Autor Thema: Keppra  (Gelesen 657 mal)

Yuna88

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Keppra
« am: 11. Juli 2017, 13:14:20 »
Hallo alle zusammen. Ich habe folgende Frage. Mein Sohn zweieinhalb Jahre alt, bekommt seit ca 2 Monaten 2 mal täglich jeweils 300mg keppraus Saft. Seit er das Keppra bekommt, kratzt er sich teilweise wie im wahn bevorzugt an Händen und Füßen. So extrem, das er schon Wunden hat. Haben erst nächsten Monat einen Termin bei der behandelnden Neurologin. Im Beipackzettel steht, das Juckreiz eine Nebenwirkung sein kann, aber so extrem?  Fenistil oder Citirizintropfen darf er wegen seiner krämpfe und dem Keppra ja nicht bekommen. Habt ihr noch einen Tipp für mich wie ich meinem kurzen helfen kann und ob der juckreiz wirklich davon kommen kann? Hoffe ihr könnt mir helfen.
Wünsche euch noch einen schönen tag.
Ps. Epilepsie wurde von keinem arzt bis jetzt diagnostiziert(4ärzte) aber seit seiner Geburt hatte er schon 11 stk. Die letzten 4 davon ausgelöst durch eine gehirnentzündung.

Amazönchen

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Re: Keppra
« Antwort #1 am: 11. Juli 2017, 18:47:03 »
Hallo Yuna

Juckreiz als NW lese ich eigentlich bei fast allen Medikamenten, nicht nur AE. Aber wenn es vom Keppra ist, das scheint so, dann sieht es so aus, dass das Medi ausgeschlichen werden muss.
Ich habe ein exotische Tier zu Hause, das extrem schnell auf "Sachen" reagiert und gesundheitliche Probleme kriegt. Ich muss dann wirklich alles durchgehen, was sich in der Wohnung verändert hat. Inkl. Essen. Das ist z.T. viel mehr, als man glaubt.

Hat Dein Sohn neue Kleider getragen? Hast Du neues Waschmittel im Haushalt? V.a. was mit Hautkontakt zu tun hat. Aber auch Nahrungsmittel.

Und dann Neurologen. So lange darfst Du nicht warten. Es geht um Deinen Sohn. Dann soll sich der Neuro irgendwo Zeit freischaufeln. Wenn er nicht dazu in der Lage ist, dann ist er der falsche behandelnde Arzt! -

Sonst schau', ob es hier etwas für Dich und Deinen Sohn dabei hat:  http://www.dgfe.org/home/index,id,46,selid,94,type,VAL_MEMO.html
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Yuna88

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Re: Keppra
« Antwort #2 am: 12. Juli 2017, 09:17:57 »
Guten morgen danke für deine Antwort. Es ist alles wie immer. Kein neues Waschmittel, kein anderes Essen, keine neue Kleidung ohne vorher gewaschen worden zu sein. Es ist auch nur schubweise. Vorher hat er sich fast nur noch gekratzt, jetzt kratzt er mal, dann länger nicht mehr. Ich werde gleich mal versuchen die Neurologin zu erreichen. Aber kann sich der juckreiz so auf vereinzelte stellen fokussieren?
Lg

simona

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Re: Keppra
« Antwort #3 am: 12. Juli 2017, 10:08:53 »
Hi Yuna,

Benutzt du Weichspüler? Das kann nämlich auch solche Probleme auslösen, erst recht in Kombi mit Medis. Wenn möglich ganz vermeiden, d.h. Wäsche immer in den Trockner. (Wie bei einem Kind, dass an Neurodermitis leidet - kann ich ein Lied von singen.)

LG simona

Yuna88

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Re: Keppra
« Antwort #4 am: 17. Juli 2017, 12:33:36 »
Hi ja ich benutze weichspüler, aber schon seit seiner Geburt und der juckreiz ist erst so massiv geworden, seit er das Keppra bekommt. Wurde heute von der Neurologin zurück gerufen. Sue sagte ich solle ihm fenistil tropfen geben. Aber es soll doch eigentlich nicht mit Epilepsie Medikamenten oder bei Menschen mit krampfneigung gegeBen werden??? Sie sagte ihr ist nichts bekannt und wenn Kinder die in ihrer Behandlung sind ein Epilepsie Medikament bekommen und eine allergische Reaktion haben, bekommen sie auch von ihr fenistil tropfen. Soll ihm heute abend 5 tropfen geben. Habe aber angst das es dann einen krampf auslöst. Sie sagte nur darauf, daß er ja das keppra gegen krämpfe bekommt. Weiß nicht was ich tun soll.

Muschelschubser

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Re: Keppra
« Antwort #5 am: 17. Juli 2017, 21:55:55 »
Hallo Yuna, frag doch mal in der Apotheke nach oder bei Deiner Krankenkasse (die haben oft eine Hotline für eine Zweitmeinung). Irgendwo muss man aber auch den Fachärzten ein Stück weit vertrauen ... wir sind keine Ärzte hier, nur selbst Betroffene (direkt oder mittelbar). Eine Entscheidung musst Du treffen oder hast sie hoffentlich zwischenzeitlich getroffen.

Viele Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

simona

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Re: Keppra
« Antwort #6 am: 19. Juli 2017, 17:32:49 »
Hi Yuna,

ich habe mal Onkel Google gefragt. Angeblich bekommen 1 bis 10 Prozent alle Patienten, die Keppra einnehmen einen Hautausschlag (Arzneimittelexanthem). Damit ist nicht zu spaßen und es kann höllisch jucken. Mein Sohn hatte solch einen Exanthem mal Übermacht von einem Antibiotikum, welches sofort abgesetzt werden musste. Er sah aus als ob er Masern hätte (er darf das auch nie wieder einnehmen). Vielleicht hilft diese Info. wieter?

