Autor Thema: Cannabis Öl gegen Epilepsie - kritisch betrachten! Video und Artikel in Englisch  (Gelesen 46133 mal)

susili

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hallo,

könnt ihr etwas englisch?

hier ist ein artikel und ein video dazu.

liebe grüße, susili

das video und der artikel:

http://www.cannabisculture.com/content/2014/05/12/Virginia-Family-Moves-Colorado-Treat-Epileptic-Child-Cannabis-Oil

Virginia Family Moves to Colorado to Treat Epileptic Child with Cannabis Oil

By Amy Goodman and Juan Gonzalez, Democracy Now! - Monday, May 12 2014

Last year, Dara Lightle and her nine-year-old daughter, Madeleine, became "marijuana refugees" when they moved from Virginia to Colorado. At the time, Madeleine was suffering from hundreds of seizures a day. Her doctors in Virginia recommended brain surgery. Then Dara heard how cannabis oil had treated children suffering from similar conditions. The oil worked. But since the oil was considered an illegal drug in much of the country, they had to move to Colorado, where it is legal, to continue treatment. According to the Colorado Springs Gazette, at least 115 "marijuana refugee families" from 43 states have left jobs, homes and family so they could obtain the cannabis oil to treat a variety of ailments.

JUAN GONZÁLEZ: Today we look at marijuana refugees—people and families who have uprooted their lives and moved to Colorado with the hope of obtaining medical marijuana to treat various illnesses. Many are families with young children who suffer from epilepsy and relentless seizures. According to the Colorado Springs Gazette, at least 115 marijuana refugee families from 43 states have left jobs, homes and the rest of their family so they could obtain oil made from a special strain of cannabis that have repeatedly quelled the seizures in a handful of kids in Colorado Springs.

AMY GOODMAN: The Colorado Springs Gazette recently published a piece about nine-year-old Madeleine Lightle and her mother Dara, who moved from Virginia to Colorado. In a moment, Madeleine and her mother will join us, but first let’s turn to this video about their story produced by the Colorado Springs Gazette.

MADELEINE LIGHTLE: Hi. My name is Madeleine.

DARA LIGHTLE: When I think of a child who has seizures, I think of a very low-functioning child. So, to see my high-functioning child and imagine her losing function was very scary. There was hope that she wouldn’t have any more, that that would be it, she would just have one. And then she had another one about a month later. And then it’s like you go through all those emotions again. You don’t know what’s going to happen. And, you know, earlier that year, I’d been wondering: Why can’t she do math anymore? You know, I’m trying to teach her the same grade over and over again, and nothing is sticking.

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ich finde man sollte zumindest mal darüber nachdenken....

ich habe es extra in den boxring geschoben, damit man nicht unbedingt zuviele hoffnungen in diese behandlung steckt.

liebe moderatoren und admins, ich weiß, cannabis ist eigentlich eine illegale droge - jedoch.... jede medaille hat zwei seiten.

seid bitte nicht sauer, daß ich es gepostet habe.

herzliche grüße, susili

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p.s. gerade gefunden:

http://www.uniklinik-freiburg.de/epilepsie/ueber-epilepsie/cannabis-und-epilepsien.html

Cannabis und Epilepsien
Cannabinoide sind Inhaltsstoffe der Hanf-Pflanze (Cannabis sativa). Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der synaptischen Übertragung. Im Gehirn sind Cannabinoid-Rezeptoren vom Typ 1 sind der häufigste sog. G-Protein-gekoppelte Rezeptor. Cannabinoide sind synaptische Übertragungsstoffe ("Neurotransmitter") einer besonderen Art: sie werden nicht in den synaptischen Endigungen synthetisiert, gespeichert und freigesetzt, sondern werden im Areal der postsynaptischen Membran in Abhängigkeit von der synaptischen Aktivität gebildet und von hier "retrograd" freigesetzt, um dann die Freisetzung von Neurotransmittern zu reduzieren.

Bereits in der chinesischen Medizin wurden Cannabinoide zur medikamentösen Behandlung eingesetzt, seit dem Mittelalter ist auch der Einsatz zur Epilepsiebehandlung bekannt. Seit 40 Jahren kennt man wichtige Inhaltsstoffe, insbesondere das Tetrahydro-Cannabinol (THC).

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Cannabinoiden das Risiko für das Auftreten epileptischer Anfälle mindert.
Eine prospektive, randomisierte Doppelblindstudie von 1980 zeigte an einer kleinen Patientenzahl eine gute antikonvulsive Wirkung.
In verschiedenen Tiermodellen wurde eine akute antiepileptische Wirkung nachgewiesen.In Tiermodellen wurde bei früher Gabe auch ein Schutz vor der Entwicklung von Epilepsien (z.B. im Kindling-Modell) nachgewiesen.
Cannabinoide wirken darüber hinaus neuroprotektiv gegenüber verschiedenen Noxen und schützen wahrscheinlich auch das Gehirn vor der exzessiven Freisetzung von Glutatmat im Rahmen epileptischer Anfälle.
Derzeit gibt es keine Zulassung von Cannabinoiden zur akuten oder prophylaktischen Behandlung bei Epilepsien. Eine solche wird bei uns auch nicht angeboten. Einer Nutzung des verfügbaren THC ist praktisch limitiert durch Nebenwirkungen vor allem im Bereich der Kognition und psychiatrischer Erkrankungen.

« Letzte Änderung: 13. Mai 2014, 06:22:06 von susili »
Mein Buch - Autobiografie - 40 Jahre Epilepsie - - - Psychose vom Keppra - Epilepsie-Chat - Das Schlimme an Zensur ist █████

susili

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ride on

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Dieser Bereich interessiert mich auch sehr! Wenn ich mir bspw. Nebenwirkungen von klassischen Media durchlese finde ich bei THC wesentlich weniger. Schade das so wenige darüber berichten, sicher liegt das an der Illegalität. Aber ganz ehrlich: wegen ein paar Gramm Eigenbedarf, für einen medizinischen Zweck wird sicher keiner in Handschellen abgeführt. Ich bitte um Meinungen.

Danke und LG
Wenn du willst das Gott lacht- erzähl ihm von deinen Plänen.

Silvio

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vielleicht ist es auch nur eine frage der zeit bis an der illegalität gezweifelt wird. mittlerweile entsteht ja ein kleiner trend von projekten, es unter bedingungen legal zu betreiben. in den usa wird es auch immer mehr ausgebreitet. hier in deutschland ist man in den kinderschuhen der usa  :)

FrauUngeduld

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Cannabis und Epilepsien
Cannabinoide sind Inhaltsstoffe der Hanf-Pflanze (Cannabis sativa). Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der synaptischen Übertragung.............  Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Cannabinoiden das Risiko für das Auftreten epileptischer Anfälle mindert.
Eine prospektive, randomisierte Doppelblindstudie von 1980 zeigte an einer kleinen Patientenzahl eine gute antikonvulsive Wirkung...........

Hallöchen,

ehe hier jemand zu Selbstversuchen neigt - da liegt ein kleiner Fehler vor. Es gibt zwei Arten von Hanfpflanzen (betrachtet man jetzt mal nur die "verbotenen" Sorten). Das eine ist die hier erwähnte Sativa, die andere die Indica. Sativa wirkt anregend, belebend, ruft also das bekannte "High" hevor und findet sicher nicht bei Epileptikern Verwendung. Indica dämpft, macht stoned, und kann krampflösend wirken.

Ich kann hier nur vor Selbstversuchen warnen:
1. ist das, was man wo auch immer erwerben kann, zumeist Sativa, da ja meist das "High"  das Ziel des normalen Konsumenten ist,
2. kann der Schuss nach hinten losgehen, weil es auch eine paradoxe Reaktion geben kann. Ich gestehe, dass ich in meinem früheren Leben auch mal kurzzeitig mit Cannabis herumexperimentierte. Zweimal noch probiert im Leben mit Epilepsie und es ging wirklich gründlich schief. NIE, NIE wieder!

Mit Rezept (was mit ärztlicher Begleitung einhergeht) lässt sich auch natürliches Cannabis in der Apotheke erwerben. Zum Beispiel eine Möglichkeit beim Tourette-Syndrom - eine durchaus legitime Variante - aber letztlich unbezahlbar.

