Autor Thema: Bei Epilepsie Fahrrad fahren  (Gelesen 9803 mal)

Basti070980

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Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« am: 31. Januar 2015, 14:27:21 »
Hallo an alle,

ich habe mich ja gestern hier in diesem Forum angemeldet und mich auch schon vorgestellt!

Nun habe ich noch eine Frage:
Bei mir besteht ja eine Fahruntüchtigkeit für 12 Monate, und ich sollte nicht aktiv am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen (genau so steht es im Arztbrief).

ICH FAHRE AUCH NICHT, ich könnte nicht damit leben, wenn ich jemand anderes etwas antue!

Darf ich denn Fahrrad fahren? Ich bin ja dann nicht motorisiert, aber nehme am Straßenverkehr teil! Was ist, wenn ich einen Anfall auf dem Fahrrad bekomme, ich stürze, und ein Autofahrer, LKW Fahrer usw. kann nicht mehr rechtzeitig ausweichen?

Wie ist es dann mit der Schuldfrage??

DANKE

Grüße
Basti 

buddleja

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #1 am: 31. Januar 2015, 16:28:49 »
Hallo Basti,

ich darbenfalls nicht fahren. Muss aber zumindest zeitweilig einigermaßen mobil sein und habe mir somit ein E-Bike gekauft (aber nur bis 25 km/h, die anderen sind ja einem Mofa gleichzusetzen).
Mein Spezialist aus dem Epi-Zentrum war soweit damit einverstanden, aber ich denke das ist auch eine Entscheidung von Fall zu Fall. Ich merke meine Anfälle vorher, unter Medikation sind sie milde, allerdings gibt es auch Tage an denen ich mich nicht auf`s Rad setzen würde, denn da weiß ich das was passieren würde und ich nicht reagieren könnte.

Aber um dich anzusichern solltest du evtl. nochmal mit deinem Arzt sprechen.
Sei realistisch: erwarte ein Wunder!

BEpi

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #2 am: 31. Januar 2015, 22:11:07 »
Hi Basti,

also ein Verbot vom Fahrradfahren bei Epi kenn ich nicht. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass man mit einem Fahrradunfall nicht soviel Schaden erstellen kann. Doch man kann mit seinem Unfall sich gefährden und andere Menschen unglücklich machen:
z.B. Du wirst wg. einem Anfall von einem Autofahrer zusammen gefahren. Du wirst schwer verletzt oder noch mahr und der Autofahrer, der nicht schuld war, ist sein Leben lang unglücklich...

Aber wenn ich mir dieses Beispiel immer vor Augen halten würde, brauche ich nix mehr zu machen. Denn ein Anfall kann immer schlimme Folgen haben...
Ich selbst fahr auch Fahrrad. Hatte sogar einen Unfall wegen einem Anfall. Da ist mir zum Glück fast nix passiert. Doch einen viel schlimmeren Fahrradunfall hatte ich, als ein Autofahrer mich übersehen hatte. Und das ist ohne Anfall passiert......

ruth-etc.

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #3 am: 01. Februar 2015, 07:07:20 »
Hallo Basti

Zitat
Darf ich denn Fahrrad fahren?

"Rechtlich" betrachtet auch das "nicht"! :-(

Strafrechtliche Seite: Siehe § 315c StGB - Gefährdung des Straßenverkehrs

Zitat
(1) Wer im Straßenverkehr

1. ein Fahrzeug führt, obwohl er
a) infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder
b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, [...]

[...]

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1
1. die Gefahr fahrlässig verursacht oder
2. fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Im Straßenverkehr muß sich der Täter befinden. Dieser findet auf Verkehrsflächen statt, die vom Berechtigten für jedermann zur Benutzung freigegeben sind. Dazu gehören natürlich öffentliche Straßen, aber auch z.B. Parkplätze von Geschäften oder Gaststätten. Das Schild "Parken nur für Gäste" ändert an dem Vorliegen einer öffentlichen Verkehrsfläche nichts, wenn die Beschränkung des Benutzerkreises nicht auch durch Zäune, Tore oder vergleichbare Zugangshinderhisse verdeutlicht wird. § 315c StGB bezieht sich im Gegensatz zu § 316 StGB nicht auf den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.

