Autor Thema: Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika  (Gelesen 2991 mal)

susili

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Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika
« am: 29. September 2013, 23:41:18 »
http://psylex.de/stoerung/schizophrenie/antipsychotika-gehirnschaeden.html

Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika

21.09.2013 Forscher haben mit Hilfe von Magnetresonanztomographie herausgefunden, dass Schizophrene weniger Hirngewebe bei ihrer ersten Episode der Krankheit haben als gesunde Personen - und dass Antipsychotika (Neuroleptika) mit weiteren Verlusten von Gehirnzellen verbunden sind.

Gehirngröße bei Schizophrenen

In einer neuen Studie der Universität von Iowa, erörtert die Psychiatrie-Professorin Nancy Andreasen, wie MRT-Scans Gehirnveränderungen von 200 Patienten mit Schizophrenie dokumentiert haben, wobei bei der ersten schizophrenen Episode gescant wurde und anschließend regelmäßig weiter (bis zu 15 Jahre danach).

"Es gibt mehrere Studien, meine inbegriffen, die zeigen, dass Menschen mit Schizophrenie eine kleinere durchschnittliche (craniale) Gehirngröße haben", sagte sie.

"Da die Gehirnentwicklung innerhalb der ersten Lebensjahre beendet ist, kann es einen Aspekt frühester Entwicklung geben - vielleicht Schwangerschaftskomplikationen oder Virenexposition - die Menschen mit Schizophrenie betreffen (im Durchschnitt)."


Andreasens Team lernte aus den Gehirnscans, dass Schizophrene am meisten Hirngewebe in den zwei Jahren nach der ersten Episode verloren, aber dann stabilisierte sich der Schaden sonderbarerweise und zur Überraschung der Gruppe wieder.

Gehirn verliert Gewebe durch Neuroleptika

Die Forscher analysierten auch die Wirkung von Neuroleptika/Antipsychotika auf das Hirngewebe. Obwohl die Ergebnisse nicht für alle Patienten gleich waren, fand die Gruppe heraus, dass je mehr Neuroleptika verabreicht wurden, desto größer war der Verlust an Gehirngewebe generell.

"Dies war ein sehr bestürzender Befund", sagte Andreasen.

"Wir verbrachten ein paar Jahre damit, die Daten zu analysieren, in der Hoffnung, dass wir einen Fehler gemacht hatten. Aber am Ende war der Befund solide und nicht wegzudiskutieren, also beschlossen wir, ihn zu veröffentlichen."

"Antipsychotika haben eine negative Auswirkung aufs Gehirn, sie sollten also mit großer Vorsicht und Sorgfalt eingesetzt werden."

Quelle: Universität Iowa, Sept. 2013
http://now.uiowa.edu/2013/08/how-schizophrenia-affects-brain

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und noch ein artikel:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90638344.html

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hi zusammen,

hört sich ja schlimm an, was haltet ihr davon?

herzliche grüße, susili
« Letzte Änderung: 30. September 2013, 00:11:17 von susili »
Epi-Erfahrungsberichte - - - Psychose vom Keppra - Epilepsie-Chat - Das Schlimme an Zensur ist █████

aggi61

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Re: Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika
« Antwort #1 am: 30. September 2013, 04:00:05 »
Dass Neuroleptika massivste Nebenwirkungen haben, ist doch schon seit Jahren bekannt und auch, das diese (eigentlich) nur "mir großer Vorsicht und Sorgfalt eingesetzt werden sollten"  :luftguck:

Leider ist es aber heute immer noch Usus, dass grade diese Medis oft wie Bonbons verteilt werden - grade bei Personenkreisen, bei denen man ja "eh nichts mehr kaputt machen kann" - also Senioren und Menschen mit geistiger Behinderung  :weirdo:
Anfänger haben die Arche gebaut - Profis die Titanic ;)

Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Joy

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Re: Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika
« Antwort #2 am: 30. September 2013, 09:00:31 »
Was bewirkt das Hirngewebe? Dass es das Gehirn hält, damit es geschützt wird und nicht umher schwimmt, oder wozu ist das gut, oder ist es das Gehirn selbst?

Glaube aber nicht, dass Menschen mit weniger Gehirnwebe jetzt zwangsweise alle Schizophrenie bekommen, da wäre ich doch schon längst hinüber!

Schlumpfi

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Re: Schizophrenie: Gehirnschäden durch Antipsychotika
« Antwort #3 am: 01. Oktober 2013, 22:36:16 »
Vielleicht ist das jetzt egoistisch. Gott sei Dank, ich bin nur schizoid!

Vielleicht liegt es daran, das Personen mit dieser Diagnose oder auch ohne davor meistens an starker Drogenabhängigkeit leiden, sich für Ärzte halten, sich selbst jede Menge Tabletten einwerfen, dies noch mit Alkohol vermischen. Ich hab mal einen kennengelernt, einen Schizophrenen, bei einem Arbeitsamtkurs, er wollte, das ich mit ihm zusammen Alkohol holen gehe, was ich abgelehnt habe. Die einzige Gemeinsamkeit, die wir hatten, war die Liebe zu Schweden! Gespräche mit ihm führen, war echt schwierig, weil das kam alles ganz langsam raus und hat sich nonstop wiederholt und ich war beruhigt zu sehen, das jemand noch üblerer Feinmotorikprobleme hat, wie ich.

Diese Neuoleptika Themen sind natürlich in dementsprechenden Foren sehr beliebt. Aber wenn jemand Wahnvorstellungen hat in Form von Gott sein, die Welt beherrschen in Namen Gottes, die Wiese anbrennt oder seine Verwandten bedroht oder Staubflusen unter seinem Bett sammelt und die nicht dem Staubsauger überlässt, dann wird kein Psychiater oder Arzt auf das Gehirngewebe Rücksicht nehmen.

Neuroleptika haben noch weitere Nebenwirkungen, ein weiterer Bekannter, er wurde ziemlich hoch dosiert, weil er auf der Toilette immer Hallus hatte und in der Wohnung ein Mädel sah, das sich zu ihm setzte und mit ihm sprach und wegen Einsamkeitsgefühlen und die Angst raus zu gehen, die Hallus trotz Neuroleptika wieder hervorholte mit diversen Pillen, nahm er dementsprechend an Gewicht zu. Neuroleptika macht Dick!

Als ich als Arzthelferin tätig war, hatte ich die Ehre von einem Schizophrenen Patienten unterwegs in der Bank an den den Automaten geklatscht zu werden. Wo ich tätig war, da gab es sehr viele mit dieser Diangose, zum Teil konnte ich das nicht glauben! Zum anderen ja, wenn die Patienten mit zwei verschiedenen Schuhen auftauchten.

Gehirnforschung ist nicht meine Leidenschaft.

Notgedrungen interessiert, weil über mir ein Stier wohnt, der eine Schizophrene um sich haben will, aber Schweden nicht akzeptiert. Ich bin sowas von genervt.