Von mehreren Epileptikern weiß ich, dass der behandelnde Neurologe mal so zwischen den Zeilen durchblicken ließ, dass Cannabis eine Option ist, aber er von nix weiß. Vllt. gibt es finanzkräftige Patienten und weniger konservative Ärzte, die sich auf eine Überprüfung dieser Möglichkeit einer Behandlung einlassen - das weiß ich nicht. Meiner fand die Idee weniger witzig und schimpfte mich nach der "Beichte".

Also macht keinen unkontrollierten Mist! LG, Frau Ungeduld

Silvio

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Diesen "kleinen" Erfahrungsbericht hat ein Freund von mir gefunden.

Du magst schon von Charlotte's Geschichte gehört haben, als die Massenmedien die Nachricht wild verbeiteten. Es ist die bemerkenswerte Geschichte eines kleinen Mädchens, das dank einer speziellen CBD-reichen Cannabis Sorte erfolgreich ihre lähmenden epileptischen Anfälle überwand.

Damals, als die Nachricht bekannt wurde, war Charlotte Figi 6 Jahre alt und litt unter mehr als 300 wirklich schlimmen Anfällen pro Woche. Bei der Geburt schien sie ein gesundes Kind zu sein, aber nach nur 3 Monaten veränderte sich dies grundlegend. Sie hatte ihren ersten epileptischen Anfall, der 30 Minuten lang dauerte.
Jahre des Kampfes

Ihre Eltern eilten mit ihr ins Krankenhaus, aber die Ärzte waren verblüfft. Sie führten alle Tests durch, die sie konnten, fanden jedoch nichts ungewöhnliches oder verkehrtes an dem Kind. Da keine zugrunde liegende Erkrankung gefunden wurde, ganz zu schweigen von einer Heilung, hatten sie keine andere Wahl, als Charlotte nach Hause zu schicken. Erst eine Woche später erlitt Charlotte einen weiteren Anfall, einen, der viel länger dauerte. Dies kam nun immer häufiger vor, wobei Charlotte regelmäßig längere und unkontrollierbare Anfälle hatte.

Die Ärzte blieben ratlos was die Ursache sein sollte, egal, was sie taten, sie konnten nichts verkehrtes an Charlotte finden. Jeder Test fiel normal aus - bis einer der Ärzte schließlich zu einer möglichen Diagnose kam - Dravet Syndrom, auch bekannt als myoklonische Epilepsie des Säuglingsalters. Dravet Syndrom ist eine seltene Form schwer behandelbarer Epilepsie - was bedeutet, sie kann nicht mit Medikamenten kontrolliert werden. Es ist etwas, das sich gewöhnlich entwickelt, bevor ein Kind ein Jahr alt wird und an Schwere im zweiten Jahr zunimmt, wobei Muskelkrämpfe und Anfälle ausgelöst werden, die über 30 Minuten andauern.

Als diese Diagnose gestellt wurde, schien Charlotte ansonsten gesund zu sein und durchlief die gleiche kognitive und körperliche Entwicklung wie ihr Zwilling. Doch als die Anfälle begannen schlimmer zu werden und die Medikamentencocktails, die die Ärzte verschrieben hatten, ihre Wirksamkeit verloren, gingen Charlotte's kognitive Funktionen in den Keller.

Im Alter von zweieinhalb, beschlossen Matt und Paige Figi, ihr Kind ins Kinderkrankenhaus Colorado zu bringen. Dort wurde Charlotte auf die Genmutation SCN1A getestet, eine Mutation, die bei 80% der Fälle von Dravet Syndrom ein gemeinsamer Nenner ist. Das Ergebnis war positiv.

Als die Ergebnisse feststanden, verursachten sie eine Achterbahn der Gefühle. Einerseits war es für Charlotte's Eltern verheerend zu wissen, daß ihre schlimmsten Befürchtungen wahr geworden waren, doch gleichzeitig bot die Bestätigung der Diagnose die Erleichterung zu wissen, womit sie es zu tun haben.
Auf der Suche nach einem Heilmittel

Charlotte's Vater, Matt, ein Mitglied des Militärs der Vereinigten Staaten, gab seine Position auf, um zu Hause bei seiner Tochter zu bleiben. Bei nur wenigen verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, begannen Matt und Paige zu recherchieren, was getan werden könnte. Die Suche wurde verzweifelt und an einem Punkt erwogen sie sogar es mit einem experimentellen Medikament aus Frankreich zu versuchen, das verwendet wurde, um Anfälle bei Hunden zu behandeln.

Paige nahm Charlotte mit zu einem Spezialisten für Dravet Syndrom, der eine spezielle Diät vorschlug, die als ketogene Diät bekannt ist und bei der Behandlung von Epilepsie helfen kann. Diese Diät ist fettreich und beinhaltet wenig Kohlenhydrate. Dies zwingt den Körper, zusätzliche Ketonen zu produzieren, eine Chemikalie, die Anfälle unterdrückt.

Die Diät schien zunächst zu greifen, sie stoppte die Anfälle. Leider kam es zu vielen unerwünschten Nebenwirkungen. Charlotte begann unter Knochenschwund, Verhaltensstörungen und einem geschwächten Immunsystem zu leiden. Nach zwei Jahren Diät setzten die Anfälle wieder ein.

Schon bald danach, als die Familie bereits alle Hoffnung auf die Entwicklung einer Behandlung verloren hatte, fand Matt im Internet ein Video von einem Jungen in Kalifornien, dessen Dravet Syndrom erfolgreich mit Cannabis behandelt wurde. Die bei dem Jungen zur Behandlung verwendete Sorte hatte einen geringen THC Gehalt und war reich an CBD - zwei der aktiven Komponenten im Cannabis. THC ist die wichtigste psychoaktive Komponente von Cannabis und obwohl es selbst eine Reihe medizinischer Eigenschaften aufweist, ist das Cannabinoid vor allem mit der berauschenden Wirkung vom Cannabis verbunden. CBD andererseits ist nicht nur ein sehr wirksames Arzneimittel, sondern hat auch überhaupt keine psychoaktiven Eigenschaften.

Bei ihrer Recherche entdeckten Matt und Paige, daß Wissenschaftler herausgefunden hatten, daß CBD die chemischen und elektrischen Aktivitäten des Gehirns reduzieren, die die Anfälle verursachen - und das alles ohne offensichtliche Nebenwirkungen. In gewissem Sinne war es für Charlotte's Eltern eine Offenbarung, die vor dieser Entdeckung stark gegen die Legalisierung von Cannabis waren.
Ohne Behandlungsmöglichkeiten - nur CBD blieb übrig

Zur Zeit dieser Entdeckung hatte Charlotte so weit abgebaut, daß sie nicht mehr in der Lage war zu funktionieren, sie verlor ihre Fähigkeit zu essen, zu gehen und zu sprechen. Sie hatte 300 schlimmste Anfälle pro Woche - Anfälle, die das gesamte Gehirn betrafen, was zu Bewußtlosigkeit und Muskelkrämpfen führte.

Diese ständigen Anfälle begannen einen größeren Tribut von Charlotte zu fordern und hatten dazu geführt, daß ihr Herz mehrfach aussetzte. Nun schlugen die Ärzte vor, sie in ein medikamentös ausgelöstes Koma zu versetzen, um ihr eine Pause zu gönnen. Matt und Paige hatten aber alle Hoffnung aufgegeben und hatten sogar ein Formular unterzeichnet, keine wiederbelebenden Maßnahmen zu ergreifen, sollte ihr Herz wieder stehenbleiben. Die Ärzte sagten, ihnen wären die Optionen ausgegangen und daß sie nichts mehr tun könnten.

Da sie keine andere Wahl hatten, entschied Paige sich, Marihuana bzw. CBD zu versuchen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Paige benötigte die Unterstützung von zwei Ärzten, bevor Charlotte bei einem medizinischen Marihuanaprogramm eingeschrieben werden konnte, außerdem sind die Auswirkungen von Marihuana auf Kinder noch nicht gut erforscht. Darüber hinaus gab es keinen vorherigen Fall, bei dem ein Kind medizinisches Marihuana verwendet hatte - Charlotte würde die jüngste Patienten des Staates überhaupt sein.

Frühere Studien lassen vermuten, daß das Rauchen von Marihuana in einem frühen Alter die Entwicklung des Gehirns stören und zu einem niedrigeren IQ führen kann, daß man Aufgaben langsamer bewältigen kann, ein höheren Risiko hat, einen Schlaganfall zu erleiden und eine erhöhte Häufigkeit psychotischer Störungen auftreten kann. Verständlicherweise zögerten die meisten Ärzte, die Initiative zu unterstützen, da es Neuland war - selbst in Charlotte's Fall, bei dem es keine anderen Optionen gab. Die meisten Untersuchungen, die das zuvor aufgeführte behaupten, basieren auf denjenigen, die mit dem Rauchen von Cannabis in ihrer Jugend begannen. Es ist nicht viel darüber bekannt, wie Marihuana bei Kindern vor der Jugend wirkt - aber Charlotte würde es nicht rauchen.

Der erste Arzt, der mit an Bord kam, war Dr. Margaret Gedde. Als Gedde herausfand, wie oft Charlotte dem Tode nahe gewesen war und wie wahrscheinlich durch die intensive Menge der Anfälle die sie durchgemacht hatte Hirnschäden bereits verursacht worden waren, sah sie keine andere Wahl, als die Verwendung von Cannabis für Charlotte zu unterstützen.

Der zweite Arzt, der grünes Licht gab, war Dr. Alan Shackelford, ein an der Harvard ausgebildeter Arzt, der bereits mit medizinischen Marihuana Patienten gearbeitet hatte. Angesichts Charlotte's Alter und seiner mangelnden Erfahrung mit ihrer Erkrankung war er zunächst sehr zögerlich, doch ebenso wie Dr. Gedde, unterstützte auch er sie, als er erfuhr, daß alle anderen Möglichkeiten erschöpft waren und Cannabis die letzte Hoffnung war, die Charlotte geblieben war.
Die Kraft von CBD

Nun da die Zulassung gesichert war, machte Paige sich daran eine Apotheke zu finden, die eine Cannabis Sorte verkauft, die einen niedrigen THC und hohen CBD Gehalt hat. Nach langer Zeit der Suche fand sie schließlich eine und kaufte ihren Vorrat von zwei Unzen auf. Sie ließ aus diesem Cannabis von einem Freund ein Ölkonzentrat herstellen.
Charlotte

Ausgehend von einer sehr kleinen Dosis, gaben sie Charlotte die CBD-reiche Medizin. Da dies Neuland war, wußte niemand wirklich, was sie erwarten sollten. Das vorherige Video, das Matt gefunden hatte, war ein persönlicher Erfahrungsbericht ohne offensichtlichen wissenschaftlichen Rückhalt. Was passierte, übertraf ihre kühnsten Träume - die Ergebnisse waren absolut atemberaubend. Charlotte war für eine Stunde anfallsfrei, dann zwei Stunden und dann sieben Tage. Ihre Eltern waren erstaunt. Es war eine Offenbarung. Aber ihnen ging schnell das CBD Öl aus.
Charlotte's Web

Paige kontaktierte die Brüder Stanley, die größten Züchter von medizinischem Marihuana in Colorado. Zu dieser Zeit hatten die Brüder eine Sorte mit einem hohen CBD Gehalt und niedrigem THC Gehalt erschaffen, hatten aber Probleme, eine Verwendung dafür zu finden.

Ähnlich wie die Ärzte, waren die Brüder zunächst sehr zögerlich damit ein Kind zu behandeln, aber nach einem Treffen mit Charlotte sprangen sie an Bord.

Die Brüder stimmten zu, Paige und Matt mit der Sorte zu versorgen, die jetzt treffend Charlotte's Web heißt. Sie haben auch eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die die unterstützt, die an schweren Krankheiten wie Krebs, Epilepsie und Parkinson leiden. Sie stellen sicher, das medizinische Cannabis zu sehr niedrigen Preisen zu liefern, so daß es für alle die in Not sind erschwinglich bleibt. Alles, was sie verlangen, ist, daß die Patienten eine Spende machen, die sie sich wirklich leisten können. Die wohltätige Einrichtung erhält auch große Spenden von großen Sponsoren, die an ihre Arbeit glauben, um zu helfen, daß die Brüder die Versorgung mit Cannabis zu geringen Kosten aufrecht erhalten können. Aufgrund ihrer Bemühungen jedem zu helfen, der sie braucht, egal ob er es sich leisten kann oder nicht, sind die Stanley Brüder als die Robin Hoods des Marihuanas bekannt.

Charlotte Web
Wie CBD das Leben der Figis für immer veränderte

Eine Reihe von Studien haben nun gezeigt, daß CBD epileptische Anfälle regulieren kann, ohne daß es dabei zu irgendwelchen Nebenwirkungen kommt und Charlotte's Fall ist das Paradebeispiel. Charlotte bekommt zweimal täglich mit ihrem Essen eine Dosis von CBD-reichem Öl. Dr. Gedde hat errechnet, daß sie drei bis vier Milligramm CBD pro Pfund Körpergewicht braucht, um die Anfälle in Schach zu halten. CBD ermöglicht es, daß Charlotte's Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft.

Heute lebt Charlotte ein weitgehend gesundes und anfallsfreies Leben; sie erleidet nur noch zwei bis drei Anfälle pro Monat, in der Regel während sie schläft. Jetzt kann sie sich selbst ernähren, hat wieder angefangen zu sprechen, kann gehen und sogar mit dem Fahrrad fahren. Ihre Eltern und Ärzte sind erstaunt über die Geschwindigkeit, mit der sie sich erholt, wobei ihre Eltern sagen, daß sie von Tag zu Tag eine signifikante Verbesserung sehen können - während ihr Gehirn Verbindungen wieder herstellt, die während der intensiven Zeit der Anfälle verloren gegangen waren. Sie kann jetzt sogar malen, reiten, Ski fahren und tanzen, sie ist erstmals in der Lage, Freunde zu machen, sie ist glücklich und gesund. CBD hat ihr Leben verändert.

Eine der größten Kontroversen über die Geschichte ist ein Mißverständnis. Viele glauben, daß Charlotte "high" oder "stoned" wird, aber sie ist es nicht. CBD ist nicht psychoaktiv, daher geben Sorten mit viel CBD und wenig THC dem Nutzer nicht das Gefühl high oder stoned zu sein. Es ist auch erwähnenswert, daß weder THC noch CBD süchtig machen.
Das ist noch nicht das Ende, CBD verändert weiterhin Leben

Charlotte's Geschichte und Genesung unter der wachsamen Hand von CBD gewann die Aufmerksamkeit der Medien und wurde schnell zu einer nationalen Geschichte. Sie wurde zu einem leuchtenden Beispiel für alle Leidenden und warf ein Licht auf die außergewöhnlichen Leistungen von medizinischem Marihuana. Es erlaubte Dr. Gupta, einem berühmten Arzt und medizinischen Korrespondenten, der gegen Marihuana war, die Vorteile zu sehen, die Charlotte davon genoß; dies spornte ihn zu eigenen Untersuchungen in Sachen Cannabis an und schließlich veränderte seine Haltung sich völlig. Er ist jetzt ein großer Verfechter der Medizin und hat eine Dokumentationen gedreht, die Millionen über den realen Nutzen von Marihuana informiert hat und wie die vorangegangene Propaganda das Volk getäuscht hatte.

Ein Fluttor hat sich geöffnet; Eltern, die in einer ähnlichen Situation sind, wenden sich in der Hoffnung, ihrem Kind zu helfen nun in Scharen an den Staat. Der wachsende Druck von Eltern, Ärzten und Aktivisten zwingt die Bundesregierung und Politiker ihre Position zum Cannabis zu überdenken. Vor kurzem gab die US Food and Drug Administration nun grünes Licht, ein gereinigtes CBD Extrakt zu testen, das von GW Pharmaceuticals hergestellt und Epidiolex genannt wird. Es ist zu hoffen, daß dieses Medikament eine weithin verfügbare Option für die Behandlung von Epilepsie wird.

Die Nachfrage nach Charlotte's Web und ähnlichen CBD-reichen Sorten ist so dramatisch gestiegen, daß die Stanley Brüder nicht mithalten können, wobei bereits mehr als ein Drittel ihrer gesamten kommerziellen Ernte CBD-reiche Sorten sind.

"Wir sind kein Haufen Kiffer und assoziieren uns nicht mit den Stereotypen, die die Leute gerne mit uns verknüpfen. Wir sorgen uns um das, was wir tun," sagte Joel, einer der Brüder, den Nachrichtenagenturen.

Die von Charlotte verwendete Sorte hat 0,5% THC und 17% CBD, so daß sie nicht psychoaktiv ist. Die Kraft, die CBD gezeigt hat und das Fehlen negativer Auswirkungen läßt Ärzte zu Gunsten der auf CBD basierenden Behandlungen für Kinder entscheiden, darunter der pädiatrische Spitzenneurologe der Universität von Utah.

