Autor Thema: Lamotrigin als Medikament gegen Depressionen in der Schwangerschaft  (Gelesen 1519 mal)

Käthe

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Hallo , ich bin noch zimlich neu hier :)
Ich bin 24 und wünsche mir ein kind. Ich leide unter Depressionen  , und nehme deswegen Lamotrigin 100--150 . Ich hab angst das es in der schwangerschaft probleme geben könnte wegen dem medikament.
Hat jemand hier ähnliche erfahrungen?
Gerne auch diskussionen oder anregungen zu dem thema
Lg käthe

susili

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Re: Lamotrigin als Medikament gegen Depressionen in der Schwangerschaft
« Antwort #1 am: 14. November 2017, 02:40:53 »
hallo liebe käthe :)

ich habe nur eine "kleine" anmerkung:

lamotrigin ist eigentlich - das - medikament, welches in der schwangerschaft besonders gut sein soll, und empfohlen wird.

sprich doch bitte mit deinem gynäkologen und dem neurologen, die müßten das genauer wissen.

alles gute!

herzliche grüße, susili
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JuMaJo

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Re: Lamotrigin als Medikament gegen Depressionen in der Schwangerschaft
« Antwort #2 am: 01. Januar 2018, 22:03:32 »
Hallo, mir geht es ähnlich wie dir , mein Neurologe hat zwecks Schwangerschaft vor, mich komplett auf Lamotrigin umzustellen, zzt nehme ich noch Keppra dazu und mache mir entsprechend ähnliche Gedanken ... LG und natürlich ein gesundes neues Jahr an alle!

Karasch

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Re: Lamotrigin als Medikament gegen Depressionen in der Schwangerschaft
« Antwort #3 am: 18. Januar 2018, 15:18:13 »
Hallo Käthe und auch HannaJo,
hoffentlich kann ich euch ein bisschen Mut machen. Ich nehme auch Lamotrigin und ich hatte deswegen große Angst während der Schwangerschaft. Es ging aber alles gut. Meine erste Tochter kam 2016 zur Welt und ist völlig gesund. Aktuell bin ich wieder schwanger (32. SSW) und bislang sieht auch alles gut aus.
Folgendes ist halt anders mit den Medikamenten: Man wird mit Epilepsie bzw. der Medikamenteneinnahme als risikoschwanger geführt und genauer überwacht. Bei beiden Schwangerschaften wurde ich zum Beispiel zur Feindiagnostik (genauerer Ultraschall) in der Mitte der Schwangerschaft geschickt, um Fehlbildungen auszuschließen oder entdecken zu können. Ich fand das immer gut, denn bei "gesunden" Schwangeren zahlt das nicht die Kasse. Sowohl Frauenärztin als auch Neurologe sagten mir, dass das Fehlbildungsrisiko etwas erhöht sei, aber nur gering und dass Lamotrigin DAS Mittel der Wahl unter den Antiepileptika sei.

Besonders wichtig ist es, dass während der Schwangerschaft der Lamotriginspiegel alle paar Wochen kontrolliert wird, weil dieser im Laufe der Schwangerschaft abfällt. Bei mir musste daher immer wieder die Dosis gesteigert werden. Andernfalls drohen bei Epileptikerinnen Anfälle. Wie es sich bei Depressionen auswirkt, weiß ich nicht, aber ich denke auch da sollte der Spiegel nicht abfallen. Aber das kann dir dein Arzt sicher erklären.
Was mir auch geholfen hat weniger ängstlich zu sein, war ein Gespräch mit dem Oberarzt unserer Kinderklinik. Er sagte mir, dass Kinder vom Lamotrigin weniger Anpassungsschwierigkeiten nach der Geburt oder gar Entzugssymptome hätte, als Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hätten. Er meinte, bei einem Kind, das Lamotrigin im Mutterleib ausgesetzt war, schaue man als Arzt zwar genau hin, aber es gäbe wegen Lamotrigin kaum Probleme.

So, ich hoffe das hilft euch etwas.

Ach ja, Käthe, bist du denn bzgl. der Depressionen gut aufgestellt? Also ich meine hast du ausreichend Unterstützung, wenn sich die Depressionen verschlechtern? Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft und die emotionalen Veränderungen nach der Geburt können ganz schön heftig sein.

LG und alles Gute
Karasch
Ich werde so lange über meinen Schatten springen, bis einer von uns aufgibt!

Muschelschubser

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Re: Lamotrigin als Medikament gegen Depressionen in der Schwangerschaft
« Antwort #4 am: 19. Januar 2018, 22:40:51 »
Hallo, schaut mal unter EURAP und embryotox.de nach, da steht auch eine Menge zu Antiepileptika und Schwangerschaft - und es steht meines Wissens auch überall, dass Lamo das besterforschteste Mittel für Schwangerschaften ist. Aber wenn Frauen auch andere Medis nehmen und das ins EURAP einspeisen lassen, dann würde sich auch dort die Datenlage verbessern. Viele Grüße und Euch alles Gute!
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