Autor Thema: Ernährungshinweise bei Epilepsie  (Gelesen 15376 mal)

smileypieps

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #45 am: 08. Februar 2013, 08:38:34 »
die sache mit der ketog. Diät... wird das ausschließlich bei kindern angewandt (weil ja doch recht gute erfolge da erzielt wurden) oder ist so was auch bei erwachsenen möglich???

lg
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snegge

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #46 am: 09. Mai 2013, 18:27:15 »
ketogene Diäten werden auch bei Erwachsenen empfohlen; z.B. bei Krebspatienten.

Kohlenhydrate scheinen nämlich eine Basis für Virus-Attacken zu bilden. Gesund sind sie jedenfalls nicht für deinen Körper.

DIe kurzkettigen KH sind zu meiden (bspw. Weißbrot, helle Nudeln etc.), während die langkettigen KH (bspw. Vollkornvarianten etc.) zwar kalorienmäßig nicht minder, doch ertragreicher für deinen Körper sind.

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Allerdings finde ich das SEHR, SEHR schwer, da ich für mein Leben gerne Pizza, Pasta und Brot esse  :eatfish:

Sunnie

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #47 am: 09. Mai 2013, 18:49:02 »
... Ich habe nur leider das Problem, dass ich Vollkorn nicht vertrage. Ich mag es zwar... Viel lieber als weiße Produkte, aber bekomme Bauchkrämpfe Durchfall und übelste Blähungen.... Es heißt der Darm muss sich erst dran gewöhnen, sagt mir der Arzt auch immer ... Esse aber seit über 10 Jahren Vollkorn ... Bisschen lang... Nur Vollkornreis geht... Ich verzichte inzwischen... Entweder weißes Brot oder weil ja ungesund eben nix Reiswaffeln schmecken nicht eignen sich aber auch als Frühstück. ...Fleisch mag ich nicht... Milch vertrage ich nicht ... Lg sunnie

CeeKay

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie / Praxisbericht
« Antwort #48 am: 21. August 2014, 03:35:44 »
Guten Morgen zusammen,  :-)

bei Ernährungsfragen muss ich immer an den Film Ratatouille denken, gemäß dem Motto "du bist, was du isst", vll. kennt den der ein oder andere? *nochmalhochkram*

- Flüßigkeitszufuhr in kleinen Portionen über den Tag verteilt geben (größere Trinkmengen aufeinmal meiden)

- bitte folgende Getränke meiden: Kaffee, Cola, schwarzer Tee und Alkohol
                                                  Kaffee höchstens 1 - 2 Tassen pro tag

- Die Kost sollte mit folgenden Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden: Mg, Vit. B2, Biotin, Folsäure, Vit. B6 und Vit. B12
  ....aber Vorsicht Folsäure und Vitamin B6 nicht hochdosiert, da evtl. ein Wirkungsverlust des Antiepileptikums auftritt!!
  Die Vitaminsupplementierung muß oftmals medikamentös erfolgen, trotzdem füge ich eine Übersicht bei in der Lebensmittel aufgezeigt werden die die geforderten enthalten.

- Kochsalzreiche Lebensmittel (z.B. Salzstangen, Kasseler, Sauerkraut, Snacks (Flips, Chips u.a), gepöckelte Lebensmittek, Laugengebäck u.a.) nur selten oder gar nicht einsetzen.
kann der Arzt an Blutwerten überprüfen wie der bedarf da ist...

- Ketogene Diät kann den anticonvulsiven Effekt der Medikation verbessern, diese kann und sollte aber nur stationär und unter strenger ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden!!!

Quelle: Diät. Indikationen, F. Heepe

nenne die Lebensmittel, die reich an Vitaminen etc. sind bei interesse gerne extra!! einfach hier nachfragen was ihr genau wissen wollt!!

