Autor Thema: Auto fahren? - Raus damit!  (Gelesen 1236 mal)

Tiffy

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Auto fahren? - Raus damit!
« am: 24. September 2017, 09:28:57 »
Fährt hier eigentlich jemand trotzdem Auto?
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yossarian

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #1 am: 24. September 2017, 09:43:24 »
Hallo Tiffy,

darf ich dich bitte fragen, was Du unter „trotzdem" verstehst?

yossarian
« Letzte Änderung: 24. September 2017, 09:45:59 von yossarian »

Tiffy

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #2 am: 24. September 2017, 09:51:48 »
Trotzdem eben.
Trotz der Krankheit.
Soweit ich weiß ist es doch verboten?
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Tiffy

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #3 am: 24. September 2017, 10:31:01 »
Ich habe gelesen, es kommt auf die Anfallsart an.
Dann wie lange so ein spezieller Anfall nicht mehr vorgefallen ist.
Mit Medikamenten, ohne Medikamente.

Übrigens, ich habe mein Auto vor längerer Zeit verkauft.  :-\
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yossarian

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #4 am: 24. September 2017, 11:53:46 »
Hallo Steffi,

über das Fahren trotz Epilepsie haben wir schon oft geschrieben. Du hast recht, in einigen wenigen Fällen ist es möglich, dafür gibt es Richtlinien, die das relativ genau festlegen. Sie werden stets aktualisiert und dem heutigen Verkehrsgeschehen angepasst. Wenn es diese Richtlinien nicht gäbe, reichte schon die Straßenverkehrsordnung, dort steht Genaueres im Paragraphen 1.

Wenn Du mehr dazu hier im Forum lesen möchtest, einfach oben rechts bei der Suchfunktion „Führerschein“ eingeben. Ich empfehle dringend, das Fahren nach längerer Enthaltsamkeit wegen der Erkrankung mit dem Neurologen abzusprechen, damit im Falle eines Verkehrsunfalles Klarheit herrscht.

Gute Grüße
yossarian

Das Wichtigste zum Führerschein für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Fuehrerschein-502.html

Meditester

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #5 am: 25. September 2017, 12:48:16 »

Ich selbst nur weiss genau, dass ich ungeeignet oder geeignet bin zu fahren.
Schon des öfteren wurde gesagt, dass ich fahren soll.
Aber ich kann es beurteilen, das ich ungeeignet bin.
So lange Anfälle auftreten, egal in welcher Form, setze ich mich nicht auf die Fahrerseite.

Meinen Führerschein behalte ich jedoch als Erinnerung an sorglose Zeiten ohne Epi.
                                               *augenroll*

Meditester
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Auch an eiskalten Tagen trage Wärme im Herzen

Muschelschubser

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #6 am: 25. September 2017, 23:49:27 »
Hi Tiffy, ich bin nach längerer Anfallsfreiheit Auto gefahren, aber nur mit dem Einverständnis meines Arztes. Nach einem großen Anfall ein Jahr lang nicht, ist ja klar. Und an "komischen" Tagen (Vorgefühl) auch nicht. So viel Verantwortungsbewusstsein muss sein!
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

Olli73

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #7 am: 26. September 2017, 12:55:20 »
Moin,
ja, ich fahre Auto.
musste aber damals 1991 eine 3 jährige Anfallsfreiheit nachweisen ich glaube heute ist es nur noch ein Jahr.
Ich muss dazu sagen, meine Anfaälle sind sehr unregelmäßig, waren schon mal 18 Jahre weg. Alle 5-8 Jahre bin ich wieder dran, kann mich also in diesem Punkt glücklich schätzen .-) . Obwohl mein EEG doch eine eindeutige sprache spricht .
bG Olli

Viola M

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Re: Auto fahren? - Raus damit!
« Antwort #8 am: 26. September 2017, 14:19:47 »
seit meinem Rezidiv vor ca. 3 Jahren nach 20 Jahren Anfallsfreiheit fahre ich nicht mehr, da ich immer noch isolierte Auren und Auren mit dyskognitiven Anfälle habe und bisher therapierefraktär bin. Ich weiß, dass aus einer Aura sehr schnell ein größerer Anfall entstehen kann und daher die Aura bezüglich Autofahren genauso bewertet wird, wie größere Anfälle. Ich muss 1 Jahr anfallsfrei (auch aurafrei) sein, damit ich wieder fahren darf und daran halte ich mich auch. Erst, wenn mein Epileptologe grünes Licht gibt, fahre ich wieder. Ich sage immer: wenn mir selber nur was passieren würde, wär es nicht schlimm, aber ich möchte anderen nicht weh tun, und das kann ich leider im Anfall nicht steuern, also fahre ich nicht.
Die Ärzte müssten sich meiner Meinung nach besser schützen, indem sie sich unterschreiben lassen, dass sie uns aufgeklärt haben.