Autor Thema: Ärztliche Approbation und Epilepsie  (Gelesen 801 mal)

Lena2911

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Ärztliche Approbation und Epilepsie
« am: 27. März 2017, 20:54:24 »
Hallo zusammen,
hat jemand eine Idee oder ist selbst betroffen, wie es mit der Gesundheitsprüfung bei der ärztlichen Approbation aussieht? Dort steht ja "Ein Anhaltspunkt dafür, dass ihr / ihm in gesundheitliche
r Hinsicht die Eignung, für
die Ausübung des Arztes / der Ärztin fehlt, hat sich n
icht ergeben. "

Aber was soll das genau heißen?
Ich finde einfach nichts im Internet und hoffe auf Erfahrungsaustausch. Ich finde leider absolut keine Medizinstudenten oder Ärzte mit Epilepsie 😞 Keine Forenbeiträge (weder epilepsiespezifische, noch medizinspezifische), nichts beim Landesprüfungsamt, nichts beim Marburger Bund ("Gewerkschaft"), nichts bei allgemeinen Epilepsieseiten. Das höchste der Gefühle, was ich gefunden habe, waren folgende Dinge: "; z.B. kann es nach dem Medizinstudium Probleme mit der Approbation (der Zulassung als Arzt) geben." (super genau.. nicht), "Approbation entzogen, weil er seine Erkankung nicht dem Betriebsarzt mitteilte" (würde ich natürlich machen!), ein Beitrag von über 10 Jahren (Approbationsordnung hat sich geändert). Der einzige Lichtblick momentan ist, dass die Vereinigung "Studierende mit Beeinträchtigung" für mich gerade nochmal eine Anfrage an das Prüfungsamt stellt und Details offen legt, sodass ich trotzdem anonym bleiben kann.

Vielleicht habt ihr einen Rat für mich.
LG Lena

Zeli

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #1 am: 27. März 2017, 23:15:46 »
Huhu,
also als ich in der epiklinik war hieß es das da auch ganz viele Ärzte sind die selber epi haben. Gut eingestellt und keine gms etc (oder nur nacht) vermute ich mal. Aber der doc hatte gesagt das sei kein problem weil ich auch medizin studieren wollte.
Lg Zeli

ruth-etc.

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #2 am: 28. März 2017, 18:16:43 »
Gibt (in der Regel) immer irgendeine Möglichkeit.  :tröst:

http://www.medi-learn.de/foren/archive/index.php/t-58650.html

Louisa

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #3 am: 03. Oktober 2017, 20:49:41 »
Hey Lena
hast du was herausgefunden und mittlerweile vielleicht auch schon deine Approbation? Ich treibe mich mit den gleichen Fragen des Nachts durch die Untiefen des Forums. Ich bin im 10 Semester und bange jetzt auch etwas mit der Betriebsarztuntersuchung. Ich bin seit ich 12 Jahre alt war Anfallsfrei und hatte auch vorher nur Absencen. Trotzdem ist Fakt das ich ne Epilepsie habe  :(. Auch ist für mich die Frage wie ich das mit den Nachtschichten handeln soll. Falls du ein paar antworten gefunden hast wäre es ein absoluter Traum wenn du mir etwas dazu sagen könntest wie es bei dir gelaufen ist.
Liebe Grüße
Louisa

Lena2911

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2017, 08:38:13 »
Naja, ehrlich gesagt nicht, alles mögliche, aber nichts konkretes :D Von "Du hast da überhaupt keine Probleme" bis "Da wird es schon Einschränkungen geben", bei mir ist ja alles noch sehr viel frischer als bei dir! Ich bin morgen aber nochmal bei meinem Betriebsarzt an meinem Uniklinikum, weil ich eine neue Eignungsfeststellung für die nächsten Blockpraktika benötige, da werde ich nochmal wirklich tief bohren. Wenn es eine Art von Arzt wissen sollte, dann er! Ich werde es dann hier nochmal reinschreiben.

Meditester

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #5 am: 04. Oktober 2017, 12:12:08 »
Hallo Lena2911 !

Vielleicht hilft dir dieser Link etwas.
Du brauchst aber einige Zeit zum Lesen.
(Seite 11 und 15 sind vielleicht die Interessantesten.)

http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/250-001.pdf

Meditester
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Lena2911

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #6 am: 05. Oktober 2017, 18:08:55 »
Hallo Meditester!
Den Link habe ich auch schon gefunden, war leider, wie so vieles, auch eher wenig konkret, wenn es um den Arztberuf und nicht um Ausbildungsberufe geht. Gerade auch im Bezug auf die sehr unterschiedlichen Fachrichtungen.

Mein Betriebsarzt meines Uniklinikums konnte mir folgendes sagen: Man MUSS es sagen (was man sich natürlich schon dachte), aber sobald man über ein Jahr anfallsfrei ist (wie es bei dir ja der Fall ist), ist man laut Straßenverkehrsordnung nicht mehr fremdgefährend, weil man ja auch Auto fahren darf, sodass man auch invasive Tätigkeiten machen darf. Mit der Eignungsbescheinigung zur Apporobation sollte es am wenigsten Probleme geben, weil die ja "nur" irgendein Arzt unterschreiben muss. Bei dir wird es also keine Problem sein! Welche Fachrichtung möchtest du denn machen (schreib mir sonst ggf privat)? Ich komme jetzt erst in das 7. Semester, bin noch weit unter einem Jahr mit komplex-fokalen Anfällen, weil erst seit einem Jahr diagnostiziert, aber so ist die Approbation auch noch ein bisschen entfernt.

LG
Lena

Meditester

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #7 am: 05. Oktober 2017, 19:54:00 »
Hallo Lena2911!
Ich will nicht studieren.
Auch ist mir das Ausüben eines Berufes
aufgrund des miserablen Gesundheitszustandes nicht mehr möglich.

Meditester
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Lena2911

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Re: Ärztliche Approbation und Epilepsie
« Antwort #8 am: 06. Oktober 2017, 13:32:43 »
Ich meinte auch Louisa, die vorher auch wegen der Apporbation gefragt hatte :-)