Autor Thema: Fahrunfähig  (Gelesen 3552 mal)

Tiffy

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #15 am: 06. Juni 2016, 14:35:27 »
Hallo sunset  :)

Ist nicht immer einfach das Positive zu sehen ... aber Du hast wenigstens Deinen Schein  :)

Der Alltag lässt sich heutzutage wirklich nicht einfach organisieren ohne Führerschein. Das weiß, denke ich ziemlich jeder von uns.

Ich habe glücklicherweise auch einen Schein, aber es ist sicher vernünftig vom Steuer wegzubleiben.
Und in der Großstadt ist es sicher nicht allzu schwer seinen Alltag zu organisieren.
Okay, Fahhrad fahren ist auch grenzwertig. Aber, wo kann/soll man da wirklich die Grenze ziehen?
Danach dürfte man noch nicht mal zu Fuß am Straßenverkehr teilnehmen, Oder?
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sunset

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #16 am: 06. Juni 2016, 20:28:56 »
hallo.
also ohne Fahrrad wäre ich aufgeschmissen, Ich fahr am Tag 10km und wenn nicht noch mehr. Ich bin gespannt, wie das weiter geht. Wann ich eingestellt werde, und wann ich fahren darf und wann manche Probleme und sorgen einfach mal verschwinden.

Und mein Ziel ist es auch wieder in eine Großstadt zu gehn, dann bin ich flexibler.
ABer wo ist beim Fahrrradfahren so das große RIsko?

Iggy

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #17 am: 06. Juni 2016, 20:49:24 »
Na ja, da gibt es schon ein Risiko..

Stell dir vor du hast einen GM während du eine belebte Kreuzung auf der Autospur überquerst.....oder du fährst mit dem Rennrad 50 km/h durch eine einsame Landschaft...dann ist das Verletzungsrisiko hoch.

Meine Ärztin sagte mir ich könne noch weiterhin Radfahren, na ja, halt vorsichtig....nicht einsam durch den Wald brettern. Ich selbst bleibe immer wenn möglich auf der Radspur, wird mir der Verkehr zu dicht steige ich ab und schiebe, z.B. bei belebten Kreuzungen. Weiter Strecken fahre ich nicht mehr alleine und wenn ich es nicht grade vergesse ziehe ich einen Helm auf.  Ach ja, und ich fahre langsam wenn ich merke dass ich müde bin. Wenn es mir nicht gut geht, z.B. schwindlig ist, fahre ich gar nicht mehr.

lg, Iggy
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ruth-etc.

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #18 am: 07. Juni 2016, 07:33:27 »
ABer wo ist beim Fahrrradfahren so das große RIsko?

Insbesondere da, wenn du Anfälle hast und damit auf relativ viel befahrenen Straßen unterwegs bist.

Dort ist es zum einen für Dich besonders hoch, aber auch verbunden mit dem Risiko andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Denn ein Fahrrad ist ein Fahrzeug und du bist nun mal zur Zeit laut der "offiziellen" Fahrrichtlinien nicht dazu berechtigt, ein solches im Straßenverkehr zu führen. Sollte es mal zu einem Unfall mit einem Fahrzeug kommen und das da kommt auf den Tisch, ist "unter Umständen" dein Schein weg. Siehe > Gefährdung des Straßenverkehrs.

Ich selbst bin vor ein paar Jahren auch noch oft gefahren. Wo viele Autos fuhren schob ich meist, habe mich aber dann in der sogenannten Pampa mit meinem Mountenbike recht frei bewegen können. Zum Teil auch mal durch Waldstücke, wo es mir dann auch mal passierte das ich zeitlich nicht wirklich erfassbar ein gutes Stück von meinem Rad entfernt zu mir kam. Rekonstruktion: Vermutlich mit dem Pedal einen Baum gestreift oder hängen geblieben?

Inzwischen wohne ich in einer Kleinstadt und mein vorletzter Versuch endete schon vor meiner Garage. Wollte aufsteigen während ich zum anfahren ansetzte und waffelte mich voll hin. Kein wirklicher Gleichgewichtssinn. Versorgte mich kurz, schob mein Rad zur Reperatur in den Fahrrad-Shop.

Letzte Fahrt: Dachte ihr könnt mich alle! Nahm mein Rad und fuhr einfach quer durch die Stadt zum einkaufen. Erst alles Top gelaufen. Auf dem Rückweg (ich fahre wie gesagt auf dem rechten Fahrbahnrand die Straße hoch) plötzlich ne Aura, parallel kribbelt plötzlich mein rechter Fuß und schon knalle ich hin. Mein rechtes Bein funktioniert nicht mehr, ich ziehe mich schnellstmöglich auf den Fußgängerweg. Dort verbringe ich eine Weile (was zum Glück niemanden interessiert), ziehe mich dannach  an meinem Rad hoch, was dann quasi wenigstens noch eine geschobene Gehhilfe ist um nach Hause zu kommen. Ende-Gelände...

Muss eben jeder für sich selbst entscheiden, ist m.E. so individuell wie der Mensch und die Epi.
Zitat von Carlo Levi: "Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht."

sunset

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #19 am: 08. Juni 2016, 07:55:33 »
Okay,danke für eure Berichte.Bei mir hieß es Gottseidank im Gespräch nur Auto.
Ohne Fahrrad wäre ich wirklich aufgeschmissen,da wo ich wohne.
Aber ich kann ja beim nächsten Termin mal in Ruhe ihn Ansprechen.lg

ruth-etc.

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #20 am: 10. Juni 2016, 21:34:31 »
Zum besseren Verständnis: Mir hat niemand dass Radfahren untersagt, geschweige denn verboten.

Viola M

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #21 am: 11. Juni 2016, 19:19:17 »
Das Problem ist doch, dass sich einige Neurologen mit dem Thema Fahrverbot nicht auskennen.
Ich habe letztens von einer anderen Betroffenen gehört, dass ihr Neurologe behauptet, durch eine Aura hätte man noch kein Fahrverbot! Weiß dieser Typ nicht wie schnell eine Aura in einen größeren Anfall übergehen kann? Das kann man ja auch vorher nicht einschätzen, ob es bei der Aura bleibt.
Ich habe bei jeder Aura Angst, dass es zu einem dyskognitiven Anfall kommt. Und dann ist egal, ob man auf dem Fahrrad oder im Auto sitzt.

sunset

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Re: Fahrunfähig
« Antwort #22 am: 16. Juni 2016, 10:24:10 »
ohja Ärzte und ihr Fahrverbot. Laut dem einen Arzt im kh hieß es, es ist evtl doch keine EPI, aber er muss sich jetzt die andern eegs anschauen. Dennoch bleibt das Fahrverbot bestehn, da man ja sich noch nicht sicher ist, aber da ist man sich sicher ;).

Einfach nur nervig. 1 Arzt 10 Meinungen, so fühl ich mich momentan. Manchmal frag ich micht, warum hab ich manche Sachen nur angespochen.

lg