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Das Forum rund um das Thema Epilepsie. => Genetik - Epilepsie und Vererbung => Thema gestartet von: krisi2112 am 20. November 2005, 18:53:09

Titel: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: krisi2112 am 20. November 2005, 18:53:09
Hallo,
unsere große Tochter (knapp 9 ) hat Epilepsie. Sie hatte vor 2 Jahren einen Anfall und nimmt seitdem Medikamente (z.Zt. Orfiril long 300g ) Hatte auch keinen Anfall mehr. EEG im Moment unauffällig, das nächste ist am 6. Dezember.
Die Tochter meiner Cousine hat auch Epilepsie . Die Ärzte sagen zwar, das es nicht vererbbar ist, aber es ist schon komisch, das es in der Familie noch mal vorkommt.
Mach mir nun Gedanken, das noch ein Kind (sind noch 3 Kidies da) in der Familie betrifft.
Habt ihr Erfahrungen? Gibt es Gegenden, wo Epilepsie gehäufter Auftritt??
mach mir gerade ziemlich viel Gedanken, da mir das Verhalten unsere 2 Großen überhaupt nicht gefällt..
LG Krisi
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: lingua am 20. November 2005, 19:29:26
Hallo Krisi !
Eine Vererbbarkeit der Epilepsie ist schon möglich. Man ist aber in der Forschung noch nicht ganz soweit, dass man die genauen Erbfaktoren, also von wem sie übertragen werden können, noch nicht ganz bestimmbar ist, aber wenn ein Epi.-Anfall aufgetreten ist und man hat ihn mit einer guten Therapie im Griff, weshalb sie auch Medikamente nehmen muß, bevor es zu grösseren Anfallsformen kommen kann, brauchst du dir deshalb keine grossen Sorgen über die Zukunft deiner Kinder zu machen. Wenn in der Verwandtschaft, wo ich bei mir auch danach gefragt hatte, keine Epi., bekannt ist-kann es von einer vorhergehenden Generation, die übersprungen wurde-zu einer Epi. in einer anderen Generation, also deiner Kinder gekommen sein. Ich habe auch danach gefragt, da meine Schwester eine Epi., aber anderen Form hat. Es ist also nicht immer das Gleiche, da die Ursachen immer andere sind! Zu dem Orfiril long, sicher in diesen kleinen Beuteln als Granulat ist wirklich gut verträglich! Was die Gegenden, also das Naturbedingte Umfeld betrifft, wo es zu häufigeren Anfällen kommen sollte, gibt es nicht, aber Luftdruck und Wetter, also wo dies sehr schlecht ist, kann schon eher als "Anfallsauslöser", bedingt vorkommen, hat aber nichts mit der "Umwelt", in der ich lebe, nichts Gemeinsames! Ich denke,-das reicht jetzt erst einmal-jedenfalls brauchst du sicher keine Angst dazu zu haben, dass man sich natürlich Gedanken darüber macht, ist ganz normal.
Grüsse sendet-lingua
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: olli am 22. November 2005, 17:42:50
Hallo Krisi

lange wurde der Standpunkt vertreten das Epilepsie vererblich sei. War auch bei mir der Fall, da eine Cousine die Krankheit hatte, bis zu ihrer ersten Schwangerschaft. Soviel ich weiß, ist es widerlegt, das Epilepsie vererblich ist. Ich weiß nur das wenn von den Eltern jemand Epilepsie hat, die Möglichkeit besteht, dass das Kind auch an Epilepsie leidet (war bei einer Ex-Freundin aus Bethel der Fall), aber muss nicht sein.

Gruss olli  
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Petra S. am 22. November 2005, 21:15:57
Das, was ich im Netz gefunden habe sagt: Nicht die Epilepsie ist erblich, aber es kann eine Krampfbereitschaft vererbt werden.
Diese eventuell ererbte Krampfbereitschaft kann in etwa 10% dann auch ausbrechen.
Das heißt, im Prinzip weiß niemand, ob man nicht auch selbst betroffen ist.

Liebe Grüße
Petra
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: lingua am 22. November 2005, 21:34:07
Hallo Olli und Petra!
Am 20.11. habe ich ja dazu meinen Beitrag geschrieben und in diesem ist sicher genügend Antwort von mir gegeben worden. Es ist also so, dass jeder Epitologe einen Fragebogen erstellt, um Ursachen der aufgetretenen Epilepsie, als auch die Fragen nach der Verwandtschaft mit Epilepsie, schon deshalb sehr wichtig sind, um dementsprechende Medikations TH, richtig einleiten zu können, da auch aus biologischer Sicht, oft bei Frauen eine andere Medeikation zum Einsatz kommen muss, wie beim Mann, besonders dann, wenn es um Nachwuchs geht, ist dies unbedingt mit dem Neurologen abzusprechen, da in diesem Fall dann andere Wirkstoffe zum Einsatz kommen müssen. Ich gebe meine Daten in eine Epivista "t-online-Version" ein, bei der auch diese Daten, die ich erstelle, in den Zentralrechner der UNI-Greifswald erfasst werden, daraus ergibt sich schon allein die Wichtigkeit zu diesem Thema!
LG-lingua
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: tonia am 25. November 2005, 09:14:39
Hallo,
vererrbt wird nicht die Krankheit selbst sondern die bereitschaft dazu ->Krampfbereitschaft. Ist die Mutter erkrankt liegt diese höher, sind beide Elternteile erkrankt liegt sie noch höher.

