Autor Thema: Medikamenten-Spiegel  (Gelesen 201 mal)

miso

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Medikamenten-Spiegel
« am: 24. Juli 2017, 16:13:54 »
Hallo  :)

ich habe eine Frage, die mich beschäftigt  *augenroll*

Mein Sohn (16,5 J. alt) habe ich seit ein paar Wochen endlich anfallsfrei bekommen. Wir haben Lamotrigin 250 - 0 - 250 mg. Bisher war der Blutspiegel immer bei 6.
Da es nichts gebracht habe, wurde Orfiril long 150 - 0 - 150 zusätzlich gegeben und seitdem klappt es wunderbar. Der Blutspiegel liegt nun bei 17,5 (bei 14 ist ja die
"Grenze").

Würde ein Betroffener, der mit dieser Dosis anfallsfrei ist und keine Nebenwirkungen hat, trotz dem hohen Blutspiegel die Medikamente so einnehmen? Sind das zu viele
Medikamente?
Unser Neurologe sagte mir, man könne noch weiter steigern (bis auf 300 - 0 - 300 beim Lamotrigin), solange keine Nebenwirkungen auftreten.

Vielen Dank
miso  8)

Amazönchen

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #1 am: 24. Juli 2017, 19:44:08 »
Hallo Miso

Endlich mal ein Neurologe mit Grips in seinem Hirn. Er behandelt Deinen Sohn mit der Epilepsie und nicht den Medikamentenspiegel.
(Das ist nur bei bestimmten Medikamenten zwingend nötig.) Das sollte bei dem Medi nicht der Fall sein. - Du kannst sicherheitshalber nachfragen, wenn er meint, das mache wirklich nichts, dann vertraue ihm.

Ich hätte schon längst mein Lamictal reduzieren müssen und vom Keppra ganz zu schweigen...
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Muschelschubser

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #2 am: 24. Juli 2017, 22:30:55 »
Hallo Miso, wenn es Deinem Sohn gut geht, dann bleibt dabei, das sehe ich auch so. Ich kenne meinen Medikamentenspiegel ehrlich gesagt gar nicht ...

Grüße von der Muschelschubserin
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miso

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #3 am: 25. Juli 2017, 06:19:45 »
....jetzt war wochenlang nichts und gestern 13 kleinere Anfälle und 2 GM....
Man versteht es nicht .......

Kleines2303

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #4 am: 11. August 2017, 21:08:25 »
Das tut mir leid! Ich hoffe ihr findet noch die passende
Dosis. Was den Medispiegel angeht ist es bei mir auch
so das ich über der "therapeutischen Grenze" liege.
Da ich so anfallsfrei bin und keine NW hab ist das völlig
Ok.

Lg
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Sonnenschein31

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #5 am: 12. August 2017, 07:22:40 »
Hallo Miso,

ich würde dabei bleiben. Der "höhere" Medikamentenspiegel des LTG (Lamotrigin) wird vom VPA (Valproat) kommen.

Im Buch "Antiepileptica verstehen" von Prof. Dr. Steinhoff / Dr. Pohlmann-Eden habe ich gelesen, dass wenn man zu LTG das VPA dazu bekommt, dass LTG länger im Körper bleibt.
Daher steigt der Spiegel, weil LTG dann langsamer vom Körper verstoffwechselt wird.
Folglich genügt eine niedrigere Dosierung mit LMT.

Grüße
Sonnenschein31
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2 tolle Epi-Bücher von Selbst-Betroffenen.... - die aufzeigen, dass es immer einen Weg gibt.

yossarian

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Re: Medikamenten-Spiegel
« Antwort #6 am: 12. August 2017, 13:41:39 »
Hallo Miso,

Sonnenschein hat einen wichtigen Punkt in die Diskussion geworfen, das Verhalten der Wirkstoffe untereinander, die Wechselwirkungen. Mehr Informationen als auf dem Beipackzettel für Patienten findet man  bei Eingabe „Fachinformationen Handelsname“. Oder über den "Wechselwirkungscheck" in der Apotheken-Umschau.

Das Wissen darüber ist keineswegs eine Aufforderung an den Patienten, die Medikation ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt zu ändern. Da kann ich nur ernsthalft abraten. Meistens ist es von den Ärzten sogar bewusst so verordnet, weil sie das Zusammenspiel der Wirkstoffe untereinander bestens kennen. Oft ist es die einzig mögliche Therapie. Betroffenen kann ich nur raten, den Verlauf genauestens zu dokumentieren und beim nächsten Besuch beim Arzt darüber zu berichten.

Gute Grüße
yossarian


Fachinformationen Lamotrigin
http://www.ratiopharm.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=38689&g=-1&r=1894%2C1894&token=b0df6d86144b246382827ef73999336c1f74e552


Wechselwirkungscheck
http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Wechselwirkungscheck