Autor Thema: Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?  (Gelesen 3609 mal)

CKgroupie

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Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« am: 10. Januar 2006, 22:08:18 »
Hallo,
mein Mann leidet seit 30 Jahren an Epilepsie. Durch eine Gehirntumor-OP. Es wurde bisher noch kein Medikament gefunden, durch das er anfallsfrei wird, aber er hat immerhin wenn er er Medikamente nimmt nur fokale Anfälle. Er hat 50% Schwerbehinderung.

Meine Frage: Weiß jemand, ob er eine Chance hat aufgrund der Epilepsie eine Kur genehmigt zu bekommen? Er wird jetzt seit einem Jahr sozusagen ununterbrochen medikamentös umgestellt, weil der Neurologe und die Uniklinik Bonn immer noch hoffen ihn ganz anfallsfrei zu kriegen, aber langsam aber sicher zehren die dauernden Medikamentenwechsel und die damit immer verbundenen Nebenwirkungen bis der Körper sich dran gewöhnt hat auch an seiner Gesundheit. Er ist ziemlich "angefressen" und bräuchte einfach mal ein bisschen Ruhe und Erholung.

Und weiß jemand außerdem, ob man bei so einer Kur die Familie als "Begleitung" mitbringen darf?

Henry

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #1 am: 11. Januar 2006, 13:23:57 »
Hallo CKgroupie,
da habe ich mit Deinem Mann aber einiges gemeinsam. Epi seit 28 Jahren durch Tumor OP, bin auch austherapiert und habe komplex-fokale. Es gibt seit April ein neues Präparat, Zonegran, das solltet Ihr mal versuchen. Was das Thema Kur angeht ist es ein wenig schwierig. Wenn Dein Mann noch in einem Arbeitsverhältnis steht müsste es gehen denn die Kur dient ausschließlich zur wiedererlangung oder erhaltung der arbeitskraft. ob Ihr mit dürft weiß ich nicht. Viel Erfolg.
Gruß Henry

Lisi

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #2 am: 11. Januar 2006, 15:04:20 »
Na klar gibt es in solchen Fällen eine Kur bzw Rehabilitation, Man muss nur die Vorraussetzungen erfüllen.
die medizinische dürften ja erfüllt sein aber ob die versicherungsrechtlichen erfüllt sind, kann ich so nicht sagen.
Einmal lohnt es sich mal bei der krankenkasse nachzufragen, ob diese die Kur übernehmen kann, wenn nicht wird man meistens an den DRV Bund (früher BfA) verwiesen.
Antrag stellen mit allen vorhandenen medizinischen Unterlagen. Dazu gehört auch eine Empfehlung des behandelnden Arztes (kann nicht verkehrt sein) und vor allem auch möglichst genaue Angaben zum Gesundheitszustand. Also ruhig auch auf die angeknackste Psyche hinweisen oder andere gesundheitliche Probleme.

Ich hab eine psychosomatische Reha gemacht, dort gabs auch Neurologen.
Zuerst wurde die Reha abgelehnt (wie alle...) aber im Widerspruchsverfahren bekam ich dann eine Mutter-Kind-Kur (wusste ja nicht wohin mit meinem Kind/ Mann musste ja schließlich arbeiten)

Nur die GANZE Familie wird wohl nicht mitkommen können, es sei denn auf eigene Kosten.

Geht das alles nicht kann man ja auch mal bei der Wohlfahrt, DRK, Genesungswerk etc. nachfragen.

ich drück die Däumchen

Lisi

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Zur Orientierung: Hierauf folgte ursprünglich Dendrits Antwort #3, die jetzt vier Beiträge weiter unten steht. Cornelia
« Letzte Änderung: 29. Juni 2006, 08:05:40 von Cornelia-etc. »

CKgroupie

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #3 am: 11. Januar 2006, 17:37:08 »
Danke schon mal für die Antworten.

Mein Mann arbeitet als Angestellter, also scheint die Krankenkasse dafür zuständig zu sein. Wir werden mal den Hausarzt oder den Neurologen drauf ansprechen.

Ich war schon davon ausgegangen, dass die Familie nur auf eigene Kosten mitfahren kann. Die Frage ist nur, ob man dann das selbe Quartier hätte? Oder ob die Familie im Hotel sitzt und mein Mann in der Klinik. Das fände ich nicht so toll muss ich gestehen.

Ich werde vielleicht aber auch mal versuchen für mich eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen. Gebrauchen könnte ich die ehrlich gesagt auch und dann hätten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen sozusagen.

Henry
danke für den Tip mit dem Medikament. Ich habe es mir aufgeschrieben und sage meinem Mann,er soll seinen Neurologen mal drauf ansprechen.

Hast du deine Anfälle häufig? Klaus nur alle 3 Wochen etwa und normalerweise nur in Ruhephasen (nachts, abends, morgens). Insofern belastet es ihn im täglichen Leben nicht so sehr, außer natürlich, dass er nicht Autofahren kann usw, viel Schlaf braucht, nicht viel Stress verträgt usw.