lg
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 25. November 2005, 09:49:17
Schaut doch bitte mal ins Genetik-Unterforum. Ich habe bereits ausführlich darüber geschrieben und sogar einen Link zu einer Datenbank bekannter Epilepsie-verursachender Gene eingestellt.

Carsten
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: lingua am 25. November 2005, 16:54:00
Hafada!
Dies ist zwar richtig, aber entscheidend ist auch die Ursache der entstandenen Epi.! Bei mir war sie nach einer Op, dadurch entstanden, dass die Sauerstoffversorgung im Gehirn, nicht richtig überwacht wurde, was man nicht mehr rückgängig machen kann. Das war 1987 bei einer 12 std.-Op, wo noch keine solche Überwachungstechnik vorhanden war, wie sie heute ist. Durch diese entstandenen Epi., wird sie natürlich auch nicht auf die nachkommende Generation übertragen. Also diese Faktoren muss man auch richtig einordnen!
LG-lingua
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 25. November 2005, 17:00:18
Ich habe auch nicht behauptet, dass Epilepsie grundsätzlich erblich ist, sondern nur darauf hingewiesen, dass es erbliche Formen gibt und dass bereits Gene bekannt sind, die mit der Erkrankung gekoppelt sind.
Natürlich weiss ich, dass es erworbene Epilepsien gibt, die nichts, aber auch garnichts mit Vererbung zu tun haben. Meine Frau hat übrigens eine erworbene Epilepsie.

Gruß

Carsten
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: lingua am 25. November 2005, 17:17:47
Hallo hafada!
Ist schon "oky"! Wichtig ist, dass wir nicht gegeneinander arbeiten, sondern uns einander ergänzen und nicht dem "Fragesteller", letzlich in "Angst und Schrecken", bringen und er nicht mehr weiß, was er glauben sollte. Ich neuge auch oft dazu. Habe gerade in dieser Zeit täglich sehr viele Anfälle und man kann letztlich nichts dagegen machen. Ich habe schon über 20 Jahre Epilepsie mit unterschiedlichen Syndrom-Diagnosen und über die Ätiologie, die als Kryptogen(undurchsichtig), angegeben wird, wird wohl dieser Begriff immer stehen bleiben, obwohl man als Patient über eine genaue Diagnose, informiert sein möchte und nur so kann auch eine richtige TH, angewendet werden. Den Begriff-Kryptogen findest du im Buch-schau mal nach-ist weit ausgelegt!
Gruß-lingua
Titel: Re:Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 25. November 2005, 18:04:34
Da stimme ich Dir natürlich zu. Wir haben inzwischen natürlich auch gelernt, nicht immer nach dem "Warum" zu fragen. Das kann ich auch nur allen raten, die nicht genau wissen, wovon ihre Epilepsie verursacht wird:
Viel wichtiger ist es, mit der Erkrankung klarzukommen und ein mögligst normales Leben zu führen. Dazu gehört eine offensive Umgangsweise mit der Erkrankung, denn nur so wird man mit Vorurteilen, Benachteiligungen und Bemitleidigungen fertig.

