Autor Thema: AU - Wiedereingl. Berufsleben - Teilhabe am Arbeitsleben -berufl. Rehabilitation  (Gelesen 2102 mal)

Adriana

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Hallo zusammen,
2011 war ich bereits hier im Forum.
Mein Mann hatte damals auf Arbeit einen Anfall und weil alle weiteren Untersuchungen unauffällig waren, wurde es als Synkope oder Gelegenheitsanfall bescheinigt und abgetan.
Im Juli 2016 kam es wieder auf der Baustelle zu einem erneuten Anfall.
Es folgten Krankenhausaufenthalte, viele Untersuchungen, auch wurden bei MRT usw. andere Zufallsbefunde gestellt (Spinalkanelstenose, Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule usw.). Dafür hatte er nun Krankengymnastik usw..
Nach dem Anfall 2016 soll er Medikamente nehmen. Da es dabei oft starke Nebenerscheinungen und Nebenwirkungen gab, gab es mehrmalige Medikamentenumstellungen.
Bis letzte Woche wurde Levetiracetam ausgeschlichen und Einstellung auf Apydan extent erfolgt nun.

Mein Mann ist seit Juli 2016 arbeitsunfähig und derzeit im Krankengeldbezug.

Grad der Behinderung von 40 wurde erteilt, Antrag auf Gleichstellung noch nicht gestellt.
Seiner bisherigen Tätigkeit auf dem Bau wird er – wenn überhaupt - nur mit Einschränkungen weiter nachgehen können, da Verbot Arbeit in Höhe und an rotierenden Maschinen (Flex usw.).

Damit beim bisherigen Arbeitgeber evtl. eine Umsetzung möglich wäre und vielleicht gefördert würde, hat mein Mann einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben bei der RV gestellt (Krankenkasse hat nicht gedrängt!). Der Neurologe hat das befürwortet und seinen Bericht eingereicht. Der Arbeitgeber ist auch informiert.

Bei der Antragsabgabe wurde eine Bearbeitungsdauer von ca. 3 Wochen angegeben, welche aber sicher zu kurz angegeben wurde. (Man liest im Internet teilweise von Monaten bis zur Entscheidung???)

Der Arzt kann doch aber nicht - falls es Monate bis zur Genehmigung RV dauert – weiter krankschreiben? Wenn die Medikamente mal eingestellt sind, ist ja Epilepsie für sich allein kein Grund für AU.
Aber was wird dann in der Zeit nach Ende AU bis eventueller Genehmigung des Antrags, wenn man seine bisherige Tätigkeit nicht bzw. nur eingeschränkt machen darf?
Ggf. nach AU erst mal den kompletten Resturlaub vom Vorjahr nehmen und hoffen, dass bis dahin Genehmigung kommt? Oder rutscht man dann erst einmal in die Arbeitslosigkeit?
Arbeitsunfähigkeit definiert sich doch damit, dass man seiner zuletzt ausgeführten Tätigkeit nicht mehr ausführen kann. Und wenn nur mit Einschränkungen? Wie ist da die Lage?

Oder würde man mit dem Ende der AU Ansprüche auf die berufliche Rehabilitation und Eingliederung verlieren? (Obwohl die RV mitgeteilt hatte, die Antragstellung ist nicht von AU abhängig.)

Es würde auch die Möglichkeit bestehen bzw. das würde auch der AG befürworten, vor absehbarem Ende AU beim Arbeitsmedizinischen Dienst der BG Bau zur Tauglichkeitsuntersuchung vorstellig zu werden. Aber auch da dauert dann die Entscheidung eine gewisse Zeit. Und was wird in der Zeit nach Ende AU bis Entscheidung Betriebsarzt?

Sicher wäre eine leichtere und geregeltere Arbeit besser. aber die muß man auch erst mal finden….

Welche Erfahrungen habt ihr, welche Tipps könnt ihr geben?
Wir sind ziemlich verunsichert.

LG

aggi61

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Moin Adriana  :)

Ich kann dir nur sagen, wie es damals bei mir war:

Ich konnte meinen Beruf wegen Bandscheibenproblemen nicht mehr ausüben, strebte eine Umschulung / Weiterqualifikation an und wusste nicht, ob mein Arbeitgeber mich nach der Kündigungsschutzklage (die parallel lief) wieder nehmen muss)

Bei mir war das Integrationsamt eingeschaltet, da ich schon einen GdB von 50 auf Dauer hatte.

Gerichte lassen sich ja bekanntlich Zeit ... kein Resturlaub mehr und Krankengeld auch schon abgelaufen - was also tun???

Ich bin zum Arbeitsamt gegangen und habe mich arbeitslos gemeldet. Von irgendwas muss man (frau) schließlich leben!

WENN (falls) das Arbeitsamt mir eine Stelle angeboten hätte:
Ja, lieber neue Arbeitgeber, ich muss meinen alten Job noch kündigen ... das dauert ... Monate!

In der Regel wird aber das Arbeitsamt erst mal ein medizinisches Gutachten einholen, inwieweit dein Mann überhaupt vermittelbar ist (in welchen Bereichen) und wird ihn verpflichten, sich um eine Reha (ist schon geschehen) und um eine Umschulung (auf die er noch wartet) zu kümmern.

Solang sind sie (meines Wissens) verpflichtet zu zahlen. Danach zahlt ja die Rentenversicherung ... zumindest bei mir.
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Schlaf - ist das nicht dieser halbherzige Coffeinersatz???

Adriana

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Hallo Aggi,

aber das Arbeitsamt zahlt ja nur für die Dauer des Anspruches AlgI (meist 1 Jahr - abhänig Alter usw.).

