Autor Thema: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie  (Gelesen 23061 mal)

Cornelia-etc.

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #30 am: 30. Juni 2009, 12:34:30 »
Hallo Lingua,

erst einmal alles Gute und gute Besserung!

Gegen Deinen Willen dürfen sie Dich in Bad Berka aber nicht dabehalten!
Wenn Du mangels Vertrauen lieber ganz nach Jena wechseln möchtest, dann sind sie verpflichtet, die dafür notwendigen Unterlagen dorthin weiterzureichen.
Du kannst ihnen ja anbieten, dass sie für sich eine Kopie behalten, wenn sie das gerne möchten und Dir das recht ist.
Du kannst ihnen, wenn Du das möchtest, auch anbieten, sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden zu halten.
Doch Du hast das Recht, den Arzt und die Klinik Deines Vertrauens frei zu wählen. Stammpatient hin oder her. Dein Wohlergehen geht vor.

Dass Du die Fahrtkosten selbst bezahlen musst, ist dabei natürlich ein anderes Thema.

Liebe Grüße
Cornelia
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lucamama

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #31 am: 30. Juni 2009, 12:53:09 »
Dass Du die Fahrtkosten selbst bezahlen musst, ist dabei natürlich ein anderes Thema.

Ich bin nach wie vor der Ansicht, Lingua hatte das schon einmal erwähnt, dass das nicht richtig ist.

Unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt die Krankenkasse auch die Fahrtkosten zu einer Klinik, die bedeutend weiter entfernt ist. So auch in unserem Fall. Normalerweise werden die Fahrtkosten bis zur nächstmöglichen Klinik, die eine bestimmte Erkrankung behandelt kann, erstattet.

Wenn man von seinem Arzt- und so haben wir das gemacht- ein begründetes Attest bekommt, warum die Behandlung nun gerade in der speziellen Klinik, die weiter entfernt ist, notwendig ist, bezahlt die Krankenkasse auch hier die Fahrtkosten.

Rein theoretisch hätten mit Luca auch in die Uni Münster oder in die Vest.Kinderklinik nach Datteln fahren können, wäre nur 1/4 der Fahrtstrecke nach Bethel gewesen.

Voraussetzung dafür ist allerdings das Merkzeichen H im SBA und eine vorherige Genehmigung der Krankenfahrt durch die Krankenkasse. War bei uns überhaupt kein Problem :)!!

Grüße
lucamama

Cornelia-etc.

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #32 am: 30. Juni 2009, 12:56:31 »
Hallo Lucamama,

aber ob Lingua ein H im Ausweis hat? Das ist bei Erwachsenen eher selten der Fall.

LG Cornelia
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lucamama

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #33 am: 30. Juni 2009, 13:16:56 »
Cornelia :),

das weiß ich natürlich auch nicht :)! Aber vielleicht Pflegestufe2 oder aG im Ausweis?!

Nachfolgend mal die Richtlinien für die Verordnung von Krankenfahrten:

(3) Daneben kann die Fahrt zur ambulanten Behandlung für Versicherte verordnet und genehmigt werden, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen “aG“, “Bl“ oder “H“ oder einen Einstufungsbescheid gemäß SGB XI in die Pflegestufe 2 o-der 3 bei der Verordnung vorlegen. Die Krankenkassen genehmigen auf ärztliche Verordnung Fahrten zur ambulanten Behandlung von Versicherten, die keinen Nachweis nach Satz 1 besitzen, wenn diese von einer der Kriterien von Satz 1 ver-gleichbaren Beeinträchtigung der Mobilität betroffen sind und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum bedürfen.

siehe hier:

http://medinfoweb.de/apps/webeditor//files/rl_krankentransport.pdf

Viele Grüße
lucamama

P.S.: Auch die Uni Münster und die Vestische Kinderklinik/Datteln behandeln mit gutem Erfolg Epilepsien. Für uns war nur Bethel die optimale Adresse !  Wollte ich eben noch mal gesagt haben :)!
« Letzte Änderung: 30. Juni 2009, 13:21:47 von lucamama »

Cornelia-etc.

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #34 am: 30. Juni 2009, 13:25:08 »
Hallo Lucamama,

das stimmt natürlich.  :)

Der bürokratische Aufwand ist allerdings hoch, finde ich.
Ich habe das darum bisher nur in Anspruch genommen, wenn wir wegen eines Schlafentzuges zum EEG mit dem Taxi fahren mussten.

LG Cornelia
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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #35 am: 30. Juni 2009, 13:29:01 »
Ja, die Epilepsieabteilung in Datteln soll gut sein, das weiß ich von anderen Eltern. Von der KJP dort habe ich weniger Gutes gehört, aber diese beiden Bereiche muss man natürlich trennen. :)
Münster versuche ich, ebenfalls im Hinterkopf abzulegen.  ;)

LG Cornelia
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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #36 am: 30. Juni 2009, 13:31:45 »
Wieso bürokratischer Aufwand?

Hat mich ein Schreiben an die Krankenkasse "gekostet", wo alle Termine (auch bei Fahrten zu Therapien wie Ergotherapie oder Fahrten zu Psychologen werden die Fahrtkosten erstattet!) aufgelistet waren, mit der Bitte um Genehmigung.

Die Krankenkasse hat mir Formulare zugeschickt, auf denen die Ärzte unsere Anwesenheit bescheinigen müssen. Von Zeit zu Zeit schicke ich die zur Krankenkasse und bekomme umgehend die Kosten, abzüglich des Eigenanteils, erstattet.

Grüße
lucamama

Cornelia-etc.

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #37 am: 30. Juni 2009, 15:25:08 »
Hallo Lucamama,

das war bei meinen Versuchen komplizierter und erforderte mehrere Anläufe. Lag aber vielleicht auch mit daran, dass diese Regelung so damals gerade neu eingeführt worden war und sowohl die KK als auch die Ärzte noch keine Routine damit hatten. Meist fahre ich ja mit dem Auto. Da habe lasse ich mir noch nie was erstatten lassen. Aber wenn eine Taxifahrt in eine andere Stadt notwendig wird, dann schon.

LG Cornelia
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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #38 am: 30. Juni 2009, 17:17:05 »
Hallo Cornelia,

ich fahre auch immer mit dem Privat-PKW zu den Behandlungsterminen. Ein Taxi haben wir noch nie genommen.

Ob man den "Aufwand" betreiben will, hängt auch sicher davon ab, wie oft man zu Behandlungsterminen muss. Wenn man sowieso nur 1-2 im Jahr zu einer Klinik/ Therapie in der Nähe fährt, wird man es sich wahrscheinlich überlegen.

Ich fahre ja allein schon zu einer Therapie alle 14 Tage 50 km hin und 50 km zurück. Erstattet werden von der KK für Fahrten im Privat-PKW  0,20 €  + 0,02 € für die Begleitperson, abzüglich des Eigenanteils von 5,00€ pro Fahrt (Eigenanteil beträgt 10%,mindestens 5,00 höchstens 10,00€ pro Fahrt). Das macht dann für die Hin-u.Rückfahrt zwar "nur" 12,00€, aber wenn man es auf das ganze Jahr betrachtet hat man wenigstens die Sprikosten so einigermaßen wieder raus.

Mal abgesehen davon, dass der Eigenanteil bei den Fahrtkosten auch mitzählt, wenn es um die geleisteten, jährlichen Zuzahlungen geht. So haben wir doch relativ schnell die 1 % Belastungsgrenze -der Bruttoeinnahmen -bei chronisch Kranken erreicht. Und die Zuzahlungsbefreiung gilt dann für die gesamte Familie und nicht nur für Luca (Luca muss ja sowieso nur bei den Krankenfahrten die Zuzahlung leisten, alles andere ist für ihn ja eh frei).

LG, lucamama 

lucamama

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #39 am: 30. Juni 2009, 21:26:15 »
Erstattet werden von der KK für Fahrten im Privat-PKW  0,20 €  + 0,02 € für die Begleitperson, abzüglich des Eigenanteils von 5,00€ pro Fahrt (Eigenanteil beträgt 10%,mindestens 5,00 höchstens 10,00€ pro Fahrt).

Damit meine ich (natürlich ;D), dass pro gefahrenen km 0,22€ erstattet werden!

LG

Andi

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #40 am: 11. Juli 2009, 16:51:56 »
Hallo einfach nochmal :D

ich habe erst vor kurzem von meinem Vater noch erfahren, als ich das Formular für die Reha ausgefüllt hatte, das nicht nur die Urgrossoma epileptische Anfälle hatte, sondern auch der Cousin meines Vaters und er musste damals auch Medikamente einnehmen. Ist doch interessant für mich. :)

liebe Grüsse Andi ;)

lingua

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #41 am: 14. Juli 2009, 18:55:47 »
Hallo Cornelia!
Zunächst bin ich wieder bei euch im Forum und das ich das sein kann, freut mich sehr.
Hatte gerade deinen Beitrag gelesen und muss natürlich dazu sagen, dass ich mir das
in Jena angeschaut habe, war also dort zur Sprechstunde und musste feststellen, dass
man dort zwar eine neue Einrichtung gebaut hat, aber im Vergleich zu Bad Berka hat
die UNI Jena nicht den "Luxus" wie in Bad Berka und eben auch nicht die Form der Betreuung
wie ich sie Gewöhnt bin. Wenn ich ein Anliegen habe und in Bad Berka anrufe, brauch ich
keine Woche zu warten, um ambulant oder stationär aufgenommen zu werden. Obwohl ich
Anfälle hatte und meine Frau in der Klinik war-meine Kinder betreuten mich so lange zu hause,
sagte ich dann, dass es keine Lösung ist und meine Kinder hatten in Jena angerufen, die es
nicht als notwendig hielten, mich in der Klinik als Notfall aufzunehmen. Später mehr.
Es ist heute wirklich nicht mehr so einfach, wie noch vor Jahren, weil es mehr um den "Umsatz geht"
-LG-lingua

lingua

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #42 am: 15. Juli 2009, 16:00:45 »
Hallo Cornelia!
-Was meinst du mit dem "H" im Ausweis?
Weil von Einigen geschrieben wurde, dass sie die Pflegestufe II haben, ja ich hatte erst die Stufe III
das war in der Zeit, als es nicht möglich war mit der geringen Auswahl an Antiepileptika die Anfälle
zu reduzieren. Ich hatte ja 1995 noch über 250 bis 300 Anfälle im Monat mit vielen Verletzungen-
täglich über 10-20 Anfälle und dann bekam ich die Möglichkeit des Versuchs mit dem VNS und danach
haben sich die Anfälle deutlich verringert, auch wenn ich noch täglich Anfälle habe ist dies jetzt
ein besseres Gefühl, leben zu können. Ich habe mal gesehen, dass Fragen zum VNS vorhanden waren?
Ich würde sie gern beantworten!

LG-lingua

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Re: Wer hat auch viele Epileptiker in der Familie
« Antwort #43 am: 16. Juli 2009, 00:20:14 »
Hallo Lingua,

zunächst mal ein herzliches Willkommen zurück!  :)

Zu Deiner Frage nach dem VNS habe ich Dir schon in der PN den Link geschickt, von dem ich annehme, dass Du ihn meinst.

Wie dort gesagt, wenn auch die schnelle Erreichbarkeit eine Rolle spielt, wäre mir die in Deiner Situation sicherlich auch wichtiger.  :tröst:

Im Schwerbehindertenausweis steht das Merkzeichen "H" für "hilflos".
Was damit genau gemeint ist und unter welchen Voraussetzungen man es bekommt, habe ich hier:
http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?topic=6671.msg77304#msg77304
erklärt. Jener ist ein recht langer Beitrag, weil ich darin auch andere Merkzeichen erkläre. Darum bitte ein bisschen nach unten scrollen. Das H kommt dort ungefähr in der Mitte dran.  ;)
Das Merkzeichen H wird unabhängig davon zuerkannt, ob eine Pflegestufe vorliegt oder nicht.

Lieben Gruß
Cornelia
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