Autor Thema: plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?  (Gelesen 1293 mal)

Maggy777

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plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?
« am: 05. Februar 2017, 11:12:40 »
Hi ihr Lieben,

bei mir kommt es häufiger mal vor, dass ich mich plötzlich sehr schlecht fühle (depressiv) wie -> alles macht keinen Sinn mehr, ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr und die anderen Gedanken schreibe ich hier lieber nicht hin, weil ich nicht will dass hier irgendwas gelöscht wird.
Aber das kommt alles dann so urplötzlich.
Eine depressive Grundverstimmung habe ich denke ich sowiso, da ich therapieresistent bin und meine Anfalllsrate nach wie vor hoch ist.
Aber die Löcher in die manchmal von jetzt auf gleich falle, die machen mich manchmal sooo fertig! Habt ihr das auch manchmal?  :(

Ich drück euch alle!

Buttermilch

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Re: plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?
« Antwort #1 am: 05. Februar 2017, 13:45:40 »
Hallo Maggy,
ich denke "Depri" ist jeder mal also voll normal.
Bei mir tritt der Fall auch urplötzlich auf. Das macht mich dann auch immer fertig und ängstlich. Dann könnte ich auch im Boden versinken.
Ich schieb das auf die Nebenwirkunken der Tab´s. Welche nimmst du?
Mit meinem NL hab ich bald einen Termin da werd ich das "hoffentlich" auch mal ansprechen.
Vieleicht hilft dir eine Medi umstellung. Ich würd auf alle Fälle mit dem Arzt darüber sprechen. Man sollte so etwas immer ernst nehmen bevor schlimmeres passiert.
gruß buttermilch
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Morgens: 100mg Lamatrigin; 600mg Valprobat + 500mg Levetir... (Super mix)
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Re: plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?
« Antwort #2 am: 05. Februar 2017, 15:45:11 »
Hallihallo,

das hatte ich auch, jahrelang und extrem dramatisch unter Topiramat (war eine schwere NW, die leider nicht ernst genommen wurde).
Seitdem ich Lamotrigin nehme haben sich diese starken Stimmungsschwankungen zum Glück gegeben, jetzt ist es eher so meine eher depressive Grundstimmung, morgens im Tief, abends dann gehts mir viel besser.

Ganz krass hatte ich dieses "schwarze Loch" in Verbindung mit Anfällen (komplex-fokalen)... Und ich habe jahrelang nicht gewusst was da mit mir passiert. Ca. anderthalb Stunden nach dem Anfall bin ich von einem normal ausgeglichenen Menschen ohne besondere Vorkommnisse (mit Ausnahme des Anfalls) in ein schwer suizidgefährdetes Loch gefallen. Nach einem Anfall ca einen halben Tag mit ständiger Durchhalte-Parole, als die Epi noch nicht diagnostiziert war und entsprechend viele Anfälle auftraten, konnte ich nach einer Serie auch 3-4 Tage lang vollkommen ins Dunkel fallen. Ich wusste irgendwann, dass es von alleine wieder besser wird, aber es war schrecklich. Vor allem weil ich es niemanden erzählen konnte. 

Gibt es vielleicht bei Dir eine zeitliche Parallele zwischen Anfällen und depressiven Episoden ? LG und noch einen schönen Sonntag.

Sonya

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Re: plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?
« Antwort #3 am: 05. Februar 2017, 18:10:12 »
Hallo Maggy 777,

ich kenne diese Situation nur zu gut. Mir hat etwas ganz Banales geholfen, dass Ihr nun eventuell beim puren Lesen erst einmal als "Unsinn" abtun mögt. Fakt ist: Es funktioniert wirklich!

Das Ganze geht über 3 Wochen jeden Tag (wirklich JEDEN Tag) schreibt Ihr eine Sache auf eine Liste, die Euch glücklich macht oder für die Ihr dankbar sein könnt. Jeden Tag kommt ein Grund dazu und ihr setzt Euch bewusst mit den davor aufgeschriebenen guten und positiven Dingen erneut auseinander.

Nach den drei Wochen wird es Euch merklich besser gehen. Grund ist (und das ist wissenschaftlich erwiesen), dass man sein Gehirn "programmieren" kann Dinge positiv zu sehen und negative Gedanken auszumerzen.

Versucht es mal^^

Bei mir hat es gewirkt....

LG,
Sonya
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Maggy777

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Re: plötzlich in ein "schwarzes" Loch fallen- normal?
« Antwort #4 am: 05. Februar 2017, 20:13:57 »
Danke für eure Antworten

Ich habe auch komplex-fokale Anfälle.
Nehme:
Lamotrigin 500mg
Zonegran 400mg
Lyrica 300mg

und momentan übergangsweise Rivotril seit knapp 3 Wochen bis ich wieder ins Krankenhaus gehe.
seitdem Rivotril bin ich fast Anfallsfrei (3 Wochen) aber diese depressiven Löcher sind immernoch da. Es wird wohl wieder abgesetzt werden, was ich nicht verstehe, da es mir gut hilft.
Das erste Medikament was wirklich einen Effekt zeigt. Ist halt ein Benzo aber ist mir mittlerweile ehrlich gesagt auch schon egal.

Ich habe teilweise echt unschöne Gedanken manchmal. (Ich denke ihr wisst was ich meine)  Aber das steht ja bei allen meiner Medis im Beipackzettel drin als mögliche Nebenwirkung.

Bei mir wurde ja in den letzten Monaten bei allen Medis immer wieder an der Dosis rumgeschraubt. Meistens erhöht.
Jetzt habe ich seit ein paar Monaten wieder Gedanken daran etwas zu tun womit ich eigentlich seit 6 Jahren aufgehört habe (SVV)- Das war noch bevor ich Epilepsie bekommen habe, dass ich damit aufgehört habe- und dann dieses urplötzliche Auftauchen dieser Depris...  :'(

Aber ich werde mir den Tipp mit der Liste mal zu Herzen nehmen- danke dafür.

Ich drück euch alle