index.php?page=Index

Unter den Link findet ihr einige User, die sich mit Behinderungen und deren Einstufungen sehr gut auskennen. Sie sind keine Rechtsanwälte, aber sie wissen trotzdem bescheid. Falls ihr Fragen habt, sie können euch evtl. Helfen.

Bestimmt wäre gelogen, da das noch nicht mal Anwälte können.

Bis dann
LG von J Hey
Wer sich aufgibt, hat Verloren

pe!

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Re: Grad der Behinderung
« Antwort #29 am: 27. März 2009, 12:37:02 »
Hallo!

Zweiter Beitrag & gleich eine Frage - ich hoffe, mir nimmt das niemand übel.

Vor einigen Monaten habe ich einen SBA beantragt & eine ausführliche Begründung beigelegt. Heute fand ich das Antwortschreiben in meinem Postkasten, das besagt:

Psychische Erkrankung (ADHS)
chronische Bronchitis - ist mir neu
GdB 20

Meine Epilepsie wird mit keinem Wort erwähnt. Ich  habe in Abständen von Wochen kleine Anfälle & soll 450 mg Valproat nehmen, was ich aber nicht möchte, da ich mich dann noch weniger konzentrieren kann. Steht mir ein höherer GdB wegen der Epilepsie zu? Ich war mir offen gestanden sicher, mindestens 40 zu erhalten & bin gerade zutiefst irritiert.

Editiert für folgende Frage:
Es dürfen nur die Beeinträchtigungen berücksichtigt werden, die ich angegeben habe, oder?

Fragende Grüße

Peggy
« Letzte Änderung: 27. März 2009, 12:50:27 von pe! »