Autor Thema: Todesangst vor Medikamentenwechsel  (Gelesen 1139 mal)

Engelfrau64

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Todesangst vor Medikamentenwechsel
« am: 01. Dezember 2014, 19:02:39 »
Hallo, Zusammen !

Ich nehme seit 18 Jahren Phenhydan und bin damit komplett anfallsfrei.

Seit einigen Wochen plagen mich aber nun Zahnprobleme.
Der Zahnarzt meint zudem, dass ich eine Zahnfleischentzündung hätte.
Ich habe aber kein Zahnfleischbluten.

Vor 3 wurden mir drei kariöse Backenzähne sowie ein Lipom entfernt.

Am vergangenen Wochenende ist mir nun beim Kürbiskernbrotessen ein Zahn entweder nur teilweise oder ganz raus gebrochen.

Ich habe so Angst, dass mir nun langsam meine noch verbliebenen Zähne alle ausfallen.

U. a. wegen Phenhydan.

Mir mussten im 5. Lebensjahr die sog. Milchzähne alle gezogen werden,
weil diese nicht zu gebrauchen waren.
Die Ärzte führten das damals auf eine Medikamenteneinnahme in meinen
ersten Lebenswochen hin.
Meine Geburt war schwierig.

Die vorderen Zähne mussten schnell durch Zahnersatz ersetzt werden.
Dafür waren die Backenzähne iin einem äußerst guten Zustand.
Der fast bis heute angehalten hat.
Links oben habe ich schon seit ein paar Jahren zwei Brücken.
Und ist meine linke untere Kauleiste zahnlos.
Und rechts oben fehlt einer.
Mir geht es total schlecht deshalb.
Auch, weil ich Angst davor habe,
eventuell ein anderes Antiepileptikum nehmen zu müssen.

Phenhydan bietet mir ein menschenwürdiges Leben.

Den Zahnarzt kenne ich noch nicht lange.

Nun schäme ich mich außerdem, mit meinem jetzigen Zahnproblem zu ihm gehen.
Ich wollte sowie einen Termin bei ihm machen für die Herstellung von Zahnersatz.

Und nun passiert das wegen dem Sch ... Kürbiskernbrot.

Und ich habe Todesangst, dass ich ein anderes Antiepileptikum nehmen soll, von dem ich nicht weiß, ob es wirkt oder nicht.

Vielen Dank für Eure Antworten.

Liebe Grüße, Engelfrau64

Amazönchen

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Re: Todesangst vor Medikamentenwechsel
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2014, 18:23:18 »
Der Zahnarzt muss eine Einschätzung geben, ob alles vom Phenytoin kommt.
Man kriegt nicht Karies, wenn das Zahnfleisch entzündet ist. Sonst dürfte ich gar keine Zähne mehr haben.

Man kann ganz erodierte Zähne haben, wenn man z.B. Cola lange trinkt. Ich meine, nicht innerhalb kurzer Zeit ein Glas reinschütten, sondern das über längere Zeit hinziehen. Oder da wäre noch Apfelsäure, die auch recht aggressiv werden kann. Zitronensäure auch nicht zu vergessen.

Mit den Zähnen hatte ich in meiner langen Phenytoin-Zeit keine Probleme.
Und meines Wissens wird bei den NW nicht aufgeführt, dass Karies und erodierte Zähen entstehen könnten. (Bei einem so alten Medikament wüsste man das schon lange.)
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