Autor Thema: Schreiben vom Versorgungsamt  (Gelesen 921 mal)

Sandra24

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Schreiben vom Versorgungsamt
« am: 21. März 2017, 12:28:49 »
Hallo :)

habe ja noch aktuell einen GdB von 70 ohne Merkzeichen. Seit August gesund seit November ohne Medikamente. Habe deswegen beim Versorgunsamt einen Änderungsbescheid gestellt weil ich den GdB loswerden möchte. Heute kam Brief vom versorgungsamt und die schreiben:

"Die Überprüfung durch unseren Ärztlichen Dienst ergab, dass eine Reduzierung ihres GdB aufgrund Besserung nach den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen derzeit nicht möglich ist. Bei dauerhafter Anfallsfreiheit und fehlender Notwendigkeit einer medikamentiösen Therapie könnte der GdB nach einem Zeitraum von 3 Jahren reduziert werden"

"Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf die mit Bescheid vom 25.09.2013 getroffene Feststellung zu verzichten"

"mit Schreiben vom 15.03.2017 haben wir Ihnen mitgeteilt, dass sie auf die nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch mit Bescheid vom 25.9.2013 getroffene Feststellung verzichten können. Wir weisen sie deshalb auf folgendes hin: Da der GdB künftig unter 50 beträgt steht ihnen kein Schwerbehindertenausweis mehr zu. In diesem Fall wird der bescheid vom 25.09.2013 aufgehoben;die darin getroffene Feststellung erlöschen vollumfänglich"

"Falls Sie in Kenntnis dieser Informationen einen Antrag auf Verzicht i.S. des Paragraph 46 SGB I stellen möchten, fügen Sie bitte neben Gründen für Ihren Verzicht den Bescheid vom 25.09.2013 und den Schwerbehindertenausweis bei. Sofern ihr Verzicht nicht entsprochen werden kann, erhalten sie diese Unterlagen selbstverständlich wieder  zurück"

Das steht im Schreiben. Meine Frage:
Das heißt also ich kann wie es im brief steht auf die Feststellung vom GdB verzichten schreibe meine Gründe und schicke das mit dem Ausweis zurück zu denen? und hoffe das die das akzeptieren? Hoffe das ich das richtig verstanden habe?

Danke Eure Sandra :)

susili

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Re: Schreiben vom Versorgungsamt
« Antwort #1 am: 21. März 2017, 16:31:34 »
liebe sandra,

davor kann ich nur warnen: nicht verzichten! du weisst nicht was die zukunft bringt.

den GDB auf diese art und weise loszuwerden ist nicht der richtige weg.

herzliche grüße, susili
Mein Buch - Autobiografie - 40 Jahre Epilepsie - - - Psychose vom Keppra - Epilepsie-Chat - Das Schlimme an Zensur ist █████

sterntaler

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Re: Schreiben vom Versorgungsamt
« Antwort #2 am: 21. März 2017, 18:15:50 »
Ich schliesse mich Susili an, ich würde den Status immer behalten, es kann Dir nicht schaden, wohl aber helfen.

LG

(im übrigen kapiere ich das Schreiben nicht wirklich :-))), ich würde daher beim Amt anrufen und persönlich nachfragen was das soll)

Juntos

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Re: Schreiben vom Versorgungsamt
« Antwort #3 am: 21. März 2017, 18:22:52 »
Ich kann mich da auch nur anschließen den anderen beiden.

Zudem wäre die Frage wenn du auf die Feststellung von 2013 rückwirkend verzichtest und seit der festellung aber auf Grund des Schwebi Vorteile hattest, in welcher Form auch immer (Kündigungsschutz, mehr Urlaub, Steuer, keine Ahnung..) ob dir das dann noch zusteht, oder du da Rückwirkend Probleme bekommen könntest.

Immerhin so wie ich das Schreiben verstehe, würdest du auf die Feststellung von 2013, wo du wohl deinen Antrag gestellt oder eventuell folgeantrag/verschlimmerungs Antrag gestellt hast, verzichten. Somit wäre es als hättest du nie oder zumindest ab 2013 keinen Schwebi gehabt.


Andere Frage, wieso willst du ihn denn unbedingt los werden?
Ich meine du musst ihn doch nirgends angeben, wenn du nicht willst. Wenn du ihn nicht angibst, stehen dir halt die eventuellen Vergünstigungen und co nicht zu.
Aber viel mehr ja auch nicht.

Und zweite Frage
Zitat
Seit August gesund seit November ohne Medikamente.
ähm versteh ich nicht. In wie fern denn gesund? Epilepsie "geheilt" oder wie...
Und November ist nicht wirklich lange her...
Nur so Gedanken...

Lg Juntos

Sandra24

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Re: Schreiben vom Versorgungsamt
« Antwort #4 am: 21. März 2017, 18:49:43 »
Huhu

Danke schon mal :) den ausweis bekam ich damals hauptsächlich wegen kopfschmerzen die ich nach epilepsieop hatte. Seit august bin ich schmerzfrei.

Ja ich verstehe euch und gebe euch auch recht. Der grund Warum ich den ausweis loswerden möchte ist weil das jobcenter vom ausweis weis und ich deswegen bei einem vermittler für schwerbehinderte bin. Wäre auch kein problem allerdings werde ich wie eine schwerkranke behandelt. Beim letzten termin meinte der vermittler dass er mich wo reinbringen will wo nur schwerbehinderte sind so eine art behindertenwerkstatt. Hat aber dazu gesagt dass ich das nicht machen muss. Ich bin wieder vollständig erwerbsfähig. Beruflich bin ich kinderpflegerin und möchte in ein paar jahren auf erzieherin weitermachen. Ich habe bedenken dass mir der ausweis steine in den weg legt bzw ich vom kindergarten wegen dem ausweis abgelehnt werde. Es heißt zwar dass firmen auch schwerbehinderte einstellen müssen aber das betrifft wohl eher großfirmen. Im kindergarten sind meistens 1 erzieherin und 2 kinderpflegerinnen. Möchte einfach keine probleme bei der jobsuche haben

Lg sandra

Muschelschubser

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Re: Schreiben vom Versorgungsamt
« Antwort #5 am: 24. November 2017, 23:04:35 »
Hallo Sandra, wie ist es weitergegangen bei Dir? Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!