Autor Thema: Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung  (Gelesen 1148 mal)

Pucki85

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Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung
« am: 11. Januar 2018, 00:17:58 »
Hallo zusammen,

Ich habe mich jetzt die letzten Stunden hier eingelesen was speziell das Medikament Oxcarbazepin angeht.

Vorab möchte ich aber kurz auf meine Geschichte eingehen:
Ich leide nicht an Epilepsie und habe auch keine Anfälle bisher in meinem Leben gehabt.
Ich hatte vor einem halben Jahr einen unverschuldeten Stromschlag im linken Arm  den man in seiner Qualität als Starkstrom einstufen kann.
Nach dem Unfall kam ich stationär in eine Rehaklinik (16 wöchiger Aufenthalt) da ich eine ausgeprägte Armparese hatte.

Mittlerweile in Ambulanter Reha, die Parese hat sich weitestgehend zurückgebildet aber ich leide unter Nervenschmerzen bei Bewegung (lt. Arzt mittlerweile chronisch)

In der Reha bekam ich Pregabalin 25mg / 50 mg 1-0-1. Seid November bin ich
auf 50mg / 100mg 1-0-1 eingestellt. In den ersten Wochen nach Beginn der Einnahme hatte ich die volle Palette an Nebenwirkungen außer Müdigkeit.

Nun bin ich bei einem Schmerzarzt der mir nun Oxcarbazepin 150mg 1-0-1 verschrieben hat. Ich konnte es natürlich nicht lassen den Beipackzettel zu lesen insbesondere mit den Nebenwirkungen.
Die verunsichern mich jetzt schon massivst.
Bis auf den Stromunfall bin ich kerngesund außer das ich an einer leichten  Neurodermitis leide die ich aber sehr gut im griff habe.

Kann das Oxcarbazepin in meinem Fall Anfälle auslösen?!
Wie verhält es sich mit den Nebenwirkungen? Mit was muss man definitiv rechnen?

Ich bin, um ehrlich zu sein, total überfordert und mach mir echt große Gedanken da ich durch die Einnahme von dem Medikament keine neue Baustelle ausreisen will.

Ich weis, das Forum ist eigentlich für Leute gedacht die an Epilepsie leiden, aber ich glaube ihr könnt mir in Hinblick auf die Medikation und deren Wirkungen und was alles dazu gehört am besten helfen.

Danke schon mal vorab für zahlreiche antworten und herzliche Grüße

René

Pucki85

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Re: Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung
« Antwort #1 am: 11. Januar 2018, 21:15:42 »
Kann mir keiner was zu dem Medikament sagen?!
Schade das 250 Mitglieder den Beitrag gelesen haben aber bisher nicht darauf eingegangen wurde.

Ich weis, dass ich mit meinem Leiden nicht in dieses Forum rein passe. Aber das Medikament ist scheinbar bei vielen unter euch ein Begleiter, daher glaube ich, hier die beste Antwort auf meine Fragen zu bekommen. Habt bitte Nachsicht.

Amazönchen

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Re: Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung
« Antwort #2 am: 14. Januar 2018, 19:32:54 »
Hallo Pucki

Nur keine Panik schieben.
Das mit den Nervenschmerzen ist sehr unangenehm. Ich nehme Pregabalin, weil ich sonst nicht auf den Füssen stehen könnte. Nur habe ich überhaupt keine Nebenwirkungen - vermutlich. Weil wenn, dann sind die in dem Medi-Mix von mir untergegangen. (3 andere Anti-Epileptika dazu).

Es steht bei jedem Anti-Epileptika, dass es Anfälle auslösen kann. Es gibt Personen, die bei einer Medi-Wechsel aufgrund des neuen Medis mehr Anfälle haben. Und dagegen muss sich die Pharma absichern. Mehr eigentlich nicht.
Es gibt schon Medikamente, bei denen man typische NW kennt. Bei Pregabalin z.B. Gewichtszunahme. - Hatte ich übrigens nicht.
Bei Topiramat kann es zu Gewichtsverlust führen. Dasselbe auch bei Zonisamid.
Valproinsäure kann Wassereinlagerungen fördern / Gewichtszunahme.
Keppra kann stark aggressiv und reizbar machen. Suizidale Gedanken sind nicht abwegig.

Bei Pregabalin steht aber auch, dass man an Gewicht verlieren kann.
Und bei Topiramat und Zonisamid steht von einer möglichen Gewichtszunahme drin.....

Es gibt wirklich nur eins: Ausprobieren.
Du musst die Wirkung mit Nebenwirkung anschauen. Wenn es die Schmerzen so stark reduziert, dass Du wieder Lebensqualität hast und die NW nur wenig Lebensqualität wieder wegnehmen, dann musst Du Dich fragen, ob Du mit den NW leben kannst. - Oder wenn dann die NW gleich wieder die gewonnen Lebensqualität wieder wegnimmt.. Da musst Du am Schluss entscheiden.

Der Beipackzettel liest sich tragischer, als er ist. Bitte gehe "positiv denkend" in den Versuch Oxcarbazepin.
Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen lediglich der Belustigung der Foren-Teilnehmer

stefi

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Re: Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung
« Antwort #3 am: 16. Januar 2018, 19:14:00 »
Hallo Pucki,

ich nehme das Oxcarbazepin seit langer Zeit, doch außer dass ich immer auf meine Natrium-Werte achten muß, habe ich keinerlei Probleme damit.
Amazönchen hat Recht, wenn sie schreibt, daß jeder Körper anders reagiert. Deswegen sage ich auch, einfach austesten.  :escape:

Gruß Stefi
Mittendrin im Wechsel  ;)

ChemieNerd

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Re: Dringender Rat bei Oxcarbazepin - Neuverschreibung
« Antwort #4 am: 17. Januar 2018, 17:08:26 »
Hallo,
Ich hab schon so manch ein Medikament ausprobiert und wenn ich immer auf die Beipackzettel hören würde, wäre ich, glaub ich, schon längst tot umgefallen (sorry, klingt vielleicht etwas morbide, aber zu mir passt die Art an Humor  ::) )
nein, ernsthaft. In so einem Zettel stehen halt alle Sachen drin, die irgendwem mal passiert sind als er dieses Medikament genommen hat. Ob das dann wirklich von dem Medikament her rührt, ist gar nicht garantiert.
Trotzdem ist es einfach so, dass jeder Körper anders reagiert. So habe ich Oxcarabazepin gar nicht vertragen. Ich hatte regelmäßige richtig üble Schwindelanfälle, bei denen ich nur noch verschwommen sah und kaum mehr was von meiner Umgebung wahr nahm. Ich hab dann schnell das Medikament gewechselt.
Aber jetzt hab ich dir, glaub ich, mehr Angst vor dem Medikament gemacht   :\ Hör besser auf Amazönchen und bleib beim Versuch positiv ;)