Der Tatbestand des § 315c StGB kann unterschiedlich verwirklicht werden. Der Täter muß entweder im Straßenverkehr ein Fahrzeug führen und nicht in der Lage sein, das Fahrzeug sicher zu führen, oder eine der sogenannten Todsünden im Straßenverkehr begehen:

Weiterhin muß der Täter durch die Tat Leib oder Leben eines anderen oder Sachen von bedeutendem Wert gefährden. Diese konkrete Gefährdung muß Folge der Tathandlung sein. Sie liegt nicht bereits darin, dass sich Menschen oder Sachen von bedeutendem Wert in der Gefahrenzone befinden. Der Eintritt eines Schadens ist allerdings nicht erforderlich. Eine konkrete Gefahr kann z.B. in einem zu geringen Sicherheitsabstand zwischen zwei Fahrzeugen liegen.

Der "bedeutende Wert" muß sich auf fremde Sachen beziehen, der Schaden an dem geführten Fahrzeug kommt also nicht in Betracht, auch wenn es sich um ein Leasingfahrzeug handelt. Die betragsmäßige Grenze des bedeutenden Wertes liegt, je nach der Spruchpraxis des erkennenden Gerichts, zwischen 500,-- und 1.000 Euro.

Nr. 1: Der Täter führt im Straßenverkehr ein Fahrzeug und ist nicht in der Lage, das Fahrzeug sicher zu führen: Fahrzeug im Sinne der Vorschrift sind Fahrzeuge jeder Art, also auch Fahrräder oder Rollstühle.

Ein Fahrzeug führen bedeutet, das Fahrzeug in Bewegung zu setzen oder es unter Handhabung seiner technischen Vorrichtungen während der Fahrtbewegung lenken. Dazu müssen die Räder des Fahrzeuges sich drehen. Soweit es lediglich beim Anlassen des Motors oder Einschalten des Lichts bleibt, liegt ein Versuch vor, der allerdings im Gegensatz zu § 316 StGB strafbar ist (§ 315c Abs. 2 StGB). Ob sich das Fahrzeug aus eigener Motorkraft bewegt oder durch andere Einflüsse ist unerheblich. Läßt der Täter das Fahrzeug z.B. einen Abhang herrunterrollen, liegt ein Führen vor.

Der Fahrzeugführer ist nicht in der Lage, das Fahrzeug sicher zu führen, und zwar aus einem der beiden nachgenannten Gründe:

Infolge des Genusses alkoholischer Getränker oder anderer berauschender Mittel. Die Fahruntüchtigkeit hängt sowohl vom Ausmaß der alkohol- oder drogenbedingten Änderung der Leistungsfähigkeit und der Beeinträchtigung der Gesamtpersönlichkeit des Fahrzeugführers ab als auch von der von ihm ausgehenden Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.

Bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr wird die Fahruntüchtigkeit von Kraftfahrern unwiderleglich vermutet. Ein Gegenbeweis ist nicht möglich. Es ist unerheblich ob, die zu dieser Blutalkoholkonzentration führende Alkoholmenge zur Tatzeit schon vom Blut aufgenommen wurde. Die Einlassung, man habe unmittelbar vor der Tat einen eine größere Alkoholmenge in einem "Sturztrunk" zu sich genommen, die zur Tatzeit noch nicht ins Blut übergegangen sei, ist somit rechtlich bedeutungslos.

Für Fahrer von Fahrrädern setzt die Rechtsprechung die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit bei 1,7 Promille an.

Die sogenannte relative Fahruntüchtigkeit kommt in der Regel ab einem Blutalkoholwert von 0,3 Promille in Betracht. Bei einer solchen Blutalkoholkonzentration kann das Gericht eine Fahruntüchtigkeit im Sinne der Vorschrift feststellen, wenn bestimmte Ausfallerscheinungen (z.B. unsichere Fahrweise, Schlangenlinien) diesen Schluß zulassen.

Infolge geistiger oder körperlicher Mängel: Es ist unerheblich, ob es sich um vorübergehende oder dauernde Mängel handelt. Übermüdung und insbesondere der sogenannte "Sekundenschlaf" ist ein körperlicher Mangel im Sinne der Vorschrift. Der Ausfall von Gliedmaßen, z.B. ein eingegipstes Bein, kann ebenfalls einen körperlichen Mangel darstellen.

Ein geistiger Mangel ist z.B. die Herabsetzung der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit aufgrund von Krankheit oder der Einnahme von Medikamenten. Auch bei geisten oder körperlichen Mängeln kann eine relative (d.h. aufgrund von Ausfallerscheinungen erkennbare) wie auch eine absolute Fahruntüchtigkeit vorliegen. Bei einer absoluten Fahruntüchtigkeit kann bereits aufgrund des vorliegenden Mangels (z.B. schwere Epilepsie) auf eine Fahruntüchtigkeit geschlossen werden, ohne daß noch Feststellungen zu Ausfallerscheinungen während der Fahrt getroffen werden müssen.

Quelle: http://www.kanzlei-heskamp.de/staftatbestaende/s-315c-stgb

Weiteres Beispiel, mögliches Szenario, allerdings ohne Radfahrer:
http://www.juraforum.de/forum/t/epilepsie-und-unfall.466086/

Zeitungsbericht:
http://www.112-magazin.de/kb-retter/item/11942-edersee-helikopter-fliegt-verletzten-radfahrer-in-klinik-/-kurzvideo

Bin auch immer gefahren. Ich hatte mit meinem Mountainbike ein Erlebnis im Wald, wo ich vermutlich (?) den Baum nur streifte, das Pedal aber wohl andockte und ich einige Meter weiter zu mir kam. War recht abgelegen, so bekam es niemand mit. Schob das Rad dann nach Hause und lies es eine lange Zeit stehen. Dann fuhr ich hin und wieder, aber nur wenig befahrene Wege, bis ich einmal dachte püh, vergiss es und schon vor der Garage zackig aufsteigen wollte (wohne in einer Kleinstadt). Plums - schon knallte ich samt Rad auf die Seite zu Boden. Bei dieser Bewegung war mein Gleichgewichtssinn wohl doch etwas anders als im stehen... Rad in die Garage und seither steht es da und ich gehe zu Fuß.

Grüße, Ruth

sterntaler

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #4 am: 01. Februar 2015, 10:22:51 »
Guten Morgen,
es gibt da sehr unterschiedliche Meinungen, auch seitens der Ärzte.
Ein Vertretungs-Neuro, bei dem ich wegen extremer Migräneanfälle war, sagt nur lapidar: naja, daß Sie kein Auto und kein Fahrrad fahren ist ja sowieso klar !! Nö, habe ich geantwortet, m e i n  Neuro läßt mich beides fahren. Hat dann etwas Streß gegeben ...
Für mich hängt es primär mit der Art der Anfälle zusammen. Wenn ich solche wie Du, Basti, hätte, würde ich totsicher - zumindest bis zu Phasen der Anfallsfreiheit - kein Rad mehr besteigen, einfach weil die Selbst-und Fremdgefährdung zu groß ist.
Ich habe einfach und komplex-fokale Anfälle, bei denen ich aber offenbar stereotypische Bewegungen/Handlungen ausführe, ohne bei Bewußtsein zu sein. Meine Umwelt kriegt das fast nie mit, einfach weil ich nach außen hin "normal" wirke, vielleicht gerade verlangsamt. Ich merke es nur an Filmriß plus Fehlleistungen, daß ich einen komplex-fokalen Anfall hatte. Die Anfälle dauern offenbar nur Sekunden, und dann denke ich: wieviel Leute sind auf dem Rad oder im Auto abgelenkt durch Handy, Radio, schreiende Kinder, Gespräche, Tagträumerei, seelische Erkrankungen ?! Kriegen die alle ein Fahrverbot ? Es ist bei mir noch nie was passiert - aber wenn, dann würde ich mich schwersten Herzens von dem Radfahren verabschieden.
Und BEpi hat Recht, die größte Gefährdung geht normalerweise von den Anderen aus ...  :-)))
Schönen Sonntag.

