Autor Thema: Cannabis Öl gegen Epilepsie - kritisch betrachten! Video und Artikel in Englisch  (Gelesen 46888 mal)

Silvio

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Hallo tiffy
das ist mittlerweile eine Grauzone geworden. Der Handel und Anbau ist immernoch verboten, aber der Besitz in Eigenbedarfsmenge wird entweder nur geduldet oder ist sogar erlaubt.
Wer nachweisen kann, dass Cannabisprodukte sich besser eignen als die Medizinischen, dann kann man auch die Kosten für die Beschaffung erstattet bekommen. So hat glaube im Frühjahr das Landgericht Köln entschieden.

Gruß Silvio

Kellymaus

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Moin,

Wenn jemand zu dem Thema detaillierte Informationen möchte und auch Erfahrungen, bin ich gerne bereit, hier fundierte Auskunft zu geben. Da ich zusätzlich zu meiner therapieresistenten Epilepsie auch noch eine schwere
Multiple Sklerose habe, die auch mit schweren Spastiken begleitet wird, habe ich einiges an Erfahrungen mit THC (Dronabinol) gemacht. Weder mein Epileptologe noch mein MS - Spezialist, hatte bei der begleitenden und unterstützenden Einnahme keinerlei Bedenken und auch gab es bei der Krankenkasse keine Probleme der Kostenerstattung.
Allerdings gehört das Thema nicht in den Boxring. :-)))
Beste Grüße.
« Letzte Änderung: 17. Januar 2015, 02:23:28 von Lukania »
"nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten"

Silvio

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Hallo Kellymaus,
mit dem Boxring hast du absolut recht! Nur weil es ein Konflikt mit dem Gesetz gibt ist es kein Grund das Thema nicht ernst zu nehmen. Bei der deutschen Tagung der ILAE ist das Thema Cannabis schließlich auch dabei.
Gruß Silvio

sterntaler

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Spannend, auch wenn diese Diskussion schon alt ist.
Hab gerade von einem holländischen Facebook-Bekannten den Hinweis auf Cannabis-Öl bekommen zur Therapie von Epi+Migräne und dazu den (holländischen) Text, den Silvio auch zum Glück auf Deutsch geschickt hat.
Ich lese mich nochmal in Ruhe durch alle Eure Kommentare ! Ich finde ja sinnvolle Alternativen immer ausprobierenswert und bekomme z. B. Melatonin auch über Holland, da die Deutschen sich auch damit querstellen.
Melde mich sollte ich noch kluge Gedanken haben ...  :-)))
LG Sterntaler - ohne irgendeine Drogenerfahrung -


Ömchen

  • Gast
Hmm, vielleicht dass "richtige" Öl bei kleinem Geldbeutel selbst machen... Danach fertig Dosiert in Gelantinekapseln füllen und schauen ob es was bringt.

Die Zusatzstoffe kann man sich ja wie erwähnt z.B. in einer Apotheke oder Anderweitig besorgen. Nur mal so als Beispiel.  :jojo:

Kennt ihr keinwietpas?

sterntaler

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Hi Ömchen,

ich hab gestern abend gleich Nägel mit Köpfen gemacht und mir Cannabis-Öl 5% bestellt. Das Produkt wird über eine holländische Firma (mit Sitz in Münster!) aber auch vom Hersteller direkt - eine österreichische Firma - über Amazon angeboten. Bin vollkommen platt wieviel darüber im Netz steht !
Die Holländer verkaufen auch die Utensilien um sich sowas selbst zu machen, denn je nach CBD Konzentration kann sich das kaum jemand mit kleinem Geldbeutel leisten. Ich investiere sowieso soviel Geld in meine Gesundheit, der Leidensdruck ist zu groß, so daß ich lieber auf was anderes verzichte.
Aber da ich null Ahnung von der Materie habe, fange ich lieber mit fertigem Öl an, hab mich schlau gelesen was Anfangsdosis betrifft ... Und hoffe inständig auf hilfreiche Wirkung.
Es ist wie bei so vielen Medis:- manchen helfen sie super, anderen null.
Wenns dann hilft, kann ich mich ja ans do-it-yourself machen !  :dance:

Ömchen

  • Gast
Ich investiere sowieso soviel Geld in meine Gesundheit, der Leidensdruck ist zu groß, so daß ich lieber auf was anderes verzichte.

Bei mir gehts noch für das was ich alles nehme. Sind so ~ 160.- € im Jahr an Rezeptgebühren/Zuzahlungen.

Grob geschätzt benötige ich das Selbe noch mal für Abszess-Salben, Pflaster, Verbandmaterial, Oktenisept® und Teebaumöl - insbesondere Aufgrund vermutlicher Nebenwirkungen.

Und in diesem Jahr eine Extrazahlung, weil ich den ersten Teil von meinem Gebiss bekomme. Oberkiefer.  :-))) Zuvor hatte ich immer Top Zähne und Zahnfleisch. Innerhalb der letzten 4 Jahre hat sich das leider plötzlich voll ins Gegenteil entwickelt. Hauptsächlich Kiefer und Zahnfleisch. 2 Zähne habe ich mir kaputt gebissen.

Tiffy

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Moin, moin,
ich habe mir letztes Jahr schon einmal CBD Öl aus dem Internet besorgt und war davon irgendwie nicht begeistert.
Habe den Eindruck gehabt, dass es sich nicht gut auf meine Verdauung auswirkt (konnte nicht mehr so gut aufs Klöchen). Vielleicht war es auch nicht so gutes Öl und irgendeine billig zusammengerührte Sosse!
Vielleicht war es mir aber auch einfach nur unheimlich und es hat an was anderem gelegen
(zu viele Weingummis)  :eatfish:

Ich habe es dann nach nur kurzer Einnahmezeit in die Tonne geworfen. Ärgerlich, denn es war teuer! Ich glaube es waren ungefähr 80 €, die ich für 10 ml bezahlt habe!!!
Nun habe ich mir vor nur kurzer Zeit das schöne Amsterdam angeschaut und mir von dort wieder welches aus dem Hanfmuseum mitgebracht.
23 € für 10 ml !!! 3% CBD.

Hinweis zur Einnahme auf der Packung:
Zweimal täglich 15 Tropfen unter die Zunge und für 60 Sekunden wirken lassen, dann schlucken.
« Letzte Änderung: 07. März 2016, 07:23:31 von Tiffy »
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Tiffy

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Übrigens!
Hersteller 'Sensi Seeds' CBD Öl. Einfach mal 'googlen'  ;)
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sterntaler

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Moin Tiffy,

ja, sensiseeds hatte ich auch schon gesehen, gibt ja verschiedene Hersteller und bisher habe ich 3 gute Shops gefunden. Preise und Konzentrationen variieren sehr.
Die Dosierung bei Deinem finde ich heftig !!
Bei dutch-headshop.com werden bei einer Konzentration von 1,4% CBD Anfangsdosierungen von 1-2 Tropfen 3x/Tag empfohlen !

Hab jetzt ein Mal für 10 ml mit 5% CBD 31,50 € bezahlt und um mit einer geringeren Dosis einzusteigen das klassische Medi-Wied-Olie (Golyolie) 10 ml mit 2,3% CBD (bzw. CBD-A = CBD-Säure) für 19,50 € (plus Versandkosten) gekauft. 

Hab auch Preise um 70-80 € für höhere Konzentrationen gesehen. Die Qualitäten scheinen auch zu variieren. Ebenso die Erfahrungen was Dosierung, Wirkung etc betrifft.
Ich hoffe ich werde nicht enttäuscht. Von 2 holländischen Freunden hörte ich nur Positives, dort scheint es vollkommen normal zu sein das Zeug bei chronischen Erkrankungen zu nehmen. (durch alle Altersgruppen hindurch, also nicht nur Drogenerfahrene)

Danke für den Tip mit Amsterdam. Ich fahre sicher in diesem Jahr mal wieder hin und das Hanfmuseum kenne ich noch nicht. Mein Interesse an dieser Pflanze wächst seit diesem Wochenende sehr !  *freuemich* Jetzt warte ich auf die Zustellungen, dauert noch paar Tage.
Tschüssi, Sterntaler

Tiffy

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@ sterntaler

Hast du auch schon mal etwas von diesem Sublingual Spray gelesen.
Gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Stärken.
Ich habe da etwas bei youtube von dem Hersteller CBD Rich gesehen.
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sterntaler

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Ja, Tiffy, gelesen schon, klingt gut gerade für unterwegs, aber nicht viele Anbieter gefunden. Deinen googel ich mal. Na, ich probieres erstmal so mit den Ölen.

LG, Sterntaler

Tiffy

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Wünsche Dir viel Erfolg.
LG Tiffy  :)
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Silvio

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Es ist Schade, dass es dazu noch zu wenig Infos und Studien gibt. Hoffe das sich das mal ändern wird.

sterntaler

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Hi Silvio,

ja, Du hast Recht. Vor allem in Deutschland ist das offenbar total unbekannt, wohingegen die Holländer das als normale Therapie integrieren. Hier wird es immer noch als Droge negativ betrachtet. Wobei ... bis vor ein paar Tagen wußte ich es auch noch nicht besser.  ;-)

Es soll vor allem auch bei Epi-Kindern helfen, bei denen Medis nicht gut anschlagen !!!

In Den Haag produziert eine Apotheke jetzt extra "Kinder- CBD-Öl" für Epileptiker-Kiddys und die haben offenbar Zulauf auch aus dem Ausland.
Auf Youtube gibt es das Video - dessen Text Du schon gepostet hattest - "Charlotte`s Web". Leider nur auf Englisch und damit blöd für die die das nicht so gut verstehen.