Autor Thema: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?  (Gelesen 1210 mal)

krimi

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 251
Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« am: 11. Januar 2018, 22:06:25 »
Guten Abend zusammen,

habe hier lange nicht geschrieben. Doch hin und wieder gelesen.
Es sind noch einige hier die ich von meiner aktiven Zeit her kenne.

Ich habe eine Frage die mich selbst jetzt nicht betrifft, aber allgemein bestimmt interessant ist.

Darf ein Arzt, Neurologe, ein Fahrverbot einer Behörde wie Führerscheinstelle melden?

Ich habe mir die Finger im I-net wund gesucht und hoffe hier eine Antwort zu bekommen.

Mir geht es soweit gut. Die Epi ist gut eingestellt.

Viele Grüße an alle
krimi
"Mir fehlen die Worte." "Macht nix. - Ich hab noch welche."  P. T. Schulz
(Mein Motto nach Speech Arrest.)

Muschelschubser

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.299
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #1 am: 11. Januar 2018, 22:51:21 »
Meines Wissens nicht. Aber frag den Arzt doch einfach mal ... es gibt ein Faltblatt von der Deutschen Epilepsievereinigung zum Thema Führerschein, das steht auch auf deren Internetseite unter Downloads, guck da mal nach.

Grüße von der Muschelschubserin
Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!

CrazyGrisu

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 2.082
    • ZION-NETWORX
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #2 am: 20. Februar 2018, 12:13:21 »
Nein darf er nicht!
 :insel:
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg UCB Levetiracetam + 125mg GSK Lamictal
Mittags: 125mg GSK Lamictal
Abends: 750mg UCB Levetiracetam

Gewicht: 78,0 kg seit 01.05.2018 18:00 Uhr

Aurasona

  • Gast
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #3 am: 22. Februar 2018, 06:35:44 »
Er darf seine Schweigepflicht nicht brechen und kann dem Patienten nur selbst nahelegen, das Auto stehen zu lassen und mit dem Buss zu fahren,

hat meiner gemacht fürs Amt, wo ich unterschrieben habe, das er informieren darf  das norw. Arbeitsamt und seitdem bekomme ich Bussgeld bezahlt vom norw. Arbeitsamt!


LG
David78

frasel23

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 2
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #4 am: 13. November 2018, 22:01:08 »
Hast du auf Google nachgesehen?
LG

Dino

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 4
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #5 am: 29. November 2018, 13:00:42 »
Hallo zusammen,
ich weiss nicht ob der Arzt es meldet oder nicht liegt im ermessen des Arztes.(hat nichts mit Schweigepflicht zu tun)
Weil wenn er/sie eine Gefahr für die Allgemeinheit ist, kann der Arzt es weiter geben.
Ob und wie es geahndet wird liegt bei der Behörde, ob die vollstreckt. 

Aber nur zur info, leider kann jeder jeden bei der Behörde melden um zu behaupten der is nicht fähig zu fahren ect.  :weirdo:
Gruss Klaus
Danke für´s lesen

Tiffy

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.706
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #6 am: 29. November 2018, 13:48:43 »
Der Arzt darf es nicht melden.
Schweigepflicht.
Medikation:
Lamotrigin biomo: morgens 250 mg und abends 250 mg
Briviact : morgens 100 mg und abends 100 mg

Dino

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 4
Re: Darf ein Arzt ein Fahrverbot einer Behörde melden?
« Antwort #7 am: 29. November 2018, 16:23:35 »
huhu noch mal ein Nachtrag,

Wer als Arzt einen (möglicherweise) fahruntüchtigen Patienten trotz bestehender Schweigepflicht bei Behörden/Polizeimelden möchte, um diesen vor sich selbst sowie die Öffentlichkeit zu schützen, darf dies unter Notstandsgesichtspunkten (sogenannter rechtfertigender Notstand, § 34 StGB).

Der Bundesgerichtshof (BGH) gibt für eine solche Offenbarung an die Behörden Rückendeckung, obwohl der Tatbestand des Geheimnisverrats an sich erfüllt ist. Der BGH entschied: „Ein Arzt kann trotz seiner grundsätzlichen Schweigepflicht nach den Grundsätzen über die Abwägung widerstreitender Pflichten oder Interessen berechtigt sein, die Verkehrsbehörde zu benachrichtigen, wenn sein Patient mit einem Kraftwagen am Straßenverkehr teilnimmt, obwohl er wegen seiner Erkrankung nicht mehr fähig ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, ohne sich und andere zu gefährden.“

Danke für´s lesen