smileypieps

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #5 am: 01. Februar 2015, 10:42:01 »
Naja ich seh mich weder geistig noch  körperlich eingeschränkt.
Und wie viele menschen nehmen medis unabhängig von epi. Schildrüse blutdruck etc. Da könnnen auch nw enstehen. Sind die geistig oder körperlich eingeschränkt.

Ich denke da muss wenn überhaupt dieses problem im raum steht, eine klare untersuchung amtsarzt neurologe epileptologe da sein. und sicher auch jemand der letztlich sein okay gibt oder  nicht.

Ist so ein e-bike oder mofa nicht auch ein fahrzeug!? Fährst du damit nur auf radwegen? Das ist doch häufig gar nicht  möglich. Dann musst du  doch auch auf die straße ausweichen.
Dein arzt hat das okay gegeben bzw gesagt das nix dagegen sprräche. Und hier steht wieder im raum, die frage was sagt die zuständige behörde dazu?

Lg
:) - Pieps

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Muschelschubser

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #6 am: 01. Februar 2015, 14:45:32 »
Hallo Ihr Lieben,

ich fahre Fahrrad -  klarer Fall. Ich habe mir nach dem ersten GM-Anfall einen Fahrradhelm gekauft und bin abends/nachts mit einer Warnweste. Mein Licht funktioniert (wichtig) und ich fahre defensiv. Meinen Epi-Ausweis habe ich dabei.
Damit ist aus meiner Sicht das Wichtigste abgehakt. Meine Ärzte haben mir auch nie abgeraten, Fahrrad zu fahren. Wie soll ich denn sonst von A nach B kommen? Schlimm war es daher, als ich wegen meiner ausgekugelten Schulter nach dem GM-Anfall im November 2013 auch kein Rad mehr fahren konnte. Ich bin fast eingegangen.

Grüße von der Muschelschubserin 
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

BEpi

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #7 am: 01. Februar 2015, 15:34:37 »
"Rechtlich" betrachtet auch das "nicht"! :-(


ich würde das nicht unerschreiben. In den Gesetzesauszügen ist kein direkter Verbot aufgeführt. Bei Epilepsie steht "kann" o.ä. was im rechtlichen Sinne soviel bedeutet wie "mal so, mal so...."
Beim Autofahren ist es auch eine Straftat, weil man ohne Führerschein fährt. Und den Führerschein braucht man nicht zum Fahrradfahren.

und das

....und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
....
gegeben ist, ist beim Fahrradfahren nicht zwingend der Fall, da ich mit einem Fahrradunfall schwer jemanden umbringen kann. Sonst dürfte ein Epi nicht mal mit einem Rollstuhl herumfahren:
....
Fahrzeug im Sinne der Vorschrift sind Fahrzeuge jeder Art, also auch Fahrräder oder Rollstühle.
....

ich würde die Gesetzestext so interpretieren, dass es bei Unfällen immer eine Einzelfallentscheidung gibt. (bin aber kein Rechtsanwalt)


Basti070980

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #8 am: 01. Februar 2015, 15:40:03 »
Hallo,

wo bekomme ich einen Epi-Ausweis her?

Danke und Grüße
Bastian

Virgina

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #9 am: 01. Februar 2015, 19:50:40 »
Kein Fahrrad fahren, meins steht auch nur zur Dekoration vor meiner Tuer!  Die Sturzgefahr ist zu gross und mit nem Fahrrad hinfallen, das schmerzt richtig. Auto fahre ich seit laengeren nicht mehr.  Ich fahre Bus!
@@ Wer kein Kind hat, hat kein Licht in seinen Augen @@
(Iranisches Sprichwort)

smileypieps

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #10 am: 01. Februar 2015, 20:28:06 »
ich schmeiße mal in den raum, wenn du als epi einen anfall auf dem fahrrad kriegst und damit ind den fließenden verkehr "eingreifst" sprich vor eiin auto oder so. dann ist der Autofahrer mit schuld. denn er hat auf fahrradfahrer, fußgänger, inliner etc. zu achten.
ich kann auch mit dem fahrrad stürzen, ohne ersichtlichen grund, da bin ich nicht schuld, sondern der autofahrer , der mich !"mitnimmt".

mit alkohol auf dem fahrrad, mh , das sehe ich schon so wie es ist ganz okay.
aber ich finde, die sollten da die sache mit der promillegrenze entsprechend ansetzen.

LG
:) - Pieps

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #11 am: 03. Februar 2015, 21:58:53 »
Hallo Basti, den Internationalen Epilepsie-Ausweis bekommst Du bei verschiedenen Organisationen, ich habe meinen bei meinem Neurologen bekommen, Du kannst ihn aber auch anfordern bei der IBE (International Bureau for Epilepsie oder so ähnlich, sorry, bin mir  wegen der -Auflösung der Abkürzung nicht sicher). Nachfragen kannst Du diesbezüglich auch bei der DGfE oder bei der Deutschen Epilepsievereinigung, beide sitzen in Berlin. Und Deine Krankenkasse kann Dir sicher auch weiterhelfen.

Viele Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

CrazyGrisu

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #12 am: 04. Februar 2015, 11:26:12 »
Im günstigsten Fall mit dem richtigen grossen Fahrzeug so fünf Achsen o-oo---oo aufwärts sparst Du in Zukunft viele Krankhaus-, Arzt-, und Medizinkosten.

Lediglich Deine "letzte" +++Party+++ finanziert dann wer anders und Du hast ein ***Leben*** lang  :jojo: Ruhe vor allem irdischen!

Deine 12 Monate empfohlenes  :luftguck: Fahrverbot verlängert sich dann die selige +++Ewigkeit+++.  :dance:

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 :insel:

Beste Grüsse auf Lebenszeit

Michael
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg Keppra + 125 Lamictal
Mittags: 125mg Lamictal
Abends: 750mg Keppra

Gewicht: 70,0 kg seit 10.12.2015

Basti070980

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #13 am: 04. Februar 2015, 18:37:34 »
Hallo an alle,

danke für die Tipps. Ich frage den Neurologen nach dem Ausweis und dem Fahrradfahren!

Grüße
Basti

Schäfchen

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Re: Bei Epilepsie Fahrrad fahren
« Antwort #14 am: 05. Februar 2015, 15:49:45 »
Hi,
ich denke, dies hängt von der Anfallshäufigkeit ab. Wenn ich am Tag mehrere Anfälle hätte, würde ich nicht Rad fahren, da es einfach zu riskant für mich und andere währe. Als ich die Anfälle alle drei Monate bekam, habe ic hmich dazu entschieden, das Fahrrad fahren nur dort zu genießen, wo einfach weniger Verkehr war....ich habe mein Rad 5 Minuten bin zum Feld geschoben und bin dort gefahren, wo der Verkehr geringer war oder ich ganz alleine war.
Wenn ic hdort einen Anfall bekommen hätte, dann hätte nur mir etwas passieren können...aber eins sollte man auf alle Fälle machen...EINEN HELM AUFZIEHEN....
Jetzt bin ich über drei Jahre ohne Anfall und fahre auch in der Innenstadt Fahrrad....
LG Schäfchen
Ehct ksras!

Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät, ist es
nchit witihcg,
in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in
eneim Wort snid,
das ezniige was wcthiig ist, ist das der
estre und der leztte
Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin snid.