Autor Thema: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber  (Gelesen 706 mal)

Cornelia-Admin

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Liebe Forenmitglieder,

in letzter Zeit kam es im Forum vermehrt zu Diskussionen über Cannabis.

Das ist verständlich.

Erfreulicherweise ist es mittlerweile ja bekanntlich in Deutschland ein ein verkehrs- und verschreibungsfähiges Arzneimittel geworden.
Allerdings in engen gesetzlichen Grenzen, die es zu beachten gilt.

Ich wünsche jedem, der darin eine Möglichkeit sieht, eine bislang therapieresistente Epilepsie doch noch in den Griff zu bekommen, von Herzen viel Erfolg.

Aber:
Dies ist ein seriöses Forum, welches einem Arzt gehört. Bitte nehmt darauf Rücksicht und bleibt auf dem Boden der Legalität. Bitte diskutiert hier im Forum keine illegalen Bezugswege, keine illegalen Verwendungsweisen usw.
Vielen Dank für Euer Verständnis.

Und bitte experimentiert nicht auf eigene Faust herum. Abgesehen davon, dass es illegal ist: es ist auch gesundheitlich wirklich riskant und kann Eure Situation durchaus auch erheblich verschlimmern. Vertraut Euch Eurem Arzt an und befolgt seinen Rat.

Ein paar allgemeine Informationen zum Thema verlinke ich unten. Wer seriöse (!) weiterführende Informationen hat, die jemandem ernsthaft auf legale (!) Weise helfen könnten, kann sie gerne in weiteren Beiträgen ergänzen.


Zur rechtlichen Situation:

Die Rechtslage in Deutschland - Information bei Wikipedia

Die Rechtslage in Österreich  - Suchtgiftverordnung § 14 - STand 1.6.2017

Die Situation in der Schweiz - Aargauer Zeitung  19.4.2016

Cannabis als Medizin: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte richtet Cannabisagentur für künftigen Cannabisanbau in Deutschland ein - Pressemitteilung Nr. 7/17


Die medizinische Sicht:

Die Situation aus Sicht der Apotheken ausführlich beleuchtet

https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf_als_Arzneimittel

Ärzteblatt Artikel 1. Juni 2017 - Epilepsie: Cannabidiol beugt Anfällen beim Dravet-Syndrom vor
"Die Studie bestätigt damit Medienberichte über spektakuläre Behandlungsergebnisse (wenn auch unter einer Begleitmedikation). Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass die Behandlung nicht bei allen Patienten wirkt. Sie ist zudem nicht frei von Risiken. Es kam häufiger zu schweren Nebenwirkungen (16 versus 5 Prozent) und bei acht Patienten musste die Behandlung abgebrochen werden. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Schläfrigkeit (36 versus 10 Prozent), Appetitlosigkeit (28 versus 5 Prozent) und Durchfälle (31 versus 10 Prozent). Bei einigen Patienten, die gleichzeitig mit Valproinsäure behandelt wurden, kam es zu einem Anstieg der hepatischen Aminotransferase. Devinsky vermutet, dass es zu einer Wechselwirkung beider Wirkstoffe beim Abbau in der Leber kommt."

Wirkt Cannabis zuverlässig gegen Epilepsie? - Artikel in der Ärztezeitung online 15.11.2016: "Sowohl pro- als auch antikonvulsive Effekte"
" – ein zweischneidiges Schwert"

Cannabis und Epilepsien - Information des Epilepsiezentrums der Uniklinik Freiburg


Ein paar englischsprachige Informationsquellen:

http://www.news-medical.net/news/20170419/Cannabidiol-shows-promise-to-reduce-seizures-for-people-with-difficult-to-treat-epilepsy.aspx

https://www.gwpharm.com/epilepsy-patients-caregivers/patients


Liebe Grüße
Cornelia


« Letzte Änderung: 02. Juni 2017, 00:33:46 von Cornelia-Admin »
Ich bin identisch mit Cornelia-etc. :)

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Muschelschubser

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #1 am: 25. Juni 2017, 16:48:30 »
Hallo, ich möchte noch ergänzend die Stellungnahme der DGfE hier einstellen vom April. Ist etwas schwierig zu lesen (Fachchinesisch ...). Grüße von der Muschelschubserin

http://dgfe.org/cweb2/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/6522/6522/1644/Stellungnahme%20zu%20Cannabis-2017-ende.pdf
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aggi61

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Re: Cannabis zu medizinischen Zwecken - und Diskussionen darüber
« Antwort #2 am: 26. Juni 2017, 07:29:08 »
Danke - interessant  :-)

Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???