Und die RV doch nur Übergangsgeld, wenn man in einer Maßnahme oder Eingliederung ist oder eben Rente.

Hattest du von der RV eine Maßnahme?

LG
Adriana

Muschelschubser

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Hallo Adriana, das klingt so kompliziert, dass ich Euch raten würde, zum Sozialverband VdK zu gehen. Da muss man Mitglied werden. Aber das sind Spezialisten, die sich gut auskennen und für Euch kämpfen. Habe bislang Gutes gehört und will selbst Mitglied werden (bin es auch noch nicht).

Viele Grüße von der Muschelschubserin, und viel Glück!!!
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

aggi61

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Moin Adriana

Zitat
Und die RV doch nur Übergangsgeld, wenn man in einer Maßnahme oder Eingliederung ist oder eben Rente.
Ja, ich habe 1 Jahr lang eine ganz tolle (Ironie off) Weiterqualifikation gemacht - gefördert durch die RV ...

Durch diese Maßnahme hätte mich theoretisch mein Betrieb anders weiter beschäftigen können ... wollte er aber nicht.
Hat mich lieber gekündigt und so bin ich dann ins Alg I gefallen für 18 Monate (über 50 J. alt).

Danach dann halt ins Hartz IV ... wer stellt schon jemanden an, der so alt ist und ne Schwerbehinderung hat ...
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CrazyGrisu

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Die AOK möchte mit mir über eine Reha reden!

Muss ich eine Reha machen?

Ich habe Haustiere zu Hause.

Die möchte ich niemanden anvertrauen, weder weg geben noch lange von ihnen.getrennt sein!!

Zierliche Süßwasserfische und eine auf mich bezogene Hauskatze.

Ich habe auch gar keine Lust auf eine Reha!

Ich habe heute auch schon an einen Ort gedacht, wo eine Rehaklinik direkt an der Ostsee liegt.

Heringsdorf auf Usedom.

Reha/Kur ohne die Katze geht gar nicht...

Ratlose Grüße

Michael
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
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Viola M

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Hallo Michael,
warum sollst du eine Reha machen? Bist du schon länger krankgeschrieben? Dann wird es um Wiedereingliederung ins Arbeitsleben gehen.
Lehnst du eine Reha ab, musst du dich nicht wundern, wenn du auch irgendwann ein NEIN von der AOK bekommst, wenn du mal was brauchst.
Sollte es bei dir um Rente gehen, ist eine vorherige Reha immer besser, dort werden Tests gemacht, wie du noch arbeiten kannst.
Es kann auch sein, dass die Versicherungen sagen, wenn der Patient die Reha nicht möchte, kann er gar nicht so krank sein, also werden wir mal sehr viel Dinge streichen.
Um die Versorgung deiner Haustiere musst du dich kümmern, was machst du, wenn du lange im Krankenhaus bist?
Rehakliniken, in denen man Kinder mitnehmen kann, gibt es schon, aber Haustiere, da musst du dich genau informieren. Kann ich mir aber aus Hygienegründen nicht vorstellen. Du wirst doch wohl Freunde oder Familie haben, die sich mal um die Tiere kümmern.
Schöne Grüße
Viola

CrazyGrisu

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Moin Viola, wegen der Tiere gehe ich nicht länger weg.
Über Weihnachten musste ich zu einer Trauerfeier wo ich erst drei Tage später wieder heim konnte.
Geplant war hin und zurück an einem Tag aber es kam anders.
Die Fische kommen zu recht.
Sie vertragen es nur nicht länger ohne künstliches Licht zu sein.

Die Katze hat sich eine Flasche Apfelsaft “gerissen“ und kam gut über die Runden.
Nur ihr Klo kann sie nicht selber spülen.

Die Krankenkasse will nach Möglichkeit kein Krankengeld zahlen und argumentierte es so was ich denn mache nach Auslauf des Anspruchs?

Das soll nicht deren Problem sein!
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Viola M

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Die Krankenkasse muss doch nach Ende der Lohnfortzahlung eine bestimmte Zeit Krankengeld zahlen.
Wenn du so reich bist, dass du ohne Krankengeld auskommst, dann ist es ja ok. Du musst aber auch damit rechnen, wenn du nicht mehr arbeiten kannst und in EM-Rente gehen willst, dass du sehr große Probleme mit der Rentenversicherung bekommst, weil du die Reha nicht gemacht hast. Bedenke immer, dass du und auch deine Tiere von irgendwas leben müssen.

Ich habe z.B. nach meiner Lohnfortzahlung 6 Monate Krankengeld bekommen, danach hat die Krankenkasse mit der Rentenversicherung ausgemacht, dass ich eine Reha machen soll. Auf dieser Reha von 6 Wochen wurde festgestellt, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Es wurde anschließend ein Antrag auf volle EM-Rente gestellt und ich bekam sie sofort unbefristet, rückwirkend zum Reha-Antrag.
Ich weiß aber von vielen Patienten, die keine Reha gemacht haben, dass sie größte Probleme mit Kranken- und Rentenversicherung haben.
Also viel Spaß, weil gegen diese Versicherungen ziehst du immer den kürzeren!

Meditester

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Hi Crazy!
Ich würde auch denken, dass sie dir dann " einen Strick draus drehen."
Also, wenn er eine REHA nicht nötig hat
wird es wohl nicht so schlimm sein.
Da werden dir dann wohl auch Arztunterlagen wenig nützen.
Und später dann, wenn du mal eine REHA möchtest,
werden sie sicherlich ablehnen.

Meditester
Fantasie ist ein Schatz, den dir Keiner nimmt
Auch an eiskalten Tagen trage Wärme im Herzen