Autor Thema: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!  (Gelesen 38738 mal)

MeisterChaos

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wie sieht das versicherungstechnisch eigentlich mit dem Fahrrad aus? Hier .B. dann mit em e-bike, weiss das einer?
 Da nehmen wir ja auch am Verkehr direkt teil, oder gilt das Fahrverbot dann erstmal nur für motorisierte Fahrzeuge?

Schali

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Ich denk hier muss man auch wieder unterscheiden.
Ein reines E Bike - da braucht man auch ein Schild, weil die 20 oder 25kmh fahrn.
Diese anderen wo der Motor nur zur Unterstützung da ist - da braucht man kein Nummernschild.
Bei den EBikes denk ich das das mit der Versicherung ähnlich ist wie bei Motorrad bzw. Auto.
Beim Fahrrad oder Fahrrad mit Hilfsmotor braucht man ja keine Versicherung, außer deine Haftpflicht.

Aber wie das dann im einzelnen mit Verbot ist, das weiß ich nicht.
Mir hat mein Arzt nur gesagt, ich darf Fahrrad fahren aber nur in Begleitung. Also nicht allein.

Ich merk grad das ich dir nicht wirklich weiter helfen kann aber das ist mir grad dazu eingefallen. Kam vor kurzem auf dem ZDF.

MeisterChaos

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ich muss wohl mal meinen neuro fragen, wollte ich schon lange, vergesse ich aber immer wieder, ich nehme auch mal an das es fürs Fahrad nicht gilt und "nur" dafür wo man einen Führerschein offiziell braucht aber logisch wäre es eigentlich nicht, wenn ich auf der Kreuzung einen anfall mit dem fahrrad habe kann doch eigentich genauso viel passieren wie mit auto

red

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Mhm.. Bin ja auch Fahrradfahrer.
Meiner Meinung nach muss das jeder epi für sich entscheiden.. Wie viele Anfälle er hat, wie sicher er ist etc. Soweit ich weiß, gibt es da kein explizites Verbot oder Strafen, wenn man trotzdem fährt. Versicherungstechnisch müsste bei einem Unfall die private Haftpflicht aufkommen, da da ja zb auch Fahrradunfälle mit abgedeckt sind. Ich hab von meiner FÄ auch kein explizites Verbot erhalten, obwohl sie weiß, dass ich sowohl mit dem Bike zur Arbeit, als auch privat fahr..



KerstinG

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Das stimmt leider so nicht
Das Fahrverbot bezieht sich generell auf die Teilnahme im Straßenverkehr

Ich war damals deswegen extra beim Anwalt. Ich darf Rad fahren an unbefahrenen Wegen, Feld etc.
Sollte ich mit dem Fahrrad einen Unfall verursachen auf der Straße o Bürgersteig mit Schaden etc, machen die keinen Unterschied
Man verliert ja auch seinen Führerschein wenn man mit dem Rad betrunken einen Unfall verursacht

Ich fahre daher nur auf Bürgersteigen und so wenig wie möglich.

Was E Bikes etc angeht muss man eine Tauglichkeit nachweisen. Das gilt auch für elektrische Rollstühle etc
Ein E-Bile fährt bis 25 km/h und ist ohne Fahrtauglichkeit untersagt

red

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Trotzdem ist mir die rechtliche Grundlage nicht ganz klar.
Neben meiner eigenen FÄ hatte ich die Möglichkeit, mich auch mit anderen Fachärzten auszutauschen und auch dort erhielt ich die gleiche Antwort.. Dass man eben auf sich selbst schauen muss, um das einschätzen zu können. Eine rechtliche Grundlage gibt es glaub ich tatsâchlich nicht und für Fahrradunfälle tritt grundsätzlich ja die private Haftpflicht ein..

susili

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hi red,

da machst du es dir zu einfach...es gibt ein gesetz, daß das fahren verbietet, das wurde hier im forum oft genug erwähnt.

denk doch einfach mal an die schlimmen unfälle mit personenschaden, die im anfallsfall passieren können, das ist es nicht wert.

liebe grüße, susanne
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KerstinG

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@red: Die Versicherung tritt unter normalen Umständen ein, ja. Als nachweislich nicht anfallsfreier Epi aber nicht, weil man dort trotz Fahruntauglichkeit einen Unfall verschuldet

red

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Nee, zu einfach mache ich es mir nicht..
Ich kann nur das wiedergeben, was ich bisher mit und gesagt bekommen habe.. Und ich hab mich ja auch nur gefragt, wo und wie es rechtlich geregelt ist.
Ich finde die frage tatsächlich interessant und wollte mich einfach mit einbringen..
Und ich bin ja auch nicht allwissend und lass mich gerne belehren  ;)

Springer888

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #24 am: 08. September 2012, 13:29:49 »
Tja, die gleiche Frage habe ich damals meinem Vater gestellt,

darf ich jetzt noch Auto fahren und er meinte :  Auf dein eigenes Risiko denn bei einer aktiven Epilepsie handelst du grob fahrlässig und verlierst deinen Versicherungsschutz.
Da er gelernter Versicherungskaufmann ist habe ich gar nicht weiter diskutiert. Er sagte auch, dass es möglich wäre, dass meine Haftpflicht einiges bezahlt sich das Geld später aber wieder von mir zurückholt eben weil ich in so einem Fall grob fahrlässig gehandelt hätte und das hat mir als Argument gegen das Autofahren völlig ausgereicht, ganz abgesehen von der Vorstellung jemanden ohne es zu merken "UMZUNIETEN" um es mal ganz drastisch auszudrücken.

