Autor Thema: Anfälle wegen eines Pseudotumors???  (Gelesen 4426 mal)

Nette

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Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« am: 18. Oktober 2008, 23:24:58 »
Hallo,
ich hatte im September einen Anfall wobei ich mich am rechten Auge so verletzt habe, daß das Augenweiss rot war (ich hoffe, ich habe mich richtig ausgedrückt und Ihr wißt was ich meine) Jedenfalls wurde in der Notfallambulanz festgestellt, daß ich prominente Papillen habe und ich wurde in die Neuro geschickt. Dort stellte man fest, daß ich einen Pseudotumor habe. Jetzt meine Fragen: Wer hat Erfahrung mit heraustretenden Sehnerven bzw. mit Pseudotumoren? Kann das Eine oder Andere Anfälle auslösen? Im Krankenhaus wurde mir noch per Lumbal Punktion (aua) 40 ml Gehirnwasser abgelassen und demnächst habe ich wieder dort Termin. Deswegen bitte ich um schnelle Antwort.
Um etwaige Fragen gleich vorwegzukommen, warum ich dieses nicht meinen Arzt gefragt habe kann ich nur seine Antwort wieder geben "Dafür sei keine Zeit". Deswegen mein Rat: seid so gut wie möglich vorbereitet wenn Ihr in ein privatisiertes Krankenhaus geht, eventuell habt Ihr nicht viel Zeit zum Fragen stellen.
Liebe Grüße
Nette

Hermann

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #1 am: 19. Oktober 2008, 12:56:05 »
Hallo Nette,

dann hat man bei dir eine Lumbalpunktion gemacht, nicht um Hirnwasser zu untersuchen, sondern um den Liquordruck auszugleichen, in Deinem Fall zu senken. Hoffentlich ist nach dem Anfall und Sturz im September, also vor gut 6 - 8 Wochen, ein MRT vom Kopf gemacht worden, dabei hätte man Veränderungen der Kopfstruktur festgestellen müssen.

So wie ich das als medizinischer Laie sehe, hast Du Hirnwasserzirkulationsstörungen. Sie können zu allem Möglichen führen. Denke gerade an eine Bekannte, sie hatte oft Kopfschmerzen nach Entfernung eines Neuro-Blastom. Als dann der Druck im Kopf zu groß geworden war, ist sie ohnmächtig in der Küche ihrer Wohnung zusammengebrochen. Erst Stunden später haben ihre Eltern sie dort gefunden. Chronischer Überdruck des Hirnwassers kann sich auf Augen und Ohren negativ auswirken. Als Lösung gibt es den Shunt. Der sollte erst nach Ursachenforschung gelegt werden.

Du solltest mit Deinem Hausarzt die Zusammenhänge der Beschwerden besprechen und  eine erneute ausführliche neurologische Untersuchung fordern. Das müsste dann aber schon eine Klinik mit Ärzten sein, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind, sonst sagen sie wieder, dass die Zeit nicht reicht für weitere Erklärungen zum Krankheitsbild .

Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, dass alle Unklarheiten zu den Krankheitsbildern schon bald abgeklärt werden können.

Viele Grüße
Hermann
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2008, 12:59:57 von Hermann »

Nette

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2008, 15:02:00 »
Hallo nochmal,
nachdem Sturz im September wurde leider kein MRT gemacht, da ich aufgrund meines roten Auges nur in der Augenambulanz war. Immerhin hat die Fachärztin dort das mit den Papillen festgestellt. Sonst wäre das vielleicht nie bekannt geworden. Erst nach der LP wurde bei mir ein MRT gemacht. Leider etwas zu schnell. Nach 40 Minuten mußte ich gleich hinüber laufen ins Nebengebäude und konnte nur schwerlich liegen. Aber das Gerät war halt gerade frei. Überhaupt war die LP der absolute Horror. Während ich ruhig da lag, ist erstmal der Zivi oder wer auch immer gegen mein Bett gestoßen und hat dann noch ein Witz darüber gerissen. Und der muß so lustig gewesen sein, daß mein Arzt darüber anfing zu lachen und dabei die Spritze nicht mehr ruhig halten konnte.
Untersucht haben sie mein Wasser deswegen weil ich vorher unterschrieben habe, daß sie mein restliches Wasser für Forschungszwecke haben könnten und nicht teuer entsorgen müßten. Leider hat es anscheinend nicht gereicht, um auf Borreliose zu untersuchen. Das hatte meine Neurologin auf der Einweisung vermerkt. Aber dafür war ja leider keine Zeit. Ich bin mal gespannt, wie es jetzt weitergeht. Ab nächster Woche geht es von vorne los. Drückt mir mal die Daumen, das es dieses Mal einigermaßen schmerzfrei abläuft.
Gruß
Nette

Hermann

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #3 am: 19. Oktober 2008, 16:22:05 »
Hallo Nette,
eine Lubalpunktion muss, wenn sie richtig gemacht wird, nicht schmerzen. Es ist lediglich ein kleiner Pieks wie beim Blutabnehmen. Nur das 24Std.horizontal-parking danach ist nervig, aber muss sein, weil sonst Kopfschmerzen hoch 3 kommen. Ich wünsche viel Erfolg.
Herzliche Grüße
Hermann

nicole73

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #4 am: 19. Oktober 2008, 19:38:55 »
hallo nette,

sag mal wo ist denn dieses grauenhafte krankenhaus???? da würden mich keine 10 pferde mehr reinkriegen. Das sind ja fast so schlimm wie meine erfahrungen vor 3 jshren im uniklinikum giessen. Die trotz Neurologie, wo man ja annehmen sollte man kann nen eeg lesen mir an 3 tagen 3 unterschiedliche aussagen zum eeg machten - mal davon abgesehen, dass man mich mit nem dauerdrehschwindel alleine  übers gelände zu den untersuchubgen schickte. ich hätte da zusammenklappen können...wäe denen ja nicht aufgefallen.
und nach einer lumbalpunktion muss man mindestens 1 stunde liegen...vorher darf man  gar net aufstehen (nichtmal fürs klo), da verstehe ich echt die docs net dort.

ich hoffe diesmal gerätst du an kompetentere ärzte.

lg nicole

Nette

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #5 am: 19. Oktober 2008, 21:30:27 »
Hallo Nicole,
ich mußte eben erstmal kräftig lachen. Das Krankenhaus, welches ich nicht nannte um eigentlich niemanden schädigen zu wollen, war eben solches in welchem Du auch warst. Hast Du noch mehr Erfahrungen auf Lager oder irgentwelche Tips? Das würde mich ja mal interessieren, wie es Anderen so ergangen ist dort. Ansich das Häuschen ist ja ganz niedlich also die Station. Und das Personal auch, wenn man mal davon absieht das sie viel zu wenige sind.
Eigentlich bin ich nur dort gelandet, weil ich dort auch in der Augenambulanz war. Und dort waren die Ärzte auf jeden Fall sehr kompetent. Und jetzt mittendrin wechseln in eine andere Klinik. Wäre das ratsam? Würden andere Kliniken mit der Ambulanz dort zusammen arbeiten?
Wer hat Erfahrungen mit der Frankfurter Uniklinik z.B. auf diesem Gebiet und welche? Die wäre für mich gut erreichbar.
Liebe Grüße
Nette

Mirjam

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #6 am: 19. Oktober 2008, 22:33:07 »
Hallo Nette!

Also du must logischer Weise selbst entscheiden. Aber wenn ich das so lese wie "nett" die dort sind, würde mich dort nichts halten. Würde auch nicht erwarten dass die zusammen arbeiten. Ich würde einfach ne zweite Meinung einholen. Dazu hast du ein Recht. Und wo du dann bleibst, kannst du immer noch entscheiden.  ::)

Aber ich find das den Hammer! Ich hätte da null Vertrauen!

LG Mirjam
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Nette

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Re: Anfälle wegen eines Pseudotumors???
« Antwort #7 am: 22. November 2008, 14:56:35 »
Hallo nochmal,
hier nochmal ein Kurzbericht über meinen 2. Aufenthalt in Gießen, er ist im Nachhinein fast genauso unterhaltsam. Wieder ging es um eine Lumbalpunktion, allerdings tat es dieses Mal noch schlimmer weh. Denn dieses Mal war der Doktor in Spe dran und stach 3 x mal zu. Als es immer noch nicht geklappt hatach hatte, machte der eigentliche Arzt weiter. Insgesamt wurde mir 6 Mal in den Rücken gestochen, weil man die eigentliche Stelle nicht fand. Meine Zimmernachbarin hat sich vor Schreck abgewannt, die Andere ist geflohen. Irgentwann konnte ich nämlich nicht mehr meinen Mund halten und mußte anfangen zu schreien vor Schmerz. Als man nach 6 x Zustechen die Stelle immer noch nicht gefunden hatte, kam der Vorschlag am nächsten Morgen in der Radiologie nachzusehen wo man genau zustechen müßte. Da habe ich dann gestreikt, es ging einfach nicht mehr und auf einmal war es laut Oberarzt auch gar nicht mehr notwendig. Sehr, sehr merkwürdig das Ganze. Was erst so wichtig war, war auf einmal unwichtig.
Soviel da zu, das ist für mich der letzte Besuch dort gewesen.
liebe Grüße
Nette
 :'( >:( :weirdo: