Autor Thema: Depressionen, Alpträume, Panikattacken  (Gelesen 2041 mal)

Lisa Ruben

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Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« am: 10. November 2014, 20:54:37 »
Guten Abend,

ich bin gerade echt am verzweifeln. Ich leide zwar schon seit 2012 unter Depressionen, weil ich da die Diagnose bekam, aber mittlerweile ist es extrem. Momentan bin ich dabei, Levetiracetam abzusetzen und nehme seit heute 250-0-250mg. Ich habe seit ein paar Wochen jede Nacht Albträume und Angst vor der Dunkelheit oder vor dem Alleinsein. Ich schlafe erst um 4 oder so ein, weil ich die ganze Zeit weinend im Bett liege und nicht weiter weiß. Vor einigen Monaten habe ich nie so sehr über meine Epilepsie nachgedacht, wie jetzt. Ich habe immer Angst, dass ich mein ganzes Leben mit der Krankheit leben muss. An eine OP kann ich zurzeit nicht denken, da ich sehr große Panik vor Krankenhäusern habe. (hab da schon einiges traumatisches erlebt)
Die Anfälle, egal wie groß oder klein bringen mich für mehrere Stunden zum heulen, weil sie mich so belasten. Im Juli habe ich meinen Abschluss auf der Realschule gemacht und bin seitdem zuhause, weil mir Ärzte und Psychologen geraten haben, erstmal etwas Pause von dem Stress zu machen. Als ich in der Schule war, hatte ich zwar oft Depressionen wegen Mobbing und anderen Gründen, war auch suizidgefährdet, aber jetzt sollte das eigentlich besser sein, da ich den Stress von der Schule nicht mehr habe, aber es hat sich nur wenig verändert. Suizidgefährdet bin ich zwar nicht mehr, aber depressiv schon und ich weiß nicht, wie ich noch damit umgehen soll, weil ich schon oft bei Therapeuten war und in homöopathischer Behandlung bin. Es hat sich bei mir vieles drastisch verändert. Vor einigen Monaten bin ich noch so oft wie möglich shoppen gegangen oder einfach raus mit Freunden, da ich auch in der Innenstadt wohne und alles vor der Tür habe, aber jetzt sitze ich die ganze Zeit zuhause, weil ich nur noch in Ruhe gelassen werden will. Außerdem habe ich durch meine Medikamente so viel zugenommen, dass ich mich mit meiner Figur so unwohl fühle, dass ich mich nicht raustraue. Mein BMI ist zwar noch ganz im normalen Bereich, aber da ich vor einigen Jahren sehr schlank war, sind 61kg bei meiner Größe von 1,62m zu viel um sich wohlzufühlen. Abnehmen versuche ich schon lange.

Könnt ihr mir bitte helfen, wie ich besser mit meinen Depressionen und meinen starken Schlafstörungen umgehen kann?

Lisa

Lora

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Re: Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« Antwort #1 am: 11. November 2014, 09:34:29 »
Hallo Lisa,

was sagt denn dein Neuro dazu, weiß er bescheid? Es könnten auch NW von den Tabletten sein.

Ansonsten kann ich dir nur raten, dir einen passenden Therapeuten zu suchen, was schwierig sein kann. Doch da muss man suchen gehen. Wie ich deins verstehe, warst du bei vielen verschiedenen Therapeuten, also war bisher nicht der passende dabei? Das ist blöd, doch man kann dann nur weiter suchen..

Vor vielen Jahren konnte ich ebenso im dunkeln nicht einschlafen, was sich mit meiner Therapie gebessert hat. Wie ist das, wenn du einfach das Licht anlässt? Zumindest war es bei mir damit besser.

Viel Glück und gute Besserung,
Lora


Lisa Ruben

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Re: Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« Antwort #2 am: 12. November 2014, 03:09:13 »
Noch nicht, da ich mit meinen zwei Heilpraktikern darüber geredet habe und die sich da sehr gut auskennen, aber die versuchen gerade mir mit Globulis zu helfen und die eine meint, dass ich schon auf dem richtigen Weg sei und, dass das die NW der Tabletten sind, aber das dauert ein wenig bis sich das im Gehirn wieder alles umstellt. Meine Heilpraktiker sind eig. schon eher meine Therapeuten, weil ich mit ihnen viel besser reden kann als mit richtigen Therapeuten, die mir gleich in der ersten Stunde sagen, dass ich in eine Klinik sollte.

Das Licht kann ich nicht anlassen, weil mir das dann wiederum zu hell ist. Das ist mir zwar jetzt ein bisschen peinlich, aber ich lasse im Wohnzimmer immer den Fernseher an, wenn ich ins Bett gehe, vorallem, wenn meine Eltern schon schlafen, weil es sich dann so anfühlt, als wäre ich nicht alleine. In meinem Zimmer habe ich keinen und deswegen mache ich das immer im Wohnzimmer und lass den die ganze Nacht an und meine Eltern wissen auch, dass mir das ein bisschen hilft, aber ich hoffe, dass sich das auch bald mal ändert, weil ich das letzte mal dieses Problem mit 6 Jahren oder so hatte.

Ich bin ja jetzt immer noch wach, weil ich wieder so Schlafstörungen habe.  :(

Vielen Dank!!

Toby

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Re: Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« Antwort #3 am: 14. November 2014, 15:15:54 »
Hallo!

Suche Dir schnellstmöglich einen Psychotherapeuten und suche einen Psychiater auf! Globulis sind ja schön und gut, helfen aber nicht Deine Probleme an der Wurzel zu packen!

Darf ich fragen, wo Du wohnst? Das wäre ja hier hilfreich zu wissen, denn vielleicht gibt es hier jemanden, der Dir eine Empfehlung bezüglich Therapeuten / Facharzt geben kann.

Du kannst Dir natürlich auch Hilfe in einem psychosomatischen Akutkrankenhaus holen. Da brauchst Du lediglich eine Einweisung Deines Hausarztes.

Ich habe zur Zeit einen ähnlichen Lebensweg zu meistern. Mir hilft da meine Therapeutin sehr sehr gut.

Also bis bald und TOI TOI TOI...

Beste Grüße,
Toby

Lisa Ruben

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Re: Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« Antwort #4 am: 16. November 2014, 23:51:13 »
Dann rede ich mal mit meinen Eltern darüber. Ich wohne in Augsburg. Auf keinen Fall könnte ich in eine Klinik, weil mich einige  Klinik bzw. Krankenhausaufenthalte mal so traumatisiert haben, dass ich immernoch oft daran denke. Danke und dir auch alles Gute!

Williams

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Re: Depressionen, Alpträume, Panikattacken
« Antwort #5 am: 29. September 2016, 21:38:54 »
Hallo Lisa, zu der schlafstörung. Du schleichst zur Zeit keppra aus. Kann es ein Entzug symptom sein?
Mfg