Autor Thema: Ernährungshinweise bei Epilepsie  (Gelesen 16910 mal)

ruhe

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #30 am: 26. Januar 2013, 17:00:21 »

Ich war eben auf der Seite von Mara darauf und da steht das diese Diät nur bei bestimmten Formen von Epilepsie angewendet werden darf!

finde es grad nicht...würde es aber gerne nachlesen. wäre für nen Link sehr dankbar!!

lg ruhe

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #31 am: 26. Januar 2013, 18:33:29 »
Ich gehe auch davon aus, das es nur in bestimmten Fällen angewendet werden darf. Habe auch irgendwann hier im Forum schon etwas darüber gelesen (hatte glaube ich etwas mit einem Kind zu tun).

Mein Mann war ja bereits auch zweimal in Mara, und er hat ganz normale Kost zu sich genommen. Selbst wenn er mal Kopfschmerzen hatte, sollte er erst einmal einen schwarzen Kaffee trinken. Ich halte auch nicht viel von zusätzlichen Vitaminen. Waren halt sehr negativ in den Schlagzeilen. Es sei denn, es wird wirklich vom Arzt empfohlen.

LG Tanja
Ehemann mit fokaler Epilepsie, komplex-fokalen psychomotorischen und sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen

aggi61

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #32 am: 27. Januar 2013, 03:54:49 »
Zitat
finde es grad nicht...würde es aber gerne nachlesen. wäre für nen Link sehr dankbar!!

Zitat
Ketogene Diät

Die ketogene Diät ist eine fettreiche und kohlenhydratarme Kost. Sie kann bestimmte Formen der Epilepsie günstig beeinflussen. Kommt die Ketogene Diät für den jeweiligen Patienten in Frage, muss das richtige Verhältnis zwischen Fett- und Kohlenhydrataufnahme individuell berechnet werden. Im Krankenhaus Mara gibt es Diätassistentinnen, die genaue Anleitungen für eine Ketogene Diät geben und die Patienten bei der Einhaltung unterstützen.

http://www.mara.de/epilepsie-zentrum/behandlungsspektrum/behandlungen.html#c6830
KANN ... GÜNSTIG BEEINFLUSSEN!!! UND AUCH NUR BESTIMMTE FORMEN DER EPILEPSIE

Vielleicht - aber auch nicht - und wenn, dann ist ungewiss, wie viel und ob die Krankheit nicht auch ohne diese Diät (die ja auch nicht ohne ist) sich zum positiven verändert hätte!

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Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Gattamelata

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #33 am: 27. Januar 2013, 04:18:45 »
Nur zur Info...habe gerade mal aus Langeweile und Neugier Tante Google gefragt.

Fritz Heepe hat schon um 1960 Veröffentlichungen herausgegeben, eben auch "Diätetische Indikationen".
Die Erkenntnisse dürften wohl etwas überholt sein.  ;-)

Aber...Kinners...der Ton wieder hier...tztztz... :jojo:
Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamem Willen.
(Mahatma Ghandi)

ruhe

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #34 am: 27. Januar 2013, 09:58:01 »
Zitat
zentrum/behandlungsspektrum/behandlungen.html#c6830[/url]


... und ich bin immer noch der Meinung, dass du hier nur Werbung machen willst!

bin ich damit gemeint?

Silvio

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #35 am: 27. Januar 2013, 11:40:59 »
es wird bei therapieresistenten epilepsien probiert, als letzte möglichkeit doch noch eine besserung zu erzielen. da die diät sehr streng ist und ärztliche kontrollen bedarf werden medikamente immernoch bevorzugt. in den usa wird das schon viel länger gemacht.
selbst wenn es zu einer alternative wird, würde ich medikamente bevorzugen, da es viel einfacher ist frühs und abends eins, zwei tabletten zu nehmen anstatt meine komplette ernährung umzustellen.

ruhe

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #36 am: 27. Januar 2013, 13:07:27 »
klar, medis sind da immer das einfachste.

aber ich wäre froh wenn ich weniger davon bräuchte....

hatte auch schon mal ne medi freie zeit und auch keine anfälle > nach einer 10 monatigen psychotherapie ...

Nicole5983

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #37 am: 27. Januar 2013, 13:11:58 »
Ich habe seit Mai 2002 juvenile myoklonische Epilepsie.

Nicole5983

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #38 am: 27. Januar 2013, 13:15:55 »
Also so wie das lese sollte man sich erst richtig informieren und dann eine Thema eröffnen!
Ich habe seit Mai 2002 juvenile myoklonische Epilepsie.

ruhe

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #39 am: 28. Januar 2013, 08:02:17 »

Fritz Heepe hat schon um 1960 Veröffentlichungen herausgegeben, eben auch "Diätetische Indikationen".


das buch wurde aber immer wieder neu aufgelegt!


martine

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #40 am: 28. Januar 2013, 09:34:30 »
Hallo Ruhe,

es behauptet ja niemand, dass gesunde Ernährung schlecht ist. Aber selbst wenn man Falsch bzw. Halbwahrheiten immer wiederholt werden sie nicht wahr.
Das zu hoher Kaffeekonsum schlecht sein kann, genauso wie Salz, Fett, Zucker etc... ist nun wirklich nicht neu.
Das man durch Ernährung seine Gesundheit beeinflussen kann ist auch nicht neu.
Die Ketogene Diät ist 1. sehr schwer zu bewerkstelligen
                                   2. nur unter medizinischer Anleitung machbar
                                   3. nur für schwere Fälle und da auch leider nicht immer erfolgreich.
Wäre diese Diät so erfolgreich , glaubst Du nicht, dass dann jeder Neurologe seine Patienten damit behandeln würde ???
Das Gleiche gilt für Sport : Sport ist gesund, verbessert das Allgemeinbefinden. Aber auch hier zuviel kann schaden.

@ Alle: es hilft niemandem sich so miteinander zu unterhalten.

Liebe Grüsse
Martine
Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andre Zwischenräume und das Licht.
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Tochter (11j) Keppra 750-0-1000(07/15) Ritalin 20-10-0
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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #41 am: 28. Januar 2013, 18:31:32 »
Hallo,

Auch ich habe kurz gegoogelt, und gesehen, dass Bücher dieses Fritz Heepe mit Versprechungen beworben werden wie "Die überzeugende Alternative zur aufwändigen Arzneitherapie: risikoarm, effizient, kostengünstig und ohne Nebenwirkungen."
Und derartig "überzeugende" Informationen gibt es für angeblich gleich 600 Erkrankungen.

Sorry, aber das kann so nicht funktionieren.

Wie bereits geantwortet wurde: Außer der ketogenen Diät ist keine wirksame Diät zur Behandlung von Epilepsie bekannt und auch diese funktioniert nur bei bestimmten Epilepsieformen und auch dort nicht immer. Sie ist riskant und bedarf daher der ärztlichen Aufsicht. Sie ahmt den Hungerstoffwechsel nach, signalisiert dem Körper also, es bestehe ernste Gefahr, zu verhungern.

Doch auch andere Diäten haben Nebenwirkungen, die durchaus ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen können. Ich rate daher von Experimenten ohne ärztliche Begleitung grundsätzlich ab.

Liebe Grüße
Cornelia
Ich bin identisch mit Cornelia-etc. :)

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Nicole5983

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #42 am: 28. Januar 2013, 20:36:54 »
Danke Cornelia des Meinung bin ich auch!
Ich habe seit Mai 2002 juvenile myoklonische Epilepsie.

snegge

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #43 am: 07. Februar 2013, 12:42:05 »
Was für den einen ein Geschenk ist, ist für den anderen Gift.

Das gilt auch für das Essen.

Ein jeder sollte für sich selbst herausfinden, was dem eigenen Körper guttut und schadet.

Es ist in meinen Augen fahrlässig, dass es immer wieder Scharlatane gibt, die meinen ein Buch schreiben zu müssen, in dem sie behaupten den ULTIMATIVEN Supertipp zu haben und die non-plus-ultra Superdiät zu kennen,
die eine xy-Krankheit viel besser therapieren können, als JEDE Schulmedizin!

So a Gschmari !     ;-)

Ich habe vorher noch nie davon gehört, dass Glutamat Krampfanfälle auslösen könne... und leide schon über 20 Jahre an einer Epilepsie!
Es ist schlimm, wie mit den Hoffnungen der Kranken gespielt wird! Jeder Kranke strebt doch danach, DEN Tipp zu bekommen.

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Von Glutamat (Hefeextrakt) bekomme ich geschwollene Augenlieder und sehe am Morgen nach dem Genuss von Sojasoße aus wie nach einem Boxkampf.

Joy

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #44 am: 07. Februar 2013, 22:22:29 »
Apropo Hoffnung, erst sagen die Ärtze, es käme noch ne Op in Frage um die Anfälle ganz wegzubekommen und dann sagen sie, ich bin ziemlich wahrscheinlich danach blind. Da ist meine Hoffnung auch zusammengekracht wie ein Kartenhaus. War schon mies...

Denke aber auch, dass es DEN perfekten Tipp nicht gibt, eben weil wie schon erwähnt, jeder Körper anders reagiert.