Springer888




Lora

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #25 am: 08. September 2012, 13:46:33 »
Ich habe nur die letzten Beiträge gelesen und wundere mich ehrlich, warum hier von Versicherungs Schutz geredet wird und nicht von der Gefahr, wie von Springer gesagt wurde, jemanden umzufahren?

Springer888

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #26 am: 08. September 2012, 16:22:05 »
Ganz einfach.

In der BNN stand einmal ein schöner Artikel mit der Überschrift auf schwäbisch "HEILIG'S BLECHLE"  und das sagt doch schon alles. Wo das Auto anfängt hört bei vielen "Normalos" die Vernunft auf.
Ich habe meinem kleinen Fiesta auch noch lange hinterhergetrauert ABER die Vorstellung irgend jemandem und sei es nur durch eine kurze Absence zu schaden, die ja wie ein Sekundenschlaf ist, das könnte ich mir nie verzeihen. :'(
Aber es muss jeder selber wissen ob er fährt oder nicht, allerdings muss man dann auch bereit sein für die Folgen eines Unfalls gerade zu stehen und die muss man selber tragen. Deswegen ist hier vermutlich auch so oft von Versicherungen die Rede.

Springer888 ???


Katinka

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #27 am: 09. September 2012, 15:10:26 »
Ich stimme den meisten hier zu...

Selbst wenn die Phase meiner "Fahruntüchtigkeit" aufhört, weiß ich nicht, OB ich mich nochmal hinters
Steuer setzen soll.

Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen ausmachen,wenn ich irgendwen umfahre/töte oder was weiß ich.

Da fahr ich doch lieber Bus/Bahn oder laufe: letzteres ist eh am gesündesten...

Obwohl,wenn ich mir angucke,was so auf den deutschen Straßen rumfährt, bin ich doch erschüttert...Gerade die ältere Bevölkerung sollte doch
irgendwann nochmal eine Fahrprüfung ablegen ab einem bestimmten Alter...Erschreckend!
"Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen!" Walt Disney

Schali

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #28 am: 09. September 2012, 17:04:55 »
@ Lora, die Frage war ja wie das bei E-Bikes versicherungstechnisch aussieht. Deshalb auch auf das die Antwort z.b. von mir wo es um die Versicherung ging.
Man kann ja auch nicht das verallgemeinern das jemand der Epi hat nicht Auto bzw. Rad fahren darf.
Manche dürfen das und naja die können auch froh sein.
Ich darf beides nicht und kann ganz gut damit leben.


Lora

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Re: Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
« Antwort #29 am: 10. September 2012, 09:54:09 »
@Schali
Das
Zitat
die Frage war ja wie das bei E-Bikes versicherungstechnisch aussieht. Deshalb auch auf das die Antwort z.b. von mir wo es um die Versicherung ging.
hatte ich wohl verstanden!
Meine Antwort war hierdrauf:
Zitat
wundere mich ehrlich, warum hier von Versicherungs Schutz geredet wird und nicht von der Gefahr, wie von Springer gesagt wurde, jemanden umzufahren
Zitat
Man kann ja auch nicht das verallgemeinern das jemand der Epi hat nicht Auto bzw. Rad fahren darf.
Ich hatte nichts verallgemeinert.
Deine Antwort kommt bei mir sehr belehrend an, was nicht nötig ist.
Habe ich dich falsch verstanden?
Und das Thema hier ist ja:
Zitat
Grundsätzlich darf niemand Autofahren, der nicht fit genug dafür ist!
Daher finde ich die Frage nach Versicherungsschutz nicht angemessen. Als Epi darf man nicht am Straßenverkehr teilnehmen.
Mit Aufwachepi, ok. Weiß ich nicht.
Aber trotzdem kann man immer und überall einfach so einen Anfall kriegen, der sich ja auch ändern kann. Und ich denke nicht, dass man das für sich selber entscheiden sollte, da man eben andere gefährdet.

Ich bin umgefahren worden, was ich sicherlich nicht witzig fand. Das war eine Frau, zwar keine Epi, aber nicht fit für den Straßenverkehr ist. Sie ist 82 Jahre.
Die Frage hier, ob der Versicherungsschutz greift, würde ich als absolute Frechheit empfinden.