Autor Thema: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe  (Gelesen 5716 mal)

ladybird

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #15 am: 08. Juni 2015, 10:28:28 »
ich war mit lamo in monotherapie, bis auf gelegentliche myoklonien, 6 jahre anfallsfrei, dann hatte ich mit einem mal wieder gm`s in einem abstand von jeweils 3-5 monaten. man hat dann das lamo mehrmals auf schließlich und endlich 400mg/d erhöht, und als auch das keine besserung brachte das levetiracetam dazu genommen. man hat initial gleich mit 2000mg/d begonnen, da man gehofft hat evtl. die eine monotherapie gegen die andere tauschen zu können. da es mir gelinde gesagt ja nicht gut ging, und nachdem dann mittlerweile der dritte neurologe involviert war, sollte das levetiracetam auf 1000mg/d reduziert werden, aber soweit kam es ja dann nicht. ja, unter der kombi hatte ich auch ziemliche konzentrationsprobleme, nicht gerade vorteilhaft. ich arbeite als mtla im labor einer akutklinik, ohne nachtdienste, aber mit bereitschaftsdiensten. damit war dann auch schluss, als ich letztes jahr auf arbeit einen krampfanfall hatte. mit lamo alleine ging es mir spitze, und es wäre mir so auch am liebsten, aber nach dem aufenthalt in der klinik wurde mir dahingehend so ein wenig der wind aus den segeln genommen. wenn ich bei der monotherapie bleibe muss ich mit, wie bisher, etwa 2 gm pro jahr rechnen. ich weiß, das ist wahrlich kein weltuntergang und jammern auf sehr hohem niveau. zusätzlich dürfte ich nie wieder alleine arbeiten und wäre dauerhaft nicht kfz-tauglich (falls ich diese besagten 2 anfälle hätte). das wäre schon eher ein problem. so,also der nächste versuch. und bisher fühle ich mich gut damit. bleibt hoffentlich so.  ;) ach ja, das orfiril hab ich auch durch... grüße zurück!

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #16 am: 08. Juni 2015, 13:29:06 »
ich kenne gesunde Menschen die würden wegen weniger jammern!
Meiner Meinung nach sind 2 GM/ Jahr genauso besch****n, wie permante Müdigkeit. Ich hatte bei meinen GM's unter Orfiril schon sehr viel Gebrauch von meinem Schutzengel gemacht, besonders was das Führen eines Pkw's angeht!
Also keine falsche Bescheidenheit!!!

Jetzt bereiten mir die NW die größten Probleme...
Mein Neuro meinte das es sehr heufig vorkommt das der Körper ein Emunverhalten für Medikamente im Laufe der Zeit entwickelt.
Ich teste ab nächster Woche Lamo und hoffe (wie immer) das Beste.

Wünsche Dir eine stressfreihe Zeit unter Deinen momentanen Medi's!

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #17 am: 08. Juni 2015, 13:37:51 »
Ach nochwas,
meine Arbeit als Maurer wurde mir von meinem Neuro nahegelegt, aufzugeben.
Das Gefahrenpontenzial ist zu hoch und das Risiko das ich mich/andere verletzte ist zu Groß.

Ich habe noch eine Weiterbildung als Hochbautechniker, aber wie ist das jetzt wenn man in seinen Hauptberuf nicht mehr ausüben kann??
Ich bringe jetzt den Medi-Wechsel hinter mich und dann muss ich mir einen neuen Job suchen...

ladybird

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #18 am: 09. Juni 2015, 17:32:34 »
danke dir!  :D
ich wünsch dir ebenso viel glück mit dem lamo und hoffe, dass die nebenwirkungen sich durch den wechsel verabschieden werden.
bei fragen bezüglich wie schauts jetzt weiter im beruf aus, schwerbehinderung usw. hab ich mich durch das "netzwerk epilepsie und arbeit" gut beraten gefühlt. evtl. wäre das auch etwas für dich? lg und schönen abend noch

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #19 am: 23. Juli 2015, 20:25:49 »
Hallo,

kurzer Zwischenbericht.
Bin mit dem Lamo jetzt auf 50-0-25 und habe das Keppra schon komplett abgesetzt. Das Keppra hat bei mir zu einer Cholestase geführt (oben genannte O.P.) und fast zu einer toxischen Vergiftung geführt. Die Doppelnarkose im KH hat natürlich ebenso dazu beigetragen.

