Autor Thema: in wie wei ist epilepsie vererbbar?  (Gelesen 6219 mal)

herbertS

  • Gast
in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« am: 22. Juni 2004, 14:55:44 »

hi!

wollt mal wissen, wie´s meinen kindern mal gehen soll, da ich noch nicht darüber informiert wurde, ob diese krankheit 100% vererbbar ist!

wer kann mir helfen?
danke im voraus
lg

petra_23

  • Gast
Re:in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #1 am: 22. August 2004, 11:59:31 »
Soweit ich weiß, liegt das Risiko an Epilepsie zu erkranken bei ca. 10%, wenn ein Elternteil Epilepsie hatte. Epilepsie ist jedoch keine Erbkrankheit, vererbt wird lediglich die Neigung zu epileptischen Anfällen, was jedoch nicht heißen muss, dass es jemals zu einem Anfall kommt.

Anna

  • Gast
Re:in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #2 am: 30. September 2004, 23:02:38 »
Epilepsie ist nicht generell vererbbar. Häufig wird Epilepsie ja durch eine andere Erkrankung (Tumor, Schlaganfall etc.) erworben und hat dann natürlich nichts mit den Genen zu tun.
Dass höchstens eine Disposition zur Epilepsie vererbt wird (in den anderen  Fällen) habe ich auch schon oft gelesen.  Dagegen spricht, daß in  meiner Familie mein Vater, mein Bruder, mein Sohn und ich Epileptiker waren/sind - alle übrigens mit etwas anderem Krankheitsbild.
Gruß
Anna

judith

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #3 am: 20. April 2013, 19:17:29 »
Hallo! ich melde mich seit langem wider mal zu Wort da ich ganz sicher zum Thema Genetik etwas zu sagen habe . Ich  habe auch seit meiner Kindheit eine schwere Epilepsie. Über 100 Absencen pro Tag und grosse Anfälle. Es wurde geforscht und geckämft, weil es einfach unmöglich war die Ursache heraus zu finden warum es so schlimm bei mir war abgesehen davon dass Geist und Körper ansonsten mehr als Gesund waren.
Glück hatte ich natürlich auch mit dem Ärzte Team DR. Ried , Dr. Krämer die immer weiter machten nun leider ist unterdessen frau Dr. Ried gestorben  aber bei

 mir wurde einwandfrei bewiesen das meine Epilepsie vererbt ist und das nicht nur von der Mutter nein auch vom Vater und seit  letztem Jahr hat meine Epilepsie einen    Namen. Also hatte nicht nur wie von allen vermutet meine Mutter ein kaputtes Gen nein auch mein Vater der Aus einer Akademiker Familie stammt.

wer mehr wissen will fragen 
hab früher judith hell geheissen . von mir stammt der artikel selbstbewustsein ist gefragt und vieles mehr. hab seit ich auf der welt bin epilepsie obwohl mir das eigentlich niemand so richtig glaubt wen er mich sieht und erlebt.

beatmeup

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #4 am: 21. April 2013, 02:21:48 »
zu allererst tiefen respekt, dass du mit 100 anfällen pro tag klar kommst. ich wag es mir nicht mal vorzustellen, wie ich mich dann fühlen würde.

wie heisst denn diese epilepsieform ? wie lautet die bezeichnung des gens ? sorry, aber als genetiker intressiert mich sowas.

"Also hatte nicht nur wie von allen vermutet meine Mutter ein kaputtes Gen nein auch mein Vater der Aus einer Akademiker Familie stammt."

die aussage versteh ich nicht.
ist deine mutter epileptikerin ?
wenn nicht, halte ich die vermutung  für extrem sexistisch.
.... die ausbildung deiner großeltern, väterlicherseits,  spielt absolut keine rolle.




susili

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #5 am: 21. April 2013, 03:22:47 »
Also hatte nicht nur wie von allen vermutet meine Mutter ein kaputtes Gen nein auch mein Vater der Aus einer Akademiker Familie stammt.

hallo judith,

es ist völlig wurscht aus was für einer familie dein vater kommt.

das ist der epilepsie total egal.

es wird immer nur wenn, die veranlagung vererbt.

herzliche grüße, susili
Mein Buch - Autobiografie - 40 Jahre Epilepsie - - - Psychose vom Keppra - Epilepsie-Chat - Das Schlimme an Zensur ist █████

judith

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #6 am: 21. April 2013, 12:12:59 »

allso Beatmeup ich habe einen Brief von Dr. Krämer an meinen Dr.med. Hub hervor genommen um dir den Namen auch genau aufzuschreiben im übrigen hat Herr Dr. Lemke die Gens enteckt soweit ich weis. Also hier steht : Hauptdiagnose : Generalisierte Epielepsie mit fiebergebundenen epileptischen Anfällen plus (generalized epilepsy with febrile seizures plus, GEFS+), ( ICD-10G40.3)

Genau so steht es in meinem Brief und seit 2 Jahren hat meine Krankheit nun diesen Namen . vorher hies es immer drin undefinierbare Epilesie  ganz einfach.         
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judith

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #7 am: 21. April 2013, 12:33:01 »
weist du susili das ist richtig das wusste mein Vater auch der diesem Thema wie seine Mutter immer sehr offen gegenüber standen . Aber wie wir alle wissen besteht eine Familie meistens nicht nur aus 2 oder 3 Personen . Und der Zufall wollte es das nur aus meiner Mutters Familie Personen bekannt waren und sind mit Epilepsie. Mein Vater machte aber bereitwillig mit an der Forschung . Im gegenteil er schupste mich immer vorwärts. Es ist nur schade das beide das nicht mehr erleben durften den meine Mutter
gab sich selber am meisten schuld und bekam Depressionen. Sie Starb mit 56.   
hab früher judith hell geheissen . von mir stammt der artikel selbstbewustsein ist gefragt und vieles mehr. hab seit ich auf der welt bin epilepsie obwohl mir das eigentlich niemand so richtig glaubt wen er mich sieht und erlebt.

beatmeup

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Re: in wie wei ist epilepsie vererbbar?
« Antwort #8 am: 30. Mai 2013, 01:51:06 »
puuuh

http://www.mgz-muenchen.de/molekulargenetische-diagnostik-list-detail/generalisierte-epilepsien-mit-fieberkraempfen-gefs.html
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK1318/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23016767
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22612257

paar sachen hab ich gefunden, allerdings weiss ich nicht wie sie als "vererbbar" einzuordnen sind. sowohl bei FEBs (chromosomenabschnitten bzgl fieberkrämpfen;GEFS+) als auch bei genen der SCN gruppe (ua. lemke und epilepsie)  wird angenommen, dass es sich um  autosomal-dominante*1 vererbung handelt, allerdings mit niedriger bzw. ungewisser penetranz*2.

*1 bedeutet eigentlich, nach mendel, dass sich ein phänotyp, bzw die auswirkung, etablieren wird.
im bezug zu *2 negieren sie sich. denn die penetranz beschreibt wie stark die auswirkung ist.

ich würde schlussfolgern, dass weitere gene an der etablierung beteilig waren/sind oder die konstitution der chromosmen.
die vererbung, scheint  mir, nicht gesichert.

ps. inwieweit sich eine homogenität auswirkt, konnte ich leider nicht finden und bzgl epigenetik erst recht nichts.