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Epilepsie Selbsthilfegruppen / Selbsthilfegruppe in Erfurt bzw. Thüringen
« Letzter Beitrag von HannaJo am Heute um 22:23:05 »
Hallo zusammen, sind hier Leute aus dem Raum Erfurt bzw. Thüringen unterwegs? Schöne Grüße 😊
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Plop 3
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Privates / Re: Angst
« Letzter Beitrag von Famala am Heute um 19:38:02 »
Hallo Mela, ich bin auch so ein Typ der gerne auf irgendwelchen Seiten rum guckt und sich dann einen Kopf macht. Das hat mich eine ganze Zeit auch sehr runter gezogen. Ich kann nur raten mal über eine Reha nachzudenken. Ich war jetzt das zweite mal zur Reha in Bielefeld in der Mara Klinik. Dort gibt es Schulungen die mir sehr viel gebracht haben. Vorgetragen von Leuten die seit etlichen Jahren mit Epilepsie erkrankten zu tun haben. Entspannungsübungen usw. Mir hat es gut getan und ich sehe seit dem einige Dinge anders. Ich weiß das es leichter gesagt ist als es umzusetzen, Versuche nicht zu sehr negativ zu denken.
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Führerschein und Epilepsie / Re: Wer hat Epilepsie und fährt Auto?
« Letzter Beitrag von simona am Heute um 17:53:32 »
Hallo zusammen,

in ca. 2005  - da ging es mir eigentlich noch sehr gut – hatte ich einen Unfall auf einer ganz schmalen, mit Bäumen gesäumte Landstraße. Ich touchierte ein anderes Auto bzw. die Spiegel küssten sich da ich abwesend war und nicht auf das Hupen des anderen Fahrers reagierte. Bis heute weiß ich nicht, was die Ursache war – niedriger Blutdruck (ich muss ganz blass gewesen sein, bin auch schon ein paarmal kollabiert) oder Epi. Meine Docs (Epi und HA) verhängten ein 3-monatiges Fahrverbot.

Die Polizei wurde gerufen, einzig und allein um sicher zu gehen, dass dieser Unfall an einer neuralgischen Stelle, in die Statistik mit aufgenommen wurde. Jeder Anwesende akzeptierte meine Kreislaufprobleme als Ursache. Heute ist die Straße ausgebaut und sicherer.

Ungefähr 6 Monate später bin ich von der Straße abgekommen und kam auf dem Gehweg zum Stehen ungefähr 100 m von unserem damaligen Haus. Und das war ein kurzer Aussetzer – nicht mal 5 Sekunden, ohne Aura. Alles ist gut gegangen. Aber das Auto habe ich vor der Haustür abgestellt und bin seitdem nicht mehr gefahren. Und werde es auch nie wieder machen. Mittlerweile wohnen wir in einer großeren Stadt mit viel Verkehr – nein danke! Ich liebe mein Schwerbehindertenausweis! (Denn habe ich nämlich danach endlich beantragt.)

Jetzt kann ich niemand mehr gefährden.  *freuemich*

LG simona
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Führerschein und Epilepsie / Re: Wer hat Epilepsie und fährt Auto?
« Letzter Beitrag von Tiffy am Heute um 15:59:10 »
Sollte man einem Fachanwalt für Verkehrsrecht die Erkrankung verschweigen, wenn diese nicht die Ursache für einen geschehenen Unfall ist?
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Vorstellungen / Hallo, ich bin Bonzo und freue mich auf einen Austausch im Forum
« Letzter Beitrag von Bonzo am Heute um 15:37:36 »
Hallo ich bin Bonzo und freue mich das Forum gefunden zu haben. Ich möchte mich in erster Linie für eine Bekannte informieren, deren Tochter - 10 Jahre -unter dem Lennox - Gastaut-Syndrom leidet. Sie leidet selbst sehr, da man ihrer Tochter nicht weiter helfen kann. Gibt es möglicherweise Eltern, denen es ähnlich geht und mit denen sie sich zum Erfahrungsaustausch in Verbindung setzen kann?
Ich selbst habe auch Epilepsie, kann damit aber relativ gut umgehen.
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Hallo,
ach je, das tut mir leid, dass es dir auch so erging. Ich hatte während meiner ersten Schwangerschaft auch einen Anfall, weil der Lamotriginspiegel zu weit abgefallen war. Übrigens auch ungefähr zur Halbzeit der Schwangerschaft. Die genaue SSW und den Spiegelwert weiß ich allerdings nicht mehr. Es wurde deswegen halt stärker aufdosiert und dann ging alles gut. Zwar ständige Spiegelkontrollen und bis zum Ende der Schwangerschaft musste ständig aufdosiert werden, aber keine Anfälle mehr und meine Tochter kam gesund und munter zur Welt. Ein BV (Beschäftigungsverbot) habe ich auch erhalten. Zuerst fand ich das gar nicht gut. Mir ist auch anfangs "die Decke auf den Kopf gefallen" aber mit fortschreitender Schwangerschaft war es wirklich gut. Ich konnte nämlich immer schlechter schlafen, was ja auch wieder Anfälle fördert. Durch das BV konnte ich mich dann tagsüber ausruhen und schlafen, wie es eben nötig war.
Ich bin übrigens aktuell zum zweiten Mal schwanger, 32. SSW und es musste wieder aufdosiert werden, aber bislang kein Anfall!

