Autor Thema: Lamotrigin 100mg/Tag - Dosis wirksam?  (Gelesen 126 mal)

Jarka27

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Lamotrigin 100mg/Tag - Dosis wirksam?
« am: 03. Januar 2018, 22:37:13 »
Hallo,

ich habe vor 10 Jahren  die Diagnose Epilepsie bekommen - anhand eines nächtlichen Grand-Mal-Anfalls, von denen es wahrscheinlich schon in meiner Kindheit einige gab, die jedoch nicht entdeckt wurden. Seitdem ich Medikamente bekomme, wurde kein Anfall mehr beobachtet. Ich bekam zunächst Orfiril long 1000mg pro Tag, wechselte dann (vor 2 Jahren) auf Lamotrigin. Von meinem Arzt habe ich 250 mg pro Tag verordnet bekommen...nun bin ich vor 6 Monaten Mutter geworden und vergesse seitdem ständig meine Tabletten.
Und hier kommt auch schon meine Frage ;) Seit eben diesen 6 Monaten nehme ich meistens nur 100mg Lamotrigin am Tag ein. Soweit ich weiß, ist das gar nicht mehr im therapeutischen, also wirksamen Bereich von Lamotrigin. Kennt sich damit jemand aus?

Ich bin nur etwas unsicher, denn mein Arzt sagt immer, der Spiegel von Lamotrigin im Blut sei unrelevant - es zähle nur, dass die Anfälle ausbleiben. Nun bin ich eine der "glücklichen" Eplileptiker, die nicht groß eingeschränkt sind durch ihre Krankheit. Ich würde sagen, dass ich mich gar nicht krank fühle. Seit 10 Jahren nehme ich Medikamente gegen eine Krankheit, die ich nicht wirklich wahrhaben kann, weil ich sie nicht mitbekomme. Natürlich ist das erstmal eine gute Sache, und Ziel jeder medikamentösen Therapie  :P
Aber es ist auch ein blödes Gefühl, Medikamente einzunehmen, wenn man das Gefühl hat, sie genauso gut weglassen zu können...was ja theoretisch der Fall wäre, wenn eine Dosis von 100mg gar nicht therapeutisch wirksam ist.

Ich weiß, ich sollte solche Fragen mit meinem Arzt besprechen und nur er hat die Möglichkeit, eine Diagnose zu stellen. Mich würde nur mal interessieren, was für Erfahrungen ihr mit Lamotrigin gemacht habt bzw. mit dem Absetzen von Lamotrigin.

Dankeschön! :)

Amazönchen

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Re: Lamotrigin 100mg/Tag - Dosis wirksam?
« Antwort #1 am: 05. Januar 2018, 19:31:30 »
Hallo Jarka

Herzlich Gratulation zu Deiner Mutterschaft.
Dein Doc hat absolut recht. Nur so viel nehmen, wie nötig. Zu viele Ärzte verschreiben zu viel. Wohl aus Sicherheitsgründen. Und eben, weil es auf dem Beipackzettel steht, dass der therapeutische Bereich "erst" bei xy mg beginne. Und so entsteht erst recht eine falsche Statistik.

Du hast mal 250 mg genommen. Und bist nun bei 100 mg. Super, dass Du im Moment anfallsfrei bist. Ich gratuliere. Aber ich kann Dir sagen, ein paar mg können extrem viel ausmachen. Wenn Du schon damals mit 100 mg genug hattest, dann war jetzt die Reduktion von 250 auf 100 mg Peanuts  ;)    Dann hast Du nun Jahre zu viel eingenommen.
Ich weiss nur vom Lesen her, dass es Leute hatte, die auch so optimistisch waren. Und nach ein paar Jahren eingeholt wurden. Und zwar umso heftiger. Und das Medi, auf das sie vorher super reagierten, half leider gar nichts mehr.

Aufgrund dem, was ich bis anhin gelesen habe und auch was ich selbst ganz persönlich machen würde: Pille weiterschlucken, aber mal reduzieren. Aber ich hätte vermutlich definitiv Schi...s, es selbst komplett (in Absprache) mit Doc zu machen. Sofern der mich nicht quasi nötigen würde. Bei mir hat schon eine Reduktion von 500 mg Keppra (von 4000 auf 3500) negative Auswirkungen gehabt. Obwohl ich daneben noch 2 weitere Sorten AE (i.S. am oberen Anschlag für mich) konsumiere. Jetzt ist der Vorschlag vom Doc daneben gegangen..... *Schulter zuck* Aber da ich nicht anfallsfrei bin, ist das nicht so tragisch.

Bei Dir fände ich das gar nicht gut. Übrigens, am Abend bin ich oft zu Hause am PC und vergesse die Zeit. Deshalb habe ich nach langem inneren Ringen, einen Alarm eingestellt. Das funktioniert (fast) immer.

Weiterhing gute Nerven als Mama. - Auch deshalb lieber mit Lamotrigin, da diese Belastung auch zu Anfällen führen könnte.

Das ist ein ganz persönliche Statement, hat mit Medizin nichts zu tun. Ein Teil ist Bauchgefühl, ein Teil "Erfahrung", ein Teil durch Lesen im Forum.
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