Autor Thema: Arbeit und GdB  (Gelesen 882 mal)

Sandra24

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Arbeit und GdB
« am: 03. Februar 2017, 17:32:43 »
Hallo

Ich melde mich weil ich mal euch was fragen wollte  ;) aktuell habe ich ja noch meinen Schwerbehindertenausweis mit 70 % ohne Merkzeichen damals bekommen für die Epilepsie und 2 Kopfschmerzerkrankungen (u.a clusterkopfschmerz) seit August bin ich schmerzfrei und anfallsfrei seit Nov/dez nehme ich keine Medikamente mehr nur für die Schilddrüse. Ich weis dass man den Ausweis wenn man gesund ist abgeben muss. Im Dezember war ich bei meinem Neurologen, der meinte ich soll ihn 2017 auf jedenfall behalten, da man nicht weis wie sich alles entwickelt. Bis Januar 2017 war ich erwerbsunfähig und beim Sozialamt, aktuell wird meine erwerbsfähigkeit hergestellt. Vom Sozialamt bin ich wieder beim Jobcenter und muss bald zum Amtsarzt. Das Jobcenter weis dass ich nen Schwerbehindertenausweis hab. Hab denen aber gesagt dass ich den bald nicht mehr hab weil ich ja jetzt gesund bin. War dann am Mittwoch bei einem Vermittler und er meinte ich soll den Ausweis nicht abgeben sondern lieber behalten weil man damit bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte. Ist das so? Dachte mit so einem Ausweis ist es schwerer  ???
Lg Sandra

Tiffy

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Re: Arbeit und GdB
« Antwort #1 am: 04. Februar 2017, 07:42:28 »
Guten Morgen

Deinen Schwerbehindertenausweis solltest auf jeden Fall noch behalten.
Du bist ja erst seit August beschwerdefrei und wenn der Ausweis erstmal weg ist, dann ist er erstmal weg  8)

Wegen der Ämter solltest Du dir keine Gedanken machen, denn der Neurologe würde dir ja immer eine
ärztliche Bescheinigung unterschreiben und von "Anfallsfreiheit" kann man doch auch erst
nach 1 oder sogar 2 Jahren sprechen, oder ?
Mit einem Schwerbehindertenausweis hast Du auf jeden Fall einen besonderen Kündigungsschutz.

Ich wünsche dir alles Gute  ;)
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Muschelschubser

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Re: Arbeit und GdB
« Antwort #2 am: 04. Februar 2017, 21:50:46 »
Hallo Sandra, vielleicht meinen die alle, dass Du leichter vermittelbar bist auf Jobs (z.B. im öffentlichen Dienst), bei denen Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt werden...?

Auf dem ersten Arbeitsmarkt würde ich erstmal die Schwerbehinderung nicht offensiv angeben, so wie ich generell meine Epilepsie nicht vor mir hertrage und alle drauf stoße. Der bessere Kündigungsschutz nutzt Dir ja vor allem was, wenn Du in einem bestehenden Arbeitsverhältnis bist.  Nur wenn Du bestimmte Tätigkeiten wegen der Epilepsie nicht ausüben  darfst, solltest Du sie gleich angeben.

Alles Gute bei der Rückkehr ins Arbeitsleben! Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

sterntaler

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Re: Arbeit und GdB
« Antwort #3 am: 04. Februar 2017, 21:59:11 »
Ich würde den Ausweis auf jeden Fall so lange behalten bis das Versorgungsamt Deinen Status überprüft. Von "gesund" kann ja erst die Rede sein, wenn es Dir echt sehr lange wirklich gut geht, ohne Medis etc ...
Ich sehe ihn als Schutz an, nicht als Hindernis. Und man muss ja nicht sofort bei einem Bewerbungsgespräch damit herumwendeln ...  :-)))