Aber anderen geht es ja viel schlechter insofern er schon viel Glück gehabt,

Lisi

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #4 am: 11. Januar 2006, 19:03:37 »
@dendrit
Klinik am schönen Moos, findest du bei google. kostenträger BfA (DRV Bund)
die Epi hatte ich im antrag gar nicht erwähnt, weil ich eh nicht geglaubt habe, dass ich sowas habe.
vorwiegend war eigentlich die AVM, aber dafür gibt es keine spezielle Klinik, also haben sie den nervösen Erschöpfungszustand genommen und in dieser klinik waren eigentlich nur psychsich kranke und die meisten mit kind.
meiner meinung nach gibt es diverse kliniken mit psychosomatischen beschwerdebildern.
musste halt auch mal danach googeln.
die klinik hatte natürlich vor- und nachteile.
das familienhaus war vorher geschlossen worden und ich musste mit meinem großen gör(10) in ein winziges zimmer, aber was solls, wir haben uns schon geeinigt, wenns mal eng wurde. telefonieren und gleichzeitig fernseher an ging eben nicht ;-)
ansonsten hat man natürlich die nerverei mit dem hochgeklappten bürgersteig in dem kaff und das schwimmbecken war auch ein paar mal geschlossen, weil eins der kinder nicht rechtzeitig auf den topf kam, aber das essen war prima und die einzelnen therapien eigentlich auch.
für nen freiheitsliebenden menschen dauerts ein wenig bis man sich angepasst hat, aber das wird in allen kliniken so sein, denke ich mal.
ich war auf jeden fall erholter und ruhiger als vorher.
mein anfall hat das leider alles wieder zunichte gemacht..


@CKgroupie

ich weiß nur von einem fall wo der vater auch dort übernachten durfte und die hatten aber ein drei wochen altes baby dabei. weiß nicht ob das bei älteren kindern auch geht.
wenn ihr aber beide eine kur beantragen wollt und darauf hinweist, dass die doch bitte im selben haus stattfinden sollte, dann sollte das doch irgendwie möglich sein, oder?
ich würde es versuchen!

gruß lisi

Susanne73

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #5 am: 14. Januar 2006, 16:59:47 »
Hallo,

ich war im Juni letzten Jahres zur einer Mutter-Kind-Kur, wobei meine Kinder nur Begleitpersonen waren.

Damals hatte ich mich an die Kurberatung Friesland gewandt. Diese erledigte bis auf meinen Arztbesuch jeglichen Schreibkram kostenlos!

Das Problem wird für euch sein, ein passendes Kurheim zu finden, denn bei meinen Recherchen im Internet stieß ich doch auf viele Kurheime, die als Kontraindikation Epilepsie angaben!

Solltet ihr eine Familien/bzw. Vater-Kind-Kur machen, so ist der Kostenträger die Krankenkasse!

Viele Grüße

Susanne

Dendrit

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Re:Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #6 am: 28. Juni 2006, 17:07:53 »
« Antwort #3 am: 11 01 2006 15:40:09 »

Hi!

Ja, der Medizinische Dienst fragte mich auch ganz streng (schrecklicher Arzt) ob ich denn überhaupt schon mal eine Reha und Kur gemacht hätte. Als ich das Verneinte, atmete er sauer aus. Ich wollte bloß noch nicht genauer nachfragen, weil ich erst mal 'ne Zeit nicht in der Klinik sein wollte (bin jetzt ganze stolze 12 Mon. und 14 w daheim!).

@ Lisi: die psychosomatische Reha mit Kind - was war vorrangig? Die psyche? Eine Bekannte sucht verzweifelt eine Psych-Somato bei der sie ihre Kleine mitnehmen kann. Wenn Du magst, könntest du auch (PN) schreiben, wo bzw. welche Klinik das war.

LG, Dendrit

ladybug

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Re: Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #7 am: 02. August 2017, 14:32:37 »
Hallo ich würde gerne eine Kur beantragen wo ich mich hald mal wieder richtig erholen und auftanken kann . Doch mein Problem ich bräuchte eine begleitperson jetztein ich nicht weiter. Ich habe nicht das Geld meine Verhinderungspflege zu bezahlen wenn sie mitwirken auf kur geht . Und die krankenkasse  zahlt es auch nicht. Hat von euch jemand Erfahrung was das angeht ?

Bräuchte die Begleitung sehr da ich Anfälle habe wo ich nicht ansprechbar bin  wäre euch sehr dankbar da das meine erste kur  ist
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Muschelschubser

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Re: Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #8 am: 02. August 2017, 22:20:12 »
Hallo Ladybug, bist Du Mitglied im Sozialverband VdK? Die kennen sich normalerweise gut aus. Und Deine Krankenkasse hat auch die verdammte Pflicht, Dich zu beraten und notfalls an andere Anlaufstellen zu verweisen. Bist Du berufstätig?

Grüße von der Muschelschubserin
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ladybug

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Re: Kennt sich jemand mit dem Thema Kur aus?
« Antwort #9 am: 02. August 2017, 23:23:32 »
Hallo ja ich bin seit 2016 Mitglid  bei VDK doch die meinten es gibt keine kur mit eigener begleitperson

Ich bin leider arbeitslos da ich Anfälle habe wo ich abwesend  bin  wäre schön wenn mir jemand tips geben könntest man zur Kur kommt da ich noch nie eine hatte nur nach meiner ersten op danke
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