Autor Thema: Zwangsgedanken  (Gelesen 1607 mal)

Caro1985

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Zwangsgedanken
« am: 18. August 2015, 14:05:19 »
Hallo Leute, ich (30) habe seit Jahren eine Zwangsstörung...diese wurde diagnostiziert quasi zeitgleich zur Epilepsie (ca. 14-jährig).
Habe schlimme Zwangsgedanken...obwohl ich schon bei einigen verschiedenen Therapeuten und Ärzten war, erst seit gut einem Monat bin ich bei einem Arzt der Psychiatrie und einer v.ihm empfohlenen Psychotherapeutin. Nehme auch das Antidepressivum Cipralex seit einer Woche nun. Doch ich merke keine nachhaltige Besserung...trotz sooovieler Therapiesitzungen darüber bisher in meinem Leben.
Ich bin so gut wie sicher: die Zwangsgedanken hängen mit meiner pharmakoresistenten Epilepsie zusammen. Denn jedesmal bei Auren kommen diese Zwangsgedanken verstärkt und nach komplex-fokalen Anfällen auch fast immer...
Kennt das jemand von Euch?
Hat jemand von Euch Zwänge bzw. auch  Zwangsgedanken?
(Bitte keine Inhalte der Zwangsgedanken nennen, da habe ich sofort Angst, die könnte ich auch bekommen, dieses Thema belastet mich sowieso zur Genüge, wünschte soooo, davon wäre ich für immer f r e i).
Wie geht Ihr damit um?
LG, Caro

smileypieps

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Re: Zwangsgedanken
« Antwort #1 am: 21. August 2015, 19:21:35 »
hallo Caro,

ich kenne das auch.
meine anfälle beginnen immer mit so nem zwangsgedanken. ist immer der selbe. (mein mann spielt darin ne rolle - um es mal ohne genauen Inhalt zu nennen)

ich krieg dann immer noch mehr panik.
(psychosomatische Anfälle sagt mein neuro.)

LG
:) - Pieps

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Michael-60

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Re: Zwangsgedanken
« Antwort #2 am: 18. März 2016, 17:53:33 »
Hallo Caro,
viel kann ich dazu nicht sagen, nur zwei Dinge:

Ich hatte von 2005 bis 2009 schwere Depressionen (F33.2) und habe irgendwann Cipralex bekommen. Das Medikament hat mir als Einziges geholfen! Allerdings erst nach einigen Wochen, also Geduld! Es konnte später langsam runterdosiert werden, zum endgültigen "Ausschleichen" habe ich dann noch für wenige Monate ein anderes Medikament bekommen.

Seit gut drei Jahren weiß ich nun von meiner Epilepsie, weil ich nun eine schwere Anfallsform habe (davor dachte ich 20 Jahre lang bei meinen "Mini-Absenzen" würde es sich um meinen niedrigen Puls handeln). Jetzt, nachdem ich durch Lamotrigin seit etwa 16 Monaten anfallsfrei bin, habe ich nächtliche Angst- und Panikattacken. Dazu kommen vermehrt "schräge Vorstellungen" von gewissen Dingen; ich bin damit zu unerfahren, um sicher sagen zu können, dass es sich um Zwangsgedanken handelt. Ausserdem habe ich gelesen, dass sich solche Vorstellungen auch durch die Einnahme von Antiepileptika erst entwickeln können. Ich für mich beobachte das erst einmal, ich fühle mich komisch damit, kann es nicht richtig einordnen, will aber erst einmal ruhig bleiben. Die eigentlichen Panikattacken, die mich aus dem Schlaf reissen sind tausend mal schlimmer für mich als die blöden, wiederkehrenden Gedanken.

Ich wünsch Dir jedenfalls alles Gute!
Die Sprache ist die Grundlage der Kultur

Marie-Jana

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Re: Zwangsgedanken
« Antwort #3 am: 26. Juni 2016, 14:51:53 »
Hi Caro, hi zusammen,

ja, ich habe das auch.
Meine Ärzte wissen nicht was das ist, können es sich nicht vorstellen wie sie damit umgehen sollen.
Für mich ist es schwierig denen meine Gedanken zu erklären, ich weiß selber nicht an was ich denke.
Komisch.

Liebe Grüsse
Miriam