Autor Thema: Arbeiten am Bildscirmarbeitsplatz als Programmierer  (Gelesen 819 mal)

alreemmi

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Arbeiten am Bildscirmarbeitsplatz als Programmierer
« am: 12. Februar 2017, 10:28:10 »
Hallo zusammen,
wie in der Vorstellung geschrieben arbeite ich als Programmierer an einem Bildschirmarbeitsplatz. Ich habe erst seit kurzem die Diagnose idiopatische Epilepsie bekommen und habe deswegen noch viele Fragen.

Bei meiner EEG habe ich nur kleinere Veränderungen beim Flackerlicht gehabt deswegen bin ich denke ich mal empfindlich auf Lichtreize. Jetzt meine Fragen:

1. Welche Schutzmaßnahmen muss/sollte ich am Bildschirmarbeitsplatz einhalten.
- abgedunkelter Bildschirm evtl. sogar ein spezieller Bildschirm mit Schutzmodus? Gibt es so etwas überhaupt? Was sind euere Erfahrungen? Welche Schutzmaßnahmen habt ihr?

2. Sollte ich um weniger Stress zu haben ein Mal pro Stunde 10 Minuten Pause machen.

3. Macht evtl. eine speziell abgedunkelte Brille Sinn um weniger Lichtreite zu bekommen?

4. Soll ich die erste Zeit etwas weniger arbeiten als 8 Stunden?

Danke an alle im Voraus! Weitere Fragen kommen bestimmt.

LG

Muschelschubser

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Re: Arbeiten am Bildscirmarbeitsplatz als Programmierer
« Antwort #1 am: 12. Februar 2017, 19:55:30 »
Hallo, ich fürchte, ich als medizinische Laiin kann Dir da gar keine Antworten geben ... was sagt Dein Arzt? Der müsste das wissen.
Stress reduzieren ist auf jeden Fall gut - aber damit hört es bei mir schon auf. Ich arbeite auch am Bildschirm, mache manchmal nicht mal Mitagspause und arbeite oft länger als die tariflich bezahlte Arbeitszeit   >:-( aber Auswirkungen auf meine Epi merke ich nicht direkt. Bei mir gibt es "verspätete" Anfälle, die aber nicht direkt mit dem PC zusammenhängen.

Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

philivey

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Re: Arbeiten am Bildscirmarbeitsplatz als Programmierer
« Antwort #2 am: 17. März 2017, 13:13:39 »
Ich arbeite ebenfalls zu 100% als SW Entwickler und habe eine aktive GM-Epilepsie.

Für mich besteht da ein riesen Konflikt und ich bin überzeugt, meine Epilepsie würde wesentlich positiver verlaufen, würde ich einen anderen Beruf ausüben. Die abwechslungsarme, monotone, abstrakte Tätigkeit des Programmierens ist, so glaube ich, ungünstig für die geistige Gesundheit allgemein, was sich auf eine Nervenkrankheit wie Epilepsie bestimmt auch negativ auswirkt.

Wir als "chronisch Kranke" müssen schlussendlich wie jeder andere auch einfach besonders auf eine gute Work-Life Balance achten.
1.) Eine lange Mittagspause fernab von jeglicher Elektronik - meiner Meinung nach mehr Wert als stündliche Pausen.
2.) Übernehmen von anderen Tätigkeiten um Abwechslung in den Arbeitsalltag zu bringen (Projektleitung, Businessanalyse, Ausbildungs- und Kaderfunktionen...)
3.) Sport
4.) Natur
5.) Gleichmässige und keine exzessiven Arbeitszeiten. Wenn du die Möglichkeit hast, vorübergehend dein Pensum zu reduzieren, so wäre dies sicher eine gute Idee.

Eher weniger befürchte ich die Arbeit am Computer als unmittelbarer Auslöser für Anfälle. Ich denke mit modernen LCD Bildschirmen sind die Lichtreize kaum ein Problem. Das war früher mit den Röhrenbildschirmen bestimmt anders...
Ich würd den Bildschirm einfach nicht heller als wirklich nötig einstellen, dann brauchts bestimmt auch keine Sonnenbrille ;-)