Bisher fühle ich mich mit der momentanen Lamo-Dosierung ziemlich wohl.
Was sich bei mir noch unangenehm auswirkt ist ein ziemlich starkes Übelkeitsgefühl direkt nach dem Aufwachen, ca. für eine halbe Std-Std.

Hat jemand Erfahrung damit??


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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #20 am: 31. Juli 2015, 21:25:58 »
Zu früh gefreut.....
Habe einschlaf- und durchschlafstörungen und Rivotril von meinem Neuro bekommen, jemand Erfahrungen damit???

ladybird

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #21 am: 31. Juli 2015, 22:54:19 »
ich hatte damit gott sei dank erst ab 300mg probleme, aber auch immer nur die ersten tage nach der erhöhung. blöd nur wenn man dann irgendwann gar nicht mehr schlafen kann  :-\ hatte dann zopiclon für den äußersten notfall, rivotril kenn ich leider nicht. jetzt erhöhe ich gerade wieder, von 400mg auf 500mg, und hab mir mal baldrian besorgt. dachte mir was soll schon passieren, mehr wie nichts nützen...und ist wenigstens nebenwirkungsfrei (davon habe ich in letzter zeit genug). ich nehme sie morgens, mittags und abends, und siehe da, bisher funktioniert es mit dem schlafen! toi,toi,toi, dass es so bleibt und hoffentlich zeigt sich bei dir bald eine besserung. ich drück dir die daumen! lg

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #22 am: 01. August 2015, 10:45:08 »
hi
hat der arzt gesagt, das Baldrian bedenkenlos genommen werden kann?

Lavendel hat man mir nämlich strikt abgeraten. ebenso Johannisbeerprodukte.

LG
:) - Pieps

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #23 am: 01. August 2015, 11:22:09 »
hallo,
ich habe den arzt gar nicht gefragt. und du meinst wahrscheinlich johanniskrautprodukte. ich denke mal der springende punkt dabei der einfluss auf die cytochrome p450, was bei medikamenten wie antiepileptika, aber auch bei grapefruitsaft oder auch johanniskraut gegeben ist. baldrian, gingko oder auch grüner tee sollen neuesten erkenntnissen nach in kombination mit bestimmten zytostatika wohl eine rolle spielen, das trifft aber auf mich nicht zu, da ich keinen krebs habe. topiramat, welches ein bekannter induktor der cyp ist wird sowieso gerade bei mir ausgeschlichen, also ich fühle mich da auf der sicheren seite. aber natürlich bleibt das jedem selbst überlassen, das ist klar. und natürlich sollte man so etwas auch vorher mit seinem arzt klären, und nicht einfach so wie ich machen.  ;) lg

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #24 am: 03. August 2015, 13:30:24 »
@ ladybird

Ja du hast recht!
Die Einschlafprobleme sind nach der ersten Woche am heftigsten, bilden sich aber langsam zurück und mein Schlaf wird wieder besser ::) :)

Da ist man ein Jahr dran das richtige Medi für einen zu finden und bekommt dann noch den Schlaf entzogen. Da sieht man mal wieder was für eine Chemie in den kleinen Pillen steckt!

Fühle mich seit Monaten extrem kraftlos und schlafe ca. 3 zusätzliche Std am Tag. Unternehmt Ihr eigendlich etwas für Eure Gesundheit (also die die noch übrig ist  ;) ), z.B. Sport, Ernährung usw???

Danke für die tollen Antworten!!

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Re: Medikamentenwechsel und Berufsaufgabe
« Antwort #25 am: 01. September 2015, 11:06:20 »
Bin jetzt bei Lamo 75-0-50 mg, kennt Ihr das, mit den angeschwollenen Lymphknoten, nervt ziemlich beim Schlucken, ist ähnlich einer Erkältung mit Halsschmerzen.

Was macht Ihr dagegen?? :escape: