Autor Thema: Von Valproat zu Lamotrigin  (Gelesen 2107 mal)

Srcobran

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Von Valproat zu Lamotrigin
« am: 28. März 2018, 09:29:30 »
Hallo zusammen,

ich bin nun seit drei Wochen auf Lamotrigin umgestellt. Leider hatte ich in der vierten Woche 2GM und dann eine Woche später einen kleinen Anfall.
Davor habe ich 1000mg Valproat eingenommen und war fast anfallsfrei(Anfall alle zwei Jahre). Hat jemand Erfahrung mit der Umstellung und welche Dosis von Lamotrigin sinnvoll wäre? Ich habe die Umstellung durchgeführt aufgrund Kinderwunsch. Keppra vertrage ich nicht.
Freue mich auf eure Erfahrungen.

JuliaGausA

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #1 am: 28. März 2018, 12:26:57 »
Hallo Srcobran,

ich bin aktuell dabei  umgestellt zu werden ( 3. Woche jetzt) habe vorher Vimpat bekommen.
Nehme aktuell 150 mg Vimpat morgens und abends und 50 mg Lamotrigin morgens und abends.
Seit ich Lamotrigin nehme geht es mir deutlich besser, habe kaum noch etwas.
Meine Dosis nach dem aufdosieren soll 150 mg morgens und abends sei.
Bekomme es sehr langsam eingeschlichen und das Vimpat halt sehr langsam raus.

Trotzdem geht es mir jetzt schon besser,habe leider nur extremen Haarausfall =(

Sprich am besten mit deinem Arzt was für Möglichkeiten evtl. noch zur Debatte stehen =)

Dendrit

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #2 am: 28. März 2018, 22:14:29 »
Hallo Scroban,


zwischen Lamotrigin und Valproat kann es in der Umdosierungsphase zu "Spannungen" kommen. Nimmst Du jetzt nur noch Lamotrigin oder noch etwas vom Valproat?


LG, Dendrit
Juvenile Myoklonische Epilepsie

Levetiracetam UCB / Keppra 4x 1.000 mg
Lamictal (Lamotrigin) 200-100-200 mg
Frisium (Clobazam) 0-0-0-5 mg

Citalopram 20-10-0 mg
Valdoxan 0-0-0-12,5 mg

Bisherige: AZA, BBX, CBZ, ETH, LCM, LZP, MSM, PB, PHT, PRM, TPM, VPA

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Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #3 am: 29. März 2018, 09:30:29 »
Ich nehme nur noch Lamotrigin 150-0-150
Ich habe nun Angst, dass es nicht wirkt oder noch weitere Anfälle kommen  :-[
Man muss ja auch einige Zeit anfallsfrei sein wegen dem Schwangerschaftswunsch.
Die Anfälle sind immer ein Rückschlag. Derzeit fühle ich mich so schwach und liege nur im Bett. Vor den Anfällen war ich nur unter Einnahme des Lamotrigins 100-0-100 drei Wochen anfallsfrei. Aufgrund der Anfälle wurde die Dosis erhöht. Ich bin nun so voller Angst erfüllt.

Juntos

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #4 am: 29. März 2018, 12:15:50 »
Hallo,
ich hatte bei der Umstellung von Valproat zu Lamotrigin, einiges an Anfällen (GM mit/und ohne Status).
Es wurde über ein sehr langen zeitraum umgestellt und teilweise das Lamo nur um 12,5 mg erhöht. Sobald wir zu schnell waren gabs Probleme.
Nach dem Absetzen der letzten kleinen Dosis vom Valpro kam es noch zu Anfällen bis wir bei einer guten Dosis für mich angekommen waren. Das ganze vom ersten Tag Lamo bis Valpro komplett raus und dann die richtige Enddosis vom Lamo finden hat bei mir fast ein dreiviertel Jahr gedauert. Dafür bin ich jetzt seit 1,5 Jahren Anfallsfrei.

Hast du die Angst mit deinem Neuro besprochen? Wenn du kannst gibt dem ganzen noch etwas Zeit.
Lg Juntos

Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #5 am: 29. März 2018, 12:42:13 »
Das ist schön, dass du so lange anfallsfrei bist :)
Bei welcher Dosis bist du denn? Und bei welchem Wert liegt dein Blutspiegel?
Es gibt mir Mut, dass es auch so gut gehen kann.

Juntos

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #6 am: 29. März 2018, 23:56:31 »
ich bin bei 200 morgens 150 abends. Ich weis gar nicht glaub mein Doc meinte was von 7 oder so  ???

Da die in der Klinik meinten das der Wert gar nicht so ausschlagen gebend sein muss, und man auch bei drunter oder drüber keine Probleme haben kann, sei es wichtiger ob man mit der mg Menge Anfallsfrei ist.

Deswegen hab ich gar nicht gefragt im Januar bei der letzten Kontrolle, fällt mir gerade auf wo du fragst bei welchem Wert ich bin.

Ich wünsch Dir das es bei dir besser wird und dann auch passt.

Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #7 am: 30. März 2018, 09:06:36 »
Liebe Juntos,

Danke dir für deinen Beitrag und deine positive Energie  :-*
Ich wünsche dir noch eine lange anfallsfreie Zeit! <3

Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #8 am: 13. April 2018, 09:27:19 »
Hallo meine Lieben,

es sind nun zwei Wochen seit meinem kleinen Anfall und 3 Wochen seit meinen GMs.
Nun wollte ich meine Erfahrungen mit Lamotrigin teilen. Ich bin nun bei einer Dosis von 150-0-175. Mein Neurologe meint ich solle nun noch um 25mg erhöhen. Bin bei einem Wert von 7,5 im Blut. Leider habe ich jedoch seit meinem kleinen Anfall einige Probleme.
Ich habe eigentlich kontinuierlich Muskelzuckungen am Körper. Vielleicht für andere nicht wirklich sichtbar, aber ich empfinde es schon deutlich. Außerdem fühle ich mich oft sehr schwindelig und schwach. Zusätzlich habe ich zwischendurch hatte ich nachts bereits 3mal das Erlebnis, dass ich einschlafen möchte und dabei meine Augen beim schließen, anfangen herum zu irren und ein sehr komisches Gefühl der Unmacht eintritt. Davor habe ich echt immer voll Panik. Wenn ich jedoch meine Augen öffne ist nichts, alles normal. Was könnte das sein?
Haben meine Symptome etwas mit meiner Epilepsie zu tun oder dem Lamotrigin oder aufgrund von Angstzuständen, die ich seit meinem letzten Anfall habe?
Nach meinen zwei GMs hatte ich dieses alles nicht. Die ganzen Jahre seit ich meine Epilepsie haben, also bereits etwa 20 Jahre, hatte ich sowas nicht.

Hat jemand eventuell ähnliches oder eine Idee? Mein Neurologe meint es vermutet eher meine Psyche spielt dabei eine große Rolle. Von dem Lamotrigin oder meiner Epilepsie kennt er solche Vorfälle nicht.

Was nun???

Liebe Grüße
Srcobran

Meditester

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #9 am: 13. April 2018, 12:23:59 »

Ja meinst du hinlegen zum Schlafen
und dann ist so ein Gefühl als würdest du runterfallen
oder Alles dreht sich obwohl du bei geschlossenen Augen nichts siehst?
Und ist dabei auch mal so'n seltsames Gefühl im Bauch?

Ich hatte dieses schon vor Einnahme von Lamictal.
Und es hat bei mir wohl auch nichts mit Panik/ Angst zu tun,
denn mittlerweile ist die Epi halt da und ich nehme es eben so hin wie es ist.