LG und alles Gute
Karasch
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Hallo Käthe und auch HannaJo,
hoffentlich kann ich euch ein bisschen Mut machen. Ich nehme auch Lamotrigin und ich hatte deswegen große Angst während der Schwangerschaft. Es ging aber alles gut. Meine erste Tochter kam 2016 zur Welt und ist völlig gesund. Aktuell bin ich wieder schwanger (32. SSW) und bislang sieht auch alles gut aus.
Folgendes ist halt anders mit den Medikamenten: Man wird mit Epilepsie bzw. der Medikamenteneinnahme als risikoschwanger geführt und genauer überwacht. Bei beiden Schwangerschaften wurde ich zum Beispiel zur Feindiagnostik (genauerer Ultraschall) in der Mitte der Schwangerschaft geschickt, um Fehlbildungen auszuschließen oder entdecken zu können. Ich fand das immer gut, denn bei "gesunden" Schwangeren zahlt das nicht die Kasse. Sowohl Frauenärztin als auch Neurologe sagten mir, dass das Fehlbildungsrisiko etwas erhöht sei, aber nur gering und dass Lamotrigin DAS Mittel der Wahl unter den Antiepileptika sei.

Besonders wichtig ist es, dass während der Schwangerschaft der Lamotriginspiegel alle paar Wochen kontrolliert wird, weil dieser im Laufe der Schwangerschaft abfällt. Bei mir musste daher immer wieder die Dosis gesteigert werden. Andernfalls drohen bei Epileptikerinnen Anfälle. Wie es sich bei Depressionen auswirkt, weiß ich nicht, aber ich denke auch da sollte der Spiegel nicht abfallen. Aber das kann dir dein Arzt sicher erklären.
Was mir auch geholfen hat weniger ängstlich zu sein, war ein Gespräch mit dem Oberarzt unserer Kinderklinik. Er sagte mir, dass Kinder vom Lamotrigin weniger Anpassungsschwierigkeiten nach der Geburt oder gar Entzugssymptome hätte, als Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hätten. Er meinte, bei einem Kind, das Lamotrigin im Mutterleib ausgesetzt war, schaue man als Arzt zwar genau hin, aber es gäbe wegen Lamotrigin kaum Probleme.

So, ich hoffe das hilft euch etwas.

Ach ja, Käthe, bist du denn bzgl. der Depressionen gut aufgestellt? Also ich meine hast du ausreichend Unterstützung, wenn sich die Depressionen verschlechtern? Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft und die emotionalen Veränderungen nach der Geburt können ganz schön heftig sein.

LG und alles Gute
Karasch
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Hallo Ferox,
ich kenne das auch. Vor zwölf Jahren wurde ich wegen Epilepsie auf Lamotrigin eingestellt und war plötzlich (grundlos) reizbar und aggressiv. Eigentlich bin ich bzw. war ich zuvor recht ruhig und ausgeglichen. Bei mir war es während der Eindosierung und der Erhöhung der Dosis immer besonders schlimm. Nach ein bis zwei Wochen wurde es immer besser. Allerdings ist eine gewisse "Grundaggressivität oder Reizbarkeit" geblieben. Mein Arzt meinte am Anfang, dass käme nicht von Lamotrigin, wahrscheinlich sei es eher meine Reaktion auf die Krankheit.
Mittlerweile bin ich bei einem anderen Arzt in Behandlung. Dieser sagte mir, dass dies durchaus vom Lamotrigin kommen kann und auch häufig vorkommt. Interessant ist auch, dass diese Nebenwirkung anfangs (also vor zwölf) Jahren im Beipackzettel als "selten" aufgeführt wurde. Mittlerweile steht es unter "häufige Nebenwirkungen".
LG Karasch
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Hallo Sandro,

zum Thema Nahrungsergänzung kann ich leider nichts sagen. Beim Thema Sport kann ich nur sagen, dass ich selbst schon seit meiner Kindheit Kampfsport (Taekwondo) mache. Nach der Diagnose Epilepsie hatte ich zuerst aufgehört aus lauter Angst vor möglichen Verletzungen. Ich war damit und mit anderen Sportarten, die ich als "Ersatz" ausprobiert hatte, nur unglücklich. Ich habe das dann mit dem Arzt im Epilepsiezentrum besprochen und er hat mich bestärkt wieder mit Taekwondo anzufangen. Auch mein niedergelassener Neurologe und sogar der Hausarzt fanden und finden es gut. Ich sollte aber meinen Trainer und Trainingspartner über die Epilepsie, Anfallsart und was im Fall des Falles zu tun ist, informieren. Das habe ich getan und es klappt prima. Ich achte bei Kämpfen eben auf die Schutzausrüstung bzw. mache kein Vollkontaktkämpfe.

LG Karasch
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