Liebe Grüße

Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: mama-von-justin am 21. November 2010, 13:12:11
also bei uns hab nicht ich und auch nicht justins vater epilepsie...wir hatten nie einen anfall garnichts...und auch in den familien ist es nicht bekannt...aber justin hat eine genetisch bedingte epilepsie... :tröst:
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 21. November 2010, 19:05:07
Tja, sieht nach einem rezessiven Erbgabg aus. Da kann über zig Generationen in beiden Familien nichts gewesen sein und dann kommen ausgerechnet im Kind  kommen zwei krankmachende Allele zusammen. Bekanntestes Beispiel ist die Mucoviscidose.
Ist denn bekannt, welches Gen bei Justin betroffen ist?
HG Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: mama-von-justin am 21. November 2010, 22:48:32
davon war noch nicht die rede...wie gesagt und noch im kh wusste ich auch noch nicht was alles für mich wichtig  ist...bis zu unseren nächsten termin hab ich schon paar fragen...eben auch welches gen, auf jeden fall evt vielleicht medis umstellen ach und noch paar....
tja kann natürlich sein das es bei uns anfallsleiden ganz ganz früher gab...und wenn nicht mhm...glaub hab mal gelesen es sind bloß 1% aller genetischen beingten epilepsien wo anfallsbereitschaft oder epi noch nie vorgekommen ist...
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 22. November 2010, 08:48:40
Ich muss mich noch mal präzisieren, da ich Deinen anderen Thread noch nicht gelesen hatte, in der Du von einer idiopathischen Epilepsie gesprochen hast.
Es ist richtig, dass man dabei eine genetische Ursache vermutet. Das hat aber damit zu tun, dass es ja praktisch nichts anderes sein kann, wenn man weiss, dass die Epilepsie nicht anders erworben wurde (Meningitis, Grippe etc.).
Nur bei 1–2% der idiopathischen Epilepsien scheint ein einzelner Gendefekt die ausschlaggebende Rolle zu spielen. Bei den meisten Erkrankten liegt jedoch eine genetisch komplexe Ätiologie vor. Das heisst, dass die Kombinaton verschiedener Allele (Zustandsformen von Genen) ursächlich für die Erkrankung ist.
Bei den idiopathischen Epilepsien mit genetisch komplexer Disposition haben molekulargenetische Studien bisher kein Gen identifizieren können, das einen bedeutenden Anteil zur genetischen Varianz beiträgt. Das bedeutet, dass die Aufklärung der genetischen Ursache nahezu unmöglich ist und deshalb wird man Dir wahrscehinlich auch kein Gen nennen können, das bei Justin betroffen ist.
Das ist furchtbar unbefriedigend, denn die Frage nach dem "Warum" beleibt leider unbeantwortet. Ich hoffe, dass wenigstens die Gründe dafür klar geworden sind.

HG Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: mama-von-justin am 22. November 2010, 10:28:22
mhm...na supi... befasst dich wohl schon länger mit der krankheit?
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 22. November 2010, 11:52:34
Ich bin Molekulargenetiker, aber mein Interesse an Epilepsie ist auch privater Natur: Meine Frau hat eine erworbene Epilepsie. Genau lässt es sich nicht mehr ergründen, aber vieles deutet auf eine Influenza (Grippe) hin. Jedenfalls war die Infektion (Grippe oder was auch immer es war) der Beginn ihrer Epilepsie....
Wenn Fachinformationen zu Medikamenten oder sonstige Hintergrundinformatione benötigt werden, bin ich gerne behilflich.

HG Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: neotrance am 19. März 2011, 22:24:34
Hallo zusammen, ich bin kein Schwarzmaler es scheinen viele von euch der Ansicht zu sein das Epilepsie nicht vererblich ist erwiesen ist es nicht und ein erhötes Risiko die Bereitschaft dazu weiter zu geben besteht in jedem Fall. Hierbei spielen die Faktoren der Art der vorhandenen Epilepsie und ob der Vater oder Mutterteil an der Krankheit leidet. Ich habe mich einige Wochen mit dieser Thematik beschaftigt und mir sogar zwei wissenschaftliche Vorlesungen der Neurologie Bonn von Prof Dr. Bauer hierzu angehört. Meine Frau hat unsere vierjährige Tochter mit in die Beziehung gebracht. Wir haben uns letztlich gegen ein Kind entschieden , ich möchte meinem Kind nicht erklären müssen das es Epilepsie hat weil ich der Meinung war die Sache wird schon gut gehen obwohl ein erhötes Restrisiko nicht ausgeschlossen war. Ich habe mich dann einer kleinen OP unterzogen und muss mir jetzt keine Gedanken mehr machen und meine Frau kann auf die  3 Monatsspritze verzichten.

Gruß

Heiko
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: DerBjoern am 11. Mai 2011, 13:04:58
Also aus meiner Familie hat bis zu mindestens 3 Generationen vor mir keiner Epilepsie gehabt. Und ich hab es auch erst seit knapp 4 Jahren. Trotzdem will ich sicherheitshalber keine Kinder.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 11. Mai 2011, 14:03:47
Also aus meiner Familie hat bis zu mindestens 3 Generationen vor mir keiner Epilepsie gehabt. Und ich hab es auch erst seit knapp 4 Jahren. Trotzdem will ich sicherheitshalber keine Kinder.
Hallo Björn, aus genetischer Sicht spricht nichts dafür, auf Kinder zu verzichten!
HG Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Tanja84 am 14. Mai 2011, 22:47:14
Hallo zusammen,
Hatte mit 15 meinen 1. Grand Mal Anfall. Nach fast 8 Jahren Anfallsfreiheit, hatte ich vor 10. Monaten und ca 3 Wochen wieder einen (ursache der Epi ist unbekannt). Ich habe mich auch entschieden keine Kinder zu bekommen, da mir das Risiko der Vererbung zu hoch ist... Es sind ja nicht nur die Anfälle die das Kind erben könnte, dazu kommen ja auch noch  täglich viele Medikamente ( Lamotrigin), welche bestimmt nicht gut für ein Ungeborenes wäre....

