Autor Thema: Keppra & Nebenwirkungen  (Gelesen 55928 mal)

Niemand

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #30 am: 05. Februar 2010, 09:45:32 »
Ich schluck gar keine 500ter ich brech die Teile durch und fertig ist die Kiste.  :jojo: Klappt super. Plöd ist nur noch bis Mai warten bis das Zeug aus mir draussen ist da hab ich null Bock zu hab schon überlegt das nen bissken schneller zu machen  ::)

ritorno

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #31 am: 05. Februar 2010, 09:50:28 »
Das musst du selbst wissen Nase, ich würde es sein lassen weil du das Zeug doch schon sehr viele Jahre nimmst. Mai ist doch nicht mehr so lange hin und wenn es dir so gut geht und es nur am Bock liegt ... hmm, würde da lieber auf der etwas sichereren Seite bleiben.  ::)

Niemand

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #32 am: 05. Februar 2010, 09:57:41 »
Zitat
Das musst du selbst wissen Nase

Das weiß ich, war auch viel er keine Frage sondern habe nur ein Überlegung Preis gegeben  :jojo: Was für mich richtig ist weiß ich schon

ritorno

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #33 am: 05. Februar 2010, 10:05:18 »
Habe ja auch keine Frage beantwortet,  war auch von mir nur ein Überlegung Preis gegeben.  :jojo:

Niemand

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #34 am: 05. Februar 2010, 10:10:46 »
aha na dann. ich werde es spontan entscheiden wie mir grad ist.

Minimoog

  • ... findet sich im Forum zurecht wie in der eigenen Westentasche.
  • ***
  • Beiträge: 139
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #35 am: 06. Februar 2010, 03:17:53 »
Hallo,
also ich kenne das auch.Keppra ist bei mir ein zweites Medikament zusammen mit Ergenyl.Auch ich habe eine totale innere Unruhe,ich leide unter Schlafstörungen,bin total Nervös,gestresst,habe eine anhaltende Müdigkeit und einiges mehr.Auch meine Psyche ist angeschlagen,weswegen ich nun einen Psychologen/Psychater aufsuche,der sich auch mit Medikamenten auskennt.Ich vermute schon lange,das Keppra zusammen mit Ergenyl der Auslöser für all meine NW sind,und wenn der Psychologe das bestätigt,werde ich mit Rücksprache meines Neurologen und meines Epileptologen Keppra ausschleichen.Ich bin ein tagesuntauglicher Mensch geworden,und da ich bald heiraten möchte und noch vieles plane,kann ich solche Nebenwirkungen nicht gebrauchen.

sanny

  • ... schreibt sich die Finger wund im Epi-Netz.
  • *****
  • Beiträge: 1.533
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #36 am: 07. Februar 2010, 16:42:25 »
Hi Ihr!

Ich nehme selbst Keppra (2 x 1000) pro Tag und habe keine Probleme mit Agressivität. Allerdings ist dies mittlerweile eine bekannte und bei höheren Dosen schon fast normale Nebenwirkung, wie mir mein Neurologe sagte.


Denn er verschrieb mir Vitamin B (lasst mich nicht lügen B6 oder B12, bin nicht mehr ganz sicher, weil ich es nicht mehr nehme) um irgendwelchen Zornausbrüchen vorzubeugen.

Bei mir ist das nie eingetreten- weder mit noch ohne Vitamin B. Aber das wäre wohl die Lösung.

LG
Sanny
Dies ist, glaube ich, die Fundamentalregel allen Seins: Das Leben ist gar nicht so. Es ist ganz anders! Kurt Tucholsky

ritorno

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #37 am: 10. Februar 2010, 18:27:41 »
[...]
Ich habe auf mich bezogen die Feststellung gemacht, das mich Keppra 1000 aufgeputscht hat, bei Keppra 500 diese negative NW nicht so ist.
[...]
Schaue ich mir die Zusammensetzungen an, so finde ich da keine nachvollziehbare Erklärung dieses Phänomens, aber ich weiß auch das ich mir das nicht einbilde. Mein Arzt ist der Meinung, wenn ich es so empfinde, bekomme ich das Medikament auch so wie ich denke das es mir gut tut.
[...]

Da ich immer noch keine nachvollziehbare Erklärung dieses Phänomens gefunden habe werde ich nun einen erneuten Versuch mit Keppra 1000 starten.
Vielleicht habe ich auch derzeit dahingehend noch zu verstärkt Ängste gehabt und mir so das Gefühl vermittelt, das es auch an den 1000mg Tabletten lag?

Mit den 500 tern habe ich halt angefangen und bin mit den 1000 dern an die Wand gefahren. Eventuell auch von daher eine falsche Assotiation ... ?
Werde ich ja dann feststellen, weil ich es möchte und ja die Wahl habe, denke ich das mir diese Unterscheidung auch unvoreingenommen gelingen sollte.

Hier ist nochmal die ragazzi  :)

Ich habe mir das wohl doch irgendwie eingebildet. ::) War wohl wirklich eine falsche Assoziation (wie ich vermutete), denn seit einigen Tagen nehme ich nun die Keppra 1000 wieder und merke absolut keinen Unterschied.  Ist aber auch nicht schlimm das es so war, denn es hat mir zu dem Zeitpunkt ein Gefühl von der Sicherheit vermittelt, das ich Keppra behalten kann. Das ist mir schon wichtig gewesen, es wirkt bei mir nun mal sehr gut.

Wollte das mal eben ergänzen, weiß ja nicht wer das hier so liest und da ist es mir schon wichtig bestimmte Dinge zu berichtigen. :)

@ sanny,

ich denke das Vitamin B ebenso Kopfsache ist wie meine Assoziation. Wenn es anderen eine Hilfe dahingehend ist, ist doch Top. Man liest hier sehr viel über dieses Medikament, manchmal vielleicht schon zu viel. Ich habe mich eine Zeit da selbst wohl durch bestimmte Beiträge und zu viel Infomationen, mehr 'aufputschen' lassen, als es hätte sein sollen/müssen. Da ich durch eine schwierige Allgemeinsituation bestimmte Dinge derzeit leider nicht mit der nötigen Objektivität betrachten konnte, war dass nicht gut für mich, werde es auch nicht mehr so handhaben.

LG ragazzi

Nicole5983

  • ... gehört hier zum lebenden Inventar.
  • ****
  • Beiträge: 385
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #38 am: 18. Februar 2010, 19:03:00 »
Hallo!

Ich nehme jetzt seit fast anderthalb Jahren Keppra insgesamt 3500 mg. Ich habe überhaupt KEINE Nebenwirkungen.

LG Nicole
Ich habe seit Mai 2002 juvenile myoklonische Epilepsie.

humpenrudi

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 7
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #39 am: 02. April 2010, 11:20:30 »
Hallo,

ich habe Eure Beiträge gelesen und fand sie zum Thema „Keppra“ sehr interessant. Ich habe da aber noch  ein paar Fragen. Folgende Vorgeschichte: Meine Mutter (59 Jahre) liegt seit dem 25.01.2010 im Krankenhaus, zur Diagnostik. Sie sollte am 18.03.2010 entlassen werden. In den Morgenstunden des 18.03.2010 bekam Sie einen epileptischen Anfall. Man stellte fest, das Sie einen zweitagealten Schlaganfall hatte. Die Krämpfe setzten sich an diesem Tag fort. Nach Verabreichung von „Keppra“ ging es Ihr sichtlich besser. Sie kam dann am 24.03.2010 zu Kur um wieder laufen zu lernen. Bereits am 28.10.2010 hatte Sie erneut einen schweren Anfall, mit Wiederbelebung, diese Krämpfe setzten sich im Tages- und Nachtverlauf fort. Man gab Ihr weiter oder wieder „Keppra“ und ein zweites Medikament, dessen Namen ich nicht mehr weis. Es ging aber mit „T“ los. Seit dem ist Sie etwas verwirrt, bringt Sachen aus dem Kurzzeitgedächtnis durcheinander, ist vergesslich und hat immer Angstzustände. Nun habe ich ja gelesen, dass das Nebenwirkung von Keppra sind. Meine Frage ist, sind diese Nebenwirkung ein Dauerzustand, oder gehen Sie nach Eingewöhnung an Keppra wieder weg. Wie groß ist die Zeitspanne von solchen Nebenwirkung und kann Sie danach ein normales Leben wieder führen.

Liebe Grüße und Frohe Ostern vom Sveni

Hermann

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #40 am: 02. April 2010, 19:18:37 »
Hallo Sveni,

ich begrüße dich herzlich auf dieser Site. Du hast es richtig erkannt, hier in diesem Forum ist alles zu lesen, was für Epilepsiekranke oder Patienten, die nur einmal einen Anfall erlitten haben, wichtig ist.

Unter einem Schlaganfall, auch Hirnschlag oder Hirninfarkt genannt, musst Du dir vorstellen, dass plötzlich und unerwartet ein „Defekt“ im Kopf abläuft. Der kann Spuren hinterlassen. U. a. auch Narben und sonstige Schäden. So kommt es zu Anfällen. Meistens verschwinden bei Schlaganfallpatienten die Anfälle wieder. Dennoch müssen  die Tabletten dagegen hundertprozentig regelmäßig eingenommen werden und dürfen erst weggelassen werden, von es der Arzt bestimmt. Wer sich da nicht nach richtet, bekommt neue Anfälle.

Die Mittel gegen Anfälle haben Nebenwirkungen. Was man wissen muss, in der ersten Zeit der Einnahme sind sie besonders schlimm. Dann lassen sie nach. Das Medikament Keppra kenne ich. Es wirkt gut gegen Anfälle. Muss aber auch immer pünktlich genommen werden. Mit dem Medikament, dessen Namen Du nicht mehr weißt, meinst Du bestimmt „Tegretal“ oder „Trileptal“.  Auch diese beiden Medikamente kenne ich. Sie haben erst ziemlich Nebenwirkungen, die aber nach ein paar Wochen verschwinden. Auch bei diesem Mittel ist das A & O die regelmäßige Einnahme.

