Autor Thema: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie  (Gelesen 15521 mal)

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Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) (www.bast.de) gab am 2.11.09 bekannt, dass in dem o.g. Begutachtungs-Leitfaden das Kapitel zur Fahrtauglichkeit bei Epilepsien als erstes aktualisiert erschienen ist. Weitere Kapitel zur Fahrtauglichkeit bei anderen Erkrankungen (z.B. neuromuskulären Erkrankungen, Herz- Gefäßerkrankungen, Sehvermögen)  werden durch Fachgesellschaften nach und nach auf die Webseite der BAST gestellt. Ist das Werk komplett, soll es als Buch herausgegeben werden.

Fertige Beiträge z.B. den Beitrag zu den Epilepsien (unter Mitarbeit von Bauer/Bonn, Ebner/ Bethel, Krämer/ Zürich und Specht/ Bielefeld), aber auch die aktualisierte Version bei Einschränkung des Sehvermögens, sind ab sofort als PDF-Datei erhältlich, wenn eine Abonnement-Bestellung für das Buch erfolgt.

Sie können auf folgender dieser Webseite eine Bestellung aufgeben:

http://www.bast.de/cln_007/nn_42640/DE/Publikationen/Berichte/unterreihe-m/2009-2008/m115-2009.html 
(Quelle: DGfE Newsletter)

Cornelia-etc.

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #1 am: 27. August 2011, 17:26:19 »
Hallo,

da die Aktualisierung der im November 2009 neu erschienenen "Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie" auf der Webseite noch nicht fertig ist, werde ich übergangsweise diesen Thread hier oben fixieren und um die von Frl. Meier freundlicherweise aus den bereits geschriebenen Threads herausgesuchten Links ergänzen, in denen die neuen Informationen zur Zeit einsehbar sind.

Nach der Überarbeitung der Webseite werden dann auch die dortigen, dann wieder aktuellen Informationen hier im Forum verlinkt.

Bis dahin sind diese Informationsquellen geeignet, um sich über die neuen Regelungen zu informieren, ich zitiere Fräulein Meier:

Auf diesem Flyer steht Bethel, ich habe ihn aber bei der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie gefunden,
dieser Flyer ist von der Charité.
Dieser Beitrag aus dem epikurier ist hier im Forum auch schon ein paar mal verlinkt worden.


Liebe Grüße
Cornelia

P.S.: Diesen Link habe ich aus einem Beitrag von Gundi übernommen:
http://www.fahrerlaubnisrecht.de/Begutachtungsleitlinien/BGLL%203.9.6.htm
Auf der dortigen Hauptseite http://www.fahrerlaubnisrecht.de/ sind viele weitere Regelungen, auch zu anderen Erkrankungen und Urteile etc. zu finden.
« Letzte Änderung: 16. November 2011, 14:26:36 von Cornelia-Admin »
http://www.autismus-etcetera.de

Ich bin identisch mit Cornelia-Admin.


CrazyGrisu

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #3 am: 27. Januar 2014, 14:54:34 »
Hallo  :dance:

Ich habe nun zwei Verkehrsgutachten im letzten Halben bzw. Viertel Jahr gemacht, die auf Grund der Arztbriefe von Alsterdorf mich befähigen am 26.12. letzten Jahres wieder fahrtauglich zu sein!

Die Neuerteilung zur Fahrerlaubnis um einen Führerschein der alten Klasse III benötigt lediglich diese Verkehrsgutachten. KEINE MPU (***entest).

Das letzte Gutachten vom 22.01.2014 ergab:

Ergebnisbericht über die Untersuchung des Leistungsvermögens gemäß der Anlage 5 Nr. 2 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) von Bewerbern um die Erteilung oder Verlängerung einer Fahrerlaubnis der Klassen

D, D1, DE, D1E oder Fahrerlaubniszur Fahrgastbeförderung nach § 11 Absatz 9 und § 48 Absatz 3 und Absatz 5 Nr. 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Untersuchungsbefund vom 22.01.2014

Belastbarkeit: 90 %
Orientierungsleistung: 90 %
Konzentrationsleistung: 96 %
Aufmerksamkeitsleistung: 93 %
Reaktionsfähigkeit: 99 %

Untersuchungsergebnis. 2a Anforderungen erfüllt.  :dance:

Am 07.11.2013 machte ich den Wiener-Test Bewerber um eine Fahrerlaubnis für die Klassen:
C, C1 CE, C1E, D, D1, DE, D1E

Belastbarkeit: 34 %
Orientierungsleistung: 94 %
Konzentrationsleistung: 57 %
Aufmerksamkeitsleistung: 72 %
Reaktionsfähigkeit: 89 %

Aufgrund der hier erreichten Ergebnisse ist der Proband uneingeschränkt zur Fahrgastbeförderung geeignet. Er erfüllt die Anforderungen gemäss Anlage 5 Nr. FeV.

Man benötigt eine Leistung von 33 % unter 16 % hat man nicht bestanden.  :´-(

In dem November-Test schrieb der Verkehrsarzt noch dazu:

eine weitergehende Untersuchung wegen (Angabe der entsprechenden Befunde): Neurologe.

Meine unterschiedlichen mir nicht befangenen Neurologen sind aus dem Epilepsiezentrum Hamburg.

Bisher kosteten mich die Gutachten: 120 Euro + 172,10 Euro für Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühren bei der Führerscheinstelle der Stadt Neumünster.

Das Gutachten, das ich heute gemacht hätte hätte mich weitere 100 Euro gekostet! ;)
Meine aktuellen Epi-Medis seit 21.01.2013
Morgens: 750mg Keppra + 125 Lamictal
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CrazyGrisu

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #4 am: 27. Januar 2014, 16:35:07 »
Aus einem Gespräch mit meiner Reni:

... muß sie aber die machen nichts ohne die akte höre ich nun zum x ten mal am Telefon erst braucht die Praxis die Akte dann bekommst Du Post mit einem Termin... und nun soll es schon 525€ kosten.

Also ich mach hier Schluss das hat keinen Sinn morgen auf den Anwalt warten und versuchen was in Alsterdorf zu organisieren. Immer hin können Wir hier nicht nochmal 525 € ebenso auf den Tisch legen um dann hinter her wieder zu hören daran da sei was falsch. :(

Institution Epileptiker

Ausschlachten und diskriminieren wo das Zeugs hält  :weirdo:

 :dance: aber wehe ein Schlaganfall- oder Herzinfaktmensch setzt sich hinter´s Steuer, ;)
Die werden dann "total normal" behandelt, obwohl sie mindestens genau so ungenau ticken!

Ein Verkehrsgutachten = ein Treffer. Ich kenne zwei Berufskraftfahrer, die schwere Schlaganfälle hatten, nach weniger als zwei Jahren war der eine wieder auf dem  :luftguck: Fernreisebus und der andere nach nur knapp einem halben Jahr auf dem "grossen" Lkw im Fern- bzw. quer-durch-Europa-Verkehr.  :weirdo:

Ach ja plus Einen +++ meinen Papa +++ , der war noch 17 Jahre Lkw gefahren nach dem er damals seine ersten beiden Herzinfakte hatte.

Alle zwei Jahre musst Du als Berufskraftfahrer Deinen Gesundheitscheck machen, der kostet dann auch mal eben 500-700 Euro. Augentest, körperliche Verfassung, ein bisschen Blut abnehmen, aber die werden dann auch meist so durchgeschleust.  :escape:

Schade, dass wir nicht gleich berechtigt behandelt werden - Dank dem Todesengel von Eppendorf sind die sogenannten Quacksalber feige geworden!  >:(

Vor allem: Akte ... wofür bringe ich denn meine Arztbriefe mit ???

Damit umgehe ich doch, dass so ein Arzt als Befangen gilt; wenn er nicht schon von der heimischen Führerscheinstelle geimpft wird ... diesen Krampfleidenden stabilen Epi auf die Strasse zurück zu schicken!!

Zu mal ich ja bei der Stadt anmelden musste welchen Arzt ich von deren vorgeschrieben Liste nehme! Da haben die ja genug Vorlauf um den jeweiligen Arzt zu beeinflussen!  :weirdo:
« Letzte Änderung: 27. Januar 2014, 16:51:42 von CrazyGrisu »
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susili

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #5 am: 27. Januar 2014, 17:35:10 »
also echt jetzt mal...

lieber michael... du schreibst das dauernd... nur weiß ich beim besten willen nicht, was man darauf antworten soll...

ich würde dir sooo gerne einen sehr guten rat geben..... aber mir fällt dazu nichts ein...tut mir leid... :tröst:

du fühlst dich vera.r.s.ch.t und mißverstanden... ja... und du willst uns das mitteilen.. versteh ich alles...

aber es ist nicht einfach, dir einen konstruktiven tip zu geben.... kannst zur bildzeitung gehen...oder so....

klar tut mir das leid, aber davon, daß du uns leid tust, hast du nix, jedenfalls keine fahreignung laut amtsgutachter..

sorry, ich fühle mich hilflos... :tröst:

herzliche grüße, susili

p.s. eines vielleicht ... ich würde mit keppra und lamictal intus nicht auto fahren, steht auch im beipackzettel... das willst du jetzt bestiimt nicht hören...hmmm...?

p.p.s. schlaganfall und herzpatienten ticken auf jeden fall anders, nur weil du jetzt sauer bist, kann der schlaganfallpatient doch nix dafür.... epi ist nun einmal sehr unberechenbar... und birgt viel größere risiken....solltest du doch wissen... diabetiker, da stimme ich dir zu, die können bei unterzuckerung einen hypoglykämischen schock = epianfall bekommen, die sollten auch nicht fahren..
« Letzte Änderung: 27. Januar 2014, 17:55:23 von susili »
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smileypieps

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #6 am: 27. Januar 2014, 18:34:35 »

natürlich kann jeder gesunde mensch auch am steuer einen schlaganfall kriegen, du kannst denen deswegen nicht vorher profilaktisch schon mal autofahren verbieten.

jetzt kommt das ABER: wer einmal einen herzinfarkt hatte ist doch aber gefährdeter wieder einen zu kriegen oder?
ebenso beim schlaganfall. ich irre mich doch da nicht!? korrigiert mich bitte falls doch.  ;)

und die dürfen auch einfach so wieder fahren.  :huh?: aber bestimmt nicht sofort...

auch diabetiker erleiden gern mal einen zuckerschock - egal wo und wie. auch wenn sie alles tun um dies zu verhindern.
und das kommt doch bei denen auch plötzlich.
(sehe das des öfteren im markt wo ich arbeite)

also so ganz anders ticken die glaub ich nicht.  :-\

LG
:) - Pieps

Menschen hören nicht auf zu spielen,
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susili

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #7 am: 27. Januar 2014, 19:27:32 »
es gibt noch einen tip lieber michael...

kostet aber nerven:

geh zur polzei und zeige alle namentlich wen diskriminierung behinderter und unterlassener hilfeleistung und amtsmißbrauch an (sind zum teil menschenrechte) alle einzeln.. und du solltest strafantrag stellen, dann muß sich ein staatsanwalt damit beschäftigen....

und alle einzeln eine fette dienstaufsichtsbeschwerde, kostet auch viele nerven, aber ist wirkungsvoll

herzliche grüße, susili
« Letzte Änderung: 27. Januar 2014, 19:34:14 von susili »
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ragazzi77

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #8 am: 27. Januar 2014, 19:49:45 »
[...] aber wehe ein Schlaganfall- oder Herzinfaktmensch setzt sich hinter´s Steuer,
Die werden dann "total normal" behandelt, obwohl sie mindestens genau so ungenau ticken!

[...]
jetzt kommt das ABER: wer einmal einen herzinfarkt hatte ist doch aber gefährdeter wieder einen zu kriegen oder?
[...]
auch diabetiker erleiden gern mal einen zuckerschock - egal wo und wie. auch wenn sie alles tun um dies zu verhindern. und das kommt doch bei denen auch plötzlich.
(sehe das des öfteren im markt wo ich arbeite)

also so ganz anders ticken die glaub ich nicht.



Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung

Komplette Fassung als PDF-Datei zum Download (Link):

http://www.bast.de/cln_032/nn_795118/SharedDocs/Publikationen/Begutachtungsleitlinien,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Begutachtungsleitlinien.pdf

bearbeitet von
Dr. med. Nicole Gräcmann
Dr. med. Martina Albrecht Bundesanstalt für Straßenwesen

Stand: 2. November 2009

Berichte der
Bundesanstalt für Straßenwesen

Mensch und Sicherheit Heft M 115


Inhalt

Präambel... 6 1

Einführung ... 6

1.1 Entwicklung und Situation...................................................................... .......... 6
1.2 Gegenüberstellung der Fahrerlaubnisklassen ............................................... 10
1.3 Zuordnung der Fahrerlaubnisklassen ............................................................ 11
1.4 Entstehung der Leitlinien ............................................................................... 11
2 Allgemeiner Teil ............................................................................... .................. 12
2.1 Grundsätzliche Beurteilungshinweise ............................................................ 12
2.2 Auswahl des Gutachters ............................................................................... . 13
2.3 Rechtliche Stellung des Gutachters................................................................ 14
2.4 Inhalt und Aufgabe der Begutachtungs-Leitlinien .......................................... 15
2.5 Anforderungen an die psychische Leistungsfähigkeit .................................... 16
2.6 Kompensation von Eignungsmängeln .............................................................18
2.7 Kumulierte Auffälligkeiten ............................................................................... 19

3 Spezieller Teil ... 20

3.1 Sehvermögen.................................................................................................. 20
3.2 Hörvermögen ............................................................................... ................... 21
3.2.1 Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit ............................................................ 21
3.2.2 Störungen des Gleichgewichts .....................................................................22
3.3 Bewegungsbehinderungen ............................................................................. 23
3.4 Herz- und Gefäßkrankheiten............................................................................ 24
3.4.1 Herzrhythmusstörungen................................................................................ 24
3.4.2 Hypertonie (Blutdruckkrankheit, zu hoher Blutdruck)................................... 27
3.4.3 Hypotonie (zu niedriger Blutdruck)................................................................ 29
3.4.4 Koronare Herzkrankheit (Herzinfarkt) ............................................................ 30
3.4.5 Herzleistungsschwäche durch angeborene oder erworbene Herzfehler
oder sonstige Ursachen ............................................................................... .......... 32
3.4.6 Periphere Gefäßerkrankungen ...................................................................... 33
3.5 Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).................................................................. 34
3.6 Nierenerkrankungen ............................................................................... .......... 37
3.7 Organtransplantationen ............................................................................... .... 39
3.8 Lungen- und Bronchialerkrankungen.......................................................... ..... 40
3.9 Krankheiten des Nervensystems ..................................................................... 41
3.9.1 Erkrankungen und Folgen von Verletzungen des Rückenmarks................... 41
3.9.2 Erkrankungen der neuromuskulären Peripherie ........................................... 42
3.9.3 Parkinsonsche Krankheit, Parkinsonismus und andere extrapyramidale
Erkrankungen einschließlich zerebellarer Syndrome ............................................. 44
3.9.4 Kreislaufabhängige Störungen der Hirntätigkeit ........................................... 45
3.9.5 Zustände nach Hirnverletzungen und Hirnoperationen,
angeborene und frühkindlich erworbene Hirnschäden .......................................... 47

3.9.6 Epileptische Anfälle und Epilepsien ............................................................... 49
3.10 Psychische Störungen ............................................................................... ..... 54
3.10.1 Organisch-psychische Störungen ................................................................ 54
3.10.2 Demenz und organische Persönlichkeitsveränderungen.............................. 55
3.10.3 Altersdemenz und Persönlichkeitsveränderungen durch pathologische Alterungsprozesse ............................................................................... .................... 56
3.10.4 Affektive Psychosen...................................................................... ................ 57
3.10.5 Schizophrene Psychosen ............................................................................. 59
3.11 Alkohol ... 61
3.11.1 Missbrauch... 61
3.11.2 Abhängigkeit ............................................................................... ................. 64
3.12 Betäubungsmittel und Arzneimittel ................................................................. 66
3.12.1 Sucht (Abhängigkeit) und Intoxikationszustände ......................................... 66
3.12.2 Dauerbehandlung mit Arzneimitteln ............................................................. 68
3.13 Intellektuelle Leistungseinschränkungen ........................................................ 70
3.14 Straftaten ... 72
3.15 Verstöße gegen verkehrsrechtliche Vorschriften ............................................ 74
3.16 Auffälligkeiten bei der Fahrerlaubnisprüfung .................................................. 76
3.17 Fahrgastbeförderung ............................................................................... ....... 78
3.18 Ausnahmen vom Mindestalter ........................................................................ 79
Anhang A... 81
Anhang B... 82

CrazyGrisu

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #9 am: 12. März 2014, 06:23:01 »
Danke für die aktuelle FeV  8)

Meine Neuropsychologin aus Alsterdorf meinte:

"Besorgen Sie sich die FeV, lesen Sie darin und wenn nötig nehmen Sie die mit zur Führerscheinstelle!"

Gelesen habe  8)

Das Thema Epilepsie werde ich mir auf jeden Fall ausdrucken ...

... und mit nehmen werde ich selbige FeV auch ...
... für den Verwaltungsfall, dass die hinter ihrem verstaubten Schreibtisch alles besser wissen! ;)

 :insel:

Schöne Grüsse und Allseits alles Gute

Euer Drächli  :dance:
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CrazyGrisu

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #10 am: 12. März 2014, 10:02:31 »
Guten Morgen :)

Jaaa :P Dienstaufsichtsbeschwerde ;)

Ich hatte mich in der Sache dass die Führerscheinstelle mit mindestens zwei Leuten eigenmächtig handelt an´s Innenministerium gewandt.

Da durfte ich mir dann anhören: "Wegen so was wollen Sie eine Dienstaufsichtsbeschwerde mahen?" oder

"Ich habe auch Kollegen da!" mit noch anderen Worten zu verstehen als man pinkelt denen nicht ans Bein! :o

Reni meinte aber auch schon dass wir mal zur Polizei gehen sollten um den Bericht vom 13.08.2011 einzusehen! ;)

Die werden schwer begeistert sein eine sooo alte Akte raus zu wühlen.  :dance:

Die Zeit alle vor den Pranger zu ziehen ist nicht das schlimmste; ABER (mal wieder aber) meine verfallende Frist zur Einreichung eines x-ten Gutachtens verstreicht bei der Stadt.

Letzte Woche habe ich ein neues Verkehrsgutachten machen lassen - als Privatpatient - zu Eigenkosten in Höhe von 430,00 Euro.

Mehrfach wurde ich fernmündlich und zum Schluss via schriftlichen Termin darauf hingewiesen, dass ich das Honorar "selbst" trage.

Die Begutachtung fand statt: "Keine Sorge! Sie sind fahrtauglich! Das Gutachten wird Ihnen in den nächsten Tagen zu gehen!"

Gestern fragte ich mal so nach warum "in den nächsten Tagen" noch nicht die versprochene Post kam ??? :(

"Es ist in der Bearbeitung! Das kann noch 6-8 Wochen dauern!"  :weirdo: Das ist unfair!!!  >:(

Die Vorbereitung für diesen Termin umfasste fast drei Wochen - alle meine Unterlagen wurden zuvor durch seinen Schreibdienst erfasst durch persönliches Erscheinen.

Der werte Herr hoch gelobt in Neurologenkreisen hatte für mich gerade mal 25 Minuten Arztgespräch über.

Die Wartezeit trotz zeitlich fest gelegten Termin von 3,5 Stunden; die alle keine Privatpatienten wie ich an dem Tag waren.

In der Wartezeit kam es gerade mal zu einem mir unsinnig erscheindenen EEG.

Ich hätte mit einem Drogen, Urin- und Bluttest gerechnet; das EEG lief noch nicht mal über die Krankenkassekarte, die an dem "Untersuchungstag" gar keiner sehen wollte.  :o Obwohl ich sie  :testwall: angeboten hatte!

Nun muss ich auf die "nächsten Tage" warten! Ich habe keine Lust mehr zu warten!  >:-(

Bei meiner Antragstellung am 19.12.2013 meinte die Trulla von der Führerscheinstelle: "Das dauert drei bis vier Wochen!"

Auf zwischen zeitlichem Nachfragen nach dem aktuellen Stand meinte die Dame dann es täten noch Unterlagen fehlen:

 :escape: KBA, polizeiliches Führungszeugnis.  :escape:

Der Zeitpunkt des Nachfragens hatte die gut gemeinten drei Wochen schon überschritten, denn Reni und ich schauten  :luftguck: uns einen möglichen neu-gebrauchten fahrbaren Untersatz an.

Nun sieht man aber wieder mal wie die Abzocke läuft. In der Führerscheinakte, die mit jeder Anmeldung eines neuen Gutachters quer durch Schleswig-Holstein reist soll wohl drinnen stehen, dass ich am 13.08.2011 einen Unfall hatte. :o

Als ich ihn korrigierte, dass es ein ANFALL und kein Unfall war machte er sich weiter Notizen.
Ich  >:-( ärger mich sehr, dass ich mir "meine" Akte nicht angeschaut habe!!  >:-(

Denn die Stadt Neumünster hat auch einen Hand-auf-halte-Arzt von dem sie vor eigenen Jahren (2007/2008) gerne Gutachten nahmen, dieser Welcher von Epilepsie 0 versteht aber den Preis bestimmt und sogar auf deren "Liste" drauf steht.

Mein neuer neurologischer Gutachter ist die Ärztemässig höchste Instanz in Schleswig-Holstein: Neurologie-Uni-Kiel.  :jojo:

14.04.´14 ist meine / unsere Hochzeit, von wo wir gerne mit unserem eigenen neuen Auto in die Flitterwochen gefahren wären, aber der "neue" Gutachter ist wohl auch von der Führerscheinstelle geschmiert worden?! :(  :'(

Naja ... wenig hoffnungsvolle Grüsse

Euer Drächli  :\



es gibt noch einen tip lieber michael...

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und alle einzeln eine fette dienstaufsichtsbeschwerde, kostet auch viele nerven, aber ist wirkungsvoll

herzliche grüße, susili
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haxi

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #11 am: 28. März 2014, 08:10:38 »
Ich kann nur von mir sprechen. Ich mache seit 2008 fortwährend solche Gutachten. in den letzten Jahren hat sich der Preis hierfür jährlich um 100.- erhöht, so dass ich letztlich bei 550.- angelangt. Beim gleichen Institut wohlgemerkt. Der Ablauf war immer der gleiche. Die Gutachterin ist seit Jahren die gleiche. Ähnlich verhält es sich mit dem Führerscheinantrag. Er kostete 2001 100.- Mark. Exakt ein Jahr später 100.- €. Es handelt sich um den gleichen Vorgang sowie um das gleiche Formular. Ebenso bei der Kostenrechnung für den Auflagenbescheid. 2001 21.- Mark ein Jahr später 48,16 €. Ich könnte diese Ausführung beliebig fortsetzen. Auch mit anderen Behörden.

Lg Haxi

martine

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Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andre Zwischenräume und das Licht.
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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #13 am: 04. Juli 2014, 10:04:41 »
Hallo martine, Ich habe bwz hatte nie einen Führerschein, aber der Link ist für mich sehr informativ. Danke dafür. Gruß ramue

yossarian

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Re: Die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung bei Epilepsie
« Antwort #14 am: 04. Juli 2014, 14:12:28 »
Hallo Martine,

vielen Dank für den Link, der zu hochinteressanten Info führt. Die Regelungen für Epilepsie-Kranke (ab Seite 45) finde ich klar und deutlich.

Erfasst sind Erkrankungen, die häufig als Bagatelle abgetan werden. Ich denke an Hypertonie, Hypotonie,  Schwindel, Rückenprobleme, Gefühlsstörungen- oder Ausfälle.

Es ist eine Verordnung, für heute und die Zukunft gemacht. Dennoch hinkt sie in einigen Punkten aktuellem Medizinwissen hinterher.

Liebe Grüße
yossarian