Auch kann sich die Form der Anfälle ändern.
Im Laufe der Jahre durfte ich viele Formen kennen lernen.
                >:-(

Schwindel und Abgeschlagenheit können NW sein.
Ich kenne dieses vom Keppra, Selbsterfahrung.

Meditester
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Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #10 am: 13. April 2018, 13:31:53 »
Ich habe das Gefühl wenn ich die Augen geschlossen halte als ob ich falle ja könnte man so beschreiben. Wenn ich sie öffne, fühle ich mich aber fabelhaft. Habe dann regelrecht Angst einzuschlafen. Das ist eine sehr seltsame Erfahrung. Unter anderen Medis hatte ich das noch nie. Deswegen habe ich angenommen, dass es eine NW oder Panikattake ist?

Mela94

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #11 am: 14. April 2018, 01:58:37 »
Hallo srcobran also ich nehme 400 mg vimpat und 600 mg valproat am Tag und bin seit gestern genau 5 Monate anfallsfrei was mich so sehr freut, aussr diese kleinen Anfälle, Myoklonien diese Zuckungen habe ich noch ab und zu mal, trotzdem ist es mir wichtiger keine gm‘s.mehr zu haben. Von mir aus können diese Zuckungen bleiben Hauptsache ich falle nicht mehr, anfallsfreiheit wünsche ich dir auch vom Herzen. Das mit dem Augen schließen und runter fallen kenne ich sehr gut das habe ich oft hatte ich aber auch vor den Medikamenten das meine Augen sich nicht beruhigen können wenn meine Augen geschlossen sind habe ich auch sehr oft ich denke auch sehr das dass viel mit der Psyche zu tun hat oder wenn man einfach nicht müde ist oder viel zu viel überlegt und nachdenkt und sich der Körper nicht beruhigen kann Versuch doch einfach mal bei so welchen Situationen einfach mal eine Tabor zu nehmen also nicht jeden Tag aber wenn du gar nicht zur Ruhe kommst im Bett würde ich dir das empfehlen und ich habe auch immer wieder noch Angstzustände was die gm‘s betrifft ich denke ständig darüber nach ob ich wieder umfalle oder nicht aber ich versuche mich direkt abzulenken zum Beispiel mit meinen Kindern. Was sollen wir denn sonst tun nur Gott weiß was morgen passiert wir müssen für den Moment leben und ich sage mir immer wieder das es schlimmere Krankheiten gibt als Epilepsie. Ich hoffe ich konnte dir helfen. Liebe Grüße

Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #12 am: 14. April 2018, 08:32:26 »
Hallo meine liebe mela94,

Ich habe gelesen, das du Kinder. Welche Medis hast du denn damals in der Schwangerschaft genommen und hattest du während der Schwangerschaft Anfälle?

Liebe Grüße
Srcobran

Mela94

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #13 am: 14. April 2018, 12:06:17 »
Ich habe keppra genommen und wurde nach jedem Anfall ständig aufdosiert geholfen hat es überhaupt nicht eigentlich sollte ich dazu noch vimpat bekommen aber das ist ja noch nicht erforscht ob es dem Baby schadet oder nicht meine Schwangerschaft hatte ich ständig Anfälle und war fast die ganze Schwangerschaft im Krankenhaus habe um ehrlich zu sein auch nicht sehr auf mich aufgepasst hätte nicht viel geschlafen bei mir hat sich irgendwie alles verschoben muss aber nicht heißen das es bei anderes Frauen passiert also mein Neurologe sagt das meine Epilepsie durch die Schwangerschaft also durch Hormone gekommen gekommen ist. Keine Ahnung ob das so stimmt.

Srcobran

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Re: Von Valproat zu Lamotrigin
« Antwort #14 am: 14. April 2018, 17:37:37 »
Liebe Mela94,

Haben denn die vielen Anfälle deinem Kind geschadet? Ich habe ja immer Angst davor. Viele Ärzte sagen, dass das zu Fehlgeburten führen kann oder die Kinder dann geachädigt werden.

Grüße