Noch vor ein paar Jahren hätte ich nie gedacht, dass mich so ein schnödes Thema überhaupt beschäftigen könnte  :-))) bis Dato dürfte alles sein, wie es wollte, hauptsache: Schmeckt! Kleinere Regelmäßigkeiten wie Kaffee (1 - 2 Kannen am Tag), sonst. Getränk Pepsi light (1 - 2 Flaschen), Kippen (ca. 1 BigBox tägl.), gerne Fertigessen (Tiefkühlkost/McDoof) und zur täglichen Chemiekeule (400mg Lamotrigin + 2000mg Keppra) vorzugsweise Leitungswasser...  *augenroll* so einen Schluck, damit man das Zeug halt ohne diesen bitteren Nachgeschmack runter bekommt.

Das war wohl auch das Hauptproblem, von meinem persönlichen Schweinehund: Warum sich gesund ernähren, wenn man jährlich einen Klumpen Chemie einwirft, dessen Menge selbst manchen Junkie staunen lassen könnte  ??? Weiß nicht, wie das bei euch mut Essgewohnheiten aussieht ^^ aber als Genussesser sind Dinge wie Saucen und Deftiges ein Muss :o diese ganzen Regelwerke für's Essen waren eh viel zu Umfangreich...und dann plötzlich dämmerte mir: Nicht verzichten, sondern einfach nur ersetzen!

Nach 4 Jahren Ernährungsumstellungspraxis (mit inbegriffen auch eine 7-monatige Ausschleichphase + eine Schwangerschaft) haben zumindest die Punkte, die F. Heepe oben benennt, immer wiederkehrenden Charakter gezeigt. Zwar kenne ich das dazugehörige Buch und die Theorien nicht, aber möchte ein Feedback hier für die Allgemeinheit da lassen, was sich davon tatsächlich positiv auf die Probleme ausgewirkt hat, die mir Epi und Medis beschert hatten:

Flüssigkeitszufuhr: 2 - 3 Flaschen Wasser am Tag (mit möglichst viel Calcium und einem ausreichenden Magnesiumgehalt, 2:1 wäre wohl optimal, habe aber nur 3:1 gefunden) nur aus Glasflaschen
zu meidende Getränke: Kaffee/Schwarzer + Grüner Tee und Getränke mit Süßstoff-, oder Zuckerzusatz
Vitamine + Mineralien: Super simpel, wenn man vorranig Vollwert zu sich nimmt. (Es kann gerne eine Chinapfanne mit raffiniertem Reis sein, wenn das Gemüse nur kurz angebraten wurde  :-))) und davon reichlich auf dem Teller ist) Denn jedes Nahrungsmittel hat in Rohform die Eigenschaft, dass es die richtigen Nährstoffe für uns enthält in der richtigen Anordnung, sodass wir es optimal verarbeiten können. Jeder Verarbeitungsschritt nimmt ein Stück dieses Nährwertes weg. Tiefkühl- und andere Fertigkost sind darum als Hauptnährstoffquelle nicht geeignet.
Kochsalzreiche Lebensmittel: Wer frisch kocht, würzt auch selbst. Ein ursprüngliches Salz (unrafiniert) ohne Rieselhilfe (Alu) und andere nachträgliche Zusätze ist perfekt. Dasselbe gilt für weißen Zucker und Auszugsmehle: Aufbrauchen und austauschen.

Auffällig war auf jeden Fall, dass sich der Energiehaushalt reguliert hat...Dinge wie Kaffee und Pepsi light habe ich auch nicht vermisst. 2 Jahre hatte ich durchgezogen mit einem frisch gepressten O-Saft in den Tag zu starten  *freuemich* Gut ein Jahr davon habe ich auch komplett vegan gelebt, was eigentlich auch der Abschnitt war, wo es mir am besten ging, da die ganzen Nebenwirkungen nach und nach verschwunden sind. Insbesondere Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Stimmungsschwankungen, Muskel- und Gelenkschmerzen...alles verschwand nach und nach! Zuvor war ich wegen den Nebenwirkungen nicht mehr arbeitsfähig gewesen, was auch der ausschlaggebende Punkt für den plötzlichen Sinneswandel war :x Heute mache ich meinen Kräuterquark zum Grillen halt aus Cashewsahne, oder meine Remoulade. Meine Blutbilder beim Haus- und später auch beim Frauenarzt waren top(!) und sind es immer noch. Meine bessere Hälfte isst noch Fleisch (nur noch vom Metzger), aber mag den Rest von mir sonst auch. Bei ihm ist das Sodbrennen und die schweren Migräneschübe verschwunden...bei meiner Mutter (fast 70) viele Altersbeschwerden, die chronisch galten.

Es lohnt sich auf jeden Fall über den Punkt Ernährung zu sinnieren  :huh?: Ziel ist es schließlich nicht, die Tabletten abzusetzen, sonden einen Alltag zu führen, der angenehmer und ein wenig sorgloser ist  :-) also weniger Downphasen, innere Unruhe, Tremor etc. pp. ...was kann ein Versuch für ein halbes Jahr schaden?  :insel: Man kann es auch als Kur verstehen.
Die mächtigste Waffe unserer Angst ist weder die Lüge der Alleinherrschaft, noch die Illusion der Unüberwindbarkeit, sondern die Überzeugungskraft ihr zu glauben.

smileypieps

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #49 am: 21. August 2014, 08:17:17 »
4 Jahre!  :O  manch anderer hält so was nicht mal ansatzweise 4 wochen aus.
da lockt der innere schweinehund uns um die ecke zum nächsten McD.   ;D

aber so was wie du schon so lange durchzuhalten bzw zu leben ist in der heutigen hektischen zeit ja auch ziemlich schwierig.

LG
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Vanlover

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #50 am: 08. November 2014, 21:35:45 »
Hallo Zusammen,

ich lebe seit ca. 1,5 Jahren vegan und mir gehts sehr gut! Ich bin fitter, vitaler, klar im Kopf, brauche weniger Schlaf (...) und konnte zudem meine Medikament Schritt für Schritt herabsetzen.

Beste Entscheidung!!!!

 

Virgina

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #51 am: 24. März 2015, 08:03:30 »
Also, Ich esse fast so, wie im Post 1 zu sehen, bei Salzstangen entwickle Ich einem unatuerliche Waerme, dasselbe bei Reiskraeckern!  Mir wird bei deutschem Essen richtig schlecht, bis totkrank, lebe in Norwegen und muss auch da acht geben, bin viel in Multi Kulti Lebensmittellaeden unterwegs und beispielsweise Ayran Milch von der Tuerkei wirkt bei mir heilend!
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(Iranisches Sprichwort)

MadDoubleF

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Re: Ernährungshinweise bei Epilepsie
« Antwort #52 am: 24. Juni 2015, 08:05:38 »
Hi,

alles in allem klingt das stark nach Low-Carb-Diät. Die mache ich aber nicht wegen der Epi, sondern um etwas Gewicht zu verlieren. Generell sind Kohlenhydrate im Übermaß "ungesund". Denn davon nehmen wir (die Menschen in den Industrieländern) viel zu viel auf. Morgens Corn-Flakes, Mittags fettes Fleisch mit Kartoffel oder Nudeln, und abends dann noch schön Mischbrot mit Butter und fetter Wurst. Und da der Tag noch nicht zu Ende ist, gibt es vorm Fernseher Chips und ähnliches.

Auf meine 3-4 Tassen Kaffee will ich aber nicht verzichten. Genauso wenig wie auf ein gelegentliches Bier (1-2 im Monat). Ich lebe um zu leben.

Achja, ich habe bis vor ca.5 Jahren am Tag 1,5 Liter Cola (oder auch mehr) getrunken. Einen Unterschied konnte ich nicht feststellen - außer die Gewichtszunahme.

best regards

FF
Die Lösung aller Fragen ist und bleibt: 42