Die Stanley Brüder haben vor kurzem eine weitere CBD-reiche Sorte erschaffen, die wegen ihres Mangels an psychoaktiver Wirkung humorvoll "The Hippie’s Disappointment" genannt wird. "Das ist nur die Spitze des Eisbergs," kommentiert Dr. Gedde. "Die Leute werden weiterhin kommen, weil es funktioniert. Patienten erleben zwischen 50 und 90 Prozent weniger Anfälle ohne Nebenwirkungen zu erfahren. Das ist erstaunlich."

Es sind Geschichten wie diese, die die Diskussion um die heilende Wirkung von CBD ankurbeln und die Forschung, Aufklärung der Menschen und schließlich zu einer Reform der Drogengesetze anspornen. Charlotte's Geschichte ist eine Inspiration für die Cannabis Community geworden. Es ist der Liebe und Bestimmtheit von Charlotte's Eltern zu verdanken, daß das Leben vieler verändert wurde.

Oktopuss

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Hallo
erstmal an alle im Forum. Ich bin ein Neuling schau aber schon seit einigen Jahren immer wieder mal in eurem Forum vorbei und mach mich schlau.
Ich bin Epileptiker und austherapiert . Ich bekomme Keppra Topiramat Lamotrigin Gabapentin und Paroxetin(damit ich nicht so schnell die Laterne hoch geh das löst Anfälle aus).
Dosis mäßig bin ich auch schon am Ende und ops sind nicht drin.
Schluss!
Sollte ich mir beim Neurologen Cannabis verordnen lassen. Das rauchen soll ja entkrampfend sein und ich weiß auch welche Sorte ich da kaufen müsste.
Gruß
Oktopuss

Silvio

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Hallo Oktopuss
so einfach ist das nicht in unserer Bananenrepublik. Dein Neurologe kann dir nur etwas verordnen was es auch gibt. Cannabis auf Rezept gibt es hier nur in synthetischer Form und nur für Schmerzpatienten. Dir bleibt da nur der klassische Weg, dank der Profitgier der Pharmaindustrie.
Gruß Silvio


Kallisto@gmx.de

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Hallo an alle,

das ist doch schon mal der 1. Schitt!?

Petition Cannabis als Medizin an den Deutschen Bundestag
Veröffentlicht am 16. August 2014 von manolee81 Standard   

Wer mag kann unterzeichnen:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2014/_05/_30/Petition_52664.nc.html

Es wird gefordert :

    Kostenerstattung für Behandlungen mit Cannabismedikamenten!
    Einstellung von Strafverfahren gegen Patientinnen und Patienten!

Unser Ziel: Eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss, hierfür brauchen wir 50.000 Unterstützer bis zum 10.09.2014

Petent: Dr. med. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

Liebe Grüße
Catrin

Tiffy

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Wo könnte man dieses Öl kaufen?

Meinetwegen auch illegal !!!

Gibt's das vielleicht in Holland ???

Hier gibt's doch bestimmt einige die das einnehmen ..... könnte ich mir vorstellen ....

Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Cheyenne

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Ich bleibe bei der herkömmlichen Medizin.

Wenn du es möchtest, hier kannst du welches bestellen: http://realscientifichempoil.com/products/

Tiffy

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Hey Chey !

Danke für Deine schnelle Antwort !
Bleibe natürlich auch bei der herkömmlichen Medizin !

Diese einfach gegen das Öl zu ersetzen ist viel zu gefährlich !

Man könnte es doch vielleicht zusätzlich einnehmen.
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Silvio

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Hallo Tiffy,
hier ist auch noch eine gute deutschsprachrige seite
http://www.hanfstation.at/hanf-shop/hanf-cbd-produkte/
hier gibt es noch weitere Infos zu dem Thema.
http://www.zamnesia.de/content/336-cbd-reiche-cannabis-sorten
http://www.zamnesia.de/content/344-cannabisforschung-epilepsie
Gruß Silvio

Tiffy

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Hallo Silvio !

Das cool!
Legal ist ja besser als illegal !
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Tiffy

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Kann mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen, dass in Deutschland überhaupt irgendetwas legal ist, dass auch nur im entferntesten etwas mit Cannabis zu tun hat.
Oder?
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
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