Alles Gute und LG
simona

Yuna88

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Re: Keppra
« Antwort #7 am: 22. Juli 2017, 22:24:16 »
Hey danke das ist lieb. Bin auch wie eine bekloppte am googlen. Mein kleiner sieht auch ganz schlimm aus. Er bekommt zur zeit abends fenistil tropfen, die über nacht auf jeden fall helfen. Ich habe auch mit der Neurologin telefoniert, nur kann sie keinen früheren termin geben. Haben erst am 24.08. Einen. Ich bin mit aber auch nicht mehr so sicher, ob es nur reiner juckreiz ist. Glaube das es auch schon zum teil Gewohnheit ist.

Amazönchen

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Re: Keppra
« Antwort #8 am: 25. Juli 2017, 19:26:29 »
Yuna

Hast Du einen Dermatologen, bei dem Du einen kurzfristigen Termin kriegst? Klar würde der schon ein wenig wegen den Medi abwinken, aber er könnte sich die Haut doch wenigstens anschauen, ob es sofort behandelt werden muss, oder ob man das wirklich so lange rausschieben kann.
Du musst dran denken: Die nette Neurologin muss sich bei Eurem Besuch Gedanken machen, ob es von den Medi kommen könnte. Und wenn sie dann findet: Ne, geht zum Dermatologen... Resp. es geht ja dann nicht ruck-zuck, bis das Medi raus ist. Der Dermatologe kann besser etwas verschreiben, was den Juckreiz reduziert und kann Dich auch beraten.
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Yuna88

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Re: Keppra
« Antwort #9 am: 01. August 2017, 11:11:57 »
Hi also ich habe nochmal mit der Neurologin gesprochen. Sie vereinbart direkt am 24.08. Wo wir den Termin bei ihr haben auch einen bei einem dermatologen. Hatte auch schon ein paar dermatologen angerufen, aber alle haben erst in Monaten einen termin. Als ich sagte das es um ein kleines kind geht , wurde mir nur gesagt, das sie es nicht ändern können. Msüßen also auf den 24.08. Warten.
Lg

susili

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Re: Keppra
« Antwort #10 am: 01. August 2017, 11:16:45 »
liebe yuna,

wie wäre es in die notaufnahme eines krankenhauses mit dermatologie zu gehen?

herzliche grüße, susili
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Yuna88

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Re: Keppra
« Antwort #11 am: 02. September 2017, 08:05:07 »
Guten morgen zusammen.
Also wir waren im kh beim hautarzt. So wurde nichts gefunden. Mit der Neurologin war auch der termin. Das keppRad wird jetzt seit gestern ausgeschlichen und gleichzeitig wird jetzt orfiril saft angefangen. Hoffe das der juckreiz durch das absetzten vom keppra aufhört.
Nun habe ich eine neue frage. Habt ihr Erfahrungen mit dem orfiril saft? Danke für eure antworten. Lg

Meditester

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Re: Keppra
« Antwort #12 am: 04. September 2017, 11:08:06 »
Meine Tochter bekam Orifil-Saft als ihre Epi mit 6 Jahren begann.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass das Wichtigste die Kontrolle des Medi-Spiegels war.
Sie hatte eine Überdosierung nach einer Erhöhung der Dosis (war weil sie an Körpergewicht zunahm nötig).

Und achte bitte auf Veränderung im Verhalten.(Angst, Panik, Zurückgezogenheit im Beisein anderer Kinder).
Ich möchte dir damit keine Angst machen. Jedes Medi hat ja individuell auf den Patienten eine eigene Wirkung.
Ich denke nur, dass dein Kind selbst es nicht zu dir sagen würde wenn etwas komisch ist, weil er noch so jung ist und es nicht einzuordnen weiß.
Wie es später (bei Kita-Besuch und Schule gehandhabt wird mit den Medi weiß ich allerdings nicht, da es bei uns schon lange zurück liegt und damals noch keine Bestimmungen dazu galten. 


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Jassy01

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Re: Keppra
« Antwort #13 am: 07. September 2017, 21:55:35 »
Hallo

geht es deinem Sohn besser ?



ich persönlich habe auch sehr schlechte Erfahrungen mit Keppra gemacht!
ich habe damals mit starken psychischen Problemen reagiert.
hatte Panikattacken, Halluzinationen und noch einiges mehr.
Zu der Zeit war ich 15 Jahre alt.

Meine Neurologin, zu der ich vor einiger Zeit gewechselt habe hat mir dann gesagt, dass Keppra von jungen Menschen insgesamt schlechter vertragen wird.

LG

Tiffy0405

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Re: Keppra
« Antwort #14 am: 08. September 2017, 07:42:57 »
Hallo,
wir haben gerade auch das Problem mit Juckreiz und Nesselsucht (allerdings auf Apydan). Fenistil und /oder Cetirizin sind laut Dermatologen und Beipackzettel ok und haben auch gut geholfen (heißt: lindert die Symptome gut - ändert nur an der Ursache nichts <-). Frag doch den Neurologen mal wegen Fenistil etc. Ich habe bei ceterizin im Beipackzettel auch nichts gelesen was gegen die Einnahme spricht.
Gute Besserung.