Zu Deiner Frage, ab wann sie wieder ein normales Leben führen kann: Nach einigen Wochen, aber nur, wenn sie keinen Alkohol trinkt, nicht mehr raucht, die Medikamente regelmäßig nimmt, dafür sorgt, dass sie genug und regelmäßig Schlaf bekommt. Mit Anfällen darf sie nicht mehr Auto fahren. Das werden ihr die Ärzte aber auch sagen. Ich hoffe, dass es Deiner Mutter bald wieder besser geht und wünsche schöne Ostern.

Liebe Grüße
Hermann

humpenrudi

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 7
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #41 am: 02. April 2010, 19:28:30 »
Hallo Herrmann,

ich danke Dir für diese Antwort, welche mich sehr froh macht. Rauchen und Alkohol zu sich nehmen, tut Sie nicht. BEim heutigen EBsuch habe cih auch eine leichte Agressivität bemerkt. Aber Sie aht mit mir Versucht zu kommunizieren, obwohl ich mal der Meinung bin, das Sie nciht alles Verstanden hat. Wenigstens weis Sie aber wer Sie ist, wo Sie wohnt und den ganze Familiennamen. So Redesseelig wie heute war Sie die ganze Woche nicht.

Herzlichen Dank für diese Antwort.

Gruß vom Sveni

humpenrudi

  • ... ist hier noch neu oder schreibt eher selten.
  • *
  • Beiträge: 7
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #42 am: 06. April 2010, 16:22:04 »
 ??? ??? ???

Hallo,

ich habe heute in bezug auf meine Mutter, mal mit der Ärztin gesprochen. Sie meint dass die Depressionen, Wahrnehmungs- und Sinnesstörung , Aggression und Schläfrigkeit nicht vom Keppra kommt. Da meine Mutter ja einen schweren Schlaganfall hatte, ohne motorische Ausfälle und sie auch einen schweren epileptischen Anfall hatte, werden diese Störungen eine Leben lang bei meiner Mutter vorhanden sein. Nur diese Symptome sind erst nach dem zweiten schweren epileptischen Anfall aufgetreten, wobei man die Dosis von Keppra von 1000 auf 2000 (2x500 früh und 2x500 Abends) erhöht hat.

Kann das so sein oder sind das wirklich nur die Nebenwirkungen vom Keppra.

Roman_83

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #43 am: 06. April 2010, 16:31:00 »
guten tag :)

das mit deiner mutter tut mir auch wirklich sehr leid, aber die symptome die du beschreibst hatte ich auch damals als man bei mir das keppra erhöht hat....und dann ist man auch schnell wieder runter gegangen......also das kann schon gut damit zusammen hängen, wobei man die psychische komponente nach einem schlaganfall und der epilepie nicht ausser acht lassen sollte, denn sowas ist immer mehr wie belastend....das weiss ich noch aus meinem beruf.... bin krankenpfleger und wir hatten viele die dachten nach einem schlaganfall auch wenn keine ausfälle vorhanden waren, OH GOTT......und sind in ein tiefes loch gefallen, also ich denke da ist es die kombination, wichtig ist, das sie ein positives und aufgeklärtes umfeld hat, welches sie sehr stützt.....

Hermann

  • Gast
Re: Keppra & Nebenwirkungen
« Antwort #44 am: 06. April 2010, 18:43:10 »
Hallo Sveny,
zunächst einmal danke ich für das positive Feedback auf meinen letzten Beitrag. Die von dir vorgetragenen Symptome Deiner Frau Mutter sind nicht zu vergleichen mit den anfänglichen Nebenwirkungen von Keppra. Auch wenn bei Keppra die Blutserumkontrolle allvierteljährlich nicht erforderlich sein soll, halte ich sie in diesem Fall für wichtig und angezeigt. Die Krankenkassen zahlen diese Untersuchung jeweils einmal im Monat. Ich denke im Fall Keppra an eine eventuelle Toxizität. Auch dabei kommt es zu solchen Erscheinungen.

Aus meiner Sicht leidet Deine Mutter an sogenannten „Posttraumatischen Belastungsstörungen“. Die Verarbeitung der Vielzahl an Traumen überlastet sie total. Mit der Zeit vergehen solche Beschwerden, die meisten Ärzte halten psychologische Psychotherapie für geeignet. Ganz leger könnte man auch sagen: „Gesprächstherapie“. Die würde ihr bei der Verarbeitung der vielen Schicksalsschläge bestimmt helfen.
Vielleicht lässt sich das in den derzeitigen Klinikaufenthalt mit einbauen. Ich hoffe, dass sie bald wieder gesund ist. Und dir wünsche ich nur das Allerbeste.

Viele Grüße
Hermann