Autor Thema: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff  (Gelesen 2363 mal)

Inversible

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Hallo,

ich habe gleich zwei Punkte die ich gerne ansprechen würde, deswegen der Titel.  ::)

Ich bin männlich und seit Februar 21 Jahre alt. Ich leide unter der Art von Epilepsie die man soweit ich weis nicht wirklich erklären kann. Die damalige Kinderärztin in der Klinik sagte, dass es sich mit der Pubertät rauswächst. Ich denke das ist immer noch nicht der Fall.

Seit 2012 nehme ich Medis und war bis 2015 August Anfallsfrei. Ich habe die ganze Zeit nur Levetiracetam eingenommen. Im August 2015 hatte ich "nur" noch eine Dosis von 750-0-750.
Danach wurde zusätzlich zum Levetira Lamotrigin hochgefahren. Seit dem hatte ich auch keinen Anfall mehr und habe im Januar endlich meinen Führerschein geschafft.  :dance:

Aber ich hatte immer öfter Gefühle bekommen die sich wie das "Auragefühl" angefühlt hat. Manchmal am PC beim Musik hören, mal unter der Dusche oder auch draußen im Garten. Mit der Zeit kam mir der Gedanke das es am Lamotrigin liegen könnte, da ich mich nicht daran erinnern kann, dass ich diese Symptome hatte während ich nur Levetira genommen habe. Ich stelle die These auf dass in meinem Fall das Lamotrigin es auslöst und dass was danach kommt eine Panikattacke ist. Das habe ich vor 4 Wochen meinem Neurologen erzählt und er war damit einverstanden das wir Lamotrigin reduzieren und dafür Levetira wieder erhöhen.

Somit wäre ich bei der ersten Frage. Ist diese Nebenwirkung bekannt? War es bei euch auch so wenn ihr Lamo eingenommen habt?

Der zweite Punkt ist folgender...

Ganz am Anfang hatte ich von Desitin das Granulat genommen weil ich Angst vor Tabletten hatte. Irgendwann hat es mich aber genervt, weil die Kügelchen überall gelandet sind nur nicht im Magen.  :D
Seit dem habe ich also normale Tabletten genommen. Irgendwann hatte ich Probleme mit dem schlucken bekommen und habe dann eine Technik gefunden die mir sehr geholfen hat. Manchmal hatte ich doch wieder das ein oder andere Problem, aber spätestens nach zwei Tagen war alles wieder in Ordnung.
Seit letzter Woche allerdings lösen sich die Tabletten bei mir schon im Mund zu 50% auf bis ich sie endlich runterbekomme. Ich will schlucken, aber es funktioniert nicht. Habe schon einige Techniken gefunden, die mir aber bestimmt nicht helfen werden.

Deswegen spiele ich mit dem Gedanken wieder auf das Granulat umzusteigen. Ich habe es noch nicht beschlossen ich denke wirklich nur darüber nach.
Vor ab: Bei mir ist der Lamotrigin Hersteller Desitin und beim Levetira ist es Aurobindo.

Das Levetira Granulat ist allerdings von Desitin. Das würde bedeuten das ich von Aurobindo weg müsste. Mein Vater meinte, dass es bei mir wahrscheinlich keine Probleme geben würde, da ich das von Desitin vertragen hatte. Allerdings habe ich gehört, dass es Patienten gab die durch einen Wechsel wieder Anfälle bekommen haben.

Somit meine zweite Frage: Kennt ihr Personen die den Hersteller gewechselt haben? Oder habt sogar ihr damit Erfahrung gemacht?


Tut mir leid für den langen Text, aber kürzer hätte ich es nicht fassen können.  :-\

LG
Marc
« Letzte Änderung: 08. März 2018, 20:54:56 von Inversible »

Muschelschubser

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #1 am: 10. März 2018, 22:32:15 »
Hallo Marc, bei Herstellerwechseln sollte man ganz zurückhaltend sein, das ist echt wichtig! Die benutzen alle andere Hilfsstoffe dabei und andere Verteilungen etc, nicht wechseln oder nur in Absprache mit dem Arzt! Das steht so auch in den Leitlinien zur Epilepsiebehandlung: keine Spielereien mit den Generika. Aber wenn Du das Granulat von Desitin schon hattest ... Meine Neurologin kreuzt immer das "Aut idem" an auf dem Rezept, damit die Apotheke nicht nach dem gerade Billigsten sucht mit dem Rabattvertrag mit der Krankenkasse ... ich nehme Levetiracetam von neuraxpharm und Vimpat von UCB (gibt es noch nicht als Generikum und selbst wenn, würde ich halt dabei bleiben, worauf ich eingestellt bin).

Du könntest in der Apotheke mal fragen, ob die noch einen Trick mehr kennen, um besser schlucken zu können.

Beim Lamotrigin bin ich noch vergesslicher gewesen als erträglich war. Mit Panikstörungen habe ich zum Glück nichts zu tun.

Alles Gute Dir!
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Inversible

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #2 am: 11. März 2018, 20:36:12 »
Danke für Antwort :)

Ich würde nie selbst irgendwelche Änderung an den Medis vornehmen ohne es mit dem Arzt abzusprechen.
Das verschiedene Stoffe verwendet werden hatte ich schon gelesen.
Zum Thema schlucken kann ich mir nur noch selbst helfen. Das ist momentan ein Kopf Problem. Ich will schlucken, aber Kopf sagt nein. Ich habe keine Angst dass die Tabletten stecken bleiben oder das ich einen Würgereiz bekomme. Es ist verrückt.

Beim Lamotrigin bin ich noch vergesslicher gewesen als erträglich war.

Was genau meinst du damit?

Gruß

Muschelschubser

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #3 am: 12. März 2018, 18:23:30 »
Hallo, mit dem Lamo hatte ich echt kognitive Defizite, ich wusste nach zehn Minuten nicht mehr, was mit Kollegen abgesprochen war und so. Das war unerträglich, diese Vergesslichkeit war nicht mehr zu kompensieren (mit Zetteln, Eselsbrücken oder so).

Mit dem Levetiracetam und Vimpat geht es besser.

Grüße von der Muschelschubserin
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Himbeertörtchen

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #4 am: 13. März 2018, 09:30:42 »
Hallo Marc,

Ich nehme Levetiracetam und Lamotrigin.
Wie lange hast du Lamotrigin genommen?
Anfangs ging es mir wie dir beim Lamotrigin, bis die richtige Dosis gefunden wurde und mein Körper sich daran gewöhnt hat, das waren ca 8-10 Monate.

Liebe Grüße
Himbeertörtchen

Inversible

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #5 am: 15. März 2018, 16:05:25 »
@Muschelschubser

Das ist wirklich extrem. Habe ich auch noch nicht gehört.  :-\

@Himbeertörtchen

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Himbeertörtchen

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #6 am: 18. März 2018, 17:32:44 »
Hallo Marc,

Dann würde ich wirklich das nochmal mit dem Arzt besprechen. Wenn du es erst einige Wochen nehmen würdest könnte es noch normal sein, aber nicht nach so langer Zeit.

Liebe Grüße

BoilingPoint

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #7 am: 29. März 2018, 14:43:57 »
Grüß euch,
Lamotrigin.... ist da jemand was bekannt in bezug auf max blutspiegel?..der spiegel spielt nur eine rolle bei pos. oder neg. befinden soviel weil ich. bei mir wurde vor einiger zeit , nach einem 3/4 Jahr ohne Anfall vimpat von 200-0-200 reduziert weil ich lange anfallsfrei war ....in 50 mg schritten  2 wochen takt. was anfangs ein gutes gefühl war wurde mir später zum verhängniss, da
plötzlich wieder anfälle auftraten(wohl wegen der reduzierung). dann habe ich bei 100-0-100 den entschluss gefasst wieder hochzustufen..ebenfalls in 50 mg schritten.
jetzt iost die vimpatdosis wie in der anfallsfreien zeit auf 200-0-200.
da man ja vimpat im blut nicht auslesen kann, kommt mir die frage ob die reduzierung der vimpat dosis evtl etwas im hirn zerstört haben könnte , was jetzt nicht mehr zu richten ist und auch die wieder ausgeglichene vimpat dosis nicht rettet.
blut wurde am dienstag genommen, evtl bekomme ich noch was vor ostern.
oder gibt es auch fälle in denen jemand keine medikamente mehr nötig gehabt hätte , also unter den nebnewirkungen litt ohne sich dessen beswusst zu sein?
könnte man diese evtl inzwischen unnötige dosis des medikaments im blutspiegel feststellen? oder bleib es trotzdem im "normalen" bereich  der skala?
also kurz zusammen gefasst : 3/4 jahr anfallsfrei, daher angefangen in absprache mit arzt vimpat in 50mg schritten zu reduzieren..... bei 100-0-100 wieder anfälle...also zurück auf 200-0-200 . auch in  50mg schritten. ...........anfälle dauern an :-(
im allgeimeinen mit meinen medis sagt der arzt wäre ich schon am anschlag was die dodis angeht . habe 3-er kombi mit vimpat, lamo, und levitira .
also ist lamo irgendwie als nebenwirkung "abhängig" von andern medis?
wer was weiss, bitte melden... möchte ostern gechillt verbringen.. :-)
auch gerne hier, da bin ich öfter : Rbauer1974@aol.com
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Inversible

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #8 am: 01. April 2018, 17:12:22 »
Ich hatte gestern Abend wieder einen Anfall. Ich weis nicht woran es lag. Vllt doch daran, dass die Medis sich schon im Mund immer aufgelöst haben?

jelly

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #9 am: 14. April 2018, 14:04:26 »
Hallo
Habe auch eine Frage zu Lamotrigin . Habe das Lamotrigin auf Grund von kleinen Anfällen vor Ostern von 75 mg auf 100 mg hochfahren müssen. Wie lange würdet ihr sagen,wie lange es dauert bis die Erhöhung ihre wirkung zeigt?bzw bis der Spiegel sich abgepasst hat.
LG jelly

Muschelschubser

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Re: Lamotrigin Nebenwirkung, Hersteller wechsel, gleicher Wirktstoff
« Antwort #10 am: 14. April 2018, 20:32:56 »
Hallo Jelly, die Frage kann Dir am besten wohl ein Arzt beantworten. Im Allgemeinen sagt man ja immer so ein paar Wochen Geduld seien schon notwendig ...

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