Autor Thema: Arbeit und ängste  (Gelesen 1733 mal)

dodo

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Arbeit und ängste
« am: 25. März 2017, 04:22:08 »
Angst vor Anfällen bei der Arbeit

Ich habe seit 2 Jahren die Diagnose Epilepsie. Meine Lehre als Zerspanungsmechanikerin konnte ich mit viel Unterstützung beenden. Seit 1 jahr bin ich Anfalls frei trotzdem bekomme ich Panik wenn ich wieder an offene Maschinen soll und gelegentlich sogar wenn ich alleine an der Straße laufe, Auto fahre ich seit her nur wenns sein muss. Momentan hat mir mein Arbeitgeber eine andere Stelle zugewiesen aber er möchte mich eig. An der maschiene

Vll hat ja jemand einen Tipp wie ich das in den griff bekommen.
Danke schon mal eure steffi

Joy

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #1 am: 25. März 2017, 10:51:16 »
Hi dodo,

da sind deine Aussichten aber schlecht. Das steht doch überall und kriegt man vom Arzt gesagt, dass man nicht an großen, schweren Maschinen arbeiten soll, die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß.

Im Griff kriegt man die Anfälle wohl kaum, außer vielleicht die Anfallsauslöser meiden und auf die Tabletten hoffen.

lg Joy

dodo

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #2 am: 25. März 2017, 11:57:33 »
Hi joy,
Danke für deine Antwort. Es heist Immer wieder was anderes mal würde es gehn mit entsprechenden Schutz Einrichtungen mal heißt es aufkeinenfall - ich habe selbst schon Im BGVR nach geschlagen danach wäre es inordnung wenn ich wieder an Maschinen geh zumindest verkapselte.  Bei mir wurde bis jetzt leider kein direkter Auslöser gefunden und wie gesagt bin ja seit 1jahr anfallsfrei.
Das letzte EEG hat auch nur noch eine Kurve aufgezeigt. Trotzdem bekomm ich Panik es sitzt halt im Kopf fest die stürze usw

LG dodo

ruth-etc.

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #3 am: 28. März 2017, 22:15:38 »
Hi dodo

Bin nicht anfallsfrei, arbeite im Maschinenbau und mache alles was mir erlaubt und auch möglich ist. Persönlich mache ich mir da garnicht so einen Kopf, weil ich einzelne Risiken m.E. (die Praxis zeigt es auch) doch Recht realistisch einschätze.

Was kann mir passieren?
Wie hoch ist dass "tatsächliche" Risiko?
usw. ...

Meine Empfehlung für Dich. Vielleicht könnte dir dass Buch von Dr. Doris Wolf - "ABC der Gefühle" eine Hilfe sein. Es zeigt auf, wie Gedanken und Gefühle zusammenhängen. So nach dem Motto: Es sind nicht Dinge (A) die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge (B). Wenn wir daran etwas tun, ändern sich auch unsere Gefühle (C).

Wenn alles nix bringt, hilft nur noch Weiterbildung. Evtl. in Richtung technische Fachwirtin z.B. Soweit ich informiert bin brauchst du für die Weiterbildung zur Technikerin 3 Jahre Berufserfahrung. Ist zumindest bei uns im Bereich Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik so.

Wenn du das da geschafft hast, schaffst du es jetzt auch.

Alles Gute auf deinem Weg!  :-)

dodo

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #4 am: 29. März 2017, 16:16:13 »
Das heißt also ich kann wieder an Maschinen arbeiten solang ich mich gut genug dafür fühle - das ist das positivste was ich seit langem höre - ich werde mir das Buch holen vll zeigt es wirklich andere umgangsmöglichkeiten auf - vielen vielen dank für die aufmunternde Nachricht bin ja doch sehr jung und da bricht für einen recht schnell die "welt" zusammen. Vorallem wenn man so wie ich einen konkreten lebensplan hatte

Es freut mich sehr das es dir trotz Anfällen beruflich gut geht das hat mir sehr geholfen Danke nochmal😊 ruth

Joy

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #5 am: 30. März 2017, 09:31:01 »
Hi Dodo,

wenn du solange schon anfallsfrei bist, ist die Situation ja wieder etwas anders. Kommt auch drauf an, mit was für Art Maschinen du arbeitest und was für Anfälle. Kriegst du einen GM, kann es fies ausgehen, hast du "nur" Auren, passiert für normal nichts, weil man sich noch retten kann.

lg Joy

dodo

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #6 am: 30. März 2017, 14:11:21 »
Hi Joy,
Meine Anfälle sind leider GM und für mich unkontrollierbar wobei mein Umfeld mittlerweile weiß wann es soweit ist - ich starre wohl in meinen Blick und werde erst für sek. Steif in meiner Bewegung bevor ich falle und krampfe. Es waren eig. Manuelle offene Drehmaschinen mit einem Futterschutz. Ich denke eine verkapselte Maschine die sich programmieren lässt mit Stillstand Einrichtung würde ich mir zu trauen.Mein Arbeitgeber will mich zumindest wieder auf die Art einsetzen. Mal sehen was passiert....

Joy

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #7 am: 30. März 2017, 14:36:44 »
Hi doro,

probiere es doch einfach aus. Es gibt auch gesunde Menschen, die sich ein Finger abhacken oder so, das ist mal in meiner letzten  Arbeit wem passiert.  Entscheiden kannst eh nur du.

LG Joy 

Muschelschubser

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #8 am: 01. April 2017, 23:48:42 »
Hallo Dodo, gucke doch mal beim Netzwerk Epilepsie und Arbeit (NEA) nach, da steht alles gut aufgeschlüsselt da, wie das rechtlich geregelt ist. Dein Arbeitgeber kann auch Unterstützung bekommen, wenn er Dich weiter beschäftigt etc. Hauptsache, Du bleibst in Lohn und Brot  :)

Grüße von der Muschelschubserin 
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

dodo

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #9 am: 08. April 2017, 15:44:42 »
Hey erst mal vielen Dank für die Ratschläge und tipps.
Selbstverständlich kann nur ich entscheiden und ja es ist richtig auch gesunde Menschen fehlen Finger. Ich werde es nehmen wies kommt und zumindest allem einen versuch einräumen. Mehr wie schief gehn kanns ja nicht 😅 und ich mein ich bin 6monate mit gm ohne Behandlung an der manuellen gestanden bevor ich doch mal zum dok. Bin😨 also hoch die Hände nicht jede Krankheit bedeutet das ende😆😆

stefi

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Re: Arbeit und ängste
« Antwort #10 am: 07. Juni 2017, 15:58:39 »
Hey dodo,
ich arbeite ebenfalls als Ausbilder im Maschinenbau. Das wichtigste ist, dass du offen mit dem Thema umgehst, d.h. dass dein Meister und direkte Mitarbeiter von der Epilepsie wissen und damit umzugehen, bzw. reagieren.
Du kannst doch als Zeichner (Technischer Produktdesigner)  umschulen lassen, dann sitzt du im Büro.
Weiterbildung als Techniker, oder Betriebswirt ist auch möglich.
LG Stefi
Mittendrin im Wechsel  ;)