Autor Thema: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie  (Gelesen 1545 mal)

206driver

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Hallo, bin der Sandro.

Ich leide seid Anfang des Jahres an Epilepsie. Jetzt wurde mir geraten, dass ich mir ein Hobby suchen sollte, da ich mich völlig von der Außenwelt akgekapselt habe, weil ich Angst habe, dass mir wieder was passiert.

Jetzt habe ich mir vorgenommen mich in einem Fitnessstudio anzumelden, wo ich den ganzen Frust vom Leibe losslassen kann. Ist es eher kontraproduktiv oder kann man diesen Sport ausüben?

Wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmittel (in dem Fall nur Proteinshakes)und der Einnahme der Medis aus? Könnten Wechselwirkungen auftreten? Ich meine, in Lebensmittel wie Fisch,Pute und Quark sind ja ja auch ausreichende Proteine vorhanden, so dürfte man die auch nicht essen, oder?


LG
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2017, 22:40:41 von 206driver »

Maus

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #1 am: 10. Dezember 2017, 21:37:56 »
Ins Fitnesstudio gehe ich selber. Mache auch Kurse. Bis jetzt keine Probleme.

Muschelschubser

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #2 am: 11. Dezember 2017, 16:31:03 »
Hallo Sandro, ich mache auch Krafttraining und komme gut damit zurecht. Beim Boxen wäre ich vorsichtig, auch wegen der möglichen Schläge gegen den Kopf (vielleicht habe ich eine falsche Vorstellung vom Boxen?) - aber gegen Fitnesstraining dürfte eigentlich nichts sprechen. Ich bin auch begeisterte Fahrradfahrerin und ganz unglücklich, wenn ich zu wenig Bewegung bekomme  8)

Grüße von der Muschelschubserin
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Amazönchen

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2017, 19:40:02 »
Hallo Sandro

Ich gehe 3 mal die Woche in die Fitness. Insgesamt 90 Min. Ausdauer und so 40 Min. (oder a bissl weniger) Kraft.
Beim Aufbau habe ich vor dem Training Wey-Shakes getrunken. Ich hatte nie Probleme. Eigentlich braucht es keine Protein-Shakes, normale Nahrungsmittel reichen vollumfänglich aus. Es ist v.a. "Geldmacherei". Aber es spricht nichts dagegen.

Ich hatte schon so 2 komplex-fokale Anfälle. Die sind nicht aufgefallen. Eher der in der Garderobe. Aber die Damen dort sind auch nicht drausgekommen. Haben eher gedacht, mir sei nicht gut oder so.

Beim Boxen wäre ich auch mal vorsichtiger. Es gibt ja Kopfschutz.
Ich weiss jedoch vom Karate, dass ich einen Stil machte, bei dem Schlage mit den Fäusten auf Höhe über Schlüsselbein absolutes tabu sind. Aber ich durfte ein Training leiten und mit einem Mann mit weissem Gurt einen Kampf machen und der verpasste mir eine Gerade rechte aufs Auge. Und meine Kontaktlinse war hin... Auf mein Fragen, weshalb er das gemacht habe, kam die Antwort: Wenn er gewusst hätte, dass ich Kontaktlinsen trage, hätte er das nicht gemacht. - Und ich war die anwesende Personen mit dem "höchsten" Wissensgrad der Techniken vom Karate. (Der Typ hätte nicht mal Körperkontakt machen dürfen).

Ich wusste danach, weshalb Fortgeschrittene nicht mit Anfänger kämpfen wollten, auch wenn Körperkontakt verboten war. Einen Anfall hat die Episode oben nicht ausgelöst. Allgemein meine 2 oder 3 Jahre intensives Karate.

Deshalb: Pass' auf Dich auf.
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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #4 am: 13. Dezember 2017, 19:42:32 »
Hallo zusammen,

ich leide seit Anfang des Jahres an GM - hatte bereits aus ungeklärten gründen 4x Anfälle, besser gesagt Idiopatische Epilepsie. Bin seid 6 monaten Anfallsfrei.

Mit dem Boxen meine ich das Boxen gegen den Sack, also kein Reguläres Boxen gegen den Kopf oder so ;)  Einfach Aggression und Frust rauslassen.

Ich habe vor paar jahren auch Kraftraining mit Ernährungsplan und so gemacht - Nur der Doc meinte, ja die Medis mit Eiweiß und Wechselwirkung?? Obwohl in Lebensmittel auch welche drinne sind..

Grüße



Amazönchen

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #5 am: 13. Dezember 2017, 19:54:00 »
Hallo

Ich ganz persönlich würde das Boxen mit dem Sack machen. Ich ganz persönlich. Ich weiss natürlich nicht, wie stark der Sack ins Schwingen geraten kann und wenn Du nen GM hättest, Dir zusätzlich einen Stoss versetzen könnte, wenn Du im Fall wärst.

Das wegen Wechselwirkung. Das sollte Onkel Doktor also echt wissen. Dafür hat es Beipackzettel, die Mediziner verstehen müssen. An Deiner Stelle würde ich da mal den Apotheker ankicken, da der Pharmazie studiert hat. Und es möglicherweise weiss.

Sämtliche Schnell-Diäten, die auf Protein-Basis sind, müssten ab sofort auch eine Warnung drauf haben. Da würde sonst eine Firma in den USA sonst gleich ne Sammelklage am Hals haben. Aber das ist alles meine ganz persönlich Meinung.

Mich hat der Doc auch nicht in Rente geschickt, weil ich Stress am Arbeitsplatz hatte oder es WW mit den Medi geben könnte.   :jojo:
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206driver

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #6 am: 13. Dezember 2017, 20:54:31 »
@ Amazönchen

Deswegen, denke ich auch " Hä? Dann dürfte ich ja kein Fisch etc. Essen.

Haben die Leute von der Apo wirklich mehr Ahnung, als ein Doktor der Medizin studiert hat? LG

Amazönchen

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Re: Krafttraining/Fitness/Boxen als Aktivität bei einer Epilepsie
« Antwort #7 am: 14. Dezember 2017, 18:34:19 »
Was Wechselwirkungen mit anderen Medis betrifft: Hier in der Schweiz Ja.

Mein Gyn hatte mir ein pflanzliches Mittelchen verschrieben. Ich fragte noch extra nach, ob sich das auch vertrage. Ja, ja, sie schaute noch extra nach.
Ich ging in die Apo, die mussten das bestellen. Am Abend kriegte ich ein Telefonanruf: Das Medi kann den Lamotriginspiegel senken, wurde mir erklärt. Auf dem Beipackzettel - ist ein Mittelchen, dass frei verkäuflich ist, steht gar nichts. - Die haben irgendwo bei der Kasse eine EDV, die da abgleicht. Da kann ich jeder Apo fragen.

Deshalb meine Vermutung, dass der Apo das wissen könnte. - Ich muss aber echt sagen, ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, dass proteinreiche Kost anfallsauslösend sein kann.
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