Trotzdem meine ich jeder soll selbst entscheiden dürfen, ob er trotz Epi Kinder haben möchte - und zwar ohne von anderen verurteilt zu werden!!!

Liebe Grüsse
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Pegi am 15. Mai 2011, 23:32:15
Hallo,

mit den Medikamenten ist das so eine Sache, das muß mit den Arzt auf jedenfall abgesprochen werden.

Aber Epilepsi ist nicht erbbar, danach habe ich mich beim Arzt erkundigt.

Liebe Grüsse

Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: hafada am 16. Mai 2011, 09:24:13
@ Tanja: niemand wurde hier verurteilt, von mir jedenfalls nicht! Natürlich ist es ein Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau die Medikamente nimmt. Wir haben uns trotz Epilepsie und trotz Medikamente für Kinder entschieden und beide sind kerngesund. Selbst wenn sie es nicht wären, könnten sie ein glückliches Leben führen. Es gibt so viele andere Unsicherheiten im Verlaufe einer Schwangerschaft und im Leben eines Kindes, dass das Risiko, vielleicht die Neigung zur Epilepsie zu vererben, nicht ins Gewicht fällt. Ich empfehle Euch wirklich eine genetische Beratung durch einen Facharzt für Humangenetik!

Wenn man zu irgendeinem Arzt geht, bekommt man solchen Unsinn erzählt wie Carsi! "Epilepsie ist nicht erbbar", was für ein Unsinn! Die monogen verursachten Formen werden natürlich nach Mendel vererbt, bei den anderen Formen vererben sich Risikofaktoren, also bestimmte Allelle nicht näher bekannter Gene. Auch das ist Vererbung, aber ob jemand tatsächlich Epilepsie bekommt, hängt von der Kombination der Allele ab. Wenn nur ein Partner Epilepsie hat, ist die Chance, das auf die Kinder zu vererben, fast vernachlässigbar gering!

Es liegt mir fern, Euch zu bevormunden, aber wenn Ihr von Risiko sprecht, wird mir klar, dass Ihr nie kompetent beraten worden seid und nicht wirklich wisst, wie hoch (bzw. niedrig!) das Risiko wirklich ist, die eigene Epilepsie zu vererben.


HG Carsten
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Arawn am 02. Juni 2011, 16:18:15
Ich kann ja mal zum Besten geben, wie ich das (zumindest im Unterricht und bei so einer Schulung) verstanden habe:

Epilepsie ist nicht erblich, doch die Bereitschaft, die absolut jeder Mensch hat, ist erhöht. Dabei ist aber nie die Art, Ausprägungsstärke, etc. abhängig.
Bei mir war es mein Onkel (Bruder meines Vaters), der Epilepsie hatte und die Schwester meine Mutter hat auch eine, genauso wie mein Bruder. Sie sind alle 3 erworben, dennoch wird bei mir von einer genetisch bedingten gesprochen. Ich vermute also, dass einfach unsere Familie und Verwandtschaft generell einfach anfallbereiter ist.
Mein Onkel hatte als Kind eine Meningitis, meine Tante ein Aneurysma im Gehirn und mein Bruder hatte einen Infekt. Bei mir selbst war es so, dass ich als Kind zwei Fieberkrämpfe (einmal mit 2 und enmal mit 6 Monaten) hatte und dann erst mit 14 von heut auf morgen Anfälle hatte.
Ich würde also sagen, wenn die Epilepsie in der Familie vertreten, heißt das nur, dass Kinder etc. einfach schneller mit epileptischen Anällen reagieren.
Somit würde ich auch meinen, dass wohl einer erworbenen Epilepsie auch bereits eine erhöhte Anfallsbereitschaft zugrunde liegt.
Aber das ist nur eine theoriemeinerseits.
Doch ich habe schon in meinen Praktika so oft mit enschen mit Schlaganfällen, SHT, etc. zu tun gehabt und bis auf eine hatte keiner Epilepsie im Nachhinein.
Also glaube ich, dass dem auch schon eine gewisse Bereitschaft zugrunde liegt, die vielleicht auf einen Gendefekt etc. zurückzuführen ist.
Aber bitte versteift euch nicht darauf. Ich habe nur Gelerntes mit Erfahrungen verknüpft und weitergedacht. Ich bin Azubi zur Ergotheapeutin, und kein Genforscher, etc. ^^
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: judith am 29. Juli 2011, 13:40:28
Dazu kann ich sehr gut etwas sagen also:
Meine Mutter hatte Epilepsie von ihr ein paar Geschwister
Ich habe Epilepsie von mir ein paar Geschwister und dessen Kinder
Alle meine drei Kinder hatten Epilepsie ich hab es früh in die Hand genommen und damit gearbeitet Sie sind Heute alle Gesund und haben einen Beruf.
Nun Vermute ich es bei meinem Groskind.
Eine Genforschung mach ich mit den wen das nicht Vererbung was dann , ich will alles tun was hilft und unterstützt diese Krankheit nur ein biesschen mehr in den griff zu kriegen oder früh zu erkennen.   
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: lingua am 29. Juli 2011, 17:11:38
Hallo Zusammen:-Ich möchte heute nicht zum Thema "Epilepsie vererblich" schreiben, sondern mich
zurückmelden, da ich wieder in der letzten Zeit sehr viel Rückschläge hatte und mehrmals in der Klinik
gelegen habe, teilweise auf Grund wieder erhöhter Anfälle und auch einer Neu-Einstellung
der Medikation und teilweise kam es auch zu einer Verbesserung, aber jetzt wieder zu erhöhter
GM-Anfälle (Im Monat bis zu 10 GM-Anfälle) und auch im gleichem Zeitraum, ebensoviele Myoklonen
und natürlich im Monat bis zu 37 Absencen und da konnte ich nicht mehr klar denken und schon
gar nicht auf wichtige Fragen, die hier im Raum stehen, antworten, es tut mir wirklich leit-aber ich
habe euch nicht vergessen! Euer treuer lingua
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Hermann am 31. Juli 2011, 23:34:35
Hallo Lingua,

so wie ich mich freue, mal wieder von dir zu lesen, so traurig bin ich über Deinen gesundheitlichen Zustand. Es scheint der Wurm drin zu sein, erst der Schlaganfall,  neue Anfälle, durch die Bank recht unterschiedlich und schlecht einzuordnen.
Ich wünsche dir viel Kraft, um es so gut wie möglich zu verarbeiten. Gönne dir von Herzen eine anfallsfreie Zeit und wünsche gute Besserung! Hoffentlich fühlst Du dich beim nächsten Besuch schon besser.

Liebe Grüße und alles Gute
Hermann
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Cornelia-Admin am 31. Juli 2011, 23:44:45
Hallo Judith,

vererbt wird in solchen Fällen nicht die Epilepsie selbst, sondern eine Veranlagung dazu, leichter eine Epilepsie zu entwickeln als andere Menschen.
So ähnlich, wie ja auch eine Allergie nicht vererbt wird, durchaus aber die Neigung dazu, leichter eine Allergie zu entwickeln, vererbt werden kann.
Das Gehirn erbt also über die Gene sozusagen eine erhöhte Empfindlichkeit, es reagiert dann früher als das Gehirn anderer Menschen auf Besonderheiten, die eine Epilepsie entstehen lassen können.

Liebe Grüße
Cornelia
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Aimee am 05. November 2011, 23:26:12
Huhu,
wie der Grossteil bereits schrieb ist die Veranlagung höher,allerdings um einen minimalen Prozentsatz,sind beide Eltern Epileptiker,steigt dieser um etwa 2%. In meiner Familie ist es so,dass es in jeder zweiten Generation einen Epileptiker gibt.Ob das nun Zufall ist oder nicht,spielt letztendlich auch keine Rolle,da es ja trotz Allem nicht zu ändern ist.Aber ich würde deshalb nicht auf ein Kind verzichten,denn das müsste dann jeder Mensch,da es ja auch Veranlagungen für Krebs etc. gibt. Dann würde die Kinderlosigkeit in Deutschland wohl nochmal um Einiges sinken.^^
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Bollek am 02. Dezember 2011, 13:58:07

 :) Erst man Hallo an euch,

das Epilepsie vererblich ist ist ein trugschluß dem viele verfallen sind. Besonders viele Fachärzte sind noch dieser Meinung. Woher kommt diese Meinung ?
Meist sind es die alteingessenen Ärzte die meinen nach dem Studium keine Weiterbildung mehr machen zu müssen das die Epilepsie vererblich ist.
Genauso sind ja auch andere Methoden in den Untersuchungen inzwischen.

Woran es meist liegt sind das es in Schwangerschaft Probleme gab.

Die Veranlagung zu einer Epilepsie hat ja jeder Mensch. Und da sind halt Kleinkinder oder Babys am anfälligsten.




Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Hermann am 02. Dezember 2011, 17:08:16
Hallo Bollek,

in den Ausführungen verwechselst Du die „genetische Veranlagung zu einer Krankheit“ und die „Entstehung einer Krankheit“.

Für das Entstehen einer Erkrankung hat es einen Auslöser gegeben, etwas ist ursächlich dafür. Beispiele wären ein Fieberkrampf im Kleinkindalter, ein Schädelhirntrauma, starke Kopfverletzungen oder ein Schlaganfall.

Bei der genetischen Veranlagung hat man die Neigung, an einem Leiden seiner Vorfahren zu erkranken. Entstehung und Neigung haben noch einen Unterschied: Bei der Entstehung ist etwas ursächlich, es ist durch etwas Plötzliches, meist ein Trauma,  ausgelöst. Bei der Veranlagung erkrankt derjenige, der sie mitbekommen hat, nicht unbedingt immer an dem Leiden.

Erben kann man Geld, Häuser, Schulden. Bei Krankheiten ist es anders. Hier schließe ich mich Cornelias Ausführungen an.

Liebe Grüße
Hermann
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Momoko12 am 29. Dezember 2012, 17:09:43
Hallo erstmal :D

also ich glaube schon das Epelepsie vererbar ist. Bei mir in der Familie kommt es nämlich auch ungewohnt häufig vor, Ich habe Epelepsie meine Mum und von meiner Oma die Cousine hat es jetzt seid kurzem auch. Wäre ein seltsamer zufall wenn es nicht vererbar wäre.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Nicole5983 am 29. Dezember 2012, 21:47:41
Hallo.

Also erblich würde ich nicht sagen, aber genetische Veranlagungen, egal wie häufig es in einer Familie vorkommt. So sagte es mir mal ein Arzt in einer Epilepsieklinik.

Ich bin jetzt schwanger und bei mir liegt auch Epilepsie in der Familie. Meine Oma hatte Epilepsie und ich bis jetzt, sonst niemand! Also ich habe keine Angst, das mein Kind Epilepsie haben wird.

LG
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Sternenkind am 25. Februar 2013, 21:44:19
Hallo!

Jeder Mensch hat die vera.lagungung einmal in seinem leben einen Anfall zu bekommen.
Die regbarkeit des Gehirns ist gering bei normalen und bei epi erhöht!

Die veranlagung kann weiter vererbt werden aber nicht die Epilepsie!

Sterne.kind
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Dorinchen am 26. Februar 2013, 07:03:39
Hallo!
Ich finde die Aussage "ich bekomme keine Kinder, weil sie die Epilepsie erben könnten" schon etwas unfair. Ich habe Epilepsie, meine Mutter hatte Epilepsie und mein Bruder hat (noch) Epilepsie und trotzdem habe ich zwei Kinder. Ist denn ein Mensch weniger Wert, nur weil er an Epilepsie leidet? Das grenzt für mich an Eugenik. Ich verstehe es, wenn jemand sagt, "ich komme schon mit meiner Krankheit nicht zurecht, mit der von anderen würde ich noch weniger zurecht kommen", aber das hat hier niemand geschrieben. Allein die Erblichkeit der Epilepsie scheint manche davon abzubringen, Kinder zu bekommen - und das ist traurig. Denn Kinder sind etwas wunderbares und sie sind unsere Zukunft - und vor allem: sie werden, selbst wenn sie an Epilepsie erkranken sollten (mir hat man damals gesagt, statistisch sind es 15% der Kinder die dann auch Epilepsie bekommen), meistens zu wertvollen, geschätzten und gelieben Mitgliedern der Gesellschaft. Meine Mutter macht sich auch oft Vorwürfe, dass sie Kinder bekommen hat, aber ich bin froh über das Leben, dass sie mir geschenkt hat, trotz einiger Einschränkungen.
Liebe Grüße,
Dorinchen.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Sternenkind am 26. Februar 2013, 23:12:10
Ja  von Berufswegen weis ich das Kinder was schönes ssind!
Da ich aber ein double korte syndrom habe u.d unter die Menschen falle die es höchst wahrscheinlich weiter vererben würden! Wird z.Z. getestet!

In der heutigen medizin gibt es aber schon so viel neues das man auch als epi ein gesundes  Kind bekommen kann!
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: snegge am 14. März 2013, 21:41:54
Epilepsie ist NICHT vererblich.

------------------------
Es ist für mich ganz furchtbar mitzubekommen, was Menschen alles für vererbbar halten.
Vererbbar sind Dinge wie ein hoher Blutdruck, Humor oder ein bestimmtes Verhalten.

Dinge sind auch nicht nur erblich von direkten Vorfahren (also Eltern).

-vererbt wird familieninherent... ich glaube nur ganz eingeschränkt an die Mendelsche Regelei.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Sternenkind am 15. März 2013, 22:16:59
Hallo!

Das Epilepsie nicht vererblich ist das stimmt. Die Veranlagung ist aber gegeben an Epilepsie zu erkranken wenn ein Elternteil oder Großelternteil Epilepsie hat. In der Satistik ist es so das jeder Mensch in seinem Leben mal einen Anfall erleidet aber nicht gleich ein Mensch mit Epilepsie ist!

Wie gesagt bei mir kann es sein das es vererbt ist durch einen Gendefekt in der Entwicklung des Gehirn, ist aber nicht schlimm!

Sternenkind
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: snegge am 17. März 2013, 11:40:43
... die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht.

Ich glaube dennoch nicht, dass Epilepsie vererbbar ist.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: martine am 17. März 2013, 21:49:20
Hallo Snegge

Zitat
... die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht.
  Das stimmt so nicht.
Jeder Mensch kann mal einen Anfall haben, ABER das ist deshalb keine Epilepsie !! Da vermischt Du einiges.
Daneben gibt es durchaus erbliche Formen wie die nächtliche Frontallappen Epi oder eben Epi ohne erkennbarer Ursache.

Liebe Grüße
Martine
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: snegge am 17. März 2013, 22:00:26
@martine

Nein, ich vermische Nichts. Ich bin nur felsenfest der Meinung, dass Epilepsie NICHT vererbbar ist.

---------------------------------------------------------

Genauso wie Intelligenz nicht vererbbar ist. Dieses Gerücht hält sich auch ganz hartnäckig. Lehrer können davon berichten.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: martine am 17. März 2013, 22:08:12
Tja Snegge,

es gibt aber nachweislich vererbare Formen, wie eben die nFle und andere wo ganz klar der genetische Marker bzw Fehler von einem Elternteil weitergegeben wird (leider  :\).

Liebe Grüße
Martine

Intelligenz ist da was ganz anderes, was ist überhaupt Intelligenz ...
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Dorinchen am 18. März 2013, 06:20:09
Hallo!
Da Epielepsie ja nur dann diagnostiziert wird, wenn man innerhalb eines Jahres mindestens zwei Anfälle hat (oder irre ich mich da), kann - qua definition - schon mal gar nicht jeder Mensch Epilepsie haben. Und das mit der Intelligenz zu vergleichen ist, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, populistisch. Das eine kann man mit dem anderen nicht vergleichen.
Liebe Grüße,
Dorinchen.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: snegge am 18. März 2013, 11:16:13
Dorinchen,

Meine einzige Aussage war, dass der ganze Hype mit der Vererbungslehre übertrieben ist. Was nicht alles vererbbar sein soll...

Ich glaube nicht, dass ich populistisch bin wenn ich AUS EIGENER ERFAHRUNG anführe (ich bin Lehrerin),
dass es in der Tat viele Eltern gibt, die sich auf den Schlips ihrer eigenen Intelligenz getreten fühlen, wenn der Lehrer ihrem Sprößling eine schlechte Note macht. Weitläufig hält sich GANZ HARTNÄCKIG das Gerücht, dass Intelligenz vererbbar sei.
Das ist sie aber nicht. Dinge wie Ehrgeiz (hat das etwas mit Intelligenz zu tun? misst man in der Schule unbedingt die Intelligenz? Ist Bildung gleich Intelligenz? Sieht man an den Noten die Intelligenz?), Humor oder Bluthochdruck sind vererbbar.

Bitte nicht das lesen, was du lesen möchtest.

Oder bin ich etwa "populistisch", weil ich eine andere Meinung habe als du !?
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Dorinchen am 18. März 2013, 12:26:35
Hallo!
Ich hatte mich auf Deinen Post berufen, in dem Du geschrieben hattest: ".. die meisten Menschen haben Epilepsie und wissen es nur nicht." Und populistisch hört sich das für mich schon an... genauso wie dieser Vergleich mit der Intelligenz.
Leider muss ich sagen, dass "Meinungen" und "eigene Erfahrungen" nur einen sehr kleinen Ausschnitt über das Tatsächliche bieten. Nicht umsonst müssen Studien ja auch größer angelegt sein.
Was alles vererbbar ist, ist erstmal höchst beängstigend, weil es uns suggeriert, das wir gar keinen freien Willen haben, aber damit etwas, das im Erbgut "festgeschrieben" ist auch zum Tragen kommt, müssen auch noch viele äussere Faktoren dazukommen.
"Bitte nicht das lesen, was du lesen möchtest." Mir hat mal jemand gesagt (ich glaube, es war ein Lehrer): "Es ist egal, was du gemeint hast, wenn du es nicht hinschreibst, kann ich es auch nicht bewerten." Wir dürfen nicht vergessen, dass das was wir meinen, oft etwas ganz anderes ist, als bei dem Anderen ankommt - und das meistens unabsichtlich.
Ich benutzte das Wort "populistisch", weil Deine Aussagen sehr vereinfacht dargestellt und (so habe ich das verstanden  :jojo: ) auf "Konfrontationskurs" geeicht waren.
Liebe Grüße,
Dorinchen.
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: snegge am 18. März 2013, 13:48:13
Dorinchen,

Lass unsere Meinungen wie Freunde auseinander gehen  :-)

       Viele Grüße
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Deele am 17. April 2013, 21:37:30
Epilepsie ist normalerweise nicht vererbbar es gibt selten Ausnahmefälle
Aber vl lag es ja an den Tabletten die die Mutter eingenommen hat.
Eine Ursache für Epilepsie ist auch Sauerstoffmangel während der Schwangerschaft. 
Also nur weil Mutter/Vater und Kind Epilepsie haben heißt das nicht automatisch das es vererbt wurde  :-\
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Sternenkind am 20. April 2013, 11:03:38
Bei mir ist es so das sie zu 90 % vererbt ist ergebnisse kommen mitte Mai berichte wenn ich mag an dieser Stelle. Ich habe das Double kortex Syndrom das ist eine "Entwicklungsstörungsstörung" im Gehirn die dann die Anfälle auslöst. Also vererbt aus der Familie Gendefekt oder einfach in der Entwicklung das weis z.Z. noch keiner nur die Genetiker auf das Ergebnis warte ich gerade!

Sternenkind
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: LaLuna26 am 27. Oktober 2013, 19:13:40
Hallo an alle!

Ich hab ein paar Fragen und ich denke mal das diese hier gut reinpassen.
Also ich habe jetzt seit 2008 Epi und das kam natürlich aus heiterem Himmel.
Als ich in das KH kam wurde ich quasi total "auseinander"genommen und es wurde die Ursache dafür gesucht

Ich hatte etliche MRTs EEGs und bei den MRT Bildern konnten mir und meine Mutter keine konkreten Antworten gegeben.Als ich dann nach Bethel geschickt wurde hat sich herausgestellt das ich im ganzen Gehirn kleine "Gnubbel"habe die die Anfälle auslösen.Der Arzt vermutete das es davon stammt das ich im Mutterleib ständig unter den Rippenbogen "gerutscht"bin.

Meine Mutter erwähnt das ich als fünf jährige einmal meinen Kopf packte und schrie :"Mein Kopf mein Kopf!"
Als Sie dann mit mir beim Arzt war konnten sie nichts feststellen.

Also warum hatte ich jahrelang überhaupt nichts obwohl die Gnubbel schon da waren?Und warum bin ich die einzige in der ganzen Familie die an Epi erkrankt ist?Das muss doch was mit Genen oder anderem zu tun haben??

Außerdem haben wir jetzt dreimal Familienzuwachs bekommen von meinen drei Cousinen und als Sie ihren Ärzten das geschildert hatten das ich an Epi leide wollten diese die Diagnosebriefe lesen.

Was ich mich jetzt schon eine ganze Weile frage ist:
Warum tuen die Ärzte das?Das kann doch in meinen Fall nicht an meine Großcousinen vererbt werden,wir haben ja keine Genetische Verbundenheit?Wenn ich das jetzt mal so richtig liege.
Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

Apropo Vererbung der Epi,ich weiß von meiner Neuro das nur die Krampfbereitschaft vererbt werden kann.Aber in diesem Fall brauch ich mir(leider) keine Gedanken machen,mir ist es vergönnt Kinder zu bekommen....

Lg
LaLuna26
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Vali am 08. November 2013, 07:30:07
Hallo Laluna26,

Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Mein Sohn hat auch aus heiteren Himmel Epilepsie bekommen ( war immer top fit), auch viele Untersuchungen  etc. Bei ihm spricht man nicht von Gnubbel sondern von nicht gleichmäßig entwickelter Schichten. Sind also lauter Punkte im Hirn die sozusagen stören.
Erst nach fast vier Jahren haben wir dann rausbekommen, dass es in der Familie meines Mannes auch zwei männliche Betroffene gibt, nähere Info gab es allerdings nicht, Verwandschaftsgrad Cousin und Großcousin ( heißt das so?). Es wird einfach lieber geschwiegen als sich mitzuteilen, ist zumindest mein Eindruck.
Ob Gnubbel oder Punkte Epilepsie ist ein schwieriges Gebiet.

Liebe Grüße
Gabi
Titel: Re: Epilepsie vererblich???
Beitrag von: Sternenkind am 14. November 2013, 16:31:10
Hallo!

Ich habe untenschon mal geschrieben das ich an dem Double kortex Syndrom "leide".
In einer Gen Untersuchung hat man fest gestellt das es nicht vereerbt ist.
In der Hirnrinde die aus zwei Rinden besteht sind vermutlich werend der Entwicklung Lücken entstanden die die Anfälle auslösen.

Sternenkind  :dance: